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Famulatur in Porto/Portugal

Wie verbringe ich sinnvoll und wunderschön einen Sommer

Teresa Wacker

Meine erste abenteuerliche Auslandsfamulatur wollte ich nicht alleine verbringen, deshalb habe ich mich bis Ende Februar 2003 beim Deutschen Famulantenaustausch beworben ( www.dfa-germany.de). Unerwartet habe ich dann relativ kurzfristig einen Platz in Porto/Portugal für den August 2003 bekommen und das ohne ein Wort Portugiesisch zu können....
Dennoch nahm ich diese Chance nach dem ganzen Bewerbungsmarathon wahr und buchte gleich einen Flug für etwa 300 Euro nach Lissabon(Linienflug Lufthansa, gibts billiger seit September 2003 bei Germanwings Stuttgart, www.germanwings.com, je früher gebucht, desto billiger). Porto ist dann noch ca. 3h weiter mit dem Zug oder Bus im Norden (ca.15 oder 20 Euro).

Motivation

Eine Auslandsfamulatur erweitert den Horizont, bringt jede Menge Erfahrung mit sich und beschert mit Sicherheit viel Spass.

Vorbereitung

Als Vorbereitung empfiehlt es sich, ein paar Brocken Portugiesisch zu lernen, dass man wenigstens nach dem Weg fragen kann oder zu Patienten mal höflichkeitshalber Guten Tag (Bom dia) sagen kann. Wer Portugiesisch besser kann, versteht dann auch die ganze Kommunikation im Krankenhaus und kann Anamnesen alleine erheben usw.Sonst waren keine Voraussetzungen nötig.

Fachliche Tätigkeit

Ich bekam einen Platz auf der Gynäkologie und Geburtshilfe.Am besten ist es auch hier, grosse Fächer wie Innere, Gyn, Pädiatrie, Chirurgie und z.t. auch Dermatologie zu wählen.Das Krankenhaus hat auf diesen Gebieten einfach genügend Kapazität auch für ausländische Famulanten.
Die Arbeitszeiten waren morgens Montag-Freitag von 9-12.30 Uhr. Danach gehen die meisten Ärzte in Privatkliniken und -Praxen. Man konnte hier- wenn man wollte- vieles sehen:
Geburten, auch mit Zange und Sauger, Kaiserschnitte, Notfälle, diverse Operationen, Ultraschalluntersuchungen von Schwangeren, Schwangerschaftsvorsorgen, Fertilitätsberatung usw. Meistens konnte man jedoch nur zuschauen und nur gelegentlich selber Hand anlegen.

Sprache

An Fremdsprachen werden in Portugal neben Spanisch am ehesten Englisch oder Französisch verstanden.
Unsere Gruppe bestand aus 30 Leuten und nur die Brasilianer konnten Portugiesisch (da deren Landessprache).
Wir anderen konnten uns ohne Probleme mit Englisch sehr gut verständigen, da die meisten Ärzte wirklich gut Englisch sprechen. Eine Ärztin konnte sogar Deutsch sprechen.

Beziehung zur Bevölkerung

Portugal zählt ca. 10 Millionen Einwohner, die sehr unterschiedlich über das Land verteilt leben. Porto hat etwa 500 000 Einwohner und fast jeder Portugiese, der mir über den Weg gelaufen ist, war verblüffend hilfsbereit und offen. Jeder versucht so gut er kann einem zu helfen, teils mit Gestik, teils kam es sogar vor, dass man im Auto mitgenommen wurde und am richtigen Fleck abgesetzt wurde!
Ausserdem hatten wir 2 Studenten, die sich sehr engagiert, z.t. aber auch etwas chaotisch um unsere Gruppe gekümmert haben. Aber auch ohne Hilfe kann man leicht das ganze Land bereisen.
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