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Vom Studenten zum Zahnarzt werden

Das Staatsexamen

MEDI-LEARN Redaktion

In den praktischen Prüfungen behandelst du genau wie im Kurs. Der Unterschied ist, dass Assistenten und Oberärzte keine Kommentare und Hinweise geben. Häufig assistieren dir in der Prüfung Studenten aus den unteren Semestern. Alle praktischen Prüfungen können auch schriftliche Anteile enthalten, z. B. wenn du Befundberichte, Berichte über Krankheitsfälle und Heilpläne erstellen sollst – aber das ist an jeder Uni anders.

Für nichts anderes Zeit
Wer gedacht hat, dass es nach dem Physikum nicht mehr schlimmer werden kann, der hat sich getäuscht. Bei der Vorbereitung auf das Staatsexamen sind wieder mal mehrere Monate lernen von morgens bis abends angesagt. Da ist wirklich für nichts anderes Zeit. Du wirst nebenbei nicht (viel) arbeiten gehen können, sondern eher noch zusätzlich Geld für Materialien und Bücher ausgeben müssen. Das heißt, dass du für die Examenszeit unbedingt einen finanziellen Puffer anlegen musst. Das Lernen findet meist von Prüfung zu Prüfung für das jeweilige Fach statt. Der Aufwand ist dabei sehr unterschiedlich. Besonders anstrengend sind die praktischen Prüfungen in „Kons“ und „Prothetik“, aber auch in KFO. Dafür kommen viele Prüfer der „Außerhausfächer“, wie z. B. Pharmakologie oder Histopathologie, den Prüflingen entgegen und fragen schon eher Themen, die für den fertigen Zahnarzt wichtig sind.

Natürlich im Anzug
Mit dem Lernen wirst du jetzt, nach mindestens fünf Jahren Übung, schon Erfahrung haben. Die Vorgehensweise ist deshalb dieselbe wie immer: Erfahrungsberichte von der Fachschaft besorgen, Lerngruppe gründen, um Skripte und Bücher kümmern, fertige Zahnärzte fragen … Die Prüfungen finden schon im Vorphysikum und im Physikum in Vierer-Gruppen statt und Anzug oder Kostüm sind eigentlich Standard. Wenn du dich gut vorbereitest und gelernt hast, ist in der Prüfung durchaus mal eine 1 drin.

Mit einer 4 nicht automatisch bestanden
Für jede Einzelprüfung bekommst du eine Note:
  • sehr gut (1), gut (2), befriedigend (3), mangelhaft (4), nicht genügend (5) oder schlecht (6)
Beachte dabei die unterschiedliche Wichtung der einzelnen Fächer (s. Auflistung oben). Erhältst du in einem Fach die Note „nicht genügend“ oder „schlecht“, so bist du durchgefallen, musst aber nur diese eine Prüfung wiederholen. Fällst du aber in mehreren Fächern durch oder hast in zu vielen Fächern ein „mangelhaft“ (Note 4!), kann es passieren, dass du die gesamte Zahnärztliche Prüfung wiederholen musst. Folgendes steht dazu in der Approbationsordnung (die Zahlen beziehen sich auf die Auflistung der Prüfungsfächer weiter oben).

Nur ein Wiederholungsversuch
Sowohl das gesamte Examen als auch einzelne Prüfungen können nur einmal wiederholt werden. Die Fristen dafür sind wie folgt: Für einzelne Prüfungsteile zwischen zwei und sechs Monaten, für die gesamte Abschlussprüfung zwischen sechs und neun Monaten nach Beendigung der erfolglosen Abschlussprüfung und mindestens einem weiteren Semester Studium der Zahnmedizin. Einen zweiten Wiederholungsversuch gibt es niemals, auch nicht nach erneutem zahnmedizinischem Studium.

unser Tipp

Die Abschlussprüfung ist im Ganzen nicht bestanden und muss in allen Abschnitten wiederholt werden, wenn das Urteil in einem der Abschnitte 7 bis 10 oder in zwei der Abschnitte 1 bis 6 und 11 „schlecht“ oder in zwei der Abschnitte 7 bis 10 oder in vier der Abschnitte 1 bis 11 „nicht genügend“ oder schlechter oder in zwei der Abschnitte 7 bis 10 und in zwei weiteren Abschnitten oder in fünf der Abschnitte 1 bis 11 „mangelhaft“ oder schlechter lautet. Sobald feststeht, dass die ganze Abschlussprüfung nicht bestanden ist, ist sie nicht fortzusetzen.
Diese Note ist die Einzige, die zählt
Es ist aber sehr viel wahrscheinlicher, dass du gleich beim ersten Versuch bestehst. Direkt danach kannst du deine Approbation beantragen. Jetzt hast du offiziell das Studium der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde abgeschlossen und bist Zahnarzt. Behalte dieses Ziel immer vor Augen – du hast jahrelang studiert, unendlich viele Prüfungen bestanden, monatelang bis zum Umfallen gelernt; aber danach ist das Studium vorbei. Jetzt musst du noch einmal alles geben, denn die Note des Staatsexamens ist letztendlich die Einzige, die zählt. Alle bisherigen Noten, Scheine und Examen fallen kaum ins Gewicht. Am Ende hast du ein Zeugnis, die Approbationsurkunde und ein „Zertifikat Strahlenschutz“, das jeder ausgehändigt bekommt. Auf zum Examensball!
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