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Die mündliche Prüfung

Die letzte Hürde zum Titel

MEDI-LEARN (Redaktion)

 

Die Antwort

Genau wie das Lernen solltest du auch deine Antworten strukturieren: Erst einen groben Überblick geben und dann ins Detail gehen. Das gibt dir auch einen Trumpf in die Hand, falls der Prüfer auf deine ersten allgemeinen Aussagen hin nachhakt. Andererseits kannst du auch ganz gezielt „Köder“ für die Prüfer auslegen. Also Themen, in denen du dich auskennst, so anreißen, dass der Prüfer darauf einsteigt und sie genauer erklärt bekommen möchte. Wenn du einmal nicht sofort antworten kannst, denke laut. Sprich bewusst langsam. Langsames Reden verbraucht Prüfungszeit, beruhigt und wirkt selbstbewusst. Sprich mit Pausen, laut und deutlich und natürlich in ganzen Sätzen.
Übe das freie Reden. Am besten eignet sich dafür eine Lerngruppe. Es ist Typsache, wie viel du alleine lernst und wie oft gemeinsam mit anderen. Lerngruppen haben sich einfach immer wieder bewährt: Ihr könnt euch gegenseitig motivieren, Tipps austauschen und Prüfungssituationen nachstellen. Besonders die Umstellung vom Fragen kreuzen auf strukturiertes Antworten in ganzen Sätzen fällt vielen Studenten schwer. Praktisches Üben macht ruhiger und trainiert dich für Situationen, in denen du zum Beispiel eine Wissenslücke hast oder einen kurzen Moment brauchst, um deine Gedanken zu sammeln.
Die mündliche Prüfung ist nicht objektiv. Das kann sie gar nicht sein und dafür gibt es auch die schriftliche Prüfung. Jetzt wird neben deinem Fachwissen deine Person einer Beurteilung unterzogen. Im Beruf wirst du Patienten, Kollegen und Angehörige nicht nur durch dein Wissen, sondern auch durch Selbstsicherheit, angemessene Umgangsformen, korrekte Sprache und Körperhaltung überzeugen müssen. Sei dir dessen einfach bewusst und wähle entsprechende Kleidung aus. Trage sie probe und übe Prüfungssituationen vor dem Spiegel, damit du dich in der Prüfung selbst wohl und echt fühlst. Arbeite nicht nur an den Inhalten, sondern feile auch an deinem Auftreten, der Körpersprache und Stimme.
Während du dich auf die Prüfung vorbereitest wird es immer wieder bessere und schlechtere Phasen geben. So hart und extrem diese Lernphase auch werden wird, sei dir im Klaren darüber, dass du hart gearbeitet hast, um hier antreten zu dürfen und dass du es dadurch verdient hast. Auch diese Zeit wird vorbei gehen und mit großer Wahrscheinlichkeit bist du in wenigen Monaten Arzt.
Viel Erfolg!
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