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Ist Medizin das Richtige für mich?

Hinweise für Studieninteressierte

Redaktion Medi-Learn.net

Medizin wird im Psychrembel* folgendermaßen definiert: Die Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen, von den Ursachen, Wirkungen und der Vorbeugung und Heilung der Krankheiten.

*Psychrembel, 258. Auflage, S. 997, ISBN 3-11-014824-2

Auch wenn die Definition prägnant und eindeutig sagt, was Medizin eigentlich bedeutet, wird es künftigen Medizinstudenten bei der Entscheidungsfindung kaum weiterhelfen, ob Medizin überhaupt das richtige Studienfach und später der richtige Beruf ist.

Die Abinote

Zu allererst einige kurze Worte zum Thema Abinote und Medizinstudium: Entgegen der gängigen Meinung man könnte Medizin nur mit einer sehr guten Abinote studieren, ist die Entscheidung, ob Medizin das Richtige für einen selbst ist, weitgehend unabhängig von der Abinote. Was jedoch fest steht ist, dass die Medizin definitiv für Abiturienten das falsche Fach ist, die sich „nur“ wegen einer sehr guten Abinote für die Medizin entscheiden. Die Erfahrungen zeigen, dass gerade diese Studenten bereits in den ersten Semestern scheitern. Damit die Aussage nicht falsch verstanden wird: Medizin kann man natürlich auch mit einer guten Abinote studieren, nur sollte diese nicht der ausschlaggebende Faktor für die Medizin sein.

Das Studium

Um die Entscheidung einfacher zu machen, sollte man sich das Studium und den späteren Beruf ein wenig detaillierter anschauen. Im Gegensatz zum eigentlichen Beruf, ist das Medizinstudium sehr theoretisch gehalten. In den letzten Jahren bestehen sehr viele Bestrebungen, mehr Praxis in das Studium zu bringen, was auch an der ein oder anderen Stelle gelingt.
Fakt ist jedoch weiterhin, dass die ersten fünf Jahre Studium eher theoretischer Natur sind. Je weiter man im Studium ist, je mehr Kontakt bekommt man mit Patienten und darf erlernte Fähigkeiten anwenden. Im letzten, sprich sechsten Jahr des Studiums befindet man sich im sogenannten „Praktischen Jahr“ (kurz PJ). In diesem arbeitet man Vollzeit auf verschiedenen Stationen und soll die praktischen Fähigkeiten für den späteren Beruf erlernen. Details über den Aufbau des Studiums, den Ablauf und die verschiedenen Veranstaltungen findet Ihr im folgenden Bereich:

Verlauf und Abschnitte des Studiums - klick hier


Berufsbild Arzt

Nun zum eigentlichen Berufsbild Arzt: Nach sechs Jahren Studium beginnt man im Krankenhaus zu arbeiten. Dabei obliegt dem Arzt die Sorge für die Gesundheit seiner Patienten. Sie untersuchen die Patienten, erheben Befunde, ordnen weitere Untersuchungen an und stellen die Diagnosen. Aus der Diagnose heraus ermittelt der Arzt die Therapie und führt diese durch oder leitet Assistenzberufe (Krankenschwester, Arzthelferinnen etc.) an. Als Arzt arbeitet man sehr viel und sehr eng mit den Patienten zusammen, begleitet sie durch die Krankheit, freut sich mit ihnen, wenn eine Therapie Erfolg zeigt oder muss ggf. auch schlechte Nachrichten überbringen.
Neben der Tätigkeit im Krankenhaus kann man als Arzt auch in einer niedergelassenen Praxis arbeiten oder im Rettungsdienst tätig sein. Neben der Tätigkeit im weißen Kittel kann nach dem Medizinstudium in der Forschung, in der Pharmaindustrie, in der Fachpresse oder als Medizininformatiker gearbeitet werden. Weitere Informationen über die Tätigkeit in alternativen Berufsfeldern findet Ihr im Sponsored Room der Deutschen Ärzteversicherung unter „Alternative Berufsfelder“, zu finden im Internet unter:
http://217.160.88.1/extern/alternative_berufsbilder/index.html

Die Arbeitszeit

In den Kliniken wird häufig im Schichtbetrieb gearbeitet. Die meisten Ärzte arbeiten von morgens um 7.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr (Zeiten variieren von Klinik zu Klinik). In der Regel bleibt der Arzt jedoch länger im Krankenhaus, da die Arbeit in dieser Zeit nicht zu schaffen ist und da entsprechende, meist unbezahlte Überstunden von den Vorgesetzten erwartet werden.

Gelauscht (Foren)

Medizin
Neben den eigentlichen „normalen“ Schichten muss man als Arzt auch Not- und Bereitschaftsdienste durchführen. Diese Dienste finden z.B. in der Nacht oder am Wochenende statt. Trotz entsprechender Gesetzeslage ist es zur Zeit leider immer noch an vielen Kliniken so, dass die Schichtdienste neben der „normalen“ Arbeitszeit durchgeführt werden, so dass es passieren kann, dass man durchaus einmal 24 Std. (in manchen Kliniken sogar 36 Stunden) am Stück in der Klinik ist.
Zusammenfassend und in die Zukunft blickend lässt sich jedoch sagen, dass die Anzahl der Kliniken, an denen man entsprechend extreme Arbeitszeiten findet, immer geringer werden und dass zu erwarten ist, dass die Arbeitszeiten sich normalisieren.