Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studiengebührenboykott - seid Ihr dabei?
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medstud221
14.01.2007, 13:48
Quelle? Wikipedia gilt nicht. :-D
Falsch!
Erstmal finde ich es witzig, wenn sich Leute, die keine Studiengebühren mehr zahlen müssen, sich für eben jene aussprechen. Kannst ja deiner Ex-Uni 5000€ spenden, das wäre doch fair, oder?
Genauso witzig ist es, dass sich einige Studenten hinter pseudo-sozialpolitischen Argumenten verstecken, um zu verteidigen warum sie keine Studiengebühren zahlen wollen. Denn wenn man sich weniger mit Demos o.ä aufhalten würde und mal einen Blick in die OECD-Studien wirft, würde man sehen: Kinder aus sozialschwachen Familien stellen HEUTE nur einen Bruchteil der Studenten - finanzieren aber über ihre Steuern unsere Ausbildung mit.
Anstatt also zu erzählen warum Studiengebühren so schrecklich sind, lieber für die Einrichtung eines breiteren Stipendienangebots einsetzen. Das hilft dann nämlich allen..... :-meinung
Hellequin
14.01.2007, 14:20
Genauso witzig ist es, dass sich einige Studenten hinter pseudo-sozialpolitischen Argumenten verstecken, um zu verteidigen warum sie keine Studiengebühren zahlen wollen.
Kannst du bitte mal die pseudo-sozialpolitischen Argumente aufzählen, die ich gebracht habe?
Anstatt also zu erzählen warum Studiengebühren so schrecklich sind, lieber für die Einrichtung eines breiteren Stipendienangebots einsetzen. Das hilft dann nämlich allen..... :-meinung
Hat die Politik doch bei ihrer Argumentation versprochen, das diese eingeführt werden. Aber da ja jetzt genügend Banken Kredite anbieten wird das sicher nicht mehr nötig sein, oder?
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 14:22
Es gibt noch andere Gründe, kein Bafög zu erhalten und das dürfte wohl auch der häufigste sein. Nämlich wenn Eltern zu gut verdienen, was bei mir der Fall war. Betuchte Eltern stecken einem jedoch nicht automatisch alles in den Hintern....... Gut betuchte Eltern haben für studierende Kinder, zumindest bis das 'Kind' 25 (bisher 27) ist, Anspruch auf einen Kinderfeibetrag bei der Berechnung der Einkommensteuer, und sie sind verpflichtet, diesen Freibetrag den Kindern zukommen zu lassen. Falls Deine Eltern Dir dieses Geld verweigert hätten, hättest Du es einklagen können, wo Du doch so aufs Einklagen stehst ;-).
Ehemaliger User 20130505
14.01.2007, 14:33
... Kinder aus sozialschwachen Familien stellen HEUTE nur einen Bruchteil der Studenten...
Und das sind die Bafög-berechtigten Studenten. Warum sollte man nicht zumindest denen die Studiengebühren erlassen? Wer gut getuchte Eltern hat, die einem die Unterstützung verweigern, soll sich wenigstens die Sterermäßigung, die seine Eltern wegen des Kinderfreibetrags auf die Einkommensteuer bekommen, von denen holen. Für die Studiengebühren wirds wohl reichen.
Kinder aus sozialschwachen Familien stellen HEUTE nur einen Bruchteil der Studenten - finanzieren aber über ihre Steuern unsere Ausbildung mit.
Der Grund dafür ist aber eher etwas weiter unten im Bildungssystem zu suchen. Sozialschwache Familien stellen leider auch nur einen Bruchteil der Gymnasiasten.
my_precious
14.01.2007, 16:39
Voraussetzung ist natürlich, dass Studis mit schmaleren Geldbeuteln entsprechend gefördert werden. Aber immerhin gibt es Bafög, dass nur zur Hälfte zurück gezahlt werden muss... Entspannt Euch.
ich glaube, ihr wisst wirklich alle nicht, wovon ihr redet!
bafög wird ja nicht erhöht, weil es jetzt die gebühren gibt! wer bafög bezieht, wird das bafög für seinen lebesunterhalt aufbrauchen, und kann deshalb nichtmal eben kurz noch die gebühren zahlen.
da muss der extra kredit her.
die einzige vernünftige regelung, die ich in den ganzen bagög l-bank kredit studiengebüren schei$ sehe, ist die, dass einem bei mehr als 15.000 euro schulden, die darüber hinausgehen, erlassen werden.
Ach, so und diejenigen, die für Ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, weil sie kein Geld von Vater Staat erhalten, können dann tief in die Tasche langen?
diese schwarz weiß maleri in dem forum hier ist ja nicht zum aushalten, wirklich!
wer bafög empfängt, der arbeitet also nicht nebenher. nieeeemand von den ganzen bafög empfängern arbeitet! aha...
und all die anderen, die arbeiten. aha...
seien wir doch mal ehrlich: die, die bafög erhalten haben es in den meisten fällen dringend nötig und arbeiten wohl nebenher genausoviel oder genauswenig wie leute, die sich vollständig von papi finanzieren lassen.
Ich werde die Gebühren auch bezahlen. Schließlich habe ich gerade meinen Studienplatz bekommen, da geb ich ihn nicht einfach leichtsinnig wieder her.
Wer glaubt, die Studiengebühren würden uns zu Gute kommen, liegt ziemlich falsch. 3/4 der Gebühren werden alleine für die Verwaltung draufgehen. Hier in Tü wurde extra eine neue Anlaufstelle aufgemacht. Neue Mitarbeiter, Möbel,... Im Übrigen war die Uni an sich gegen Gebühren. Sie konnte sich aber nicht gegen Minister Falkenberg durchsetzen, der hier in Ba-Wü für die Gebühren zuständig ist.
Sollte jemand auf ein Treuhänderkonto einzahlen wollen: Es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass diese Möglichkeit verwendet wird. Wie soll nachgewiesen werden, wer eingezahlt hat und wer nicht. Wer bis zum Fristtermin nicht gezahlt hat, wird exmatrikuliert. Und die Uni wird diese Maßnahme durchführen müssen, weil sie das Gesetz so vorschreibt.
In München wurde es zumindestens an der Musikhochschule so geregelt, dass derjenige, der schon mindestens drei Semester studiert, erst einmal nur 300 € zahlt. Ich finde, das ist eine vernünftige Lösung.
Hellequin
14.01.2007, 18:02
Minister Falkenberg
Frankenberg
Wie soll nachgewiesen werden, wer eingezahlt hat und wer nicht.
Der Name steht bei jeder Überweisung drauf, die Matrikelnummer kann man im Betrefffeld angeben.
Diese Protestform ist ja schon bei der Einführung des Verwaltungskostenbeitrages verwendet worden, hat zwar nichts gebracht, hat aber ohne Probleme funktioniert.
Anna-Tomie
14.01.2007, 19:50
Anstatt also zu erzählen warum Studiengebühren so schrecklich sind, lieber für die Einrichtung eines breiteren Stipendienangebots einsetzen. Das hilft dann nämlich allen..... :-meinung
:-meinung auch
Ich sag aber nur Studienstiftung ... das ist für mich ein dunkelrotes Tuch. Die Schulleitung schlägt förderungswürdige Schüler vor ... so kann es geschehen, dass 2 Leuts vorgeschlagen werden, deren Eltern dagobertmäßig in den Talern baden. Und wenn du nicht immer brav warst, wirst du halt nicht vorgeschlagen ... pech gehabt .... auch wenn du nen besseren Schnitt hattest :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz
schwarzwald
14.01.2007, 20:01
Ich werd auch zahlen, liegt aber auch daran, dass ich nen Kredit dafür aufnehmen muß, und das Geld wird dann sowieso direkt an die Uni überwiesen.
Komm mit dem was ich verdiene ( 40-80h Arbeiten monatlich....) grad so über die Runden, da hab ich null Chance noch die Studigebühr zu verdienen.... :-nix
Muß aber auch ehrlich zugeben, dass ich bisle Angst hätte nicht zu zahlen....hier in HD gehts eh ganz schnell mit der Exmatrikulation - habs vor 2 Monaten erst bei ner Freundin erlebt - gnadenlos, trotz Härtefall.... :-(
Bin gespannt, wie das alles läuft...
Gruß :-winky
(ach, A-T, darüber kommste wohl nimmer weg ?!?! :-)) )
Alle die ich kenne zahlen auch aus Angst.
Mit einer Freundin (Ingenieurs-Studentin) haben wir letzte Woche koreanischen Studenten das mit der Gebühr erzählt da die ganz verblüfft und entsetzt den Bescheid im Briefkasten gefunden haben und es wohl kaum schaffen werden, bis zum Termin das Geld anschaffen zu können....
:-nix
in den 60er hätte man das wohl durchbekommen... eigentlich ein bisschen schade.
muss hier einmal herzhaft :-kotz wenn ich sehe, wie viele Studenten
1. zu feige sind, bei so einer Aktion mitzumachen oder
2. sich sogar für Studiengebühren aussprechen, wahrscheinlich aus Angst vor stärkerer Konkurrenz an der Unis durch junge Leute, die sich so aus finanziellen Gründen gegen ein Studium entscheiden müssen..
Viele meiner Freunde kommen aus sozial schwachen Familien (beide Eltern seit der Wende arbeitslos), und die haben es auch irgendwie geschafft Abi zu machen, zu studieren und Studiengebühren zu bezahlen und das alles mit Bafög plus Kindergeld. Sicher würde es ihnen besser gehen, wenn sie keine Gebühren bezahlen müssten. Aber es nagt jetzt auch keiner von denen am Hungertod oder muss sich deswegen gegen ein Studium entscheiden. Sicher, vielleicht könnten sie nicht in München studieren. Aber für Hannover, Hamburg, Halle, Dresden, Berlin etc reicht es.
Kenne mich jetzt mit ihrem Budget nicht so gut aus, aber ich weiss das sie keine anderen Geldquellen als Bafög, Kindergeld und evt eigene Jobs haben.
Ob ich bei so einer Aktion mitmachen würde, weiss ich nicht. Denke nicht, da sie in meinen Augen nichts bringt. Würde mich lieber dafür einsetzen, dass wir ein Mitspracherecht bekommen würden wie es verwendet wird.
muss hier einmal herzhaft :-kotz wenn ich sehe, wie viele Studenten
1. zu feige sind, bei so einer Aktion mitzumachen oder
2. sich sogar für Studiengebühren aussprechen, wahrscheinlich aus Angst vor stärkerer Konkurrenz an der Unis durch junge Leute, die sich so aus finanziellen Gründen gegen ein Studium entscheiden müssen..
Die ASten habe den Karren doch selbst in den Dreck gefahren. StuPa ist eine absolute Witzveranstaltung, die sich selbst jegliche Legitimation entzogen hat...
Also ersteinmal an die eigene Füße fassen und die Hausaufgaben machen, bevor an Fremden gefingert wird...
"Kick it like Frankreich" - Haha. Mehr nicht.
Konkurrenz - Welche? Es gibt Mitstudenten und keine Konkurrenten. Studienbewerber sollten das Problem auch nicht haben, da ja das Bildungsweg-Setting (dankbarerweise) schon mit der Geburt in ein entsprechendes Elternhaus beginnt - die Entscheidung ist für die Meisten längst gefallen...
muss hier einmal herzhaft :-kotz wenn ich sehe, wie viele Studenten
1. zu feige sind, bei so einer Aktion mitzumachen oder
2. sich sogar für Studiengebühren aussprechen, wahrscheinlich aus Angst vor stärkerer Konkurrenz an der Unis durch junge Leute, die sich so aus finanziellen Gründen gegen ein Studium entscheiden müssen..
Mit feige hat das bei den meisten, denke ich, nichts zu tun. Ich musste hart kämpfen, um meinen Platz zu bekommen (ich habe nicht geklagt!). Wenn ich jetzt exmatrikuliert würde, würde ich mit meinem Abi so schnell keinen Platz mehr bekommen. Und im höheren Semester einen Platz zu erhalten, ist auch recht schwierig. Bei mir ist die Abwägung deshalb: Zahlen und Zukunft in der Medizin oder Nicht-Zahlen und dann evtl. etwas anderes studieren. Letzteres möchte ich nicht: bleibt nur: zahlen!
Hallo zusammen,
es scheint sich immer noch nicht rumgesprochen zu haben, dass die Teilnahme am Boykott relativ ungefährlich ist. Als Student in einem Zulassungsbeschränkten Fach muss man sich natürlich nach der Mahnung aus dem Boykott zurückziehen. Die Mahngebühren sind natürlich schon zu zahlen. Vielen ist es die Sache eben wert.
Die Studenten zulassungsfreier Fächer haben überhaupt kein Problem. Wenn die exmatrikuliert werden, können sie sich einfach zum nächsten Semester wieder einschreiben.
Ich glaube, dass die Aktion an Teilnehmermangel scheitern wird. Für die Gegner von Studiengebühren hätte die Sache dennoch einen symbolischen Wert.
Schöne Grüße an alle Gegner und Befürworter
Zoidberg
15.01.2007, 16:56
ich find die Gebühren gut, daher kein Boykott
Hellequin
15.01.2007, 17:00
ich find die Gebühren gut, daher kein Boykott
Man kann ja auch nicht boykottieren was man nicht mehr zahlen muss.;-)
Ich stimme Hellequin mal zu. Wer Studiengebühren toll findet, sie aber nicht mehr zahlen muss, weil er schon im PJ ist oder das Examen hinter sich hat, soll das Geld doch einfach an die Uni spenden - ich bin überzeugt, dass die nicht ablehnen werden.
Wer die Studiengebühren von Papi gezahlt bekommt, hat sicherlich auch nichts dagegen, nur ist das nicht jedermanns Wirklichkeit. Nicht um mein eigenes Beispiel zu betonen, sondern um Euch einmal auch andere Realitäten zu zeigen: Studiengebühren bedeuten für mich nichts anderes als eine Senkung des Bafögs. Hilfe von Daddy? Nee, beim Nettoeinkommen meiner Eltern steht vorne an erster Stelle eine '1' - und nein, es ist auch nicht fünfstellig *g*.
Die Lehre wird verbessert? Nee, Leute. Ich hab hier die Zahlen vorliegen, höchstens 240 Euro kommen der Lehre zu Gute (wenn überhaupt), alles andere wird umgeschichtet oder deckt Verwaltungskosten ab.
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