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Selbst das wäre doch noch annehmbar. Wie gesagt, schau Dir einen Handwerker mit 50 an und einen Arzt im gleichen Alter. Wer wohl verdient sich leichter sein Geld und wer hat grundsätzlich auch noch in diesem Alter die besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
Im Moment verdient der selbstständige Handwerker meist mehr.
Kleine Anekdote:
Kürzlich haben meine Eltern beim Skiurlaub in Kitzbühel den Tuareg des hiesigen Kleinstadt-Schlachters entdeckt. (Bitte?!) Früher war der da nicht und fuhr auch nicht so ein Auto... Hey, das sind Handwerker - früher untere Mittelschicht - die einem jetzt für roundabout 70Eur Arbeitslohn nen neuen Wasserhahn einbauen. Das ist NICHT mehr frisch...
docmoechtegern
28.02.2007, 17:52
I
Hey, das sind Handwerker - früher untere Mittelschicht - die einem jetzt für roundabout 70Eur Arbeitslohn nen neuen Wasserhahn einbauen. Das ist NICHT mehr frisch...Ey, wozu soll ich dann überhaupt noch ein Abitur machen? Ich glaub, ich werd lieber Klempner:-dance
docmoechtegern
28.02.2007, 17:55
Ist wohl doch keine so gute Idee:
Klempner (http://www.klempner-jobs.de/erfurt/klempner-in-dachspengler/en_3568580.html), 8,00 bis 10 Euro/h brutto:
Klempner/Spengler für verschiedene Niederlassungen gesucht! Vor- bzw. Einstellungsgspräche werden in Erfurt geführt. Vorraussetzung: Berufserfahrung, Eigenständiges Arbeiten, Landes - auch Bundesweite Montagebereitschaft Wir Bieten: Stundenlohn: 8,00 bis 10,00 (nach Qualifikation)
Also weißt du, dumbo, mankann sich nciht hinsetzen und warten, dass einem alles in den Schoß fällt. Man benötigt zum studieren keine 60qm-Wohnung. Man kann für seinen Lebensunterhalt arbeiten gehen und trotzdem fleißig studieren. Und wenn man Bafög erhält und nebenbei jobben geht ( Semesterferien bspw. ) kann man gut leben. Aber sich hinzusetzen und zu jammern, was das alles kostet und was man an Schulden anhäuft und das als Argument heranzuziehen, das ist indiskutabel.
Also, ich weiß nicht wie du und die andere, die ihr behauptet man kann ohne Unterstützung und/oder BaföG "gut in Regelzeit studieren", das macht, ich hab mir das mal ausgerechnet: 600 Euro im Monat Lebensunterhalt (bescheidenes Leben, eher mehr, aber okay) bedeutet, daß du bei einem unqualifizierten Studentenjob, wo du 6 Euro/Stunde verdienst, 25 Stunden in der Woche arbeiten musst, bei 7 Euro 22 Stunden, bei 8 Euro 19 Stunden, um dich komplett zu finanzieren. Wenn noch 85 Euro Studiengebühren im Monat dazukommen, 29 bzw. 25 bzw. 22 Stunden.
Das ist kaum mit dem Lernen vereinbar, vor allem in der Vorklinik (man hat ja noch Anfahrtswege, von den Terminüberschneidungen mal ganz abgesehen). Das gleiche gilt für das Arbeiten in den SF: da hast du Krankenpflegepraktikum, müsst für Klausuren und Physikum lernen, in der Klinik Famulaturen und die Doktorarbeit und nebenbei vielleicht dich auch noch erholen. Da kannst du mir nicht weißmachen, daß man da in Regelstudienzeit studieren kann ! (v.a. wenn man nebenbei auch noch pendeln muss) Ich weiß nicht wie ihr das macht oder gemacht habt, wenn ja dann Gratulation ihr Helden der Arbeit :-)) Ich hab eher den Verdacht, daß ihr da einiges beschönigt, um die eigenen Argumente nicht löchrig werden zu lassen, denn nach allen Erfahrungen die ich habe, steigt die Studiendauer und damit die zusätzliche finanzielle Belastung proportional mit der Zeit, die man zum Joben verbraucht.
Den Kredit muss man auf jeden Fall zurückzahlen, und je länger du wartest, desto weiter steigen die Zinsen.
HalloBallo
28.02.2007, 19:13
Sorry,
aber dass im DURCHSCHNITT (Ausnahmen bestätigen die Regel) der Handwerker mit 50 mehr verdient als ein Arzt mit 50 Jahren, wage ich stark anzuzweifeln.
Wenn man mit dem Studium nicht erst mit 35 angefangen hat ist es sehr realistisch mit 50 langjähriger Facharzt / Oberarzt zu sein. Das wir uns da in Gehaltsregionen von mind. 6000 Euro bewegen (zzgl. ggf. Poolzulagen) ist euch hoffentlich klar?
Herje, was ist das denn für eine Argumentationskette? :-dagegen
schau lieber mal auf deine arguemtationskette, war bis jetzt eigentlich nichts fundiertes dabei
Als Akademiker hast Du lediglich 6 Jahre (lass es meinetwegen 9 Jahre sein wegen Ausbildung) weniger im Berufsleben gestanden, als ein normaler Arbeiter. Dafür verdienst Du aber auch mehr. Und Dir ist garantiert, dass Du Deinen Job tatsächlich bis zum 67 Lj. machen kannst.
hat jekyll schon gut entkräftet
Das Studium und sogar Deine Abizeit werden sehr wohl auf die Rente angerechnet.
wurde vor ein paar Jahren geändert, das ist jetzt nicht mehr so, das habe ich auch schwarz auf weiß
Was meinst Du mit Verhältnisse? Ich habe zahlreiche Verwandte und Freunde in den Staaten. Die meisten studieren oder haben studiert, auch die aus sozial schwachen Schichten.
Ich find die Verhältnisse dort bescheiden, habe vorher schon erläutert warum.
Deine Aussage ist auch in keiner Weise repräsentativ, damit kann ich nichts anfangen.
Wer dort ein Kind in die Welt setzt, beginnt bereits, Geld für`s College bei Seite zu legen.
Das ist das Problem. Wie soll man noch eigene Gebührenschulden bezahlen UND gleichzeitig die Gebühren für die Kinder ansparen + Altersvorsorge + alles andere, hab ich alles schonmal gesagt...
Wie gesagt, idealerweise ist alles im Leben umsonst. Aber das ist es eben nicht. Mich persönlich kotzt die deutsche Unmündigkeit an. Jeder erwartet, dass Vater Staat alles regelt. Mein Studium, meinen Job, meine Rente. Gab es schon mal in der ehemaligen DDR, hat nur leider nicht funktioniert. Staat pleite!
Mich persönlich kotzt die deutsche Unmündigkeit auch an, aber damit meine ich was anderes: wer sich alles gefallen lässt und nichtmal demonstriert, der soll sein Maul halten und sich nicht beklagen
Und dieses Staat pleite Gelaber könnte man auf jedes Land der Welt mit einigen Ausnahmen wie Dubai o.ä. ausweiten: ist nur ein Pseudoargument um zu den alten Belastungen in Form von Steuern und Sozialabgaben noch zusätzliche Belastungen zu fordern in Form von "mehr Eigenverantwortung"
also entweder man schafft Staat und Solidargemeinschaft ab und rechnet
alles als Einzelleitungen ab ODER das System bleibt erhalten und schiebt keine Neidkampagnen darüber was andere alles vom Staat kriegen
Dr. Jekyll
28.02.2007, 19:29
meine studienzeit wird NICHT auf meine lebensarbeitszeit angerechnet
wie bei dir alley, so wie es früher einmal war "- 7 Jahre Renteneinzahlung"
Meiner Meinung nach vergleichst Du hier Äpfel mit Birnen. Ein Studium kommt allein dem Studierenden selbst zu Gute, warum also Finanzierung durch die Allgemeinheit? Opern/Theater, Schwimmbäder, Autobahnen etc. pp sind für alle da. Wenn Du das nicht nutzt, Schuld eigen.
NEIN, ICH WILL KEINE AUTOBAHNEN, SCHWIMMBÄDER UND OPERN und auch keinen Schnüffel- und Überwachungsstaat, das sind alles Sachen, die sind für alle da, auf die kann ich aber verzichten ! Wenn du die Möglichkeit zu studieren nicht nutzt "Schuld eigen" !!!
2600 Brutto/Monat finde ich durchaus üppig. Aber das nur mal so am Rande. Jede Krankenschwester wäre in der Lage, ihre Kinder zur Uni zu schicken.
Das sag mal der Krankenschwester. Wenn du das noch nicht glaubst, dann tausche "Krankenschwester" gegen "Müllmann" aus.
Es hat doch jeder in Deutschland die Möglichkeit, zu studieren. Ich bekam weder Geld vom Staat, noch von meinen Eltern und habe dennoch als Student extrem gut gelebt (inkl. Auto und Reisen) und in der Regelstudienzeit studiert. Vielleicht solltest Du, gemeinsam mit den anderen Systemzweiflern, tatsächlich mal eine Weile ins Ausland gehen. Schon um zu sehen, dass es woanders ganz genauso abläuft. Steuern - viel zu viel. Was macht der Staat - nichts. Leben - zu teuer. Sozialsystem - ungerecht. :-sleppy Unzufriedenheit ist zum Glück ein Entwicklungsmotor, also macht mir das alles wenig Sorgen.
Ich war schon im Ausland und ich muss sagen es war übel wir dort sich eine kleine Elite alles leisten und der Rest am Arsch rumkrebst. Huui, das ist echt subbi, total viel Eigenverantwortung und keine Steuern !
Genau solche Zustände will ich hier verhindert wissen !!!
Wunderland USA:
"Böses Erwachen nach dem Studium
Für manche deutschen Bildungspolitiker sind die USA ein leuchtendes Vorbild. Doch dort steigen die Studiengebühren und schrumpfen die Stipendien, junge Akademiker häufen horrende Schulden an. Viele wohnen aus Not wieder bei den Eltern - und ein Zahnarztbesuch ist Luxus."
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,435988,00.html
Wunderland England:
"Mit 33.000 Euro Schulden ins Berufsleben
Von Anna Regeniter , Manchester
Englische Universitäten haben ihre Studiengebühren fast verdreifacht. Über 4500 Euro pro Jahr müssen die Studenten inzwischen blechen. Erstsemester wie Max Dovedale, 20, haben Angst, dass sie noch Jahrzehnte auf einem Schuldenberg hocken werden."
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,461036,00.html
aus dem Spiegel online
Dr. Jekyll
28.02.2007, 20:05
genau meine meinung, dumbo.
siehe new orleans, wo sich viele menschen nicht mal das ticket für den greyhoundbus leisten konnten, um zu flüchten.
wie soll so jemand monatlich geld zur seite legen für das college seiner kinder?
im ausland ist es bedeutend schlechter, was so das soziale miteinander
und das solidarsystem betrifft. ich möchte keine ellbogengesellschaft,
da zahl ich lieber ordentlich viel steuern, damit es meinem nachbar auch gut geht.
außerdem hinken solche vergleiche massiv, a la: "guck dir doch an, was
ne krankenschwester oder ein maurer verdient, da kannst du als arzt doch die klappe halten"
Nur weil es anderen schlechter geht, heißt es nicht dass es mir besser geht.
Jeder muß für sein leben einstehen und um seine Rechte kämpfen,
DAS ist nämlich Eigenverantwortung, und nicht die aufnahme eines kredites
oder die private rentenversorgung.
wenn der maurer streikt, (=also um bessere bedingungen kämpft) weil er zu wenig verdient, dann ist das sein gutes recht. welches ich ihm vollkommen zustehe.
aber er kann nicht sagen: (oder auch alle anderen in der gesellschaft)
"Ja, warum streikt der arzt eigentlich, im Vergleich zu dem Beruf XYZ
geht es dem arzt ja richtig gut"
Das ist für mich der vergleich von Äpfel und Birnen.
@ alley: Ich kann dir 5 Bsp. aus amerika nennen, bei denen es nicht
für das College gereicht hat. das sind in meinen augen 5 zu viel,
wenn man sich den neuen kriegsetat in dreistelliger (!) milliardenhöhe
anguckt
Flauscheding
28.02.2007, 20:37
Also, ich weiß nicht wie du und die andere, die ihr behauptet man kann ohne Unterstützung und/oder BaföG "gut in Regelzeit studieren", das macht, ich hab mir das mal ausgerechnet: 600 Euro im Monat Lebensunterhalt (bescheidenes Leben, eher mehr, aber okay) bedeutet, daß du bei einem unqualifizierten Studentenjob, wo du 6 Euro/Stunde verdienst, 25 Stunden in der Woche arbeiten musst, bei 7 Euro 22 Stunden, bei 8 Euro 19 Stunden, um dich komplett zu finanzieren. Wenn noch 85 Euro Studiengebühren im Monat dazukommen, 29 bzw. 25 bzw. 22 Stunden.
Das ist kaum mit dem Lernen vereinbar, vor allem in der Vorklinik (man hat ja noch Anfahrtswege, von den Terminüberschneidungen mal ganz abgesehen). Das gleiche gilt für das Arbeiten in den SF: da hast du Krankenpflegepraktikum, müsst für Klausuren und Physikum lernen, in der Klinik Famulaturen und die Doktorarbeit und nebenbei vielleicht dich auch noch erholen. Da kannst du mir nicht weißmachen, daß man da in Regelstudienzeit studieren kann ! (v.a. wenn man nebenbei auch noch pendeln muss) Ich weiß nicht wie ihr das macht oder gemacht habt, wenn ja dann Gratulation ihr Helden der Arbeit :-)) Ich hab eher den Verdacht, daß ihr da einiges beschönigt, um die eigenen Argumente nicht löchrig werden zu lassen, denn nach allen Erfahrungen die ich habe, steigt die Studiendauer und damit die zusätzliche finanzielle Belastung proportional mit der Zeit, die man zum Joben verbraucht.
Den Kredit muss man auf jeden Fall zurückzahlen, und je länger du wartest, desto weiter steigen die Zinsen.
Dass du mir hier unterstellst zu lügen, das finde ich ganz schön dreist und werte es als einen persönlichen Angriff. Da kann ich ganz schnell giftig werden, wo ich doch eigentlich ein Freund von Diskussionen bin, bei denen gewisse Grenzen eingehalten werden. Dazu zählen persönliche Beleidigungen / Unterstellungen definitiv nicht.
Ich spreche jetzt mal Klartext: Ich kellner nachts in einer Kneipe, 2-3 Dienste pro Woche. Am WE sind das 10-Std-Schichten. Ich verdiene dort gut und komme mit Trinkgeldern auf 10€ Stundenlohn im Schnitt.
Von dem Geld kann man sich etwas für harte Zeiten, sprich: Prüfungszeiten zurücklegen, soviel zum Thema Eigenverantwortung.
Ich pendle jeden Tag zur Uni und der Job ist auch in meiner Unistadt. Pro Einzelfahrt sind das 35km, 2x35km = 70 km pro Tag.
Ich bin chronisch krank und habe auch diesbzgl. sicherlich eher Nachteile, d.h. bei mir tritt schubweise gerade in Stresszeiten meine Erkrankung auf, die mich auch in solchen Momenten beeinträchtigt.
Trotzdem schaffe ich es, ordentlich zu studieren, eben weil ich es WILL. Und wenn ich das kann, können andere das auch, zu sagen "keine Zeit" ist ne faule Ausrede. Von 3 Monaten Ferien famuliert man 4 - 6 Woche, KPP sind auch aufgesplittet 4 Wochen, warum kannman in der restl. Zeit nciht arbeiten gehen?
Dumbo, bevor du pauschal Dritte aburteilst, solltest du vielleicht erst einmal deine eigenen Argumente prüfen. Werd erwachsen, statt auf eine solch krumme Tour mir ans Bein zu pinkeln, da werd ich nämlich echt sauer!
Dass du mir hier unterstellst zu lügen, das finde ich ganz schön dreist und werte es als einen persönlichen Angriff. Da kann ich ganz schnell giftig werden, wo ich doch eigentlich ein Freund von Diskussionen bin, bei denen gewisse Grenzen eingehalten werden. Dazu zählen persönliche Beleidigungen / Unterstellungen definitiv nicht.
Ich spreche jetzt mal Klartext: Ich kellner nachts in einer Kneipe, 2-3 Dienste pro Woche. Am WE sind das 10-Std-Schichten. Ich verdiene dort gut und komme mit Trinkgeldern auf 10€ Stundenlohn im Schnitt.
Von dem Geld kann man sich etwas für harte Zeiten, sprich: Prüfungszeiten zurücklegen, soviel zum Thema Eigenverantwortung.
Ich pendle jeden Tag zur Uni und der Job ist auch in meiner Unistadt. Pro Einzelfahrt sind das 35km, 2x35km = 70 km pro Tag.
Ich bin chronisch krank und habe auch diesbzgl. sicherlich eher Nachteile, d.h. bei mir tritt schubweise gerade in Stresszeiten meine Erkrankung auf, die mich auch in solchen Momenten beeinträchtigt.
Trotzdem schaffe ich es, ordentlich zu studieren, eben weil ich es WILL. Und wenn ich das kann, können andere das auch, zu sagen "keine Zeit" ist ne faule Ausrede. Von 3 Monaten Ferien famuliert man 4 - 6 Woche, KPP sind auch aufgesplittet 4 Wochen, warum kannman in der restl. Zeit nciht arbeiten gehen?
Dumbo, bevor du pauschal Dritte aburteilst, solltest du vielleicht erst einmal deine eigenen Argumente prüfen. Werd erwachsen, statt auf eine solch krumme Tour mir ans Bein zu pinkeln, da werd ich nämlich echt sauer!
Starker Tobak... na gut, sei Stolz auf deine Leistung, aber erwarte nicht, daß alle anderen das so machen können wie du. 10 Euro Stundenlohn sind eine seltene Ausnahme bei Studentenjobs, in meiner Stadt sind das 6-7 Euro, mehr nicht. Oder bist du eine von denen die sagt: "ich hab's nicht leicht, da sollen es andere auch nicht besser haben" - hoffentlich nicht. Schön, daß du das so respektabel schaffst, sei einfach Stolz drauf, aber fall anderen Studenten nicht in den Rücken, die das nicht können.
Flauscheding
28.02.2007, 21:42
Sorry, aber wenn ich neben der Uni arbeiten kann, können das andere auch.
Ich habe mehrfach gesagt, dass ich im Prinzip gegen Studiengebühren bin. Auch habe ich gesagt, dass ich mir auch schönere Dinge als jobben vorstellen kann, aber es ist zu bewältigen. Und wenn dadurch bspw. mehr Seminarplätze in kleineren Gruppen entstehen ( Stichwort Verbesserung der Lehre ) dann ist das gut. Und zwar gut ohne wenn und aber.
Und 6€ Std-Lohn ist untertrieben. Ich studiere nciht in einer großen Unistadt, so dass dort auch niedrigere Löhne gezahlt werden als bspw. in Berlin, München, Hamburg. Trotzdem komme ich mit TG, Nachzulage und dem Basislohn auf durchschnittlich 10€, ich denke, das ist repräsentativ.
Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es. Und wenn man studieren will ( ich rede bewußt von wollen, nciht von möchte, könnte, wäre toll ... ), dann findet man trotz Studiengebühren Mittel und Wege.
Ende der Diskussion von meiner Seite.
Flauscheding
28.02.2007, 21:44
Oder bist du eine von denen die sagt: "ich hab's nicht leicht, da sollen es andere auch nicht besser haben" - hoffentlich nicht.
P.S. Schubladen sind toll, gelle?! Erleichtern einem das Leben ungemein, so muß man seinen Kopf nicht anzustrengen, sondern hat gleich die passenden Schubladen parat.
Soviel zum Thema aburteilen.
Sorry, aber wenn ich neben der Uni arbeiten kann, können das andere auch.
Ich habe mehrfach gesagt, dass ich im Prinzip gegen Studiengebühren bin. Auch habe ich gesagt, dass ich mir auch schönere Dinge als jobben vorstellen kann, aber es ist zu bewältigen. Und wenn dadurch bspw. mehr Seminarplätze in kleineren Gruppen entstehen ( Stichwort Verbesserung der Lehre ) dann ist das gut. Und zwar gut ohne wenn und aber.
Und 6€ Std-Lohn ist untertrieben. Ich studiere nciht in einer großen Unistadt, so dass dort auch niedrigere Löhne gezahlt werden als bspw. in Berlin, München, Hamburg. Trotzdem komme ich mit TG, Nachzulage und dem Basislohn auf durchschnittlich 10€, ich denke, das ist repräsentativ.
Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es. Und wenn man studieren will ( ich rede bewußt von wollen, nciht von möchte, könnte, wäre toll ... ), dann findet man trotz Studiengebühren Mittel und Wege.
Ende der Diskussion von meiner Seite.
Ich hatte in der Vorklinik auch noch nebenbei gearbeitet, in der Klinik wäre es mir aber ehrlich zuviel gewesen insbes. mit der neuen AO. Zahllose Pflichtveranstaltungen, Diss, Famulaturen, dann auch noch irgendwann Lernen und vielleicht will man auch noch in der Mindeststudienzeit fertig werden (immerhin 6,5 Jahre!) und diese Zeit effektiv nutzen, um sich ein solides Grundwissen anzueignen.
PS: Die 500 € sind sowieso nur der Turöffner.
Und 6€ Std-Lohn ist untertrieben. Ich studiere nciht in einer großen Unistadt, so dass dort auch niedrigere Löhne gezahlt werden als bspw. in Berlin, München, Hamburg. Trotzdem komme ich mit TG, Nachtzulage und dem Basislohn auf durchschnittlich 10€, ich denke, das ist repräsentativ.
Hmm, ich arbeite in Kaltenberg für 6 Euro die Stunde (brutto für netto) und auf dem Oktoberfest habe ich mich im Laufe der Jahre von 7 Euro auf 7,50 die Stunde hochgearbeitet. Keine Nachtzulage, nix. Repräsentativ?
Wenn ich bedient habe, kam ich auch auf bis zu 14 Euro Stundenlohn (inkl. TG), aber die Konditionen mit 10 % vom Tagesverdienst plus TG kriegt man heutzutage fast nirgends mehr.
Und wenn ich einen Nebenjob außerhalb der Security suchte (z.B. TAH auf 400 Euro Basis), bekäme ich auch nie mehr als 6 Euro die Stunde, Arbeitsstunden hochgerechnet auf die 400 Euro. Hab mich da schon öfters beworben, aber nie genommen worden. Gut, geht eigentlich eh nicht, weil ich sonst über die Grenze komme, was ich so im Jahr steuerfrei verdienen darf.
Flauscheding
28.02.2007, 23:38
Ich hatte in der Vorklinik auch noch nebenbei gearbeitet, in der Klinik wäre es mir aber ehrlich zuviel gewesen insbes. mit der neuen AO. Zahllose Pflichtveranstaltungen, Diss, Famulaturen, dann auch noch irgendwann Lernen und vielleicht will man auch noch in der Mindeststudienzeit fertig werden (immerhin 6,5 Jahre!) und diese Zeit effektiv nutzen, um sich ein solides Grundwissen anzueignen.
PS: Die 500 € sind sowieso nur der Turöffner.
Wie es bei mir in der Klinik letztlich aussehen wird, das kann ich jetzt natürlich nicht sagen. Trotzdem muß es irgendwie gehen, sonst kann ich nämlich grad aufhören. Und wenns letztlich ein Semester länger dauert, dann ist das eben so.
Was den Türöffner anbelangt denke ich, dass wir das nicht diskutieren sollten. Schließlich sind das nur hypothetische Annahmen, auf deren Grundlagen wir uns unsere Köpfe noch heißer diskutieren können. Es kann sein, dass es mehr wird, muß aber nicht und bisher steht es in den Sternen, insofern nicht meine jetzige Baustelle, die ich an dieser Stelle totdiskutieren möchte. Wenns konkrete Ansagen seitens der Poilitiker/ Uni o.ä. gibt, gut, aber so, jetzt und hier an dieser Stelle mMn nur Schwarzmalerei.
alley_cat75
01.03.2007, 07:17
Also, ich weiß nicht wie du und die andere, die ihr behauptet man kann ohne Unterstützung und/oder BaföG "gut in Regelzeit studieren", das macht, ... bei einem unqualifizierten Studentenjob, wo du 6 Euro/Stunde verdienst, 25 Stunden in der Woche arbeiten musst, bei 7 Euro 22 Stunden, bei 8 Euro 19 Stunden, um dich komplett zu finanzieren. ...
Das ist kaum mit dem Lernen vereinbar, vor allem in der Vorklinik.
Ich habe bisher nie behauptet, dass Studium und Job problemlos machbar sind. Bei meinem Vollzeit-Job in der Vorklinik haben eindeutig die Noten gelitten. Später wurden sie besser, weil ich die Stundenanzahl minimiert habe. Da ich gelernte Krankenschwester bin, habe ich deutlich mehr pro Stunde verdient, als ein normaler Student. Nach dem Physikum habe ich als Dozentin gearbeitet mit 25-35 Euro/Stundenlohn. An der Charité gibt es bezahlte Doktorandenstellen, auch davon hatte ich eine. Wer sucht, der findet und wer gefunden hat, kann gut ohne Staat und/oder Mami/Papi studieren.
alley_cat75
01.03.2007, 07:30
... sei Stolz auf deine Leistung, aber erwarte nicht, daß alle anderen das so machen können wie du. 10 Euro Stundenlohn sind eine seltene Ausnahme bei Studentenjobs, ... Schön, daß du das so respektabel schaffst, sei einfach Stolz drauf, aber fall anderen Studenten nicht in den Rücken, die das nicht können.
Von 12 Monaten im Jahr sind 6 Monate Semesterferien - wohl ausreichend Zeit, für Famulaturen/Praktika und Nebenverdienst. Wer nicht gerade Hände und Beine verloren, kann durchaus dazu verdienen. Mehr sage ich nicht mehr dazu.
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