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„Danach wird alles besser“

Nach dem Physikum wird zumindest einiges anders

MEDI-LEARN (Redaktion)

 

Deutlich mehr Fächer und Klausuren

All diese Punkte und die durch jahrelange Übung perfektionierte persönliche Lerntechnik führen mehrere Studenten des klinischen Abschnitts zu der Aussage „Es geht eigentlich ganz gut vom Lernaufwand her.“ Du musst dich lediglich darauf einstellen, dass du jetzt 34 Fächer zu bewältigen hast – im Gegensatz zu einer einstelligen Anzahl in der Vorklinik; und das bei lediglich einem Jahr mehr Zeit. Das führt dazu, dass sehr häufig mehrere Fächer parallel laufen, Klausurtermine in sehr dichter Folge hintereinanderliegen oder du gleich mehrere Klausuren am selben Tag schreibst. 10 Klausuren in einem Semester sind keine Seltenheit.
Dafür hast du auch öfter kleine Erfolgserlebnisse durch Bestehen und kannst die entsprechenden Fächer abhaken. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Klausuren ist sehr verschieden. Es gibt auch im klinischen Abschnitt tatsächlich noch Klausuren, die Einzelne zur Aufgabe des Medizinstudiums zwingen. Auf jeden Fall wird es Klausuren geben, für die du mehrere Wochen massiv lernen musst. Andererseits sind unter den zahlreichen Klausuren auch einige, die „mal lockerer sind. Und man besteht sie auch mit mäßigem Lernaufwand.“
In der Klinik werden die individuellen Unterschiede zwischen den Studenten noch größer. Einige freuen sich über sehr viel Freizeit und zehnwöchige Semesterferien. Andere gehen neben dem Studium Vollzeit arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Es gibt Studenten, die täglich etwas für ihre Doktorarbeit tun, jemanden pflegen, eine eigene Familie und Kinder haben, … Vier Monate Famulatur musst du auch noch sinnvoll auf die vorlesungsfreie Zeit verteilen. Nicht nur zwischen den einzelnen Studenten, auch zwischen den Universitäten gibt es große Unterschiede. Allein schon die Verteilung der Fächer auf die einzelnen Semester, aber auch die Verteilung der Klausuren im Semester oder auf die vorlesungsfreie Zeit, die Anzahl der parallel laufenden Fächer etc. Nach dem Physikum wird es also für jeden anders stressig.

Auf dem Papier klingt es gut

Dabei ist zu beachten, dass einige Probleme der Vorklinik sich in der Klinik einfach fortsetzen, z.B. dass Lehrveranstaltungen theoretisch sehr gut geplant sind, praktisch aber schlecht umgesetzt werden. So sind laut Approbationsordnung 476 Stunden Unterricht am Krankenbett vorgesehen. In der Realität verbringen viele Studenten eine Menge dieser Stunden wartend auf dem Stationsflur oder alleine am Krankenbett – ohne Unterricht. Auch in der Klinik ist vielen Studenten der unmittelbare Praxisbezug nicht immer ersichtlich. Einige meinen sogar rückblickend, dass ihnen Fächer wie Anatomie und Physiologie im Endeffekt mehr für ihren Beruf gebracht haben als z.B. „Geschichte der Medizin.“ Die Seminare sind laut einem Studenten aber „kein Vergleich zum Physikkurs. Es gibt keine Antestate, man muss nicht vorlernen und keine Protokolle schreiben.“
Man kann also nicht pauschal sagen, dass die Klinik leichter ist als die Vorklinik. „Wahrscheinlich ist es die Psyche, die einem letztlich suggeriert, es sei leichter,“ mein ein Student dazu. „Man kann die Leute in der Vorklinik schon trösten,“ ein anderer. Deshalb ein motivierendes Zitat zum Schluss: „Mir macht die Klinik auf jeden Fall sehr viel mehr Spaß als die Vorklinik und man kommt seinem Traum immer wieder ein Stück näher.“
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