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davo
27.05.2019, 19:54
Computerzugang und Türenöffner sperren sobald jemand ausgestempelt hat ;-)

Shizr
27.05.2019, 20:41
Wie läuft sowas eigentlich rein versicherungstechnisch??
Meine spontane Vermutung (die ich leider nicht mit Rechtsquellen untermauern kann), wäre folgende:

- Der Versicherer zahlt für den Arbeitnehmer.
- Der Versicherer nimmt anschließend den Arbeitgeber in Regress.


Dass in so einer Konstellation der Arbeitnehmer am Ende der Dumme ist, erscheint mir doch extrem unwahrscheinlich.

Feuerblick
27.05.2019, 20:42
Müsste sich ein Arbeitnehmer, der „heimlich“ gegen das AZG verstößt und dann einen Fehler macht, sich nicht fragen lassen, wie das passieren konnte?

anignu
27.05.2019, 22:11
Müsste sich ein Arbeitnehmer, der „heimlich“ gegen das AZG verstößt und dann einen Fehler macht, sich nicht fragen lassen, wie das passieren konnte?
Mei, dann hat man halt vergessen wieder einzustempeln. Noch glaubwürdiger klingt dieses Argument wenn man nach der OP nochmal stempelt. Der Automat erkennt und dokumentiert das dann als Ausstempeln, es wird aber nicht als Zeit erfasst weil man keine Einstempelzeit hat. Aber es ist offiziell dokumentiert dass man da war und man hat sogar mal gestempelt. Ein einziges Mal stempeln kann man ja mal vergessen...

Schön langsam ist die Diskussion gaaaanz weit weg vom Tarifabschluss...

Lasst uns lieber dort ein wenig weiter spekulieren. Themen beispielweise:
- Bereitschaftsdienst: wenn wir nur noch 4 pro Monat machen dürfen, wird dann ein Schichtdienst eingeführt um das zu umgehen?
- Arbeitszeit: wenn wir keine regulären Pausen haben (Chirurgie und so) und nur tatsächlich genommene Ruhepausen abgezogen werden... bekommt dann der Chef ein Problem weil die aktuelle Praxis nicht Arbeitszeitgesetz-konform ist oder wird diese Regelung einfach nicht eingehalten?
- Dienstpläne: da bin ich mal gespannt wie die Zuschläge ausfallen wenns keinen Dienstplan 4 Wochen vor Beginn des Monats gibt.
- Zuschläge für kurzfristiges Einspringen: bin gespannt wie die ausfallen sollen
- Minusstundenproblematik: hab ich es richtig verstanden dass dies nur für Bereitschaftsdienste gilt? Was ist mit Schichtdienst wenn eine Schicht (z.B. Spätschicht) nur 6,5h dauert (incl der 30 min Pause die man nicht nehmen kann, also 6h). 1 Woche Spätschicht -> 10 Minusstunden...
- Rufbereitschaft: wurde bisher gar nicht erwähnt. Keine geforderten Mindestzeiten, keine maximale Einsatzhäufigkeit, nix. Schade eigentlich, wäre auch spannend.

Autolyse
27.05.2019, 22:15
Meine spontane Vermutung (die ich leider nicht mit Rechtsquellen untermauern kann), wäre folgende:

- Der Versicherer zahlt für den Arbeitnehmer.
- Der Versicherer nimmt anschließend den Arbeitgeber in Regress.

Dass in so einer Konstellation der Arbeitnehmer am Ende der Dumme ist, erscheint mir doch extrem unwahrscheinlich.
Absolut. Genauso läuft es. Die GUV haftet (bei vorliegenden Tatbestandsvoraussetzungen) immer für den Arbeitnehmer und der Regress kommt dann gegen den Arbeitgeber, wenn es grob fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln war (§§ 104 ff. SGB VII).

FirebirdUSA
27.05.2019, 22:18
Das ist immer die gleiche Diskussion: die Idealisten, die sagen "ich würde mir das nie gefallen lassen, es gibt Gesetze usw.", die Realisten, die ein Angebot des Oberarztes von wegen "wenn du dich ausstempelst (um 17 Uhr) assistiert ich dir den Eingriff noch" annehmen .

Genau deswegen kontrollierte die Aufsichtsbehörde hier nach anonymer Anzeige auch nicht die Stempelzeiten sondern die OP Bücher...

Cingulum123
08.06.2019, 12:39
Ich habe gerade versucht den Tarifvertrag zu finden, aber es gibt weiterhin nur die alte, bzw. aktuelle Version. War ich zu blöd zum Finden?
Weiß man, ab wann alles in Kraft tritt? Wann das erste mal das höhere Grundgehalt ausgezahlt wird zB?

Cliff100
08.06.2019, 12:59
"Abgeschlossen" heißt erstmal: Die zuständigen Verhandlungskomissionen haben sich auf die Eckpunkte geeinigt. Jetzt müssen die weitergehenden Instanzen beider Parteien den Abschluss noch bestätigen. Dann müssen sich die Rechtsabteilungen hinsetzen und die verhandelten Eckpunkte entsprechend formulieren, dem müssen beide Parteien zustimmen. Dann wird der irgenwann veröffentlicht. Das wird schätze ich noch nen guten Monat dauern, vor August würde ich nicht damit rechnen dass der veröffentlicht geschweige denn nachgezahlt wird.

Moorhühnchen
08.06.2019, 13:07
Wann das erste mal das höhere Grundgehalt ausgezahlt wird zB?Sollten die Gehaltsstufen nicht rückwirkend ab 1.1.19 gelten? Da freut sich das Finanzamt dann wieder über fette Einmal-Nachzahlungen Ende des Jahres...
Denke auch, dass das Schriftliche dann erst im August/September kommt.

tarumo
16.06.2019, 14:43
Übrigens behauptet der MB noch nicht mal selbst, daß es eine ordentliche Gehaltserhöhung war.
Zitate aus dem DÄB 22
" Zwar gab es vereinzelt Kritik an der langen Laufzeit des Tarifvertrages und der Höhe der ausgehandelten Gehaltszuwächse."
"Natürlich habe der MB noch weitere Wünsche, sagte Henke mit Blick auf den jüngsten Tarifabschluss. Aber wesentliche strukturelle Forderungen seien erfüllt. Das sei im Zweifel wichtiger als höhere Gehälter." so R. Henke

Heißt konkret, die anderen Eckpunkte wie freie Wochenenden, verbindliche Zeiterfassung usw. wurden gegenüber einer Gehaltserhöhung priorisiert. Und im Umkehrschluss: wenn die "strukturellen Forderungen" auch nicht oder nur teilweise erfüllt werden (wovon ich ausgehe), ja...dann haben MB und VKA die Arbeitnehmer kräftig ver*****
Bei einem fix vereinbarten Gehalt kann man nun mal weniger tricksen als mit irgendwelchen Wischiwaschipunkten in den Arbeitsbedingungen.

anignu
16.06.2019, 15:20
du vergisst mal wieder Dinge wie die Klärung, dass der MB auch in Zukunft der einzige Verhandlungspartner ist oder die geänderte Bewertung der Bereitsschaftsdienste incl. der Begrenzung derselben...

Vor allem, dass schriftlich festgelegt wird dass der MB in Zukunft DER Verhandlungspartner ist, finde ich schon einen deutlichen Wert für die Zukunft. Nicht dass irgendwann die Arbeitgeber daherkommen und den Tarifvertrag plötzlich mit verdi aushandeln und dabei die Ärztegehälter auf Kosten der Pflege senken oder sowas. Nicht dass sowas ähnliches nicht schonmal passiert wäre. Und ja, natürlich kann man auf den MB schimpfen dass er nur ein "paar" strukturelle Verbesserungen erreicht hat und "nur" ein bissl mehr als der Inflationsausgleich. Oder man freut sich zum Beispiel über solche Klarstellungen.

tarumo
16.06.2019, 15:45
du vergisst mal wieder Dinge wie die Klärung, dass der MB auch in Zukunft der einzige Verhandlungspartner ist oder die geänderte Bewertung der Bereitsschaftsdienste incl. der Begrenzung derselben...
.

Genau, DER EINE Verhandlungspartner ist natürlich wichtig. Noch mehr Sektempfänge, Einfluß, Geld und Pöstchen für die Führungsriege. Und man will den Einfluß bekanntlich auch noch auf den ambulanten Sektor ausdehnen, damit in Deutschland grundsätzlich nicht mehr als MB-Tarif verdient wird.
In manchen anderen Feldern konkurrieren übrigens ZWEI oder mehr Gewerkschaften um die Mitgliederzahlen und damit Tarifabschlüsse. Und ich meine jetzt nicht irgendwelche "christlichen" Winzgesellschaften mit prekären Abschlüssen, sondern im Transportwesen z.B. die GDL mit der Transnet, die sich gegenseitig mit Abschlüssen übertrumpfen müssen, zum Ärger der AG übrigens. Oder in der Luftfahrt.
Monopolstellung war noch nie irgendwo gut.
Ich sehe es so: damit ist für die nächsten Jahrzehnte festgeschrieben, daß auch ja keine Konkurenz zum MB entsteht, sei es aus dem Hartmannbund hervorgehend, der IG Med oder ganz was neues...ich überlasse es Dir, ob das positiv ist oder nicht.
Und wenn irgendeine Klinik einen Billigtarif wollte, hat sie ihn vom MB bekommen.
Das mit der "geänderten Bewertung" von Bereitschaftsdiensten würde ich unter die vorher genannten "strukturellen Änderungen" subsummieren. Mal sehen, was dabei rauskommt. Nachdem die letzen 15 Jahre unter MB-Regie die Lage auch nicht besonders gut war, bin ich da skeptisch. Vielleicht bekommen wir nur noch zwei BD-Stufen. Oder fünf? Und 2,50 EUR/h Zuschlag fürs Einspringen. Man hätte sich auch dazu durchringen können, daß alles, was im KH verbracht wird, als Vollarbeit plus 100% Zuschlag zählt. Wenn dann doch weniger zu tun ist, liegt das Auslastungsrisiko halt beim AG.
Von Konditionen, wie 2000 EUR Prämie für das Einspringen für eine einzige Schicht wie bei Fluglotsen ist man weiterhin weit entfernt. Das ärgerliche ist ja: für externe "Leihärzte" machen die KH ja durchaus solche Beträge locker. Aber für das Stammpersonal? Never ever...

MissGarfield83
16.06.2019, 15:56
@tarumo : Du meinst doch nicht wirklich dass Verdi ein Interesse an einem arztspezifischen Tarifvertrag hätte. Für die verdienen wir eh zuviel zu Lasten der Pflege . Andere Tarifpartner mit einer ähnlichen Schlagkraft sind halt nicht in Sicht. Wenn du ne bessere Interessenvertretung aufbauen willst, dann steht dir das frei. Denn durch Meckern ist nie was besser geworden ...

tarumo
16.06.2019, 16:11
In Deutschland gab es immer einen gewissen Wettbewerb zwischen dem stationären und dem ambulanten Sektor. In Fächern, die ambulant einträglich sind, ist es immer noch ein probates Mittel, durch Kündigung des Krankenhausjobs sich finanziell und konditionsmäßig zu verbessern. Vielleicht nicht als Berufseinsteiger, aber ganz sicher ab FA-Level aufwärts.

Wenn der MB jetzt sich auch noch in den ambulanten Sektor einmischt und sich gleichzeitig ein Monopol auf die Verhandlungsführung festschreiben läßt, muß man wirklich sehr naiv sein um zu glauben, daß die KH-Träger den Wegfall der ambulanten "Vergütungs-Konkurrenz" nicht nutzen werden und sich dann folgerichtig die Konditionen der KH-Ärzte sich dann für alle verschlechtern werden. Mehr war halt nicht drin...

Mittelfristig wird man nämlich dann nur noch die Wahl zwischen Jobaufgabe oder Auswanderung haben, wenn man sich verbessern will. Und speziell für den letzten Fall wird der Politik noch was einfallen, Jens Spahn, der auf dem DÄB-Titelbild einträchtig neben MB-Monty saß, hat das ja schon mal anklingen lassen.

tarumo
16.06.2019, 16:26
@tarumo : Du meinst doch nicht wirklich dass Verdi ein Interesse an einem arztspezifischen Tarifvertrag hätte. Für die verdienen wir eh zuviel zu Lasten der Pflege . Andere Tarifpartner mit einer ähnlichen Schlagkraft sind halt nicht in Sicht. .

Von Ver.di war von mir ja auch nicht die Rede. In den genannten Feldern hat Ver.di schon lange nichts mehr zu melden. Allerdings: man hat bei Verd.di in 2019 acht Prozent für den ÖD rausgeholt (mindestens 240 EUR) und nicht sechs wie beim MB. Wenn die Ärzte jetzt nicht vom MB vertreten worden wären- wäre es sicher interessant zu diskutieren, ob man den Ärzten der Einfachheit halber auch die acht Prozent gegeben hätte und wenn nicht- wie man das gerichtsfest hätte begründen müssen. Ist aber eigentlich auch egal...

Das Ver.di auch die prekären Zustände im Pflegebereich mitzuverantworten hat, müssen wir hier nicht diskutieren, das ist ein Ärzteforum.

Was das
Wenn du ne bessere Interessenvertretung aufbauen willst, dann steht dir das frei. Denn durch Meckern ist nie was besser geworden ... angeht:
Das ist genau das, was durch das Festschreiben der Monopolstellung auf Verhandlungsführung jetzt eben nicht mehr geht. Eine neue Gewerkschaft gründen.
Wenn das die damalige ÖTV auch so gemacht hätte- dann müßten wir auch nicht über die MB-Abschlüsse diskutieren... Aber solange sich immer Leute finden, die auch solche Sachen einfach gut finden... :-(

Eine neue engagierte Gewerkschaft oder einen "umgepolten" MB hätte ich durchaus wohlwollend und auch finanziell durch Mitgliedschaft begleitet, obwohl ich kein KH-Arzt mehr bin.
Und ja, durch aufmerksam machen auf Mißstände bzw. Verweigern durch das Mitwirken an solchen haben sich durchaus Sachen verbessert, zum Beispiel ist durch ausreichend viele "Reiseverbots-Meckerer" genau vor 30 Jahren die Mauer verschwunden...

tiw28
16.06.2019, 17:36
@tarumo : Du meinst doch nicht wirklich dass Verdi ein Interesse an einem arztspezifischen Tarifvertrag hätte. Für die verdienen wir eh zuviel zu Lasten der Pflege . Andere Tarifpartner mit einer ähnlichen Schlagkraft sind halt nicht in Sicht. Wenn du ne bessere Interessenvertretung aufbauen willst, dann steht dir das frei. Denn durch Meckern ist nie was besser geworden ...

*gefaelltmir*

tarumo
16.06.2019, 18:37
*gefaelltmir*

Schön, daß man heutzutage eine Meinung nicht mehr in Worte fassen muß:-)
Ich frage mich allerdings, warum die Tatsache, daß die einen (ver.di) es nicht hingekriegt haben bzw. nicht hinkriegen wollten, impliziert, daß man kritiklos alles schlucken bzw. sogar begrüßen muß, was die anderen ( MB ) nun so machen. Und das, wenn sogar selbst innerhalb des MB Kritik laut wird. Wenn dieser Thread dazu führt, daß die MB-Oberen (die hier sicherlich auch mitlesen lassen) ein wenig selbstkritischer werden bzw. auch auf der nächsten Versammlung ein paar Punkte kritisch diskutiert werden, dann hat sich die Schreiberei hier sicherlich gelohnt.
Ich gehe allerdings davon aus bzw. erwarte, daß die "alles-toll-Finder" sich nicht hier negativ über ihre Arbeitsbedingungen auslassen werden, daß es so ist wie es ist, und was kontrolliert wird und was nicht so, ist halt eben vom MB geregelt. Take ist or leave it...

Wobei der/die Vorschreiber*in ja mit den min.5 24h- Diensten pro Monat in der Inneren ja ganz zufrieden zu sein scheint...(und es vermutlich ganz toll findet, daß keine 36h-Dienste mehr erlaubt sind). Und die aktuellen Tarifverträge gut zu finden, sich dann aber einen Nebenjob zu suchen, weil man mit seinem Einkommen unzufrieden ist und dabei dann auch noch das AZG für sich persönlich in die Tonne zu treten (und damit womöglich auch Patienten zu schaden) finde ich schon grenzwertig.

Sebastian1
16.06.2019, 21:42
Ich kann deiner Argumentation, die mir im Ganzen zu einseitig alles nur negativ sieht (sehen will?), nicht konsequent folgen.
Einserseits schreibst du ein paar Posts weiter oben
Heißt konkret, die anderen Eckpunkte wie freie Wochenenden, verbindliche Zeiterfassung usw. wurden gegenüber einer Gehaltserhöhung priorisiert. Und im Umkehrschluss: wenn die "strukturellen Forderungen" auch nicht oder nur teilweise erfüllt werden (wovon ich ausgehe), ja...dann haben MB und VKA die Arbeitnehmer kräftig ver*****
Bei einem fix vereinbarten Gehalt kann man nun mal weniger tricksen als mit irgendwelchen Wischiwaschipunkten in den Arbeitsbedingungen. , dann aber wiederum
Ich gehe allerdings davon aus bzw. erwarte, daß die "alles-toll-Finder" sich nicht hier negativ über ihre Arbeitsbedingungen auslassen werden, daß es so ist wie es ist, und was kontrolliert wird und was nicht so, ist halt eben vom MB geregelt.

Was denn nun? Lieber mehr Fixgehalt und Bonuszahlen? Oder die Arbeitsbedingungen? Beides?

Ich finde den Abschluss nicht dumm. Beim Gehalt macht die Erhöhung durchaus auch was aus. Ob das jetzt 100 oder 200 Euro mehr im Monat sind, ist mir persönlich jetzt relativ egal, da wir uns ohnehin in sehr soliden Einkommensverhältnissen bewegen.
Was allerdings überall bemängelt wird und sich in Zeiten eines sich verschärfenden Fachkräftemangels noch gravierender wird, sind die Arbeitsbedingungen. Und da finde ich es sehr wichtig, ein Zeichen zu setzen für das Recht auf freie Wochenenden. Für eine verlässliche und zeitgerechte Dienstplanung. Das sind ganz konkrete Maßnahmen, die die Work-Life-Balance verbessern.
Ja, da geht noch mehr. Ja, da ist noch viel zu tun.
Aber es ist ein Fuß in der Tür. Und es existieren erstmalig solche Klauseln, auf denen man in Zukunft aufbauen kann.

Ich kenne übrigens durchaus persönlich einige sehr aktive MB-Mitglieder, auch aus Vorstand der ÄK und den MB-Landesvorständen. Glaub mir, die könnten ihre Zeit persönlich auch stressfreier verbringen als beim Lauterbachschen Nachmittag mit Sektchen in der Vorstandsetage. Da steckt - bei den mir persönlich bekannten Personen - jahrelanges Engagement dahinter.
Das aus passiver Beobachterposition zu kritisieren mit einer "macht es mal besser!"-Attitüde ist mir nach wie vor zu billig.

MissGarfield83
17.06.2019, 05:30
@tarumo : Ich finde nicht bei weitem alles toll - aber eine Verhandlung ist auch immer ein Kompromiss.Ich sehe das schon realistisch - Man muss schon eine wirklich gute Position haben um mit Maximalforderungen durchzukommen und meistens fühlt sich dann ein Verhandlungspartner so übervorteilt dass er das auf Dauer übelnimmt. Damit ist das Klima für weitergehende Verhandlungen vergiftet.

Ich finde es gut dass man den MB als Verhandlungspartner festschreibt, denn die Alternative wäre nac h Tarifeinheitsgesetz Verdi gewesen, welche die meisten Gewerkschaftsmitglieder an Krankenhäusern stellt und da hätten wir auf Dauer in die Röhre geguckt. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Rahmen Wochenenden und Zeiterfassung sind nur ein Grundstein - aber eine wichtige Basis für alle weiteren darauf fußenden Verhandlungen. Wie Sebastian schon sagt - die Gehaltserhöhung ist eher ein im Vergleich unwichtiges Bonbon - wichtiger ist der Fuß in der Tür und dass Arbeitgeber sich nicht mehr so leicht rausmogeln können - zumal ein gültiger Tarifvertrag auch notfalls einklagbare Rechte beinhaltet...

Wer meint es besser zu können, dem steht es frei sich zu engagieren ... aber ob die Maximalforderungen imm durchsetzbar sind steht auf nem zweiten Blatt. Mann kann auch wenn man zu wenig kompromissbereit ist mit leeren Händen dastehen ...

tiw28
17.06.2019, 09:14
@tarumo : Ich finde nicht bei weitem alles toll - aber eine Verhandlung ist auch immer ein Kompromiss.Ich sehe das schon realistisch - Man muss schon eine wirklich gute Position haben um mit Maximalforderungen durchzukommen und meistens fühlt sich dann ein Verhandlungspartner so übervorteilt dass er das auf Dauer übelnimmt. Damit ist das Klima für weitergehende Verhandlungen vergiftet.

Ich finde es gut dass man den MB als Verhandlungspartner festschreibt, denn die Alternative wäre nac h Tarifeinheitsgesetz Verdi gewesen, welche die meisten Gewerkschaftsmitglieder an Krankenhäusern stellt und da hätten wir auf Dauer in die Röhre geguckt. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Rahmen Wochenenden und Zeiterfassung sind nur ein Grundstein - aber eine wichtige Basis für alle weiteren darauf fußenden Verhandlungen. Wie Sebastian schon sagt - die Gehaltserhöhung ist eher ein im Vergleich unwichtiges Bonbon - wichtiger ist der Fuß in der Tür und dass Arbeitgeber sich nicht mehr so leicht rausmogeln können - zumal ein gültiger Tarifvertrag auch notfalls einklagbare Rechte beinhaltet...

Wer meint es besser zu können, dem steht es frei sich zu engagieren ... aber ob die Maximalforderungen imm durchsetzbar sind steht auf nem zweiten Blatt. Mann kann auch wenn man zu wenig kompromissbereit ist mit leeren Händen dastehen ...

*gefaelltmir*