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Medizinisch und juristisch relevante Dokumente

Das Erstellen von Arztbriefen fällt mit der Zeit immer leichter

MEDI-LEARN Redaktion

Je schneller du mit dem Brief beginnst, desto mehr hast du noch im Kopf und musst folglich nicht so viel in der Akte nachschlagen. Entlassungsbriefe sollen in der Regel einen Tag vorher fertig sein, damit der Oberarzt sie rechtzeitig gegenlesen kann. Ist der Patient im Krankenhaus verstorben, solltest du zusätzlich zum Erstellen des Totenbriefs unverzüglich den Hausarzt telefonisch informieren, damit der auf eventuelle Anrufe und Fragen von Angehörigen vorbereitet ist.

unser Tipp

Auch wenn Du natürlich die Vorgaben des Chefs erfüllen musst bei den Arztbriefen, so achte darauf, keine endlosen Romane zu verfassen. Kein niedergelassener Kollege hat Zeit und Lust, diese in seiner spärlichen Zeit zu lesen. Das geplante/empfohlene Procedere stellt für den Kollegen die Hauptsache dar, alles Andere ist nebensächlich.
In fast allen Kliniken hast du die Wahl, deine Arztbriefe selbst zu tippen oder sie auf Band zu diktieren. Letzteres ist anfangs gewöhnungsbedürftig, geht auf Dauer aber fast immer schneller. Sprich langsam und deutlich, damit die Schreibkräfte später nicht alle paar Sekunden zurückspulen müssen, und erwähne unbedingt Absätze. Möglich sind auch Anmerkungen wie „Den Befund trage ich selber ein, wenn ich ihn schriftlich vorliegen habe“. So meidest du, die betreffende Untersuchung am Ende aus Vergesslichkeit unerwähnt zu lassen.

Fällt dir erst während des Diktierens etwas ein, kannst du durchaus mittendrin sagen: „Bitte weiter oben bei den Diagnosen folgenden Punkt nachtragen“. Es muss also nicht auf Anhieb der perfekte Text werden, und gegenlesen musst du ihn später sowieso, weil etwa Medikamentennamen häufig falsch geschrieben werden. Bei dieser Gelegenheit kannst du selbst dann weniger gelungene Passagen verbessern und Fehlendes ergänzen.

Letztlich ist das Diktieren ebenso eine Frage der Übung wie das Erstellen von Arztbriefen insgesamt. Für die Ersten wirst du sicher etwas länger brauchen, aber durch die Korrekturen der Oberärzte und mit wachsender eigener Erfahrung kannst du nach und nach immer besser entscheiden, was wichtig ist und was nicht. In manchen Kliniken stehen dir überdies fertige Textbausteine zur Verfügung. Wenn du neu auf einer Station bist, lohnt es sich außerdem, ältere Arztbriefe deiner Kollegen anzuschauen, um die dortigen Gepflogenheiten kennen zu lernen. So kommst du auch mit diesem Teil deines Berufsalltags bald problemlos zurecht.
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