Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studiengebührenboykott - seid Ihr dabei?
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MediFreaK
13.01.2007, 22:59
also ich bin totaler fan von studiengebühren! so lange sie zu 100% der uni bzw. genau meiner fakultät zu gute kommen. unter diesen bedingungen bin ich bereit auch mehr als 500E pro semester zu bezahlen...aber ich bin dagegen, dass man mit gebühren nur den landeshaushalt retten soll! :-meinung
Randnotiz:
Ach, und nicht ausgelastete Studenten der Ökotrophologie & Minyar'sche Ethnologie aus Hintertupfingen, irgendwo zwischen Shisha, Selbstfindungskurs in Tasmanien und Hinterhof-Biotop sind politischer oder wie?!
Ich kotze.
roger rekless
14.01.2007, 01:57
Wenn 500 Studenten exmatrikuliert werden, werden aber auch sofort ebensoviele Anwälte auf die Uni losstürmen und ob so eine Exmatrikulation wirklich legitim ist, wage ich mal stark zu bezweifeln.
fragt sich nur, auf welcher rechtlichen grundlage das basieren soll?!
my_precious
14.01.2007, 09:38
gelöscht
my_precious
14.01.2007, 09:39
[Aber da sicher nicht alle von dieses 35000 zahlen werden (BAFöG etc.)
seit wann ist man studiengebühren befreit, wenn man bafög erhält???
das ist ja gerade die schweinerei in meinen augen!
dass die gebühren auch leuten aufgebrummt werden, die sich nichtmal das normale studium leisten können.
befreit wird ma doch erst, wenn x geschister (ich glaube es sind noch 2 weitere und du selber) immatrikuliert sind.
:-kotz :-kotz :-kotz
also ich bin totaler fan von studiengebühren! so lange sie zu 100% der uni bzw. genau meiner fakultät zu gute kommen. unter diesen bedingungen bin ich bereit auch mehr als 500E pro semester zu bezahlen...
schön, dass du so viel geld hast. dein vater ist wohl auch arzt.
alley_cat75
14.01.2007, 10:38
Ich finde Studiengebühren ebenfalls vernünftig - denn sie verbessern Lehre und Studienumfeld (mehr Bücher für alle in den Biblios) und hindern bestimmte Leute daran, 10 Jahre und mehr zu studieren. Voraussetzung ist natürlich, dass Studis mit schmaleren Geldbeuteln entsprechend gefördert werden. Aber immerhin gibt es Bafög, dass nur zur Hälfte zurück gezahlt werden muss... Entspannt Euch.
Und wenn ich dann noch lese, ein RECHTSANWALT kümmert sich um das Treuhandkonto... :-kotz *dreimalkopfschüttel*. Euch ist schon klar, dass Juristen genetisch bedingt immer Streit und Stress haben wollen. Ich würde mich da nicht mit reinziehen lassen. Bezahlen und schnell fertig werden ist hier wohl die beste Lösung. Allen anderen: VIEL GLÜCK!
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 11:03
.... und hindern bestimmte Leute daran, 10 Jahre und mehr zu studieren. Deshalb würde ich nach dem Überschreiten der Regelstudienzeit kräftige Studiengebühren verlangen. Während der Regelstudienzeit sollte man zumindest von Bafög-Berechtigten keine verlangen.
alley_cat75
14.01.2007, 11:59
Während der Regelstudienzeit sollte man zumindest von Bafög-Berechtigten keine verlangen.
Ach, so und diejenigen, die für Ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, weil sie kein Geld von Vater Staat erhalten, können dann tief in die Tasche langen? Ziemlich unsozial, meinst Du nicht? Der durchschnittliche Bafög-Empfänger bekommt während seines Medizinstudiums ca. 25.000 Euro. Davon werden ihm 12.500 Euro nach Studienende erlassen, geschenkt! Der Nicht-Bafög-Empfänger bekommt nicht einen Cent geschenkt. Warum soll ausgerechnet er dann Studiengebühren bezahlen? Verstehe ich nicht... Wenn, dann für alle. :-meinung
roger rekless
14.01.2007, 12:14
Deshalb würde ich nach dem Überschreiten der Regelstudienzeit kräftige Studiengebühren verlangen. Während der Regelstudienzeit sollte man zumindest von Bafög-Berechtigten keine verlangen.
gibt ja auch noch strafgebühren, die noch nach zu langer studienzeit dazukommen.
Hellequin
14.01.2007, 12:23
Der durchschnittliche Bafög-Empfänger bekommt während seines Medizinstudiums ca. 25.000 Euro.
Quelle? Wikipedia gilt nicht. :-D
Davon werden ihm 12.500 Euro nach Studienende erlassen, geschenkt!
Falsch!
Ich finde Studiengebühren ebenfalls vernünftig - denn sie verbessern Lehre und Studienumfeld (mehr Bücher für alle in den Biblios) und hindern bestimmte Leute daran, 10 Jahre und mehr zu studieren.
Erstmal finde ich es witzig, wenn sich Leute, die keine Studiengebühren mehr zahlen müssen, sich für eben jene aussprechen. Kannst ja deiner Ex-Uni 5000€ spenden, das wäre doch fair, oder?
Zweitens ist halt die Frage wieviel von dem Geld nach dem Abzug der Verwaltungskosten, Zweckentfremdung etc. noch für die Lehre übrigbleibt.
Hier in BaWü haben die Studierenden weder ein Mitpracherecht bei der Verwendung eingeräumt bekommen, noch müssen die Unis Rechenschaft über die Verwendung der Studiengebühren ablegen.
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 12:28
...... Der Nicht-Bafög-Empfänger bekommt nicht einen Cent geschenkt. Warum soll ausgerechnet er dann Studiengebühren bezahlen? Verstehe ich nicht... Wenn, dann für alle. :-meinungOder für keinen!. Ich bin kein Befürworter von Studiengebühren während der Regelstudienzeit. Hatte doch geschrieben, man sollte sie zumindest den Bafög-Berechtigten erlassen.
diese argumentation, dass man, wenn man ein zulassunsgbeschränktes fach studiert, ein höheres risiko hat, exmatrikuliert zu werden, ist doch schwachsinn!
Nah, ich glaube der Hintergedanke bei der Aussage war, dass sich ein nicht-NC Studi einfach wieder zum nächsten Termin (an einer anderen Uni) einschreiben kann. Für NCler wirds schon wesentlich schwerer wieder nen Platz zu bekommen.
Zum Thema: erst Mahnen bevor raus. Bei uns in München wars bisher so, dass bei Vergessen des Semesterbeitrags noch öfters Erinnerungsschreiben verschickt wurden. Jetzt steht in den neuen Unterlagen explizit drinn, dass im Gegensatz zu den früheren Jahren sofort ge'ext wird.
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 12:54
@alley cat:
Wer aufgrund seines Alters kein Bafög bekommt und deshalb jobben muss, sollte natürlich auch keine Studiengebühren bezahlen müssen.
Wer aber Bafög-berechtigt ist, sollte IMHO lieber Bafög in Anspruch nehmen, wenn er andernfalls seinen Lebensunterhalt komplett durch Jobben zu verdienen müsste und dadurch auf eine längere Studienzeit käme. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ein Studium in der Regelstudienzeit schaffen kann, wenn man für den kompletten Lebensunterhalt jobben muss. Das dürften Ausnahmefälle sein.
alley_cat75
14.01.2007, 12:58
Es gibt noch andere Gründe, kein Bafög zu erhalten und das dürfte wohl auch der häufigste sein. Nämlich wenn Eltern zu gut verdienen, was bei mir der Fall war. Betuchte Eltern stecken einem jedoch nicht automatisch alles in den Hintern - ich musste mir mein Leben komplett selbst finanzieren. Im Übrigen gibt es mehr Leute als Du denkst, die das ebenfalls müssen und es trotzdem in der Regelstudienzeit schaffen.
P.S. Immerhin habe ich jetzt nicht die Hucke voll Schulden...
alley_cat75
14.01.2007, 13:01
Hatte doch geschrieben, man sollte sie zumindest den Bafög-Berechtigten erlassen.
Ja, Mensch, aber warum gerade denen? Schreibe ich chinesisch? Die bekommen doch schon genug, warum auch noch Studiengebühren erlassen? *kopfschüttelunddreimalummichselbstdreh*
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 13:03
Ist ja schön, wenn es so viele Überflieger wie Dich gibt, die das Medizinstudium in 12 Semestern schaffen, obwohl sie dabei ihren kompletten Lebensunterhalt selbst verdienen (müssen). Das wäre doch mal ein Thema für eine Umfrage.
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 13:10
Es gibt noch andere Gründe, kein Bafög zu erhalten und das dürfte wohl auch der häufigste sein. Nämlich wenn Eltern zu gut verdienen, was bei mir der Fall war. Betuchte Eltern stecken einem jedoch nicht automatisch alles in den Hintern - ich musste mir mein Leben komplett selbst finanzieren. Solche Eltern kann man auf Unterhalt verklagen. :-D
Das wärs doch: Erst den Studienplatz mit Prozesskostenhilfe einklagen, und dann die Eltern mit Prozesskostenhilfe auf Unterhalt verklagen. :-dance
alley_cat75
14.01.2007, 13:10
Mal ganz im Ernst und sachlich: mein halbes Semester hat so gelebt. Viele hatten wegen der Eltern einfach keinen Anspruch auf Bafög, wollten unabhängig bleiben und mussten dann tatsächlich arbeiten. Ich habe von meinem Nebenjob wirklich extrem gut gelebt; die Hälfte hätte es auch getan (dann aber kein Auto, kein Urlaub, keine große Wohnung). Ich bin sicher keine Überfliegerin. Ich denke, viele reden nicht darüber. Auch darfst Du nicht vergessen, wie viele Studis schon Familien haben. Die schaffen es ja auch in der Regelstudienzeit inkl. Nebenjob.
alley_cat75
14.01.2007, 13:11
Solche Eltern kann man auf Unterhalt verklagen.
Warum? Sie haben 20 Jahre lang alles für mich getan und mir jeden Wunsch erfüllt. Irgendwann muss man auch mal anfangen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 13:19
Dann scheint das im Medizinstudium besser zu gehen als im Ingenieursstudium. Wir finanzieren gerade unserem zweiten Sohn das Ingenieur-Studium, denn er hätte keine Zeit, neben seinem Studium seinen Lebensunterhalt zu erjobben.
Edit: Die Praktika, die unsere Jungs gemacht haben, waren bis auf eine Ausnahme nicht bezahlt. Der Ältere ist erst bei seinem letzten Praktikum (praktisch nach Abschluss des Studiums, direkt vor der Diplomprüfung) bezahlt worde. Er hat dort allerdings selbstständig gearbeitet und beinahe einen fertig ausgebildeten Ingenieur ersetzt.
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