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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Niederlassungsberatung: Ich rate davon ab, Arzt in Deutschland zu werden



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Sebastian1
02.02.2008, 23:55
@rate_mal:
Ein Ansatz, den ich sehr bedenklich finde (du hast ja auch schon geschrieben, dass du das nur zur Diskussion stellst und das nicht deine Meinung ist). Ich habe Leute gesehen (wie wohl viele hier), die als Selbständige meinten, sie könnten als junge Leute schnell mal ein paar hundert Euro sparen, indem sie kurz- oder mittelfristig nicht krankenversichert sind. Dumme Idee; zumindest dann, wenn das Schicksal es anders will und die Leute erkranken. Ernsthaft erkranken und eine Operation oder anderweitige Therapie benötigen, die über "ich hol mir mal n Antibiotikum vom Hausarzt" hinausgehen.

Ja, ich finde, das ein selbständig berufstätiger Arzt als Dienstleister für jede erbrachte Leistung auch bezahlt werden muss. Es ist ein Beruf wie jeder andere, und von Philantrophie allein kann keiner leben. Aber gleichzeitig muss für den Patienten eine Kostendeckung vorhanden sein, denn kein Durchschnittsmensch kann sich eine komplexe Therapie aus eigener Tasche leisten. Schwere Infektion, Unfall, chronisches Leiden dürfen nicht bei falschem Versicherungsstatus in eine Privatinsolvenz münden. Von daher bin ich froh, dass wir ein Pflichtversicherungssystem haben und hoffentlich behalten.

Edit: Da der Vorposter sein Posting gelöscht hat: Es ging um Bestrebungen, zugunsten einer Direktabrechnung die Pflichtversicherung zu canceln.

astrophys
03.02.2008, 08:04
Es ist halt so, wie es mit Versicherungen immer ist: Statistik. Während des Studiums war ich aus Kohlemangel einige Zeit nicht krankenversichert.

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass dir, sagen wir mal innerhalb eines Jahres, als gesunder Mensch (zwischen 20 und 30) etwas so schlimmes passiert, dass du finanziell in den Ruin getrieben wirst?

Und damit meine ich jetzt nicht vom Auto angefahren werden und so etwas, denn das zahlt die gegnerische Haftpflichtversicherung (aber auch das ist sehr unwahrscheinlich).

Dies soll kein Post sein, welches einen nicht vorhandenen Versicherungsschutz verharmlost, es soll nur eine Anmerkung sein.

Relaxometrie
03.02.2008, 08:42
Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass dir, sagen wir mal innerhalb eines Jahres, als gesunder Mensch (zwischen 20 und 30) etwas so schlimmes passiert, dass du finanziell in den Ruin getrieben wirst?

Wenn man so pleite ist, daß man sich als Student die KrVersicherung nicht leisten kann (die ja weniger als €100 kostet), würde man schon durch eine Appendizitis, oder eine operationsbedürftige Weber# nach Umknicktrauma in größten finanziellen Problemen stecken.
Ob man in der Situation dann einen Kredit aufnehmen könnte, wage ich zu bezweifeln. Und nachträglich noch HartzIV beantragen, so daß man die OP vom Sozialamt bezahlt bekommen würde, ist wohl auch nicht möglich.

Doktor_No
03.02.2008, 09:10
ich habe schon einige nichtversicherte gesehen, die nach präsentation der rechnung grosse augen bekommen haben...

test
03.02.2008, 10:28
Es ist halt so, wie es mit Versicherungen immer ist: Statistik. Während des Studiums war ich aus Kohlemangel einige Zeit nicht krankenversichert.

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass dir, sagen wir mal innerhalb eines Jahres, als gesunder Mensch (zwischen 20 und 30) etwas so schlimmes passiert, dass du finanziell in den Ruin getrieben wirst?

Und damit meine ich jetzt nicht vom Auto angefahren werden und so etwas, denn das zahlt die gegnerische Haftpflichtversicherung (aber auch das ist sehr unwahrscheinlich).

Dies soll kein Post sein, welches einen nicht vorhandenen Versicherungsschutz verharmlost, es soll nur eine Anmerkung sein.


Es gibt auch Unfälle, die man ohne Schuld eines anderen erleidet. Zudem gibt es genug andere Krankheiten für die man selber nichts kann in dem Alter und die einen sicher in den Ruin führen würden (M.Hodgkin, Melanom, u.v,m.).
Wo das Aufheben einer Versicherungspflicht hinführt sieht man ja im Grunde in den USA. Die "minimale" Behandlung der Nichtversicherten schlägt dort riesige Löcher ins Budget der Krankenhäuser, was durch sehr hohe Kosten für Versicherte kompensiert wird und dazu führt, dass die meisten Krankenhäuser am liebsten gar keinen Emergency Room mehr hätten. Die Versorgung der Bevölkerung generell ist dadurch aber mehr als bescheiden. :-meinung
Eine Pflichtversicherung ist meine Meinung nach äußerst sinnvoll.

astrophys
03.02.2008, 10:37
Hmpf, klar kann man jetzt alle Krankheiten/Verletzungen aufzählen, die man bekommen könnte. Was aber m.M.n. interessant wäre ist: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich innerhalb eines Zeitraumes von z.B. ein halbes bzw. eines Jahres tatsächlich etwas "teureres" zuzieht? Ein Prozent? Ein Promill? Weiß das hier jemand? In den letzten 20 Jahren hatte ich z.B. nix was mehr als ein paar hundert Euro gekostet hätte.

Nochmal, dieses Posting soll nicht den Sinn einer Krankenversicherung in Frage stellen.

Sebastian1
03.02.2008, 13:35
Die Wahrscheinlichkeit ist ausreichend hoch, dass ich in den Nichtversichertenstatus einfach gar nicht hereinrutschen will. Wie schnell hat man sich beim Sport eine Verletzung zugezogen, wie viele junge Leute sind Chroniker?

Meuli
03.02.2008, 13:38
In den letzten 20 Jahren hatte ich z.B. nix was mehr als ein paar hundert Euro gekostet hätte.


Also ICH hätte meine Rechnungen der letzten Jahre nicht selber bezahlen wollen ...

astrophys
03.02.2008, 13:45
Wie schnell hat man sich beim Sport eine Verletzung zugezogen, wie viele junge Leute sind Chroniker?

Nun, die Leute die Sportarten ausüben, bei denen eine hohe Verletzungsgefahr besteht und Chroniker sind aus dieser Statistik ausgenommen. Denn hätte eines dieser beiden Kriterien auf mich zugretroffen, dann wäre ich damals auch weiter krankenversichert gewesen.

Doctöse
03.02.2008, 14:27
Ich werf mal "Unfälle im Haushalt" ein (die passieren schließlich oft). Deswegen durfte ich in den vergangenen Jahren mehrfach die Ambulanz und auch eine Handchirurgie aufsuchen :-blush
Welcher Sport ist denn ungefährlich? Man kann auch bei einfachen Gymnastikübungen umknicken, hinfallen etc. und sich dabei verletzen.
Pflichtversicherung! :-dafür

Meuli
03.02.2008, 14:31
Soll auch Leute geben, die sich beim bloßen Bewegen im Sitzen den Meniskus ruinieren :-)) Oder auch bei wirren Hochzeitsspielen fett umknicken und sich den Knöchel zerfetzen :-))

Nein, ich rede nicht von mir ausnahmsweise :-D Ich fahr schließlich nur mit dem Fahrrad gegen Autos oder renn gegen geschlossene Glastüren :-blush

astrophys
03.02.2008, 15:07
Ich glaube ich könnte kein Versicherungsvertreter werden. :-angel

rate mal
03.02.2008, 15:10
Es ging in meinem Beitrag nicht nur um die Forderung nach Abschaffung der gesetzlichen Krankenkassen, sondern um die Forderung nach Abschaffung all dessen, was nach der Meinung einer bestimmten Gruppe die einzige Ursache der Ausbeutung und Versklavung der Ärzte ist.

Anders ausgedrückt: Es geht um die Forderung nach einem Gesundheitssystem, in dem der Arzt ein wirklicher Freiberufler ist, und das wäre er nach Meinung dieser Gruppe nur, wenn das Arzt-Patienten-Verhältnis auch in finanzieller Hinsicht ein ganz normales Kunden-Dienstleister-Verhältnis wäre.

Dazu gehörte dann nach Meinung dieser Gruppe natürlich auch die freie Verhandelbarkeit der Preise. Es sollte zwar eine - dann neue- GOÄ mit marktwirtschaftlichen Preisen geben, aber die Preisvereinbarungen zwischen den Geschäftspartnern Arzt und Patient sollten Vorrang haben.

Der Arzt-Patienten-Vertrag wäre dann ein reiner Dienstleistungs- bzw. Werksvertrag wie jeder andere Dienstleistungs-oder Werksvertrag (z B. Vertrag mit einem Handwerker oder einer Kfz-Werkstatt).

Ob bzw. wieviel der Patient von seiner Versicherung erstattet bekäme, wäre allein dessen Problem; als Arzt hätte man damit nichts mehr zu tun.

Damit entfiele der ganze bürokratische Aufwand der Praxen und vor allem auch alle Kontrollen durch die Krankenkassen.

Mit der Abschaffung der GKV wäre auch eine Abschaffung des GBA verbunden, d. h. es gäbe z. B. auch keine keine Verpflichtung mehr, nur nachweislich wirksame Verfahren anzuwenden. Nur Arzt und Patient würden als freie, mündige Geschäftspartner über die angewandten Methoden und Medikamente entscheiden, ganz egal, um welche Methoden (ob evidenzbasiert oder alternativ) es ginge.

Jeder Patient bekäme einen Behandlungsvorschlag/ein Behandlungsangebot (vergleichbar dem Kostenvoranschlag/Angebot eines Handwerkers) und müsste entscheiden, ob er das Angebot annehmen wollte. Wenn er es annähme, bekäme er eine Rechung, die er genau wie jede Handwerkerrechnung zu bezahlen hätte (cash, per Kreditkarte oder per Überweisung).

Und damit man nicht - wie viele Handwerker - pleite geht, weil zu viele Patienten ihre Rechnungen nicht bezahlen können oder wollen, kann man echtes Factoring anwenden: Dazu schließt man einen Vertrag mit einem Unternehmen, das einem die Forderungen an den Patienten nach einer Überprüfung der Bonität des Patienten "abkauft". D. h., dieses Unternehmen erstellt nicht nur die Rechnung und schickt sie an den Patienten, sondern es überweist einem den Rechnungsbetrag innerhalb einiger Tage (natürlich gegen eine Beteiligung an den Einnhamen).

Falls der Patient nicht bezahlen will, z. B. weil er mit einigen Punkten der Rechnung nicht einverstanden ist, muss er sich mit dem Factoring-Unternehmen auseinandersetzen; man selbst hat damit nichts mehr zu tun. Man überlässt einfach die Krankenakte des Patienten diesem Factoring-Unternehmen und die führen dann die Auseinandersetzung mit ihm bzw. beauftragen einen Rechtsanwalt.

Allerdings muss man den Patienten vorher darauf hinweisen, dass man echtes Factoring anwendet, weil es einen Verstoß gegen die Schweigepflicht darstellt. Man muss sich deshalb vom Patienten vor Beginn der Behandlung schriftlich bestätigen lassen, dass er mit der Weitergabe seiner Krankenakte an das Factoringunternehmen einverstanden ist.

Hellequin
03.02.2008, 15:59
Wie lange wohl, bis dann der erste McDoc aufmacht. :-oopss

John Silver
03.02.2008, 16:39
'Schuldigung, wenn's etwas schroff klingt, aber die Forderung, das Arzt-Patient-Verhältnis einem Kunde-Dienstleister-Verhältnis im Sinne einer Kfz-Werkstatt anzugleichen, ist blödsinnig.

Der Grund ist recht einfach: Ein Arzt kann niemals dieselben Erfüllungsversprechen geben, die ein Autohersteller oder -Reparateur gibt. Nimmt eine Werkstatt einen Reparaturauftrag an, so verpflichtet sie sich, den Defekt definitiv zu beheben, und sei es, in letzter Konsequenz, durch den Austausch diverser Teile. Der Kunde hat einen Anspruch auf ein funktionierendes Auto.

Der Patient aber hat keinen Anspruch auf Gesundheit. Auch wenn der Arzt einen Behandlungsauftrag annimmt, verpflichtet sich der Arzt nicht, die völlige Gesundheit des Menschen wiederherzustellen; der Arzt ist noch nicht mal verpflichtet, für eine Besserung des Zustands zu garantieren. Garantie gibt es allenfalls beim Schönheitschirurgen. Der Arzt verpflichtet sich höchstens dazu, den Patienten nach bestem Wissen zu behandeln. Wenn man einen solchen Vertrag zu einem reinen Dienstleistervertrag umschreibt, dann werden die Ärzte mit einer Flut an Klagen konfrontiert. Es ist heute schon kaum noch möglich, den Menschen klarzumachen, daß die Ärzte keine Gesundheitsgarantien aussprechen; über 80% der Klagen gegen Ärzte beruhen momentan aber bereits auf genau diesem Mißverständnis der Situation. Wenn der Arzt sich als Diensleister bezeichnet, wird die Menge an Klagen unermeßlich, weil die Menschen dann einfach "alles wie bei der Autowerkstatt" verstehen werden. Wir sind eben keine gewöhnlichen Dienstleister; selbst wenn wir uns als Dienstleister einstufen, so gibt es doch einige Besonderheiten, die man besser nicht ignorieren sollte.

rate mal
03.02.2008, 17:05
Der Patient aber hat keinen Anspruch auf Gesundheit. Auch wenn der Arzt einen Behandlungsauftrag annimmt, verpflichtet sich der Arzt nicht, die völlige Gesundheit des Menschen wiederherzustellen; der Arzt ist noch nicht mal verpflichtet, für eine Besserung des Zustands zu garantieren.....

Wir sind eben keine gewöhnlichen Dienstleister; selbst wenn wir uns als Dienstleister einstufen, so gibt es doch einige Besonderheiten, die man besser nicht ignorieren sollte.Stimmt, wir sind keine gewöhnlichen Dienstleister, das Besondere an unserer Arbeit besteht darin, dass es bei uns im Gegensatz zu den Handwerkern keine Gewährleistungspflicht gibt.

Na und??? Was hat das mit der Forderung nach Abschaffung der gesetzlichen Krankenkassen samt der ganzen zugehörigen Bürokratie und der Forderung nach Direktabrechnung zwischen mir und meinen Patienten zu tun?

Muriel
03.02.2008, 17:23
Wenn man irgendetwas käuflich erwirbt, dann geht man davon aus, beziehungsweise hat einen Anspruch darauf, dass die Ware, die man im Gegenzug für sein Geld erhält, einwandfrei in Ordnung ist, ansonsten tauscht man sie um. Wenn ein Patient nun seine Chipkarte in der Praxis abgibt, dann hat das für ihn nicht den Charakter einer Bezahlung (auch wenn es das im Grunde genommen ja ist), er geht zum Arzt und hofft auf das Beste, das im optimalen Fall eine Heilung/Genesung ist. Bei Direktbezahlung, so sie denn eingeführt würde, verschöbe sich der Charakter dieses Vertrages, den Arzt und Patient eingehen, rein psychologisch gesehen mehr in Richtung Warenverkauf, so dass der Patient für sein Geld, das nicht mehr mehr oder weniger unbemerkt jeden Monat vom Lohn einbehalten wird, nur Erfolge erwartet bzw einfordert und es nicht einsieht, für "nichts", also nicht Eintreten einer Heilung/Linderung seiner Beschwerden, so viel Geld bezahlt zu haben. Ich denke, das ist in etwa das, was John Silver meinte und als etwas problematisch einstufte.

rate mal
03.02.2008, 17:28
Dann muss man eben in den Behandlungsvertrag reinschreiben, dass man keinerlei Gewähr für den Erfolg seiner Behandlung übernimmt.

rate mal
03.02.2008, 18:08
Ich finde die Forderung nach Direktabrechnung mit allen Patienten ohne Kontrolle durch Krankenkassen absolut nachvollziehbar.

Der Kollege Pres hat das in seinem Diskussionsbeitrag (http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_comment.asp?PetitionID=265&CommentID=115506&Filter=thread&View=100) zu dieser Bundestagspetition (http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=265) sehr einleuchtend begründet:




Pres, 12.09.2006 17:02
ich fordere neben den genannten positionen in der petition die leistungsgerechte honorierung meiner aerztlichen arbeit und fuer alle transparenz!

daher fordere ich die abschaffung des sachleistungssystems und folgere die notwendigkeit der kostenerstattung, die nur ueber den weg der direktabrechnung zu verifizieren ist:

jeder patient moge nach aufklaerung entscheiden, welche leistungen er vom arzt moechte, und muß diese auch bezahlen.
damit reguliert sich das bisherige sozialschmarotzertum wesentlich!

im nachhinein kann sich der pat. die angefallenen kosten von einer versicherung je nach vertrag erstatten lassen!

das im sgb V fortgeschriebene bismarcksche system der sozialversicherung ist 130 jahre alt und gehört auf einen haufen der geschichte!

es geht so nicht weiter!

wir brauchen direktabrechnung mit dem patienten, der unser kunde ist

wir brauchen schweigerecht- und pflicht

wir brauchen freiberuflichkeit!!!

wir brauchen keine 253 krankenkassen

wir brauchen keine ""kassenärztliche vereinigung als körperschaft des öffentlichen rechts""

wir brauchen wie überall auf der welt das direkte verhältnis vom arzt zum patient, und der patient muß das auch finanzieren!

wie er das dann mit einer versicherung regelt, kann nicht das problem des arztes sein!!! Meint Ihr nicht, dass man erst, wenn diese Forderungen erfüllt wären,
jungen Ärzten wieder raten könnte, sich in Deutschland niederzulassen?

astrophys
03.02.2008, 18:18
Falls der Patient nicht bezahlen will, z. B. weil er mit einigen Punkten der Rechnung nicht einverstanden ist, muss er sich mit dem Factoring-Unternehmen auseinandersetzen; man selbst hat damit nichts mehr zu tun. Man überlässt einfach die Krankenakte des Patienten diesem Factoring-Unternehmen und die führen dann die Auseinandersetzung mit ihm bzw. beauftragen einen Rechtsanwalt.

Allerdings muss man den Patienten vorher darauf hinweisen, dass man echtes Factoring anwendet, weil es einen Verstoß gegen die Schweigepflicht darstellt. Man muss sich deshalb vom Patienten vor Beginn der Behandlung schriftlich bestätigen lassen, dass er mit der Weitergabe seiner Krankenakte an das Factoringunternehmen einverstanden ist.

Na hervorragend! Stell dir vor deine Kfz-Werkstatt baut mist und statt die Sache mit den Leuten zu klären musst du dich an irgendeine "Eintreiberfirma" wenden, was natürlich ohne Anwalt kaum möglich sein wird. Wie oft wirst du diese Firma aufsuchen, nachdem du einmal unzufrieden warst?