Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Niederlassungsberatung: Ich rate davon ab, Arzt in Deutschland zu werden
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Hier (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=7653&highlight=nick) zum Beispiel :-)
Neuling08
10.02.2008, 03:01
zum 1. Beitrag dieses Themas:
der inhalt von dem brief stimmt genau!
es geht um den patienten und sonst um nichts.
es geht nicht darum wer mit wem abrechnet.
wir leben zwar in einer demokratie, aber die Politiker machen schon lange nicht mehr das was die bürger wollen. man muss sich klarmachen, dass politiker eigentlich volksvertreter sein sollten. der sozialstaat hat versagt, bis aufs letzte!
denn es ist kein SOZIALstaat mehr. man zahlt für leistungen, die man nicht bekommt. fangen wir bei der rente an. wofür soll ich was einzahlen,wenn ich am schluss weniger bekomme als ich eingezahlt habe. das ist doch unsinn!!!
lieber behalte ich MEIN vermögen und versorge mich später damit selbst!
wofür brauch ich den staat der es mir wegnimmt und nicht wiedergibt?
der sozialstaat besteht aus krankenversicherung, arbeitslosen-, pflege-, rentenversicherung.
hab ich irgendwas vergessen?
wir zahlen und zahlen und zahlen und bekommen wenig dafür.
wenn doch schon alles kapitalistisch ist:
ist es wirtschaftlich für den einzelnen, geld zu zahlen, für leistungen die er nicht bekommt? nein! und es ist auch nicht sozial. außerdem ist es mein geld.
sogar auf zinsen muss man steuern zahlen. ja ist es denn die möglichkeit?
ich spare geld, trage es zur bank und bekomme zinsen dafür. und der staat zweigt davon einen riesen betrag ab. mit welchem recht?
arbeitslosenversicherung ist es ja das gleiche: man zahlt und bekommt wirklich geld, wenn man es braucht.ich glaube 1 jahr bekommt man nur wirklich arbeitslosengeld. dafür das man jahre einen sehr großen betrag zahlt. das muss man sich mal vor augen halten. kann man ja zusammenrechnen.
ja und die krankenversicherung:
was soll man sagen. zum glück bin ich nicht oft krank und ich war auch noch im krankenhaus. aber es fängt ja schon beim zahnarzt an. gerade noch das man sich den zahnstein wegmachen lassen kann ohne das man 10 EUR Praxisgebühr zahlen muss.
ich weiß nur aus der presse, dass es eine zweiklassenmedizin gibt.
ja das kanns doch nicht sein.
aber ich denk mir zum beispiel schon bei der stammzelltherapie oder anderen neuen methoden und methoden die erst noch entwickelt werden, dass das dann wohl nur die bekommen die es sich halt leisten können. und irgendwann werden vielleicht nur die reichen von ihren kindern stammzellen aufbewahren lassen, und die anderen werden es sich halt nicht leisten können.
an dieser stelle der aufruf sich bei dkms typisieren zu lassen.
könnte ja sein, dass man als stammzellspender in frage kommt. also lasst euch typisieren.
womöglich verkauft der staat die rechte für den gesundheitsbereich noch an ein privatunternehmen. sogenannte privatisierung.
Dieser beitrag ist ein denkanstoß.
wenn man die sache aus entfernter sicht betrachtet, ist alles sehr absurd!
der sozialstaat ist schon lange kein sozialstaat mehr, also warum sollen wir alle dafür zahlen?
wir sollten den sozialstaat abschaffen!
und das meine ich vollkommen ernst!
nicht nur die ärzte sind betroffen. nein jeder wird jeden tag vom staat abgezockt!!
natürlich geht es nicht nur ums geld, aber es wird ja von den ärzten oft gesagt, dass sie zuwenig geld bekommen. alle zahlen und die ärzte bekommen zuwenig geld. kann ja wohl nicht sein.
und dass vorschriften gemacht werden, wieviel ein arzt verschreiben darf und was, schlägt dem faß den boden aus. den das alles sind leistungen wofür wir zahlen. und was heißt schon verschreiben. man muss sich ja die medikamente selbst zahlen, wird ja gar nicht mehr gezahlt. es ist einfach alles unglaublich
noch-ein-neuling
10.02.2008, 09:12
es geht um den patienten und sonst um nichts.
es geht nicht darum wer mit wem abrechnet.Oh doch, es den Initiatoren dieses Threads um die direkte Abrechnung zwischen Patienten und Ärzten, ohne Kontrolle durch eine Krankenkasse bzw. Krankenversicherung. Was die Patienten dann mit der Rechnung machten, wäre allein deren Problem.
Neuling08
10.02.2008, 14:40
ok was du jetzt zitiert hast ist schon ein bisschen krass formuliert.
aber nochmal: wieso schreibst du, der patient müsse eine rechnung bekommen und dann ist es sein problem. das hört sich nicht gut an. der patient ist der letzte der was dafür kann.
das system müsste halt umgestellt werden. aber das im text stimmt schon dass die gesetztliche krankenversicherung abgeschafft werden sollte(siehe auch mein Beitrag)
ich verstehe nicht warum die politiker nicht darauf kommen.
bei der rente ist es schwerer, aber irgendwann muss man ja damit aufhören.
aber siehe auch mein Beitrag: man muss das was man einzahlt auch wieder bekommen. also warum darf nicht jeder auf seinem bankkonto was sparen - ohne das der staat zinsen dafür verlangt!!!
aber bei der KV wäre das wirklich(auch ohne das der staat ein problem hat) durchführbar. mit einer bestimmten übergangsfrist z.B. dass man das geld das man im letzten jahr eingezahlt hat wieder bekommt.
und dann wäre es so weit: man würde leistung bekommen wofür man zahlt.
das sollte ja eigentlich selbstverständlich sein.
dann müsste man aber noch die möglichkeit geben, dass sich die leute nicht versichern müssen.
sonst könnten die privaten, was ich zwar nicht glaube, ein bündnis schließen, dass sie auf einmal die beiträge nicht zurückerstatten,wenn man keine leistung gebraucht hat.
warum sollen die leute bevormundet werden. alle müssten doch wissen, dass sie halt für die gesundheit was auf die seite legen müssen. man kann doch nicht so denken, dass es ein paar blöde gibt, die an das nicht denken, und deshalb müssen sich alle versichern bzw. so wie es heute noch ist: versichert werden.
ich rede natürlich nicht von den leuten die momentan kämpfen dass sie überhaupt über die runde kommen. das ist wieder eine andere sache...
John Silver
10.02.2008, 15:44
Neuling, Du redest viel, aber es ist bloß leeres Gewäsch, weil Du ganz offensichtlich nicht den Hauch einer Ahnung von der Materie hast. Tue uns den Gefallen und konzentriere Dich auf politisch interessierte Mädchen, die Du so gern ins Bett kriegen willst.
Neuling08
10.02.2008, 16:34
ich habe hier sachlich meine meinung geschrieben, während du das hier jetzt wegwischt und sagst dass ich keine ahnung von der materie habe.
du musst auch nicht von dir auf andere schließen. dich interessiert es nicht. andere vielleicht schon. so sachen wie "verschone uns damit" sind niveaulos.
von dem "mädchen ins bett kriegen wollen" rede ich gar nicht erst...!
denn das was ich geschrieben habe ist eine allgemeine meinung zum sozialstaat und wenn du logisch denken würdest und nicht an alten dingen die schon immer so waren festhalten würdest, könntest du darauf mit argumenten! eingehen.
oder meinst du, weil du schon länger in diesem forum schreibst, hast du das recht leute, die hier ihre meinung zur diskussion bringen, abzuwimmeln, mit worten wie verschone UNS mit dem gewäsch?!
oder was spricht ernsthaft dagegen die krankenversicherung abzuschaffen.
Andere länder haben das auch nicht. also ist es ein punkt den man diskutieren kann. und sogar ändern MÜSSTE.
John Silver
10.02.2008, 17:03
Großer, Du bringst zwei Dinge durcheinander: Redefreiheit und Sachverstand. Die Tatsache allein, daß Du Deine Meinung äußern darfst, bedeutet noch lange nicht, daß Du auch nur die geringste Kompetenz in der Frage, über die Du Dich äußerst, besitzt.
ich habe hier sachlich meine meinung geschrieben, während du das hier jetzt wegwischt und sagst dass ich keine ahnung von der materie habe.
Du hast Deine Meinung nicht sachlich, sondern polemisch kundgetan. Das sind zwei Paar Schuhe.
Wenn man Deine Äußerungen liest, sieht man förmlich einen eifrigen Abiturienten mit etwas zuvielen Pickeln und etwas zuwenig Erfahrung reden. Was Medizin ist, und wie der Hase in der Medizin läuft, weißt Du nur vom Hörensagen. Deine "Meinung" besteht aus zusammengewürfelten Äußerungen diverser Menschen, die Du, aus welchen Gründen auch immer, für Autoritäten auf diesem Gebiet hältst. Allein daran merkt man, daß Du keine Ahnung hast.
du musst auch nicht von dir auf andere schließen. dich interessiert es nicht. andere vielleicht schon. so sachen wie "verschone uns damit" sind niveaulos.
von dem "mädchen ins bett kriegen wollen" rede ich gar nicht erst...!
Wer Polemik säht, wird Satire ernten. Willkommen im Leben.
denn das was ich geschrieben habe ist eine allgemeine meinung zum sozialstaat und wenn du logisch denken würdest und nicht an alten dingen die schon immer so waren festhalten würdest, könntest du darauf mit argumenten! eingehen.
Ich muß meinen vorherigen Satz revidieren. Ich muß mich nicht über Dich lustig machen, das erledigst Du selbst ganz wunderbar. Dein lustiger, wenngleich vergeblicher Versuch, meine Signatur zu interpretieren, verdient einen Lacher. Noch ein Beweis dafür, daß Du die Medizin, zumal die deutsche, nur aus geschichten anderer kennst.
oder meinst du, weil du schon länger in diesem forum schreibst, hast du das recht leute, die hier ihre meinung zur diskussion bringen, abzuwimmeln, mit worten wie verschone UNS mit dem gewäsch?!
Nein, dieses Recht nehme ich mir deswegen, weil ich ein abgeschlossenes Medizinstudium vorzuweisen habe, was mir doch einige Erfahrung mit dem deutschen Medizinwesen bescheinigt und mich in die Lage versetzt, das lächerlich-bemühte in Deinen kindlichen Äußerungen zu enttarnen.
oder was spricht ernsthaft dagegen die krankenversicherung abzuschaffen.
Andere länder haben das auch nicht. also ist es ein punkt den man diskutieren kann. und sogar ändern MÜSSTE.
Nur weil ein Punkt diskussionswürdig ist, bedeutet es noch lange nicht, daß zwangsläufig Änderungen notwendig seien.
Das "Argument", andere Länder hätten dieses oder jenes, ist so unsinnig, daß eine Erörterung gar nicht lohnt. Springst Du auch von Bord, wenn andere es tun?
Die Krankenversicherung (ich gehe davon aus, daß Du die gesetzliche Versicherung meinst) abzuschaffen, ist Schwachsinn. Das macht weder die Sache einfacher, noch die Versorgung besser oder günstiger. Das einzige Land, in dem der Gesundheitsmarkt vollkommen liberalisiert war und größtenteils noch ist - USA. Ungefähr jede zweite Ausgabe des "New England Journal of Medicine" beginnt mit Artikeln und Diskussionen zu diesem Thema; und wenngleich Meinungen auseinandergehen, so stimmen praktisch alle amerikanischen Experten darin überein, daß das US-amerikanische System weder gut noch effektiv ist.
Ach ja, ehe ich's vergesse: mache Dich mal mit den Begriffen "Kapitalanlage" und "Risikoversicherung" vertraut, und mit den Unterschieden. Die kennst Du offensichtlich auch noch nicht.
Neuling08
10.02.2008, 21:53
das sind lauter unterstellungen die du machst, ohne mich auch nur irgendwie zu kennen.
im übrigen dachte ich mir schon dass du dieses recht aus deinem abgeschlossenem medizinstudium ableitest.
tja leider ist das was ich denke nicht dumm. und du kannst noch so oft sagen, dass meine argumentation polemisch ist. in deinen augen wäre praktisch alles polemisch was man aus überzeugung sagt.dann wäre jeder kommentar in der zeitung polemisch.
fühl dich nicht so überlegen! du denkst ernsthaft du kannst hier beleidigungen wie am fließband austeilen.
dazu braucht man keine medizinstudium, um zu wissen das wir immer mehr an den staat zahlen und immer weniger bekommen, ok?
Was willst du mir jetzt genau damit sagen, dass ich mit den begriffen vertraut machen soll? Wenn du schon so schlau daherredest, dann sag auch was du damit meinst.
im übrigen zeigst du mit deiner "satire" wie du es nennst weder intelligenz noch sonst irgendwas. Sondern einfach nur, dass du komplett eingebildet bist, keinen charakter hast und niveaulos bist.
Wenn man Deine Äußerungen liest, sieht man förmlich einen eifrigen Abiturienten mit etwas zuvielen Pickeln und etwas zuwenig Erfahrung reden.
Nein, dieses Recht nehme ich mir deswegen, weil ich ein abgeschlossenes Medizinstudium vorzuweisen habe, was mir doch einige Erfahrung mit dem deutschen Medizinwesen bescheinigt und mich in die Lage versetzt, das lächerlich-bemühte in Deinen kindlichen Äußerungen zu enttarnen.
Was bitteschön soll DAS?
Sebastian1
11.02.2008, 05:48
*hust*, das frage ich mich allerdings auch.
@John Silver: Du darfst hier gerne diskutieren und auch kritisieren. Beleidigen geht aber mal gar nicht. Abgesehen davon, dass du damit deine vermeintliche Überlegenheit selbst ad absurdum führst.
Daher mässige deinen Tonfall. Eine Entschuldigung bei Neuling08 wäre angemessen.
Gichin_Funakoshi
11.02.2008, 11:12
Will man diese Art von Gesundheitssystem beibehalten gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
1. Man erhöhte die Versicherungsbeiträge
2. Man schraubt die Grundversorgung herunter
Alternative:
Effektivere Versorgung a la Niederlande. Übrigens ein sehr interessanter Bericht.
Ehemaliger User 20130505
11.02.2008, 12:20
Alternative:
Effektivere Versorgung a la Niederlande. Übrigens ein sehr interessanter Bericht.Welchen Bericht meinst Du da? Das ZDF-Video in diesemThread?
Als das neue niederländische System vor zwei Jahren eingeführt worden ist, habe ich es mal mit dem deutschen verglichen. Damals gab noch eine deutschsprachige Übersicht des niederländischen Gesundheitsministeriums (oder wie das dort heißt) dazu.
Ich poste mal den Vergleich,. den ich damals schnell zusammengestellt hatte. Die Zitate stammen aus der offiziellen niederländischen Bröschüre von 2006.
Der Link funktioniert inzwischen leider nicht mehr.
Zum 1.1. 2006 in den NL eingeführtes Krankenversicherungssystem:
Jeder Einwohner kann zwischen einer Versicherung für Sachleistungen oder Kostenerstattung wählen
Jeder Erwachsene (egal ob berufstätig oder nicht) zahlt eigenen Beitrag
Kinder sind immer für die Eltern kostenlos versichert
Leistungen der Pflichtversicherung ("Basisversicherung") gibt es für:
--den Hausarzt, Facharzt und das Krankenhaus.
--den Zahnarzt für Personen unter 18 Jahren.
--spezielle Zahnarztleistungen und Zahnprothesen.
--Hilfsmittel wie elastische Strümpfe.
--Arzneien.
-- Mutterfürsorge und Geburtshilfe.
--Krankentransport, wie Transport in einem Krankenwagen oder
--Rollstuhltaxi.
-- zum Teil: Physiotherapie, Übungstherapie, Logopädie oder
--Ergotherapie.
--Beratung zu Ernährung und Diät. Freiwillige Zusatzversicherungen sind zum Beispiel möglich für:
--Brillen
--zahnärztliche Versorgung für Personen ab 18 Jahren.
-- Empfängnisverhütung für Erwachsene.
--Alternative Heilverfahren wie Homöopathie.
--den Teil der Physiotherapie, der nicht von der Basisversicherung
abgedeckt ist.
Kosten der Pflichtversicherung (=Basisversicherung) (Zahlen von Januar 2006):
--Festbetrag von etwa 92 Euro/ Monat (wäre eine kleine Kopfprämie)
-- plus einkommensabhängiger Betrag
Rückerstattung (No-Claim-Bonus) ist möglich:
Sie haben im Laufe eines Jahres kaum oder gar keine Leistungen des
Gesundheitssystems in Anspruch genommen? Dann bekommen Sie einen
Teil Ihrer Prämie zurück. Der Krankenversicherer erstattet Ihnen in diesem
Fall bis zu 255 Euro jährlich. Diesen Rabatt nennt man den No-Claim-Bonus.
Sie besuchen während eines Jahres nur den Hausarzt? Sie nehmen nur
die Mutterfürsorge oder Geburtshilfe in Anspruch? Dann bekommen Sie
trotzdem den gesamten Betrag des No-Claim-Bonus zurück. Die Kosten
für Hausarztbesuche werden für den No-Claim-Bonus nämlich nicht
mitgerechnet. Genauso wenig wie die Kosten für Mutterfürsorge und
Geburtshilfe.
Es gibt Tarife mit oder ohne Selbstbeteiligung:
Diese Selbstbeteiligung kann 100, 200, 300, 400
oder 500 Euro betragen.
Es gibt einen einkommensabhängigen Versorgungszuschlag vom Finanzamt:
Je niedriger Ihr
Einkommen, desto höher der Versorgungszuschlag.
Sie sind allein
stehend und verdienen weniger als 25.000 Euro brutto im Jahr?
Dann erhalten Sie einen Versorgungszuschlag von höchstens 400 Euro
jährlich. Sie sind verheiratet oder leben mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin
zusammen und Sie beide verdienen weniger als 40.000 Euro brutto im
Jahr? Dann erhalten Sie einen Versorgungszuschlag von höchstens 1.150
Euro jährlich. Es gibt zwei verschiedene Versicherungstypen:
Der Krankenversicherer hat
die Entscheidungsfreiheit, ob er mit medizinischen Dienstleistern
Vereinbarungen über Preis und Qualität treffen möchte.Sogenannte "Vertragliche Krankenversicherung" = Sachleistungsprinzip:
Der Versicherer schließt Verträge mit bestimmten Dienstleistern
Der Versicherte hat keine freie Wahl der Dienstleister; er kann sich auf Kosten seiner Versicherung nur von Dienstleistern behandeln lassen, die einen Vertrag mit seiner Versicherung abgeschlossen haben.
Also keine freie Arztwahl für den Versicherten und Direktabrechnung :-)) zwischen Arzt und Versicherung des Patienten.
Sogenannte "Nicht vertragliche Krankenversicherung" =Kostenerstattungsprinzip:
Wenn die Krankenversicherungsanstalt keine Verträge mit
Leistungserbringern abschließt, nennt man diese Version eine nicht
vertragliche Krankenversicherung oder Versicherung mit Kostenerstattung. Also: Freie Arztwahl für den Versicherten und Direktabrechnung zwischen Arzt und Patient.
Gichin_Funakoshi
11.02.2008, 16:48
Ja, genau den Bericht habe ich gemeint. Vielen Dank für die von dir aufgeführten Eckpunkte.
Prinzipiell wollte ich noch anmerken, dass die Unterbezahlung der Mediziner nur der Phänotyp eines kaputten Gesundheitssystems ist.
Deshalb halte ich die isolierte Forderung nach einem höheren Gehalt für sinnlos, wenn man das System gleichzeitig so beibehält.
Das erinnert mich ein bissl daran, wenn Gewerkschaften streiken und der Betrieb sowieso schon am Ende ist.
Keine Frage, man muss die Situation der Ärzte berücksichtigen aber es muss klar sein, dass die Ursachen behoben werden müssen, um die Situation zu verbessern.
LasseReinböng
11.02.2008, 17:37
Will man diese Art von Gesundheitssystem beibehalten gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
1. Man erhöhte die Versicherungsbeiträge
2. Man schraubt die Grundversorgung herunter
Ich nehme die "2"....dingdingdingdingding !! :-))
Wir nähern uns gefährlich der 15%-Marke bei den GKV-Beiträgen...berücksichtigt man den Arbeitgeberanteil, gehen also nach kursierenden Prognosen in 2009 angeblich knackige 30 % vom Lohn für die GKV drauf...auch ohne absolviertes VWL-Studium ist es nachvollziehbar, daß deartige Beitrage die deutsche Volkswirtschaft ausbremsen und das Ende der Fahnenstange nah ist. Über weitere Beitragssteigerungen lässt sich die Qualität in der medizinischen Vesorgung also nicht mehr lange sichern.
Vor Streichungen im medizinischen Leistungskatalog fürchtet sich aber die Politik...bei einem derart verwöhnten Volk nicht verwunderlich...ausbaden müssen diesen Schlamassel u.a. gerade die Kliniken und Arztpraxen. Medizinische Leistungen müssen zu Ramschpreisen angeboten werden, die Vergütung hat bisweilen nur noch Symbolwert und deckt oft nicht einmal mehr die Kosten. Einigermaßen aufgefangen wird dieser ganze Wahnsinn in den Arztpraxen noch durch die schiere Maße an Patienten, die tagtäglich durch die Praxen geschleust wird und bei Kollegen anderer westlicher Länder erstaunen hervorruft, durch Privatpatienten sowie Inanspruchnehmern von mehr oder ( eher ) weniger medizinisch sinnvollen Igel-Leistungen.
Von Ärzten, die abends noch VHS-Kurse in progressiver Muskerelaxation geben oder Akupunktur, Moxibustion, Darmspülungen, Bioresonanzweißderkuckuckwas mit ihren Patienten betreiben ganz zu schweigen...
Es wird zu Einschränkungen in der Grundversorgung kommen, irgendwann. In der Zwischenzeit werden weiterhin fleissig deutsche Ärzte ins Ausland abwandern, z.B. hier, verrückterweise auch noch gefördert durch eine öffentlich-rechtliche Institution des Bundeslandes Schleswig-Holstein http://www.wak-sh.de/rzte.html
aktuelle Anzeige im DÄ: http://www.aerzteblatt.de/v4/stellen/anzeige2.asp?pos=18
Ehemaliger User 20130505
11.02.2008, 17:44
So, nun hab ich eine neue deutschsprachige Broschüre des niederländischen Gesundheitsministeriums zum Krankenversicherungsssystem gefunden.
http://www.minvws.nl/images/boekje-zorgstelsel-duits_tcm20-107940.pdf
Der Überblick, den ich vor zwei Jahren angefertigt habe (siehe meinen Beitrag von heute Mittag), stimmt immer noch.
Ich bin ebenfalls der Meinung, daß das aktuelle deutsche System falsch ist. Allerdings sollte es nicht abgeschafft, sondern grundlegend reformiert werden, im Sinne einer flächendeckenden Grundversicherung für alle, mit privaten Zusatzversicherungen; oder wie in den Niederlanden, mit nur privaten Versicherungen, die aber jeden versichern müssen, unabhängig vom Einkommen und Gesundheitszustand.Ich wäre auch für eine Umstellung auf ein ähnliches System wie das niederländische.
Henneteschi und die anderen Fans der Dirktabrechnung mit den Patitenten, also ohne Kontrolle durch eine Krankenversicherung, wären davon aber sicher nicht sehr angetan.
Die Niederländer haben zwar vor zwei Jahren ihre gesetzlichen Krankenkassen privatisiert und deshalb gibt es dort nur noch Privatpatienten, aber es gibt trotzdem weiterhin das Sachleistungsprinzip, also genau das, was Hennetschi und seine Mitstreiter abschaffen wollen.
Jeder Niederländer kann zwischen einer Versicherung für Sachleistungen und einer Versicherung für Kostenerstattung wählen.
Das niederländische Gesundheitsministerium sagt dazu:
....Die Versicherer verhandeln mit den Leistungsanbietern Preise, Inhalte und Organisation der medizinischen Leistungen aus. Ihnen obliegt eine gesetzliche Sorgfaltspflicht gegenüber den Versciherten. Das bedeutet konkret: Sie müssen sicherstellen, dass ihre Versciherten frühzeitig eine gute medizinische Versorgung erhalten. Die Versicherten können auf Wunsch ihre medizinischen Leistungen auch selbst auswählen und sich diese anschließend vomVersicherer vergüten lassen.
Das neue Versicherungsgesetz räumt den Versicherern eine stärkere Position gegenüber den Leistungserbringern ein. Sie sind nicht mehr gehalten, mit jedem Anbieter einen Vertrag abzuschließen, sondern können sich mit den besten verbinden.; sie können auch Bedingungen an deren Leistungen knüpfen....
Gichin_Funakoshi
11.02.2008, 17:58
"auch ohne absolviertes VWL-Studium ist es nachvollziehbar, daß deartige Beitrage die deutsche Volkswirtschaft ausbremsen"
Würde aber nicht auch ein Sinken der Grundversorgung für volkswirtschaftlichen Schaden sorgen?! Fehlende Krankengymnastik zum Beispiel führt zu längeren Ausfallzeiten im Beruf usw.
Sollen mal ein paar schlaue VWLler mit ausgedachten Formeln, die eh wieder falsch sind berechnen!
Ich nehme die "2"....dingdingdingdingding !! :-))
Wir nähern uns gefährlich der 15%-Marke bei den GKV-Beiträgen...berücksichtigt man den Arbeitgeberanteil, gehen also nach kursierenden Prognosen in 2009 angeblich knackige 30 % vom Lohn für die GKV drauf...auch ohne absolviertes VWL-Studium ist es nachvollziehbar, daß deartige Beitrage die deutsche Volkswirtschaft ausbremsen und das Ende der Fahnenstange nah ist. Über weitere Beitragssteigerungen lässt sich die Qualität in der medizinischen Vesorgung also nicht mehr lange sichern.
Es ist mir schleierhaft wie du auf 30% vom Lohn für die GKV kommst. Der Beitragssatz (12,4-16% derzeit) bezieht sich aufs Bruttogehalt und enthält bei einem Angestellten Arbeitgeber und nehmer Anteil, sprich normalerweise zahlt man zur Zeit als Arbeitnehmer ca. 7-9% des Brutto Lohns.
Als Selbständiger freiwillig GKV versicherter zahlt man natürlich die vollen 12,4-16%.
Ehemaliger User 20130505
11.02.2008, 18:15
Vergleich des Anteil der Gesundheitkosten am Brutto-Inlandsprodukt:
http://www.minvws.nl/images/boekje-zorgstelsel-duits_tcm20-107940.pdf
Deutschland gibt nach den USA (15%) und der Schweiz (11,8%) mit 11,5% den global dritthöchsten Anteil des BIP für "Gesundheitskosten" aus.
Die Niederlande stehen mit 9,9% erst an sechster Stelle. Trotzdem ist die Lebenserwartung der Niederländer nicht niedriger als die der Deutschen und die Ärztegehälter sind dort deutlich höher als hier. Vielleicht könnten wir da tatsächlich einiges von den Niederländern lernen.
Ehemaliger User 20130505
11.02.2008, 18:29
Der Beitragssatz (12,4-16% derzeit) bezieht sich aufs Bruttogehalt und enthält bei einem Angestellten Arbeitgeber und nehmer Anteil, sprich normalerweise zahlt man zur Zeit als Arbeitnehmer ca. 7-9% des Brutto Lohns.Nein.
12,4 - 16% ist der Anteil, der Dir von Deinem Bruttogehalt abgezogen und an die Kasse überwiesen wird. Dazu kommt noch der Anteil, den der Arbeitgeber an die KLasse überweist. L.R. hat da schon Recht.
Ehemaliger User 20130505
11.02.2008, 18:34
@ test: Ich nehme alles zurück. Du hast Recht!:
Beispiel:3700 Euro brutto:
Lohnsteuer :784.75
Euro Solidaritätszuschlag :43.16 Euro
9% Kirchensteuer :70.62 Euro
Summe der Steuern898.53 Euro
Rentenversicherung: 368.15 Euro
Arbeitslosenversicherung: 61.05 Euro
14.4% Krankenversicherung (+ 0,9% AN-Aufschlag): 291.60 Euro
Pflegeversicherung: 39.60 Euro
Summe der Sozialversicherungsbeitäge760.40 Euro
Nettolohn:2041.07 Euro
Da steht zwar "14,4%", aber die 292 Euro Abzug für Krankenkasse sind bei 3700 Euro brutto nur ca. 7,8 Prozent:
Die "14,4 Prozent", die an die Kasse gehen, bestehen tatsächlich aus dem Arbeitnehmer- und dem Arbeitgberanteil!
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