Die Szintigraphie weist im Frühstadium eine hohe Sensitivität für entzündliche Prozesse auf und kann in unklaren Fällen zur Diagnosefindung beitragen, wenn eine MRT nicht möglich ist. Zu den entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule zählen differenzialdiagnostisch Erkrankungena us dem rheumatischen Formenkreis wie die rheumatoide Arthritis und die seronegativen Spondylarthropathien (u.a. ankylosierende Spondylitis, Reiter-Syndrom, Sjögren-Syndrom, SAPHO-Syndrom, systemischer Lupus erythematodes, Psoriasisarthritis, Sklerodermie, Dermatomyositis, „mixed connectivetissue disease“), welche eine unterschiedlicheklinische Symptomatologie bei radiologisch ähnlichem Erscheinungsbild aufweisen. Der interessierte Leser sei hierbei auf die Artikel von Dihlmann et al. verwiesen.
Tumoren
Eine Operationsindikation besteht bei primären oder metastatischen Tumoren der Wirbelsäule meist, wenn eine spinale oder radikuläre Kompression oder eine drohende bzw. manifeste Instabilität radiologisch bestätigt werden. Eine Häufigkeitsverteilung von Rückenmarkstumorenn ach anatomischer Lokalisation gibt (s. Tab. 4.) Im Falle neoplastischer Veränderungen können mit der CR direkte Veränderungenwie Osteolysen und gemischt osteolytisch-osteoblastische Tumoren nachgewiesen werden. Die MDCT ist Standardverfahren in der Beurteilung der knöchernen Strukturen. Die MRT ist die einzige Methode zur direkten Beurteilung des Myelons und der Nervenwurzeln.