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Die teuren Geräte sind trotzdem kein Argument für Studiengebühren. Zum einen werden die nicht für einen einzelnen Studenten gekauft, sondern bleiben normalerweise mehreren Generationen erhalten, mal abgesehen davon, dass man in der Vorklinik eh nur bei den Naturwissenschaftlern Parasit ist und vor allem deren Geräte benutzt. Zweitens bekommt die Uni schon jetzt dafür Steuergelder in recht beträchtlichen Höhen.
Um jetzt aber auf einige wichtige Punkte noch einmal zusammenfassend zurückzukommen:
1. "Einem nackten Mann kann man nix mehr wegnehmen" - die BRD ist kein nackter Mann, wo sie will, verfügt sie durchaus über Geld. Ein wirklich armer Mann führt kein Elterngeld ein, das vor allem der wohlhabenden Mittelschicht zu Gute kommt oder führt hohe Pensionen für Minister der Übergangsregierung in der Wendezeit ein, die gerade mal sechs Monate im Amt waren. Außerdem ist Bildung keine Ausgabe, sondern eine Investition. Ich befürchte, das wird zum Medilearn-Unwort des Jahres, aber wer das nicht versteht, ist in der Tat 'unpolitisch'. Wenn der Staat nicht in Bildung investiert, dann hat er in einigen Jahren ein Problem: erstens Mal wird er 'Köpfe' aus dem Ausland anwerben müssen, weil im eigenen Land die hochqualifizierten Kräfte zählen; dieses Problem hat man schon jetzt mit den Ingenieuren. Zweitens werden ihm dann die potenten Steuerzahler fehlen. Ich hab höchsten Respekt vor der Kassiererin im Edeka, aber ein Gehalt von 3000,4000 Euro gibt nun mal mehr an Steuern her als eines, was knapp über 1000 Euro liegt. Das ist ein Fakt.
2. "Die Amerikaner investieren Unmengen in ihre eigene Bildung, ohne zu klagen". Richtig - es ist tatsächlich so, dass viele Amerikaner nach dem Studium einen riesigen Schuldenberg haben. Nur ist es so, dass hochqualifizierte Kräfte in den Staaten ein Vielfaches mehr verdienen als ihre deutschen Kollegen. Deswegen ist dieses Argument nichtig.
3. Studiengebühren sind rein vom Prinzip her demoralisierend, sie führen die lange hoch gehaltene Maxime, dass Bildung jedem, unabhängig vom Geldbeutel, offen steht, ad absurdum. Wer einer bestimmten Gesellschaftsschicht den Zugang zu Bildung erschwert, der zerstört deren Zukunft und bringt die sozialstaatlichen Grundsätze dieses Staates ins Wanken. Wer sich ein bisschen mit Geschichte auskennt, der weiß, was für eine Symbolkraft die Einführung des Bafögs hatte und wird auch verstehen, worauf ich mit diesem Punkt abziele. Das sind keine 'Scheinargumente', mit denen irgendwie verschleiert werden soll, warum man selber nix zahlen will - denn ich gehöre voraussichtlich zu jenen Glücklichen, die davon befreit werden. Trotzdem ändert das nichts an meiner Position gegen Studiengebühren.
So, langes Post. In diesem Sinne einen schönen Abend noch.
HalloBallo
22.01.2007, 20:02
...2. "Die Amerikaner investieren Unmengen in ihre eigene Bildung, ohne zu klagen". Richtig - es ist tatsächlich so, dass viele Amerikaner nach dem Studium einen riesigen Schuldenberg haben. Nur ist es so, dass hochqualifizierte Kräfte in den Staaten ein Vielfaches mehr verdienen als ihre deutschen Kollegen. Deswegen ist dieses Argument nichtig.
....
Wenn du das Verhältnis zwischen Studiengebühren und Einkommen betrachtest, werden die deutschen mit einem Kreditvolumen von 6000 Euro nach Studienende aber um einiges besser darstehen.
Amerikaner haben am Ende des Studiums ca. 50 000 Euro + auf der Negativseite ihres Kontos. Das entspricht ca. dem 10 fachen.
Da auch die Amerkaner keine Einstiegsgehälter von 400 000 Euro im Jahr haben (welches ca. dem 10fachen des deutschen Assi-Gehalts entsprechen würde), ist diese Argumentation absolut hinfällig.
....wurde ja schon zuvor mehrfach erwähnt, dass die 6000 Euro Schulden keine Abzahlbelastung über Jahre entspricht, sondern effrektiv 2 Bruttomonatsgehältern sind...mit ein bisschen Sparsamkeit dürte es jedem Assi im ersten und/ oder zweiten Ausbildungsjahr möglich sein, diese 6000 Euro zzgl. Zinsen abbezahlt zu bekommen.
HalloBallo
22.01.2007, 20:16
1. "Einem nackten Mann kann man nix mehr wegnehmen" - die BRD ist kein nackter Mann, wo sie will, verfügt sie durchaus über Geld. Ein wirklich armer Mann führt kein Elterngeld ein, das vor allem der wohlhabenden Mittelschicht zu Gute kommt oder führt hohe Pensionen für Minister der Übergangsregierung in der Wendezeit ein, die gerade mal sechs Monate im Amt waren. Außerdem ist Bildung keine Ausgabe, sondern eine Investition. Ich befürchte, das wird zum Medilearn-Unwort des Jahres, aber wer das nicht versteht, ist in der Tat 'unpolitisch'. Wenn der Staat nicht in Bildung investiert, dann hat er in einigen Jahren ein Problem: erstens Mal wird er 'Köpfe' aus dem Ausland anwerben müssen, weil im eigenen Land die hochqualifizierten Kräfte zählen; dieses Problem hat man schon jetzt mit den Ingenieuren. Zweitens werden ihm dann die potenten Steuerzahler fehlen. Ich hab höchsten Respekt vor der Kassiererin im Edeka, aber ein Gehalt von 3000,4000 Euro gibt nun mal mehr an Steuern her als eines, was knapp über 1000 Euro liegt. Das ist ein Fakt.
....
Dieser Absatz zeigt mir lediglich, dass deine Gedankenweise recht einseitig ist und "unpolitischer" kaum sein kann. Es ist ja bekanntermaßen so, dass der Staat es durchaus eingesehen hat, mehr Investitionen in Richtung Bildung zu tätigen. (siehe Ganztagsschulen, Elite-Uni-Förderung). Welches dieser Konzepte nun sinnvoll ist oder gut oder schlecht etc. ist eine völlig andere Frage: sicher ist jedoch, dass viele zusätzliche Millarden bereitgestellt sind.
Auch das Elterngeld ist auf lange Sicht gesehen, eine Investition in Zukunft und Bildung. Es sorgt dafür, dass auch der Anreiz für Akademiker erhöht wird, ihre Karriere für kurze Zeit auf Eis zu legen, um etwas für die Erhaltung unserer Gesellschaft zu tun und somit auch UNSERE Rente zu "sichern".
Außerdem ist es nuneinmal Fakt, dass die meisten Steuergelder durch, wie du selber sagst, Akademiker/höher bezahlte Kräfte reinkommen. Da es statisch gesehen häufiger vorkommt, dass der akademische Nachwuchs auch aus Akademikerfamilien empor springt (sei es durch Erziehung, Ausbildung oder genetische Faktoren), so ist es auch in dieser Beziehung sinnvoll, einem Akademiker durch Fortzahlungen von relativ hohen Löhnern die Entscheidung für ein Kind zu erleichtern.
KingLoui
23.01.2007, 16:46
Außerdem ist Bildung keine Ausgabe, sondern eine Investition
Wieso beziehst du diesen Satz nicht auf Dich selber? Achja, ich vergaß, es gibt ja den Staat der jedem den Zucker irgendwo reinblasen soll. Also ich kann auch nicht verstehen wie du noch Worte wie unpolitisch in die Runde schmeissen kannst.
Mich erinnert derartige Diskussion immer öfter an die Aussage einer Hartz 4 Empfängerin, welche sich über die "nur" noch 350 Euro Wohngeld aufgeregt hat. (Also ich zahle 230 warm)
Solange jeder zweite hier glaubt, der deutsche Staat sei eine Melkkuh, sehe ich auf Dauer echt tiefschwarz.
Sag mal, kannst Du vielleicht lesen, was ich schreibe? Wenn mir jemand vorwirft, ich hätte seinen Text nicht gelesen und verstanden, dann erwidere ich grinsend, dass ich halt der Generation Pisa entstamme. Bei Dir gilt diese Entschuldigung ja nicht einmal, bist schließlich ein ganzes Stück älter.
1. Diese Aussage brauch ich gar nicht auf mich zu beziehen, weil ich selbst wahrscheinlich gar nix mehr zahlen muss - siehe mein vorheriges Post.
2. Niemand sieht den deutschen Staat als Melkkuh - wenn ich eine Kuh melke und die Milch trinke, profitiere vornehmlich ich davon. Wenn der Staat in seine Studenten investiert, dann profitiert er selbst davon - weil er von gut ausgebildeten Leuten lebt und diese auch braucht. Und diese sollte er nicht nur in der wohlhabenden Mittelschicht suchen, wie jemand haarsträubenderweise schrieb, sondern auch in den unteren Schichten. Je besser ausgebildeter die Leute sind, desto eher bleiben die Unternehmen hier, desto eher kommt Geld in die Kassen und desto weniger Hartz-IV-Empfänger gibt es. Das ist kein scharfsinniger politischer Schluss, sondern Erdkunde Klasse 11.
3. Der Staat treibt Steuern ein, um Investitionen zu tätigen - und wo kann und soll man investieren, wenn nicht in Bildung. Wo der Staat will, gibt er auch gerne aus - siehe mein vorheriges Post.
Aber wahrscheinlich habe ich das umsonst geschrieben und darf mich gleich wieder wie eine Schallplatte wiederholen, weil einige Leute hier nicht in der Lage sind, Texte zu verstehen.
Mich erinnert derartige Diskussion immer öfter an die Aussage einer Hartz 4 Empfängerin, welche sich über die "nur" noch 350 Euro Wohngeld aufgeregt hat. (Also ich zahle 230 warm)
Solange jeder zweite hier glaubt, der deutsche Staat sei eine Melkkuh, sehe ich auf Dauer echt tiefschwarz.
Schwarz im wahrsten Sinne :-dance
"Nur" 350 Euro Wohngeld sind im Rest von Deutschland vielleicht viel Geld. Aber geh mal nach München, da bekommst Du für das Geld nicht mal eine kleine 1-Zimmer-Wohnung (35 m2 kosten in Vororten schon rund 550 Euro warm) und ins Wohnheim kannst Du nur als Studi, und auch nur mit Wartezeit.
Pass also ein wenig auf mit Verallgemeinerungen.
HalloBallo
23.01.2007, 17:14
...sondern Erdkunde Klasse 11....
Vielleicht hättest du lieber euren Sozialkunde und oder Wirtschafts LK wählen sollen :-)) :-)) , denn, wie schon gesagt, du lässt einfach zu viele Faktoren außer acht.
Sicherlich profitiert der Staat von gut ausgebildeten Ärzten...nur stellen diese anschließend auch vergleichsweise hohe Gehaltsforderungen, welche dann doch wieder dem Staat auf der Tasche liegen, da genauso ein Aufschrei stattfindet, wenn Krankenkassenbeiträge etc. erhöht werden sollen. Auch diese Argumentationskette ist längst nicht vollständig; nur einfach zu behaupten, der Staat braucht Ärzte, also hat er auch zu zahlen, funktioniert eben nicht.
Sprach ich von Ärzten? Ich spreche von hochqualifizierten Kräften, also Ärzten, Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, etc.
Ob Ihr's glaubt oder nicht - es gibt außer Euch Medizinstudenten auch noch Studenten anderer Fächer. Und Studenten der Ingenieurswissenschaft z.B. fehlen massiv - was für Deutschland zum Standortnachteil werden könnte. Parallel zu denjenigen, die schon jetzt fehlen, gibt's genug, die das Land verlassen - Stichwort 'Brain Drain'.
Ach ja, und zu allerletzt: Wer lesen kann ist im Vorteil. Selbst Medizinstudenten sollten diese Eigenschaft nicht verlernen.
Edit: Mal abgesehen davon, dass ich als Baden-Württembergerin kein Sozialkunde hatte: Ich komme aus einer Region, die stark auf diese so genannten 'Hochqualifizierten' angewesen ist und diese auch in genügender Zahl ausbildet. Obwohl deutsche Arbeitskräfte teuer sind, sind die Unternehmen geblieben. Resultat? Unsere Arbeitslosenquoten gehören zu den niedrigsten in Deutschland, wovon auch die niedriger Qualifizierten profitieren. Ja, das ist vereinfachend, aber es skizziert einen nicht ganz unwichtigen Faktor.
HalloBallo
23.01.2007, 17:26
Sprach ich von Ärzten? Ich spreche von hochqualifizierten Kräften, also Ärzten, Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, etc.
Ob Ihr's glaubt oder nicht - es gibt außer Euch Medizinstudenten auch noch Studenten anderer Fächer. Und Studenten der Ingenieurswissenschaft z.B. fehlen massiv - was für Deutschland zum Standortnachteil werden könnte.
Wer lesen kann ist im Vorteil. Selbst Medizinstudenten sollten diese Eigenschaft nicht verlernen.
Jetzt drehst du aber einiges um; das was du mich da gerade fragst, wollte ich dich eigentlich schon fragen; ...egal...
es ändert sich dabei aber nichts an der Argumentation, auf die du wieder mal nicht eingehst, auch Ingenieure und Naturwissenschaftler verlangen anschließend hohe Gehälter, welche am Ende durch höhere Steuern / Produktpreise getragen werden müssen, was dem Staat somit selbst also garnichts nützt...dieser zahlt unter Umständen sogar drauf!
EDIT: SCHAU BITTE AUF SEITE 15 DIESES THREADS!!! DORT SCHREIBST DU EXPLIZIT WIE WICHTIG DOCH GERADE ÄRZTE UND KRANKENPFLEGER FÜR DIESEN STAAT SIND.
Als Beispiel mein Lieber, als Beispiel. In den zehntausend anderen Postings von mir ist von hochqualifzierten die Rede, auch in dem, auf den Du Dich bezogst. Ich kann das Beispiel auch auf Ingenieure übertragen, auch auf Lebenswissenschaftler usw. Meine Güte, kann es so schwer sein, einen Text zu verstehen?
KingLoui
23.01.2007, 17:31
Schwarz im wahrsten Sinne :-dance
"Nur" 350 Euro Wohngeld sind im Rest von Deutschland vielleicht viel Geld. Aber geh mal nach München, da bekommst Du für das Geld nicht mal eine kleine 1-Zimmer-Wohnung (35 m2 kosten in Vororten schon rund 550 Euro warm) und ins Wohnheim kannst Du nur als Studi, und auch nur mit Wartezeit.
Pass also ein wenig auf mit Verallgemeinerungen.
Pass du erst mal auf mit Attributierungen von Menschen, die du nicht mal im Ansatz kennst.
Ansonsten interessiert mich München nicht die Bohne (Warum bezahlen wir eigentlich nicht jedem ein Penthouse in Malibu?), es geht darum, dass Ansprüche von Menschen in den Himmel gehen, während niemand bereit ist etwas dafür zu tun. WER soll das alles bezahlen?
@Roxanne Keine Sorge ich wüsste nicht was ich an deinem Post nicht verstanden hätte, denn viel mehr als 3 Jahre älter als du bin ich auch nicht ;-)
Ansonsten interessiert mich München nicht die Bohne (Warum bezahlen wir eigentlich nicht jedem ein Penthouse in Malibu?)
Auch ich gehöre zu den Glücklichen, die sich ihren Studienort frei nach Lust und Laune wählen konnten. Aber schon mal dran gedacht, dass manche Leute rein notenmäßig überhaupt froh sind, einen Platz zu bekommen, und sei der auch im noch so teuren München? Erst denken, dann posten.
HalloBallo
23.01.2007, 17:37
Als Beispiel mein Lieber, als Beispiel. In den zehntausend anderen Postings von mir ist von hochqualifzierten die Rede, auch in dem, auf den Du Dich bezogst. Ich kann das Beispiel auch auf Ingenieure übertragen, auch auf Lebenswissenschaftler usw. Meine Güte, kann es so schwer sein, einen Text zu verstehen?
Dass du dich langsam ganz schön in den eigenen Posts verstrickst und zudem auch noch immer persönlicher wirst (ala "erst denken, dann posten" etc.), ist dir hoffentlich selbst bewusst....wenn du dann wenigstens auch mal bis zum Ende argumentieren würdest, wäre dass ja noch verkraftbar...aber sooooo????????? :-???
KingLoui
23.01.2007, 17:40
@Roxanne
Also wirklich! Jetzt wirfst du aber alles durcheinander und vergleichst Äpfel mit Birnen. Lies dir meine Postings lieber nochmal durch. Ich zitiere: "Erst denken, dann posten"!
Das ist überhaupt nicht persönlich und auch keine Beleidigung. Nur wenn man große Töne spuckt und nicht die vielleicht etwas schwierigere Lage anderer in Betracht zieht, muss man sich so einen Kommentar gefallen lassen.
Ich verstricke mich überhaupt nicht in Widersprüchen. Ich sprach nicht von Ärzten allein, sondern von Ärzten, Ingenieuren, etc. - das, was man so gerne als 'Hochqualifiziert' bezeichnet. Dass dieses Land sie braucht und warum es sie braucht, habe ich auch schon erläutert. Da ist überhaupt nichts offen oder nicht zu Ende gedacht oder widersprüchlich. Hitzige Diskussionen sind für mich das Äquivalent einer guten Diskussion, sprich, ich kann, ob man's glaubt oder nicht, auch andere Meinungen ertragen. Aber nicht, wenn Fakten wie die Notwendigkeit der 'besten Köpfe' angezweifelt werden.
Nicht mal die CSU begründet Studiengebühren damit, dass es das eigene Wohl ist, in das man investieren solle oder das Fördern von Bildung keine Investition ist, mit der sich der Staat selbst einen Gefallen tut. Sollte doch zu denken geben, oder?
@KingLouis
Das ist Dein Originalzitat:
"Ansonsten interessiert mich München nicht die Bohne (Warum bezahlen wir eigentlich nicht jedem ein Penthouse in Malibu?)"
Daraus schließe ich, dass Du München für zu teuer hältst und nicht einsiehst, warum man die hohen Lebenshaltungskosten, die z.B. in München herrschen, in die Diskussion miteinbeziehen soll. Stichwort: dann können wir ja jedem gleich ein Penthouse in Malibu finanzieren. Darauf antwortete ich, dass sich nicht jeder Student seinen Studienort frei auswählen kann, und manche München nicht freiwillig wählen und somit 'selbst schuld' sind für die hohen Lebenshaltungskosten, sondern dorthin zwangsverschickt werden. Puh, schwere Geburt.
offtopic: @roxane: kennen wir uns eigentlich? studieren zumindest zusammen.. =)
Autolyse
23.01.2007, 18:11
[...]
3. Der Staat treibt Steuern ein, um Investitionen zu tätigen - und wo kann und soll man investieren, wenn nicht in Bildung. [...]
Auf jeden Fall...einen Scheißdreck tut der Staat. Steuereinnahmen dienen zum allergrößten Teil konsumptiven Zwecken, nichts anderem, das ist schon den gröbsten Übersichten der Budgetverteilungen zu entnehmen. Weiterhin sind bildungsrelevante Aufwendungen keine investiven Ausgaben, jedenfalls im klassischen Sinne, sondern fallen ebenfalls in den kosumptiven Sektor, wie auch Geldmittel für das Militär. Würde man Bildungsausgaben im investiven Teil buchen, weil sie Wissen als Gut schaffen, so müsste man analog auch den Verteidigungshaushalt als investiv buchen, da eine Armee das Gut Frieden schafft.
KingLoui
23.01.2007, 18:12
@Roxanne Hättest du im Zusammenhang mit vorherigen Posts gelesen, wäre dir sicher aufgefallen, dass sich die 350 Euro Wohngeld nicht auf Studenten bezogen.
Im übrigen ist mir nicht bekannt, dass jemand unbedingt nach München gehen müsste, es gibt sicherlich Städte mit niedrigerem NC und selbst wenn; was schlägst du vor Wohnzuschuss für Münchner Studenten? Wohl eher nicht...
@Autolyse
Ich gebe zu, das war schlecht ausgedrückt von - es war mehr das, was er soll. Wenn er das alles täte, bräuchten wir hier diese Diskussion nicht. Hast also Recht, was die realen Zustände angeht.
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