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Unbedingt Medizin?

Es muss Medizin sein!

MEDI-LEARN Redaktion

Die Österreicher unter den Interviewpartnern kennen solche Sorgen nicht. Sie berichten, dass es in Österreich keine Leistungskurse gebe. Die Vertiefungskurse hätten sie nach Interesse und in Abhängigkeit von den vorgegebenen Möglichkeiten gewählt. Ähnlich geht es dem Besucher der französischen Schule. Dort gab es ebenfalls keine Leistungskurse, aber es konnte ein Profil gewählt werden. Die Wahl erfolgte aus persönlichen Präferenzen.

Schlechte Arbeitsbedingungen für Mediziner können die jungen Studenten nicht abschrecken. „Meiner Meinung nach gibt es das in jedem Beruf und man kann bei gewissen Dingen ja auch entgegenwirken, zum Beispiel durch die Arbeit in einer Praxisgemeinschaft statt in einer Klinik“, meint Michael. „Zurzeit arbeite ich in der Jugendhilfe und da gibt es ebenso Überstunden, 24-Stunden-Dienste, schlechte Bedingungen und Bezahlung sowie schlechte Presse“, erzählt eine der Frauen. Ingo ist sich sicher, „dass aktiv Leute aus dieser Berufsgruppe daran arbeiten müssen, dass es besser wird.“ Einige finden die Bedingungen skandalös: „Ich hoffe, dass sich in den kommenden Jahren etwas tut. Abschrecken lasse ich mich aber nicht – ich hoffe durchzustehen.“

„Ich denke, die vielen Überstunden können dazu gut sein, Praxiserfahrung zu sammeln, die man während der Zeit des reinen Studierens nicht sammeln kann“, versucht eine Gesprächspartnerin diesem Aspekt etwas Gutes abzugewinnen. „Und schlechte Arbeitsbedingungen gibt es sicher nicht in jedem Krankenhaus, da muss man sich das passende Krankenhaus heraussuchen.“ Bastian dagegen sieht die Schuld nicht in den Arbeitsbedingungen. „Medien verdrehen oft die Wahrheit“, sagt er. Für ihn ist das Wissen um schlechte Arbeitsbedingungen sogar ein hilfreiches Kriterium bei der Berufswahl: „Ich finde, man muss sich ein eigenes Bild machen. Aber wenn man sich wegen der Medien abschrecken lässt, ist man eventuell doch für den Beruf nicht geeignet.“

Das Thema Auslandsstudium war für die Studenten ebenfalls aktuell. Häufig sprachen aber finanzielle Gründe dagegen, manchmal auch die Angst vor der Nichtanerkennung des Studiums bei der Rückkehr nach Deutschland. Und während Bastian bereits Österreich und Ungarn für sich als Alternativen festgelegt hatte, kann sich eine Kommilitonin gar nicht vorstellen ins Ausland zu gehen: „Ein reines Auslandsstudium würde ich nicht in Betracht ziehen, allerdings Praktika im Ausland.“

Die Frage nach Alternativen zum Studium stellt sich dagegen nicht. Zwar hat der eine oder andere einen Beruf erlernt, aber keiner von ihnen kann sich vorstellen, den Traum vom Medizinstudium aufzugeben. So lautet die Antwort nahezu einstimmig: „Es muss Medizin sein!“
Die Österreicher unter den Interviewpartnern kennen solche Sorgen nicht. Sie berichten, dass es in Österreich keine Leistungskurse gebe. Die Vertiefungskurse hätten sie nach Interesse und in Abhängigkeit von den vorgegebenen Möglichkeiten gewählt. Ähnlich geht es dem Besucher der französischen Schule. Dort gab es ebenfalls keine Leistungskurse, aber es konnte ein Profil gewählt werden. Die Wahl erfolgte aus persönlichen Präferenzen.

Schlechte Arbeitsbedingungen für Mediziner können die jungen Studenten nicht abschrecken. „Meiner Meinung nach gibt es das in jedem Beruf und man kann bei gewissen Dingen ja auch entgegenwirken, zum Beispiel durch die Arbeit in einer Praxisgemeinschaft statt in einer Klinik“, meint Michael. „Zurzeit arbeite ich in der Jugendhilfe und da gibt es ebenso Überstunden, 24-Stunden-Dienste, schlechte Bedingungen und Bezahlung sowie schlechte Presse“, erzählt eine der Frauen. Ingo ist sich sicher, „dass aktiv Leute aus dieser Berufsgruppe daran arbeiten müssen, dass es besser wird.“ Einige finden die Bedingungen skandalös: „Ich hoffe, dass sich in den kommenden Jahren etwas tut. Abschrecken lasse ich mich aber nicht – ich hoffe durchzustehen.“

„Ich denke, die vielen Überstunden können dazu gut sein, Praxiserfahrung zu sammeln, die man während der Zeit des reinen Studierens nicht sammeln kann“, versucht eine Gesprächspartnerin diesem Aspekt etwas Gutes abzugewinnen. „Und schlechte Arbeitsbedingungen gibt es sicher nicht in jedem Krankenhaus, da muss man sich das passende Krankenhaus heraussuchen.“ Bastian dagegen sieht die Schuld nicht in den Arbeitsbedingungen. „Medien verdrehen oft die Wahrheit“, sagt er. Für ihn ist das Wissen um schlechte Arbeitsbedingungen sogar ein hilfreiches Kriterium bei der Berufswahl: „Ich finde, man muss sich ein eigenes Bild machen. Aber wenn man sich wegen der Medien abschrecken lässt, ist man eventuell doch für den Beruf nicht geeignet.“

Das Thema Auslandsstudium war für die Studenten ebenfalls aktuell. Häufig sprachen aber finanzielle Gründe dagegen, manchmal auch die Angst vor der Nichtanerkennung des Studiums bei der Rückkehr nach Deutschland. Und während Bastian bereits Österreich und Ungarn für sich als Alternativen festgelegt hatte, kann sich eine Kommilitonin gar nicht vorstellen ins Ausland zu gehen: „Ein reines Auslandsstudium würde ich nicht in Betracht ziehen, allerdings Praktika im Ausland.“

Die Frage nach Alternativen zum Studium stellt sich dagegen nicht. Zwar hat der eine oder andere einen Beruf erlernt, aber keiner von ihnen kann sich vorstellen, den Traum vom Medizinstudium aufzugeben. So lautet die Antwort nahezu einstimmig: „Es muss Medizin sein!“
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