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PJ in der Paediatrie

Komfo Anokye Teaching Hospital in Kumasi / Ghana

Katrin de Haas

30 Mütter und Kinder vor der Tür

Alles musste recht zügig erfolgen da im Durchschnitt 30 Kinder und ihre Mütter vor der Tür warteten. Wenn ein Patient aufgenommen wurde war der jeweilige Student während dessen stationären Aufenthaltes für ihn verantwortlich, d.h. der Student sollte immer auf aktuellem Stand der Untersuchungsergebnisse und des körperlichen Zustandes des Patienten sein. Am Nachmittag nahmen wir dann die übrigen Neuaufnahmen auf Station auf und stellten sie im anschließenden Gespräch jeweils dem senior registrar vor.
Der auf den Aufnahmetag folgenden Tag war immer mit einer sehr ausführlichen Visite mit consultant und senior registrar geprägt. Besonders interessante Fälle wurden dann am Nachmittag im group tutorial diskutiert.
Um kleine diagnostische Maßnahmen durchführen zu lernen oder zu beobachten, bot es sich immer an die Zeit außerhalb der Visiten mit den houseofficer auf Station zu verbringen. 

Sprachprobleme

Amtssprache in Ghana ist Englisch, was allerdings nicht impliziert, dass der größte Teil der Bevölkerung dessen mächtig ist.  

Gelauscht (Foren)

Famulatur
So war die Umgangssprache im Krankenhaus in erster Linie die in der Ashanti – Region weitverbreitete Stammessprache Twi („Chi“ gesprochen). Einfache Sätze kann man gut lernen; nur wenn man dann eine ausführliche Antwort bekommt, verlässt einen die Kenntnis sehr schnell. So hatte ich am Anfang auch Schwierigkeiten die andere Betonung des Englisch der Ghanaer zu verstehen und brauchte ein paar Tage um mich hinein zuhören.

Unterkunft und Transport

Von Frankfurt fliegt nur Lufthansa direkt nach Accra, alle anderen Fluglinien haben meist noch einen Zwischenstopp in Europa und häufig auch noch in Nigeria. Allerdings kann man fast täglich abreisen.
Von Accra nach Kumasi sind es nur rund 260 Kilometer, für die man allerdings locker fünf Stunden Fahrt einplanen sollte. Es fährt fast stündlich ein recht moderner STC – Überlandbus von einer zentralen Busstation in Accra für 3,5 € ab. Die Straße ist für afrikanische Verhältnisse gut, allerdings passieren immer noch schwere Unfälle auf dieser sehr dicht befahrenen Strasse.
Unterkunft ist in Kumasi leicht zu finden. Ich habe mich trotzdem schwer getan, da ich die ersten Nächte auf dem wunderschönen Universität Campus verbracht habe, der leider gute 12 Kilometer außerhalb der Stadt liegt.

Das Student Hotel am Fuße des Krankenhauses

Die morgendliche Fahrt ins Krankenhaus mit Taxi (rund 1,2 € einfache Strecke) stellte sich als ziemliche Tortour dar, da der morgendliche Stau bei bereits 30 Grad Außentemperatur ziemlich nervig war. Zudem spielte sich das medizinstudentische Leben einfach mehr im student hostel am Fuße des Krankenhauses ab. Dorthin zog ich dann für einen weiteren Teil meines Aufenthaltes und wohnte auf 14 Quatratmetern mit einer weiteren ghanaischen Studentin bei geschlossenen Fenstern und ständig brennendem Neonlicht für fünf Dollar die Nacht. Später zog ich dann für den gleichen Preis ins Presbyterian Guest house. Nun hatte ich einen Fußweg von rund 20 Minuten aber deutlich mehr Ruhe und ein wenig mehr Platz.
Kosten

Flugkosten rund 780 €
Unterkunft rund 5 € pro Nacht
Restistration fee 100 US$
Essen kann man für 2-3 aber auch für 5 €
Summa summarum ist mit Ausflügen an die Küste und Mitbringseln rund 100 € pro Woche zu rechnen.

Visa und Devisen

Ein Visum für 30 Tage bekommt man von der Botschaft in Berlin (25€). Am Zoll in Ghana bekommt man meist einen Stempel mit der Aufenthaltsgenehmigung über 60 Tage. So brauchte ich für die letzten Wochen noch eine Extension, die mich lockere 2,5 € kosteten. Die ganze Prozedur eines weiteren Stempelaufdruckes und einer Unterschrift dauert dann eine Woche und ist im immigration office in Kumasi zu bekommen (gegenüber vom Hauptpostamt).
Ansonsten nimmt man am geschicktesten Bargeld mit in Euros. Dafür bekommt man den besten Kurs ( 1 Euro entsprach rund 9200 Cedis). Ein paar Dollars zu haben ist nie schlecht. Sicherer aber kurstechnisch ungünstig fährt man mit traveller schecks.

Rückblick

Jederzeit wieder. Wobei man sich sicherlich zu zweit deutlich leichter tut, vor allem am Anfang, wenn einen die Eindrücke erschlagen können und man noch nicht die richtigen Personen zum Austausch gefunden hat.Insgesamt war es eine schöne und erlebnisreiche Zeit.

Die Ghanaen sind ein sehr freundliches und lustiges Volk. Sie lachen viel und besonders gern über die eigenen Fehler.

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