Schuhe, die Eindruck machen
Crocs sorgen für Abwechslung an den Füßen von Klinikpersonal
Dominika Sobecki
Auf Station sind sie der Renner und auch im OP, wo man Schuhe eigentlich gestellt bekommt, sind sie immer öfter zu sehen: Crocs. Die federleichten, farbenfrohen Latschen aus Amerika sind bei Medizinstudenten, Ärzten und Pflegepersonal gleichermaßen beliebt. Die bequemen, atmungsaktiven Treter erleichtern das stundenlange Gehen und Stehen auf Station und am OP-Tisch und bringen Farbe in den grauen Klinikalltag. Das wichtigste aber ist: Dank Dutzender verschiedener Farben und Formen sowie einer riesigen Auswahl an Zubehör ermöglichen es die Trendschuhe, trotz Einheitsklamotte die eigene Individualität und Kreativität voll auszuleben!
Eine Erfolgsstory
Wie schon viele andere Trends vor ihnen sind die bunten Plastiktreter aus Amerika zu uns herübergekommen. Die Firma Croc entstand 2002 in Colorado. Ihr Ziel war es zunächst, rutsch- und wasserfeste Schuhe für den Wassersport an den Mann zu bringen. Dementsprechend wurden die Plastiktreter zunächst ausschließlich auf Bootsmessen präsentiert. Doch bald fanden die praktischen Schuhe auch andere Verwender – es stellte sich heraus, dass sie sich auch bestens für die Großküche, den Garten und eben für Arztpraxen und Kliniken eignen. Zum Erfolg der Marke haben nicht zuletzt Weltstars wie Madonna, Victoria Beckham, Jack Nicholson oder Al Pacino beigetragen. Diese machten die Funktionsschuhe zu einem alltagstauglichen Modetrend. Mittlerweile gibt es Dutzende von Croc-Modellen für Beruf und Freizeit: Latschen mit flauschiger Felleinlage, Gummistiefel und sogar Flip-Flops oder Ballerinas. Bei Klinikpersonal ist das Modell „Cayman“ gerade das angesagteste Schuhwerk. Meine Latschen sind einmalig!
Der Trend beim Klinik-Outfit geht eindeutig hin zur persönlichen Note: neben phantasievoll gemusterten OP-Hauben und Stethoskop-Krawatten sind Crocs das Accessoire, um die uniforme Krankenhauskluft aufzupeppen und die eigene Individualität auszudrücken. Allein das auf Station und im OP am häufigsten getragene Modell „Cayman“ ist in Dutzenden von Farben erhältlich – von Altrosa über Zitronengelb bis hin zu Khaki. Die Fersenriemchen werden je nach Geschmack hinten oder (verbotenerweise) vorne getragen, die Schlappen können mit verschiedenen Sockenfarben kombiniert werden. Manch einer scheint sich nicht für ein Paar der bunten Schuhe entscheiden zu können, weshalb er gleich zwei verschiedenfarbige Crocs anzieht. Doch der ultimative Individualisierungsfaktor, der diese Gummilatschen zu etwas ganz Besonderem macht, ist das riesige Angebot an Zubehör. Besonders begehrt sind die so genannten „Jibbitz“, kleine Anstecker aus Gummi, die in Hunderten von Variationen erhältlich sind.
Jib-, Jib-, Jibbitz!
Jibbitz sind kleine Gummistecker, die man auf dem Schuhrücken der Crocs montieren kann. Unter den Hunderten erhältlichen Jibbitz-Motiven ist für jeden Geschmack etwas dabei: Wie wärs mit Glitzersteinen und Sternchen auf einem rosafarbenen Schuh? Oder SpongeBob, Patrick und Mr. Krebs auf einem blauen? Jibbitz in Form von Gänseblümchen, Marienkäfern und Schmetterlingen verwandeln grüne Crocs in eine Frühlingswiese.
Die Schuhaufstecker gibt es unter anderem in Tiermotiven vom Häschen bis zur Bulldoge, in Form von chinesischen Symbolen, Nationalflaggen und als Buchstaben zum Gestalten von Schriftzügen. Zu haben sind auch saisonale Motive wie der gute alte Weihnachtsmann oder ein zehnteiliges Halloween-Gerippe, das sich auf einem kürbisfarbenen Croc besonders gut macht.
Wem die bunten Bilder am Fuß nicht genügen, für den gibs Jibbitz-Armbänder und sogar – Handyanhänger. Zusätzlich kann man noch verschiedenfarbige Fersenriemchen erstehen. Die Kombinationsmöglichkeiten kennen keine Grenzen!