Kontraindikationen für eine MRT bestehen bei ferromagnetischen Implantaten und Fremdkörpern (z. B. Herzschrittmacher, Kochleaimplantate, Insulinpumpen, Neurostimulatoren und Granatsplitter) sowie bei klaustrophoben Patienten. Die Kompatibilität älterer Aneursymaclips und Kavafilter ist ggf. vor Untersuchungsbeginn zu klären. Relative Kontraindikationen liegen in den ersten Tagen nach Implantation von vaskulären Stents und Gefäßclips vor sowie im ersten Trimenon einer Schwangerschaft. Keine Kontraindikation besteht bei orthopädischen Implantaten sowie Osteosynthesematerial, die jedoch zu Signalstörungen führen. Neuere Erkenntnisse deuten auf eine erhöhte Inzidenz der nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) nach Gabe von Gadolinium (Gd)-haltigen Kontrastmitteln bei vorbestehen der Einschränkung der Nierenfunktion (GFR <40 ml/min)hin. Daher muss vor einer Gabe von Gdhaltigen Kontrastmitteln die Nierenfunktion überprüft werden.
Myelographie
Bei der konventionellen Myelographie wird vor der eigentlichen Bildgenerierung Röntgenkontrastmittel mittels Spinalpunktion direkt in den Subarachnoidalraum appliziert, so dass ein scharfer Kontrast zwischen Knochen, Duralsack und den intrathekalen Strukturen erreicht wird (s. Tab. 1). Mit Einführung der Schnittbildverfahren wurde die alleinige Myelographie verlassen. In der heutigen Zeit kann sie in Kombination mit der CT(Post-Myelo-CT) bei speziellen Fragestellungen verwendet werden, so u.a. als Funktionsaufnahmen zum Nachweis mobiler Bandscheiben, Duralsackkompressionen, Liquorleckagen oder beim Vorliegen von Kontraindikationen zur MR.
Nuklearmedizinische Verfahren
Nuklearmedizinische Verfahren ermöglichen eine Beurteilung stoffwechselaktiver Prozesse, der regionären Durchblutung, leukozytärer Anreicherung und des Knochenumbaus. Diese Veränderungen gehen morphologischen Korrelaten meistvoraus, was in einer höheren Sensitivität bei gleichzeitig geringer Spezifität in der Differenzierung unterschiedlicher Krankheitsbilder resultiert (s. Tab. 1).
Die Skelettszintigraphie mit 99mTc-DPD wird als Screeningverfahren eingesetzt, eine 3-Phasen-Untersuchung kannzur Beurteilung des Blutflusses sowie inflammatorischer Vorgänge am Skelett erfolgen. Die Positronenemissionstomographiemit 18-F-Fluor-Deoxyglykose (18-FFDG)zeigt mittels Schnittbildern die intrakorporale Verteilung des Glukoseumsatzes und liefert in Verbindung mit einer CT (PET-CT) simultan Informationen zueinem stoffwechselaktiven Prozess sowiezu dessen exakten Lokalisation. Die 18-FFDG-PET hat eine hohe Sensitivität zum Nachweis entzündlicher und tumoröser Prozesse an der Wirbelsäule und den umgebenden Weichteilen und wird als Screeningverfahrenin der Onkologie zunehmend eingesetzt (s. Tab. 1).
