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Aktuelle bildgebende Diagnostik der Wirbelsäulenerkrankungen - Teil III

Beitrag aus Der Chirurg Heft 10/08 Springer Verlag

B. Baumert, J. Blautzik, M. Körner, M. Reiser und U. Linsenmaier

Teil III

© / Istockphoto
Wir freuen uns, den Besuchern unserer Webseite an dieser Stelle in regelmäßiger Reihenfolge lesenswerte Auszüge aus der neuen E-Paper Reihe des Springer Medizin Verlages präsentieren zu können. Am Ende dieses Artikels findet sich ein Hinweis auf 3 Ausgaben in Form eines Probeabos.

Heutiger Gastbeitrag:
Aktuelle bildgebende Diagnostik der Wirbelsäulenerkrankungen

Quelle: Springer Medizin Verlag
Der Chirurg Heft 10, 2008, S. 35-46
Bei Verdacht auf posttraumatische Leckagender Dura mater eignet sich als bildgebendes Verfahren die Post-Myelo-CT, die sowohl zur exakten Lokalisation als auch zur Ausdehnung der Läsion die Methode der Wahl darstellt. Alternativ kann hierfür auch die MRT eingesetzt werden. Eine konventionelle Myelographie kann eingesetzt werden, wenn eine MRT nicht möglich ist oder wenn Aufnahmen in Funktionsstellung gewünscht werden.
 

Bildgebung nach chirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule

Die postoperative Bildgebung nach chirurgischen Eingriffen muss dem Operateur eine suffiziente Beurteilung des Operationsergebnisses ermöglichen. Insbesondere im Wirbelsäulenbereich ist die Lage des eingebrachten Osteosynthesematerials zu Nachbarstrukturen äußerst wichtig(. Abb. 3). Multiplanare Rekonstruktionendes CT-Primärdatensatzes verschaffen dem Betrachter im Vergleich zu konventionellen Röntgenaufnahmen einen deutlichen Zugewinn an relevanten Informationen, so dass die CT bei dieser Fragestellung das Verfahren der Wahl darstellt.



Metallisches Osteosynthesematerial und Metallimplantate können je nach Zusammensetzung Aufhärtungsartefakte erzeugen und so eine Beurteilbarkeit der angrenzenden Strukturen einschränken. Mittlerweile verbessern jedoch spezifische Rechenalgorithmen zur Unterdrückung von Metallartefakten die Bildqualität signifikant. Die Beurteilung der spinalen Weichgewebsstrukturen inklusive des Bandapparates, des Myelons sowie der Nachweis okkulter und belastungsbedingter (Stress-)Frakturen bleibt auch in der posttraumatischen Bildgebung eine Domäne der MRT.
 

Degenerative Veränderungen

Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule sind vielfältig und betreffen neben knöchernen auch diskoligamentäre Strukturen. Man begreift heute die degenerative Wirbelsäulenerkrankung als Ausdruck einer Gesamterkrankung mit diskalem Ausgangspunkt. Die Bewertung der bildmorphologischen Veränderungen der Wirbelsäule muss in Zusammenschau mit der klinischen Symptomatik erfolgen,da der klinische Befund häufig erheblichv on den mittels Bildgebung nachweisbaren Veränderungen abweicht.
 
  • Initiale Diagnostik beidegenerativen Prozessenist die Röntgenaufnahmein zwei Ebenen

Zur Beurteilung degenerativer Prozesse der Wirbelsäule sollte als initiale Diagnostik eine Röntgenaufnahme in zwei Ebenen (a. p. und seitliche Projektion) erfolgen,die ebenfalls zur Verlaufskontrolle dient (s. Abb. 4).Die Hauptindikation zur MDCT besteht in der Abklärung knöcherner Stenosendes Spinalkanals und der Foraminaintervertebralia (s. Abb. 5). Methodeder Wahl bei Verdacht auf degenerativ bedingteradikuläre Defizite ist die MRT.
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