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Aktuelle bildgebende Diagnostik der Wirbelsäulenerkrankungen - Teil II

Beitrag aus Der Chirurg Heft 10/08 Springer Verlag

B. Baumert, J. Blautzik, M. Körner, M. Reiser und U. Linsenmaier

Surftipp

Trauma

Verletzungen der knöchernen Strukturen sowie des diskoligamentären Apparates können das Myelon sowie die Nervenwurzeln in Mitleidenschaft ziehen und zubleibenden neurologischen Defiziten einschließlich Querschnittslähmungen führen. Die Folgen spinaler Traumata können für die Betroffenen enorm sein, so dass eine zügige und exakte Diagnostik zur Abschätzung der Prognose sowie Erstellung eines optimalen Therapieplans unabdingbar ist. Häufig kann aufgrund mangelnder Kooperation und schwerwiegender Begleitverletzungen eine angemessene klinische Untersuchung nicht durchgeführt werden, so dass bildgebende Verfahren wie CR und CT die Grundlage der Primärdiagnostikverunfallter Patienten darstellen.
  • CR und CT sind Grundlageder Primärdiagnostikverunfallter Patienten
Die CR unterliegt bei der Akutdiagnostik von Traumapatienten jedoch gewissen Einschränkungen. Imhof et al. konnten zeigen, dass bei alleiniger Verwendung der konventionellen Röntgendiagnostik mehr als die Hälfte aller Halswirbelfrakturen übersehen wird. Insbesondere Frakturen am kraniozervikalen sowie zervikothorakalen Übergangsbereich können aufgrund der Überlagerung durch die Schädelbasis bzw. Schultergürtelder Diagnostik entgehen. Erschwerend kommt bei der konventionellen Radiographie hinzu, dass zur Generierung einer guten Bildqualität häufig eine Lagemanipulation nötig wird, welche mit einem erhöhten Risiko einer Dislokation instabiler Frakturen einhergeht.





Die zunehmende Verfügbarkeit der MDCT sowie der Anspruch an eine kurze Untersuchungszeit und eine hohe diagnostische Sicherheit führten in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Bedeutung dieser Modalität, die inzwischen als Methode der Wahl bei Wirbelsäulenverletzungengilt (s. Abb. 1). Nachteil jeder Bildgebung mittels CT, wie eine höhere Strahlenbelastung und höhere Kosten, bedürfen jedoch einer differenzierten Abwägung. Patienten mit einer offensichtlichen neurologischen Klinik sowieschweren Wirbelsäulentraumata sollten unbedingt einer CT-Untersuchung zugeführtwerden, während für Risikogruppen mit geringer Verletzungswahrscheinlichkeit eine konventionelle Röntgendiagnostik ausreichend erscheint bzw. auf eine differenzierte radiologische Abklärungverzichtet werden kann. Bei neurologischen Defiziten ohne erkennbare Ursache auf vorangegangenen Röntgen- oder CT-Aufnahmen, bei unklaren Befunden und insbesondere zur Klärung möglicher diskoligamentärer Verletzungen, kann die MRT weitere Erkenntnissezum Verletzungsausmaß nach einem Wirbelsäulentrauma erbringen(s. Abb. 2). Die Detektion diskoligamentärer Läsionen ist zur Einschätzung derposttraumatischen Wirbelsäulenstabilitätwichtig und sollte durch die MRT zuverlässigerfolgen.


Hinweis:
Dieser Artikel stammt aus dem ePaper "Highlights der Inneren Medizin", das komplett mit vielen weiteren Artikeln hier verfügbar ist. Wir danken dem Springer-Verlag für die Unterstützung.

 

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