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Die mündliche Prüfung

Die letzte Hürde zum Titel

MEDI-LEARN (Redaktion)

Zeitplan an jeder Uni anders

Die Prüfung ist nicht nur mündlich, sondern auch praktisch. Das heißt, dass du zur Prüfung einen Patienten zugeordnet bekommst, den du befragen, untersuchen und anschließend den Prüfern vorstellen musst. Einer der Prüfer sucht den Patienten aus seinem Fachbereich aus. In der Regel werden Patienten ausgewählt, die kommunikativ sind und wissen, dass die Prüfung für dich sehr wichtig ist. Wann genau der Patient ins Spiel kommt, ist an jeder Universität verschieden.
Es gibt grundsätzlich mehrere Möglichkeiten dafür. Es kann sein, dass die Prüfung am ersten Tag nachmittags ist und du vormittags zwei bis drei Stunden Zeit für einen Patienten hast – ohne, dass die Prüfer anwesend sind. Es kann aber auch sein, dass du den Patienten bereits am Tag vor der Prüfung untersuchst und deinen Bericht zur Prüfung mitbringst. Es ist schließlich auch möglich, dass du am ersten Prüfungstag bei einem dir unbekannten Patienten vor den Augen der Prüfer Anamnese und Untersuchung durchführen sollst und ihr anschließend darüber redet. An einigen Unis gibt es so kuriose Prüfungsformen, dass jedem Studenten mehrere Patienten zugeteilt werden oder dass sich mehrere Studenten einen Patienten „teilen.“

unser Tipp

Wähle sorgsam Deine Kleidung für die Prüfung aus. Sie sollte auf der einen Seite in gewissem Maße schick sein, also keine zerrissene Jeans oder dergleichen, jedoch bedenke, dass Du damit auch am Krankenbett stehst und Pumps und Minirock hier eher ungeeignet sind. Wie auch immer Du Dich entscheidest: Du musst Dich darin wohl fühlen!

Verlasse dich auf deine Sinne und auf deinen Plan

Auf deinen speziellen Patienten kannst du dich natürlich nicht vorbereiten. Doch es lohnt sich, einige Zeit in Anamnese- und Untersuchungstechniken zu investieren und dir vorher zu überlegen, welche Anforderungen an den Patientenbericht gestellt werden und wie du ihn gestalten möchtest. Erarbeite dir auch im Laufe des Studiums einen persönlichen Ablaufplan, nach dem du bei der körperlichen Untersuchung vorgehst.
Erfahrene Ärzte wissen zum Teil nach zwei Fragen und einem Ruck am Knie des Patienten, was das Problem ist. Du solltest aber nach einem strikten Untersuchungsschema vorgehen – so übersiehst du nichts Wichtiges und erfreust die Prüfer mit Selbstsicherheit. Die wissen auch, dass du nicht alles weißt und nicht alles kannst – genau so wenig wie jeder Arzt. Sie wissen aber auch, dass du nach dieser Prüfung auf die Menschheit losgelassen wirst und deshalb grundsätzliche Techniken einfach beherrschen musst.
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