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Vom Studenten zum Zahnarzt werden

Das Staatsexamen

MEDI-LEARN Redaktion

Nach fünf Jahren Studium ist es soweit: Du trittst an zum letzten Gefecht für den Titel „Zahnarzt“ oder „Zahnärztin“. Im Staatsexamen wirst du in vielen Fächern mündlich, schriftlich und praktisch geprüft. Es zerrt an den Nerven, fordert dich heraus und mit der Note, die du hier bekommst, kannst du alle bisherigen Prüfungen ungeschehen machen. Wer es bis hierher geschafft hat, wird das Examen in der Regel auch bestehen, die Durchfallquoten sind gering.

„Zahnärztliche Prüfung“ Offiziell heißt das Staatsexamen „Zahnärztliche Prüfung“. Es ist die dritte und letzte große Prüfung des Zahnmedizinstudiums nach Vorphysikum und Physikum. Die gesetzlichen Grundlagen dazu kannst du in der Approbationsordnung nachlesen. Voraussetzungen für die „Zahnärztliche Prüfung“ sind selbstverständlich das bestandene Vorphysikum und Physikum sowie der Nachweis, dass du alle Vorlesungen, Praktika, Kurse, Seminare usw. besucht hast (in der Regel belegt durch das Studienbuch).

unser Tipp

Kontrolliere dein Studienbuch rechtzeitig auf Vollständigkeit!
16 mündliche Prüfungen in sechs Monaten Prüfungszeit
Direkt nach dem 10. Semester, also im Anschluss an den klinischen Studienabschnitt, geht es los: Die erste mündliche Einzelprüfung findet häufig schon in der Woche nach Semesterende statt. In der Regel folgen 15 weitere mündliche Prüfungen, verteilt auf rund vier bis sechs Monate. Laut Approbationsordnung muss das Staatsexamen einschließlich etwaiger Wiederholungsprüfungen innerhalb von sechs Monaten beendet sein. Und diese Zeit wird wirklich hart – Lernpausen sind kaum möglich. Doch das Ende des Studiums ist in unmittelbarer Nähe!


Beim Prüfer vorstellen
Vergiss bei deinen Vorbereitungen nicht, bis zum 15. Februar bzw. bis zum 15. Juli deine Anmeldung beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorzulegen. An einigen Unis ist das mittlerweile online möglich. Einige Wochen vor der Prüfung bekommst du Termine und Prüfer schriftliche mitgeteilt. Kontaktiere dann deine Mitprüflinge zur Bildung einer Lerngruppe. Die meisten Prüfungsgruppen stellen sich kurz bei ihren jeweiligen Prüfern vor und erhalten mit etwas Glück wertvolle Tipps.

32 Prüfungstage
Während der monatelangen Prüfungszeit finden an 32 Tagen Prüfungen statt. Die einzelnen Fächer werden dabei im Hinblick auf die Endnote unterschiedlich gewichtet:
  • Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie: 1 Tag, Note zählt dreifach
  • Pharmakologie: 1 Tag
  • Hygiene und medizinische Mikrobiologie: 1 Tag
  • Innere Medizin: 1 Tag, Note zählt dreifach
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten: 1 Tag
  • Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten (HNO): 1 Tag
  • Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (ZMK): 2 Tage, Note zählt fünffach
  • Chirurgie: 5 Tage, Note zählt fünffach
  • Zahnerhaltungskunde („Kons“): einschließlich Kinderzahnheilkunde, Parodontologie, Kariologie und Endodontie: 5 Tage, Note zählt fünffach
  • Zahnersatzkunde („Prothetik“): 10 Tage, Note zählt fünffach
  • Kieferorthopädie (KFO): 4 Tage, Note zählt dreifach


Eine mündliche Prüfung gibt es in jedem der oben genannten elf Fächer, eine praktische oder praktisch-schriftliche nur in folgenden vier Fächern:
  • Prothetik: Prüfungsumfang und -ablauf unterscheiden sich zwischen den einzelnen Unis. Du musst sowohl festsitzenden als auch herausnehmbaren Zahnersatz am Patienten eingliedern. An einigen Unis müssen die Prüflinge auch die zahntechnischen Arbeiten selbst ausführen – das ist besonders stressig!
  • Zahnerhaltung: Dieses Fach wird auch „Kons“ genannt (von „konservierender Zahnheilkunde“). Du musst hier eine Wurzelkanalbehandlung durchführen, eine Teilkrone eingliedern und mehrere Seiten- und Frontzahnfüllungen legen.
  • Chirurgie: Hier ist vorgesehen, einen Patienten zu untersuchen. Die Krankengeschichte musst du in schriftlicher Form erheben. Es schließen sich begründete Diagnose, Therapievorschläge und gegebenenfalls deren Ausführung an, z. B. eine Zahnextraktion oder andere kleine chirurgische Eingriffe.
  • Kieferorthopädie: In diesem Fach gilt es eine kieferorthopädische Platte anzufertigen und eine Klausur zu schreiben. Mündlich musst du deine Kenntnisse über die Entstehung von Kieferanomalien, deren Beurteilung und Behandlung unter Beweis stellen.

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