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https://www.br.de/nachrichten/bayern/aufschrei-junger-aerzte-zu-hohe-arbeitsbelastung-in-kliniken,RnpVvng
"Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml - selbst Medizinerin - nimmt den Aufschrei der jungen Ärzte ernst und will in Gesprächen prüfen, woran es genau liegt. [...] Melanie Huml hat früher auch im Krankenhaus gearbeitet. Sie findet, dass sich die Einstellung zum Arztberuf in der neuen Generation verändert hat. "Die jungen Ärzte legen mehr Wert auf eine Work-Life-Balance. Das ist auch in Ordnung, aber das wirkt sich natürlich auf den Klinikbetrieb aus, wo es früher einfach auch üblich war, mal länger zu bleiben."
Auf Wikipedia liest man dann, dass sie seit Oktober 2003 Mitglied des Landtags ist und ihre Approbation im Oktober 2004 erhalten hat. Wie viel sie als Landtagsabgeordnete wohl seither vom Klinikalltag mitbekommen hat... aber sicher, es liegt einfach an den verzogenen jungen Ärzten, die halt einfach nicht so viel arbeiten wollen...
Feuerblick
24.01.2020, 19:12
Naja, wie so mancher „Arzt“ unter den Politikern, wird die Dame PJ gemacht haben vor ihrer Approbation... Reicht doch als „Im Krankenhaus gearbeitet“.
Btw: Die Arbeitseinstellung von einfachen Fabrikarbeitern hat sich irgendwie in den letzten Jahrhunderten auch geändert. Und Sklavenhaltung wurde abgeschafft. Soll also vorkommen, dass sich Arbeitgeber ein bisschen anpassen müssen :-))
Moorhühnchen
24.01.2020, 19:18
Hat eigentlich irgendjemand hier aus dem Forum die gelobte Zeit vor Einführung der DRGs noch selber mitbekommen?
Auf Wikipedia liest man dann, dass sie seit Oktober 2003 Mitglied des Landtags ist und ihre Approbation im Oktober 2004 erhalten hat. Wie viel sie als Landtagsabgeordnete wohl seither vom Klinikalltag mitbekommen hat...
Sie hat ihr AiP absolviert und scheint laut ihrer offiziellen Vita danach nicht mehr ärztlich tätig gewesen zu sein.
https://www.csu-landtag.de/index.php?ka=1&ska=profil&pid=35
Ich träume ja von einer Welt, in der mir irgendwelche Berufspolitiker ohne echtes Verständnis von meinem Beruf nicht mehr erzählen wollen, es müsste doch okay sein, "mal länger zu bleiben".
Es ist nämlich überhaupt nicht das Problem, mal länger zu bleiben.
Es ist das Problem, dass das schlicht vorausgesetzt wird, dass man länger bleibt, dass man dafür nicht bezahlt wird und sich auch noch dumme Sprüche anhören soll, wenn man - zu Recht - diese Unverschämtheiten kritisiert.
Frau Huml ist herzlich eingeladen, sich ohne Erfassung oder Vergütung blöde zu arbeiten, wenn sie Freude daran hat.
Aber sie soll nicht so vermessen und ignorant sein und Leute dafür kritisieren, dass sie das eben nicht wollen.
Feuerblick
24.01.2020, 20:07
Ich glaube nicht, dass die, wenn sie 2004 im Oktober ihre Approbation erhalten hat, vorher ein AiP gemacht hat. Das, was da in der Vita steht, die du verlinkt hast, dürfte das PJ gewesen sein. Zumindest würde das eher zu den Zeiten und Orten passen.
Aber selbst wenn... wer noch AiP gemacht hat, hat alles, aber keine „normale“ Vorstellung davon, wie vernünftige Arbeitszeiten aussehen sollten :-))
Ja die Aussagen der Dame sind maximal unvorteilhaft gewählt, gerade als Politiker sollte man diplomatisch agieren und nicht wie der Elefant im Porzellanladen. Vielleicht hat sie noch nicht mitbekommen, dass sich in den letzten 20 Jahren der Arbeitsaufwand pro Patient mehr geworden ist. Auch eher fachfremde Aufgaben (z.B. Codieren oder Labor transportieren dürfen Ärzte übernehmen)
Der medizinische Fortschritt macht ebenfalls mehr "Arbeit". Und zuletzt muss die Dame sehen, dass in Deutschland bei insgesamt palliativer Gesamtsituation eine Maximaltherapie durchgeführt wird (momentan seitens der Gesellschaft so gewünscht), die auch Personal/Arbeit benötigt.
Die Zeit muss endlich elektronisch erfasst werden im Jahr 2020 und Überstunden müssen bezahlt werden.
Vollapprobation dürfte zu der Zeit das Stichwort sein...
Relaxometrie
24.01.2020, 20:11
Es ist nämlich überhaupt nicht das Problem, mal länger zu bleiben.
Es ist das Problem, dass das schlicht vorausgesetzt wird, dass man länger bleibt
So ist es !!!
Kürzlich hatte ich ein Vorstellungsgespräch (ich möche nicht akut wechseln; aber gewisse Marktbeobachtungen sind ja nicht verkehrt :-D ) für einen Job in einer interdisziplinären Notaufnahme. Der Chef, ca. Mitte 40, sagte irgendwann:" Wenn mal viel zu tun ist, ist es ja selbstverständlich, daß sie mal 2-3 Stunden längen bleiben." Da dachte ich ja schon: in einer ZNA ist so gut wie IMMER viel zu tun. Soll ich also so gut wie täglich damit rechnen, 2-3 Stunden länger zu bleiben? Sein Satz war aber noch nicht fertig. Als nächstes sagte er, daß ich als Ausgleich ja auch mal früher nach Hause gehen könnte, wenn mal wenig zu tun ist. Soweit, so gut....er war immerhin offen für einen gewissen Ausgleich für die höchstwahrscheinlich oft anfallende Mehrarbeit. Das hat sich aber schnell zerschlagen, denn der Satz endete mit "Wenn Sie dann früher nach Hause gehen durften und es fällt auf einmal doch wieder viel Arbeit an, kommen Sie dann halt zurück zur Arbeit."
Leider kommt diese Mentalität und Anspruchshaltung also nicht nur bei den alten Chefs vor :-nix:-sleppy:-((
ehem-user-31-01-2020-1555
24.01.2020, 21:07
Aus diesem Grund werde ich falls ich als Arzt arbeiten sollte,nur ein Fach mit Niederlassungsmoeglichkeit oder ohne Patientenkontakt waehlen. Und was Chefs “wollen”..Wenn jemand gerne umsonst arbeitet, bitte. Ich harte null Arbeitsmoral. Die können ja unsere Neubürger einstellen. Aber Gewerkschaften sind für mich auch roter Dreck. Zumindest Ver.di. Ursozialistischer Verein.Ich merke jeden Tag, dass das ich wohl falsch in dem Bereich bin. Mir fehlt das Sanariter-Gen und das Verständnis / Akzeptanz für Sozialismus. Ärzte müssen wohl sozialistische Samariter sein
John Silver
24.01.2020, 21:28
Was ist sozialistisch daran, sich ausbeuten zu lassen, damit der Arbeitgeber Geld spart?
ehem-user-31-01-2020-1555
24.01.2020, 21:34
Was ist sozialistisch daran, sich ausbeuten zu lassen, damit der Arbeitgeber Geld spart?
Ich meine, das Ver.di ein politisch sozialistischer Verein ist. Die demonstrieren ja auch regelmäßig Seit an Seit mit DKP, Jusos, SDAJ und Antifa.
WackenDoc
24.01.2020, 21:36
Hä? Hast du getrunken?
ehem-user-31-01-2020-1555
24.01.2020, 21:48
Hä? Hast du getrunken?
Was ist Ver.di denn sonst, außer rot und sozialistisch? Kann gerne Fotos von deren Aufmärschen einstellen. Und Sozialismus hat noch nie etwas positives gebracht
Choranaptyxis
24.01.2020, 21:50
Ich tippe mal, dass es um den Unterschied zwischen sozial und sozialistisch geht? Ist nicht ganz das gleiche
Was hat denn verdi nun wieder mit den Arbeitsbedingungen der Ärzte zu tun!? Geht es dir da um die historische Situation als die Ärzte noch durch verdi (?) vertreten wurden oder um die 5 Ärzte in Deutschland, die dort Mitglied sind? Oder verwechselt du verdi und Marburger Bund?
ehem-user-31-01-2020-1555
24.01.2020, 23:52
Ich spreche von Ver.di, die ja früher tatsächlich mal Ärzte getreten äh vertreten haben. Sozial im Sinne von guten Arbeitsbedingungen ist völlig ok. Ich selbst bin zwar konservativ, aber keineswegs rechts oder AfD nahe. Allerdings finde ich allein den Fakt, dass Ärzte sich lange Jahre mit dem Ver.di Verein zusammengetan haben, schon sehr merkwürdig. Wieviel Ärzte sind den für Mindestlohn und andere linkssozialistischen Forderungen? Ich definitiv nicht. Und obwohl ich die AfD nicht wähle, gehe ich doch nicht mit den ganzen gescheiterten linksextremen Chaoten Seit an Seit auf die Strasse. Den Übel des Sozialismus haben meiner Verwandten in der DDR am eigenen Leib erlebt. Ich hoffe, dass die SPD mit diesen 2 neuen Soazilismus-Schranzen unter die 5% geht.Das wird sonst noch viele Arbeitsplätze kosten. Die Wirtschaft geht unter dem Sozialismus vor die Hunde, die Menschen werden arm und Arbeitslos.Es ist keine Politik für, sondern gegen den Menschen.Der Marburger Bund ist wahrscheinlich nicht ganz so links wie Ver.di. Glücklicherweise verliert Ver.di immer mehr Mitglieder. Zumal die Gewerkschaftsarbeit auch im Marburger Bund doch sowieso nichts bringt, weil es immer Ärzte geben wird, die täglich 3 Stunden umsonst arbeiten.Ich werde mein Studium abschließen und danach wahrscheinlich wieder in meinen alten Beruf in die freie Wirtschaft gehen. Kenne Niemand der da in einer Gewerkschaft ist. Mir fehlt einfach das Samariter-Gen und ich merke immer mehr, dass ich nicht in diese Medizinerwelt passe. Die Unterschiede sind zu groß und es wird da keinen Konsenz geben. Trotzdem bedanke ich mich bei allen für die guten Ratschläge, werde mich aber zurückziehen. Euch ein schönes Wochenende
ehem-user-31-01-2020-1555
25.01.2020, 00:12
So ist es !!!
Kürzlich hatte ich ein Vorstellungsgespräch (ich möche nicht akut wechseln; aber gewisse Marktbeobachtungen sind ja nicht verkehrt :-D ) für einen Job in einer interdisziplinären Notaufnahme. Der Chef, ca. Mitte 40, sagte irgendwann:" Wenn mal viel zu tun ist, ist es ja selbstverständlich, daß sie mal 2-3 Stunden längen bleiben." Da dachte ich ja schon: in einer ZNA ist so gut wie IMMER viel zu tun. Soll ich also so gut wie täglich damit rechnen, 2-3 Stunden länger zu bleiben? Sein Satz war aber noch nicht fertig. Als nächstes sagte er, daß ich als Ausgleich ja auch mal früher nach Hause gehen könnte, wenn mal wenig zu tun ist. Soweit, so gut....er war immerhin offen für einen gewissen Ausgleich für die höchstwahrscheinlich oft anfallende Mehrarbeit. Das hat sich aber schnell zerschlagen, denn der Satz endete mit "Wenn Sie dann früher nach Hause gehen durften und es fällt auf einmal doch wieder viel Arbeit an, kommen Sie dann halt zurück zur Arbeit."
Leider kommt diese Mentalität und Anspruchshaltung also nicht nur bei den alten Chefs vor :-nix:-sleppy:-((
Und daran wird sich nie etwas ändern. Auch die tollen Gewerkschaften werden es nicht ändern. Mediziner müssen einfach selbstlose Samariter sein, die für umsonst arbeiten. Es machen doch genug so. Lasst doch das Kartenhaus mal zusammenbrechen. Tut doch eh keiner. Und einige haben noch nichtmal die Chance aus der Klinik raus zu kommen und Chef zu werden auch nicht. Gerade als Frau immernoch schwierig. Die werden sich bis zur Rente ausbeuten lassen. Gewerkschaften haben außer gewissen Lohnsteigerungen nichts erreicht. Nur irgendwelche Parolen schwingen. So das war jetzt aber wirklich mein letzter Beitrag. Wünsche euch trotzdem alles Gute im Medizinerkosmos und dass ihr nie die Erfahrung machen müsst, in einem sozialistischen Staat zu leben.
Rahmspinat
25.01.2020, 00:40
Und daran wird sich nie etwas ändern. Auch die tollen Gewerkschaften werden es nicht ändern. Mediziner müssen einfach selbstlose Samariter sein, die für umsonst arbeiten. Es machen doch genug so. Lasst doch das Kartenhaus mal zusammenbrechen. Tut doch eh keiner. Und einige haben noch nichtmal die Chance aus der Klinik raus zu kommen und Chef zu werden auch nicht. Gerade als Frau immernoch schwierig. Die werden sich bis zur Rente ausbeuten lassen. Gewerkschaften haben außer gewissen Lohnsteigerungen nichts erreicht. Nur irgendwelche Parolen schwingen. So das war jetzt aber wirklich mein letzter Beitrag. Wünsche euch trotzdem alles Gute im Medizinerkosmos und dass ihr nie die Erfahrung machen müsst, in einem sozialistischen Staat zu leben.
Wahrscheinlich besser so. Jeder einzelne Beitrag von dir ist so dermaßen voll von Un- bzw. Halbwissen, dass ich mich manchmal frage, ob du selbst glaubst, was du da so hintippst.
WackenDoc
25.01.2020, 08:42
Du schreibst so ein wirres Zeug, was mit dem bisherigen Thread nur am Rande zu tun hat.
kartoffelbrei
25.01.2020, 09:03
Bezüglich Mindestlohn hoffe ich übrigens, dass es sehr viele Ärzte gibt, die auch anderen Berufsgruppen gönnen, von einem Vollzeitjob vernünftig leben zu können...
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