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Cliff100
02.11.2019, 12:09
Steht unmissverständlich im Tarifvertrag.

§35
Bis zum Ende des sechsten Monats seit Beginn des Arbeitsverhältnisses beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen zum Monatsschluss. 2Im Übrigen beträgt die Kündigungsfrist bei einer Beschäftigungszeit (Absatz 3 Satz 1 und 2)
bis zu einem Jahr ein Monat zum Monatsschluss,
von mehr als einem Jahr 6 Wochen,
(...)
zum Schluss eines Kalendervierteljahres.

vanilleeis
02.11.2019, 13:32
§ 35 gilt für unbefristete Verträge.
Bei dir müssten es sechs Wochen zum Monatsende sein (§ 31)

tdy47
02.11.2019, 14:07
Genau, da gibt es zwei Paragraphen, deshalb auch die Unsicherheit. Aber da ich einen befristeten Vertrag habe, denke ich eigentlich auch, dass ich 6 Wochen zum Monatsende kündigen kann, also z.B. nächstes Jahr zu Ende Januar oder Februar und nicht erst zu Ende März

Relaxometrie
02.11.2019, 14:47
Steht unmissverständlich im Tarifvertrag.
Offensichtlich ist es doch nicht so unmissverständlich, denn Du hast -wie vanilleeis ja schon geschrieben hat- treffsicher den falschen Paragraphen herausgesucht :-D

Cingulum123
01.12.2019, 19:31
Bei uns ist die Nachzahlung mittlerweile eingegangen. Allerdings fanden wohl in der Verwaltung und mit den Chefärzten auch mehrere Krisensitzungen statt, weil unsere Klinik finanziell echt klamm da steht. Es ist seit Jahren schon im Gespräch, dass das Haus an eine der Ketten verkauft wird, letztes Jahr war es wohl auch schon einmal konkreter. Es ist wohl gar nicht so abwegig, dass durch die Gehaltserhöhungen und zu erwartenden Zuschläge auf die Dienste bei mehr als 4 Diensten/Monat/Halbjahr (so gering sie auch sind) das Haus jetzt wirklich abgegeben wird. Hoch verschuldet sind wir auf jeden Fall, die Tariferhöhung wäre wenn dann das letzte Tröpfelchen gewesen.
Gibt es in anderen Häusern eine ähnliche Problematik, dass der neue VKA praktisch der „Todesstoß“ sein könnte?

Hantago
01.12.2019, 19:46
Wir haben die Nachzahlung immer noch nicht :-kotz.

Tariferhöhungen fallen nicht vom Himmel. Bei den Ärzten nicht, bei der Pflege nicht, bei den Verwaltungsmenschen auch nicht. Die muss ein Klinikbetreiber, egal ob kommunal oder Kette, einkalkulieren.

milz
01.12.2019, 19:52
Die "Erhöhung" ist doch meist nur Inflationsausgleich.

crossie
01.12.2019, 19:58
Das halte ich auch für ziemlich großen Quatsch, denn wenn man sich das mal grob in Zahlen vor Augen führt:

rd. 60℅ der Kosten im KH sind Personalkosten. Geschätzt 1/3 dürfte da auf den ärtzlichen bereich entfallen. Wenn sich diese Kosten um 2% erhöhen sprechen wir um eine Steigerung der Gesamtkosten in Höhe von Sage und Schreibe 0,4%, das ist ziemlich lächerlich!

Pflaume
01.12.2019, 20:34
Die Einnahmen der Klinik sollten ebenfalls gestiegen sei, und zwar üblicherweise um mehr als 2,5%. Dass meine Klinik so pleite sei, dass sie schon Probleme habe, die ärztlichen Löhne auszuzahlen, durfte ich mir auch schon anhören. Komischerweise erfreut sich die Klinik auch 5 Jahre danach immer noch fröhlichen Betriebs, sogar die Leuchtreklame bleibt die ganze Nacht beleuchtet, und man hat neue Dienstwagen angeschafft. Solche Aussagen sind normalerweise einfach nur Geklapper.

tdy47
01.12.2019, 21:12
Wir haben die Nachzahlungen auch noch nicht. Sollen dann mit der Dezember-Abrechnung kommen...

freak1
01.12.2019, 21:44
Eben. Solange die Klinik das Geld hat für die Verwaltungsmenschen und CA dicke Dienstwagen zu finanzieren werden 3% mehr Geld für Assis und OÄ den Laden nicht in den Ruin stürzen.

GelbeKlamotten
01.12.2019, 23:10
Die Nachzahlung gabs bei uns schon vor einiger zeit. Überstunden werden aber nach wie vor trotz elektronischer zeiterfassung nicht bezahlt. War wohl nix mit Anwesenheitszeit = Arbeitszeit, wird einfach gekonnt ignoriert.

freak1
01.12.2019, 23:40
Dann geht halt zum MB. Die hauen auf den Verband drauf und der Verband auf die Klinikverwaltung.

vanilleeis
02.12.2019, 05:31
Der MB tut gar nichts. Die Themen, die wirklich "neu" sind, werden von der Verwaltung gekonnt ignoriert und der MB zuckt mit den Schultern und sagt "das muss dann wohl das Arbeitsgericht klären". Das ist alles eine riesige Mogelpackung

kartoffelbrei
02.12.2019, 05:37
Vanilleeis, habt ihr euch denn tatsächlich an den MB gewendet? Die haben ja groß darum gebeten, dass man ihnen bei Verstößen gegen den Tarifvertrag Bescheid gibt, damit sie sich um die Durchsetzung kümmern können.

vanilleeis
02.12.2019, 05:38
Jup. Es gab eine Betriebsratssitzung mit Anwesenheit des MB. Mit genau dem oben beschrieben Ergebnis, das bezieht sich im Übrigen auch darauf, dass alle 4 Dienste machen müssen, auch die mit 50 % TZ, laut unserer Geschäftsführung. Der MB sagt nur, dass man dann klagen müsse.
Genauso das Thema WE: GF sagt, 2 freie Wochenenden sind auch dann gegeben, wenn man von Januar bis März krank ist und von April bis Juni alle restlichen WE arbeitet. Analog für Urlaub

Moorhühnchen
02.12.2019, 08:42
Hier gerade 11 rückwirkende Abrechnungen aus meinem Fach gefischt, obwohl kein VKA-Tarif, sondern Diakonie! Bin mal gespannt, wie sich das diesen Monat auf dem Konto auswirkt.
Unsere LOÄ hat gekündigt, vermutlich war das pünktliche Erstellen des Dienstplanes der berühmte Tropfen... :-))

tarumo
02.12.2019, 11:05
Der MB tut gar nichts. Die Themen, die wirklich "neu" sind, werden von der Verwaltung gekonnt ignoriert und der MB zuckt mit den Schultern und sagt "das muss dann wohl das Arbeitsgericht klären". Das ist alles eine riesige Mogelpackung

Ich bin froh, daß ich diesen Beitrag nicht schreiben musste, sonst hätte man mir wieder direkt MB-bashing vorgeworfen. Selbstverständlich ist die Klage gegenüber dem Arbeitsgericht selbst zu finanzieren (das sollten sich diejenigen hinter die Ohren schreiben, die meinen, eine MB-Mitgliedschaft würde irgendwie eine Rechtsschutzversicherung ersetzen) und die Wahrscheinlichkeit, daß ein einzelner WB dies tut, ist aufgrund der asymmetrischen Abhängigkeit ggü. dem AG doch recht klein.
Eine "Gewerkschaft", die aber auf Durchsetzung der von ihr verhandelten Verträge verzichtet, verdient den Namen nicht wirklich.
Nachdem die "Neue" ja auch schon wieder so eine Multifunktionärin ist, die vmtl. im Studium das letzte Mal einen Patienten gesehen, geschweige denn "Dienste" gemacht hat, sollte man auch hier keine Besserung erwarten.

][truba][
02.12.2019, 18:37
Genauso das Thema WE: GF sagt, 2 freie Wochenenden sind auch dann gegeben, wenn man von Januar bis März krank ist und von April bis Juni alle restlichen WE arbeitet. Analog für Urlaub

Das ist so lächerlich, dass man doch kotzen möchte.
Wenn man krank ist, ist man krank. Man müsste die in Grund und Boden streiken dürfen.
Sitzen immer schön mit ihrem Arsch im Sessel und pinseln sich am Wochenende den Bauch aber dürfen sone Scheiße von sich geben.

ehem-user-31-01-2020-1555
02.12.2019, 18:52
Dafür ist es wichtig, dass alle Assistenten zusammen stehen. Geschlossen Dienst nach Vorschrift. Was nicht bezahlt wird, wird auch nicht gemacht. Und krank und Urlaub mit den WE verrechnen zu wollen ist echt der Gipfel. Hoffe ihr zieht alle die richtigen Konsequenzen und haut da ab.

Was hat man da für eine Arbeitsmoral? Ich würde da morgens schon so lustlos und mit Bauchschmerzen hingehen.