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Relaxometrie
09.06.2021, 13:16
Du kapierst es nicht.
:-sleppy:-sleppy:-sleppy
Das kann man in netten Tonfall tun, aber wenn dann jemand schreit, das wäre missionarisch, kann ich leider
auch nur noch mit den Schultern zucken. Der Fakt ändert sich nicht, indem man den Überbringer diffamiert.
Genau richtig.
Evils Beschwerden über das Missionarische sind öde, selbstgefällig und ebenfalls missionarisch.
Und du weißt am besten, wie sich das beste Ergebnis erzielen lässt? Und das ist dann nicht missionarisch?
Nein, das weiß ich auch nicht, hab ich auch nirgendwo behauptet.
Ich bitte Dich lediglich, etwaige Forderungen auf ihre sämtlichen Konsequenzen zu überdenken, ob der Schuß in der Gesamtschau nicht nach hinten losgeht, selbst wenn er gut gemeint ist. Jetzt klarer?
Dann ist meine Folgerung, dass ich das nicht mit meinem Geld unterstütze und dass ich das auch anderen mitteile, denn wenn nur ich das tue, bringt’s ja nicht viel, oder?
Doch, das ist der Punkt. Je mehr Du es den Leuten mitteilst, die es nicht hören wollen, desto mehr gehst Du auch allen anderen auf den Keks und weckst nur Widerwillen, was am Ende das Gegenteil erreicht. Letztendlich zählt nur das Ergebnis.
Evils Beschwerden über das Missionarische sind öde, selbstgefällig und ebenfalls missionarisch.
Bei Dir habe ich tatsächlich schon die Hoffnung aufgegeben, daß Du es kapierst, nichts für ungut.
Btw, Dein Kreuzzug gegen Kirche und Religion, kommt der eigentlich voran?
Kackbratze
09.06.2021, 14:16
Um auf die Sachebene zurückzukehren, wenn man die gleiche Fläche für Tierfutter umwandelt in eine Monokultur (Soja) für Menschennahrung, wo ändert sich die Sachlage für den abgeholzten Amazonas oder für den davon abhängigen Landwirt?
Wir benötigen den Spagat zwischen ökologischer Landwirtschaft und bezahlbarem Essen.
Durch die aktuelle Landwirtschaft sinkt die Zahl der Kindersterblichkeit, die letzten Hungersnöte waren durch Krieg, nicht durch Missernten, wenn wir da mit der groben Kelle rangehen, werden die anderen Zahlen wieder steigen. Oder ist wieder, wie bei den AKWs der deutsche Sonderweg gefragt, weswegen wir dann Billigessen aus Polen zum doppelten Preis importieren?
Aktuell sind wir im globalisierten Wettbewerb die Fleischkammer mit den entsprechenden Folgen (Gülle, etc), das wurde politisch hofiert und gefördert, auf dem Rücken der Tiere und der Landschaft. So wie die Nähereien in Bangladesh ihre entsprechenden Umweltprobleme mit sich bringen.
Wenn wir jetzt diesen Zopf abschneiden, fehlen wieder Devisen, die hochkalorische erschwingliche Ernährung in anderen Ländern leidet auch (bei uns hat auch nicht jeder Geld für Bio übrig) und wir haben einen Verlust an Arbeitsplätzen / Steuereinnahmen.
Mir fehlt bei den Utopien der Parteien immer der Realitätsbezug bzw. die schnöde Gegenfinanzierung.
Arm aber sexy (resp. Öko) funktioniert nicht; wenn man nach Berlin schaut, explodiert die Kriminalität, die Sicherheit geht den Bach runter und die Infrastruktur leider massiv. Trotz ständigen Zahlungen im Länderfinanzausgleich.
Was mir fehlt ist die langfristige Planung.
Erstmal machen und dann schauen geht schief. Seit Jahren in diesem Land.
MacAdder
09.06.2021, 15:02
Die Grünen haben mit ihrer Spitzenkandidatin ein Glaubwürdigkeitsproblem, da der Lebenslauf soweit von der Realität abweicht, dass es sogar von der wohlgesonnenen Presse aufgenommen werden muss.
Die "Grünen" haben mit ihrer "Spitzen"Kandidatin nicht nur ein Glaubwürdigkeits- sondern vor allem auch ein massives Kompetenzproblem.
Die Dame war bspw im Rahmen eines Interviews wiederholt nicht in der Lage, zwischen Cobalt und Kobold zu unterscheiden.
Leider nur die Spitze des Eisbergs der "grünen" Technologiekompetenz.
Viele Wählerinnen der "Grünen" werden aber über derartige, offensichtliche Totalausfälle in Sachen Technologiekompetenz entweder nichts wissen ( wollen ), oder wahrscheinlicher: Sie schlichtweg ignorieren.
Im Gegenteil, wird diese offen zur Schau gestellte Inkompetenz oft auch noch Sympathien im Sinne einer Solidarisierung mit der Wohlfühl-Kandidatin Annalena generieren.
Nach dem Motto: Chemie und Physik hab ich ja in der Schule auch immer gehasst und ob das jetzt Cobalt oder Kobold heißt, interessiert doch nur die blöden Zweifler, die nicht im Rhythmus der grünen Heilslehre mitschunkeln wollen.
Ist diese Inkompetenz eventuell teilweise sogar kalkulierter Teil der Inszenierung?
Natürlich gibt es auch viele, die es sich einfach machen und "grün" wählen, weil sie nach ausgiebiger Introspektion - oder weil es ihnen Oliver Welke halt so vorgekaut hat - „keinen Bock auf Afd“ haben.
Das ist wirklich praktisch, denn so erspart man sich dann immerhin jedwede inhaltliche Auseinandersetzung mit den realen Auswirkungen gut gemeinter, "grüner" Politik auf unseren Planeten.
Etwa, dass der Lithiumabbau für E-Autos chilenischen Dörfern das Wasser abgräbt oder eben die Abholzung und Errichtung von Mega-Windparks im Reinhardswald.
Sich die nicht vorhandene Kompetenz des grünen Spitzenpersonals bzgl wichtiger Schlüsseltechnologien oder erneuerbarer Energien schönzureden, erspart man sich natürlich auch.
Immerhin schläft man gut. In der absolut sicheren Gewissheit ein guter Mensch zu sein.
Macadder, da du ja nicht aufhören willst, es zu behaupten: nicht „die Grünen“ haben einen Beschluss gefasst, sondern haben genauso wie die CDU, SPD, FDP und Piraten einem Beschluss zugestimmt. Es wird auch nicht der ganze Reinhardswald abgeholzt, sondern nur ein kleiner Teil, ausgenommen ist zb. der „Urwald“ Sababurg- und damit ist sogar der NABU einverstanden. Dass dich das persönlich berührt, tut mir ja leid. Aber es immer wieder ins Feld gegen die Grünen zu führen, ist faktisch falsch.
Und ja, mir tut es auch leid um die Bäume- aber tatsächlich tut mir der echte Regenwald im Amazonasgebiet noch mehr leid, denn @kackbratze: es müsste ja lang nicht so viel abgeholzt werden, da man auf der Fläche EFFEKTIVER Kalorien anbauen könnte, als sie erst den weg durch den Rinderdarm gehen zu lassen, auf dass aus 1000kg soja 1 kg Rindfleisch wird.
Relaxometrie
09.06.2021, 15:34
Btw, Dein Kreuzzug gegen Kirche und Religion, kommt der eigentlich voran?
Ich führe keine Kreuzzüge.
Aber in der Tat habe ich auf lokalpolitischer Ebene (es war tatsächlich so, wie Lava geschrieben hat......Veränderung war möglich) einen schönen Erfolg gegen zu lautes nächtliches Zeitschlagen der Kirchturmglocken erzielt. Die im Wohngebiet zulässigen Dezibelwerte wurden nach Messung durch die Immissionsschutzbehörde für zu laut befunden und es mussten bauliche Veränderungen an den Glocken durchgeführt werden, um das Zeitschlagen leiser zu machen.
Die faktenbasierte Kommunikation mit den zuständigen Behörden hat zu Erfolg geführt.
Woelki geht es jetzt hoffentlich auch den Kragen und die Zahl der Kirchenaustritte aus der katholischen und der evangelischen Kirche bleibt auf hohem Niveau stabil.
Insofern kann ich über die Entwicklung nicht klagen.
Relaxometrie
09.06.2021, 15:36
es müsste ja lang nicht so viel abgeholzt werden, da man auf der Fläche EFFEKTIVER Kalorien anbauen könnte, als sie erst den weg durch den Rinderdarm gehen zu lassen, auf dass aus 1000kg soja 1 kg Rindfleisch wird.
Genau so ist es.
Feuerblick
09.06.2021, 15:50
Das alles hat aber jetzt nur noch marginal mit dem Thema zu tun, gell?! ;-)
Relaxometrie
09.06.2021, 15:51
Das alles hat aber jetzt nur noch marginal mit dem Thema zu tun, gell?! ;-)
So ist es. Aber Evil als Admin mit Sonderrechten (darf persönliche Angriffe starten, ohne jemals auf die stille Treppe geschickt zu werden) hat gefragt.
Feuerblick
09.06.2021, 16:17
Auch dieser Kommentar tut nichts zur Sache. Ich darf also alle (!) Beteiligten wieder zum Thema zurückschicken.
Ich hoffe, das ist jetzt angekommen - es wäre schade um den Thread!
Gruß
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin
MacAdder
09.06.2021, 16:46
Macadder, da du ja nicht aufhören willst, es zu behaupten: nicht „die Grünen“ haben einen Beschluss gefasst, sondern haben genauso wie die CDU, SPD, FDP und Piraten einem Beschluss zugestimmt. Es wird auch nicht der ganze Reinhardswald abgeholzt, sondern nur ein kleiner Teil, ausgenommen ist zb. der „Urwald“ Sababurg- und damit ist sogar der NABU einverstanden. Dass dich das persönlich berührt, tut mir ja leid. Aber es immer wieder ins Feld gegen die Grünen zu führen, ist faktisch falsch.
Und ja, mir tut es auch leid um die Bäume- aber tatsächlich tut mir der echte Regenwald im Amazonasgebiet noch mehr leid, denn @kackbratze: es müsste ja lang nicht so viel abgeholzt werden, da man auf der Fläche EFFEKTIVER Kalorien anbauen könnte, als sie erst den weg durch den Rinderdarm gehen zu lassen, auf dass aus 1000kg soja 1 kg Rindfleisch wird.
Bäume sind also grundsätzlich wichtig aber manche Bäume sind halt mehr wert als andere?
Erinnert mich sehr an George Orwells Animal Farm: All animals are equal, but some animals are more equal than others.
Nur damit ich das richtig verstehe: Dein Argument ist ernsthaft, dass es in Ordnung ist Bäume zu fällen, solange nachher noch etwas vom Wald stehen bleibt?
Die "Grünen" sind mit der Umweltministerin Priska Hinz maßgeblich an den Plänen für die Industrialisierung des Rheinhardswaldes Beteiligt, sie sind zusammen mit der CDU die treibende Kraft bei diesem Vorhaben und stimmen nicht nur passiv zu, wie sie es etwa anlässlich der Rodung des Hambacher Forstes taten.
Inwiefern wird die Tatsache, dass die Grünen hier ganz konkret für die Zerstörung von Natur verantwortlich sind dadurch relativiert, dass dem auch noch andere Parteien zustimmen?
Die Abholzung der Regenwälder ist ein unverzeihliches Verbrechen und absolut falsch.
Aber sie unterliegt nur mittelbar unserem Einfluss. Etwa über verändertes Konsumverhalten.
Den verbliebenen Rest Natur vor unserer Haustüre der Industrie zu opfern, das liegt allerdings in unserer Hand, bzw in den Händen der politisch Verantwortlichen.
Wenn du dich auf der Seite des explizit - überparteilich - arbeitenden Umweltbündnisses für die Rettung des Reinhardswaldes informierst, findest du folgende Argumente gegen eine Industrialisierung des Reinhardswalds:
Schwachwind
Alle ausgewiesenen Flächen sind Schwachwind-Gebiete. Diese Gebiete werden paradoxerweise besonders hoch subventioniert. Und nur deshalb sollen dort derart gigantische Windanlagen gebaut werden. Der Energieertrag der Windräder bleibt dennoch zweifelhaft – der Preis ist umso höher.
Natur-Zerstörung
Der Reinhardswald beherbergt eine große Artenvielfalt. Geschützte Vögel, Fledermäuse und Millionen von Insekten werden durch die rotierenden Windradflügel zerfetzt. Waldflächen werden hektarweise gerodet, verdichtet, das Grundwasser gefährdet – ein intaktes Ökosystem dauerhaft zerstört.
Macht & Geld
Der Reinhardswald ist in Landes-Besitz. Dadurch haben die direkt betroffenen Gemeinden und Bürger keine Möglichkeit einzugreifen und z.B. Bürgerbegehren zu starten. Zehntausende Proteststimmen werden vom zuständigen Land Hessen bis heute ignoriert, das hohe fünfstellige Pachteinnahmen pro Jahr/Anlage erhält.
Greenwashing
Windkraft im Wald ist in vielen anderen Bundesländern verboten. Im hessischen Reinhardswald missbraucht man immer noch den Klimaschutz als Rechtfertigung für den Bau von Windanlagen. Es handelt sich dabei jedoch in erster Linie um ein Wirtschaftsprojekt. Der umweltbewusste Bürger wird in die Irre geführt.
Dramatische Folgen
Sobald ein geschlossenes Waldgebiet wie der Reinhardswald erstmalig industriell genutzt wurde, gilt es als vorgeschädigt. Es verliert somit seinen besonderen Schutzstatus. Weitere Eingriffe, z.B. Schneisen für Hochspannungsleitungen und sonstige Maßnahmen, werden dadurch automatisch ermöglicht.
Das sind ganz konkrete Auswirkungen einer Politik, die eine nicht grundlastfähige Energietechnologie zum Anlass für Umweltzerstörung nimmt und im öffentlichen Bewusstsein paradoxerweise primär mit Klima-Rettung assoziiert wird.
Dr.Hackenbush
09.06.2021, 17:27
Ich hab gestern zufällig in meiner Cloud einen alten Screenshot vom Wahlomat
gesichtet. War garantiert für dieses Forum gedacht und wurde bestimmt seinerzeit
auch im entsprechendn Thread gepostet. Jetzt pack ich ihn hier auch nochmal rein. :-))
32968
Kackbratze
09.06.2021, 17:36
es müsste ja lang nicht so viel abgeholzt werden, da man auf der Fläche EFFEKTIVER Kalorien anbauen könnte, als sie erst den weg durch den Rinderdarm gehen zu lassen, auf dass aus 1000kg soja 1 kg Rindfleisch wird.
Wo gibt es solche Zahlen, die belastbar sind?
Google spuckt nach 2min Recherche aus:
Quelle WWF: 230g Soja für 1kg Rindfleisch => 2340kcal
1kg Soja = 1kg Tofu => 1440kcal
Ich bin zwar nicht gut in Mathe, benötige aber für einen Nährwert von 2340kcal entweder 230g Soja oder 2kg Soja. Diese Rechnung verstehe ich anders als "effektive Kalorienproduktion", wenn man den qm Regenwald als Grundlage nimmt.
CDU und SPD beharken sich gerade an Masken und Imfpzentren. Feine Sache, wenn man bedenkt, dass beide Parteien in der Regierung sind und beide Ministerien da mit dran beteiligt waren, so wie die aktuelle Sachlage zu sein scheint.
Da geht es fast schon unter, dass das Rentensystem am implodieren ist und die Arbeitszeit verlängert werden soll. Natürlich erst nach der Wahl. ;-)
Deswegen funktionieren die Grünen auch so schön. Polarisieren an Themen, die die Gesellschaft braucht (Rente, Gesundheitssystem, Corona) mit den üblichen Themen vorbei, damit man artig abgelenkt ist. Sieht man ja auch hier im Thread. Der Veggie-Day, mangelnde Fachkompetenz und die Beschwerden über body-shaming im Internet mögen ja eine tolle Sache sein, werden aber weder das überlastete Sozialsystem, noch die gestörte Sicherheitspolitik des Landes im Bereich Einwanderung/Gesundheit/Sicherstellung von Energie beheben.
Und die restlichen Parteien sitzen im Hintergrund und machen weiter wie bisher.
Mukopolysaccharid
09.06.2021, 18:29
selbst wenn wir unseren Fleischkonsum drosseln... im asiatischen Raum steigt das Verlangen danach proportional zum Wirtschaftswachstum (Einkommen). was hier verzehrt wird, ist im bezug auf die CO2 Bilanz dann fast vernachlässigbar.
Hoppla-Daisy
09.06.2021, 19:04
na dann können wir ja alle genau so weiter machen....... *eyesroll*
Kackbratze
09.06.2021, 19:27
Es geht ja auch nix dazwischen. Endsieg oder Tod des Planeten. *rolleyes*
Brinkhaus (CDU) will nach der Wahl (!) auf die Eigenverantwortung der Bürger bei Corona setzen. Bitte wählt uns, wir glauben an die Eigenverantwortung des Menschen, aber er nach dem Kreuzchen...
https://www.welt.de/politik/deutschland/article231701339/Brinkhaus-Muessen-aufpassen-dass-der-Staat-sich-wieder-zuruecknimmt.html
Es fällt auf, dass die noch kein Programm haben, deren Ziele nach der Wahl orientieren sich noch zu 100% an aktuellen Problemen. Zukunftsvision? Nada.
Hoppla-Daisy
09.06.2021, 19:31
Könnte man in der Tat mitunter meinen, ja!
Wo gibt es solche Zahlen, die belastbar sind?
Google spuckt nach 2min Recherche aus:
Quelle WWF: 230g Soja für 1kg Rindfleisch => 2340kcal
1kg Soja = 1kg Tofu => 1440kcal
Komnisch, mir sagt google, dass man für 1kg Rindfleisch 11,65 kg Sojaschrot braucht. Hier ist das auch mal schön durchgerechnet https://www.regenwald-schuetzen.org/fileadmin/user_upload/pdf/Projekt/Weil-wir/Fleisch/weil-wir-es-wert-sind-zahlen-fakten-fleischkonsum.pdf
Deine Zahl kommt vom wwf (https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/WWF_Fleischkonsum_web.pdf ) die das so erklären, dass man Rinder nicht nur mit Soja füttern kann. Dew gesamte Absatz ist lesenswert
"Berechnet man aus den importierten Tonnagen an Sojaprodukten jene Flächen, die
zum Anbau der Sojapflanzen benötigt wurden, dann summiert sich das zu einem
Sojaflächen-Fußabdruck von erheblichem Ausmaß. So beanspruchte die EU im
Durchschnitt der Jahre 2008–2010 eine Fläche von umgerechnet fast 15 Mio. ha,
davon liegen nahezu 13 Mio. ha in Südamerika. Und davon wiederum 5,5 Mio. ha in
Argentinien und 6,4 Mio. ha in Brasilien. Vergleicht man diese Flächengröße mit der
Gesamtanbaufläche von Soja in diesen beiden Ländern, dann wird deutlich, dass die
EU ganz erhebliche Anteile hiervon beansprucht. Von knapp 17 Mio. ha Sojaanbaufläche in Argentinien wird auf etwa 33% Soja für die EU angebaut. In Brasilien
geschieht dies etwa auf 30 % der insgesamt etwas weniger als 22 Mio. ha. Würde
man die 15 Mio. ha auf die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche von Deutschland
übertragen, würden auf rund 90% der Fläche Sojapflanzen angebaut.
Aber auch die Landnahme Deutschlands durch den Soja-Import ist mit 2,6 Mio. ha
allein schon beträchtlich und entspricht der Fläche von z.B. Mecklenburg-Vorpommern. Allein der Sojaflächen-Fußabdruck Deutschlands in Brasilien ist mit 1,6 Mio.
ha etwa so groß wie die Fläche des Bundeslandes Schleswig-Holstein.
6,4 Mio. t Sojaprodukte werden nach Deutschland importiert mit einem SojaflächenFußabdruck von 2,6 Mio. ha. Doch: Wofür wird das Soja in Deutschland verwendet?
Der überwiegende Teil – also das Sojamehl – wird verfüttert"
Tut mir leid, aber unser Fleischkonsum ist schon ziemlich scheiße für den Regenwald und ja- ich halte die dortige Flächenrodung für schlimmer als die im Reinhardswald, weil die Menge an CO2 die gebunden werden kann, dort größer ist und die Artenvielfalt, die durch die Rodungen verschwindet ebenfalls, außerdem der Lebensraum für indigene Völker.
Arm aber sexy (resp. Öko) funktioniert nicht; wenn man nach Berlin schaut, explodiert die Kriminalität, die Sicherheit geht den Bach runter und die Infrastruktur leider massiv. .
Wo hast du das denn her???
Kackbratze
09.06.2021, 20:20
Ich lese aufmerksam Zeitung.
Clankriminalität, bestimmte Straftaten werden mangels Personal nicht verfolgt, Drogenparks, Politiker mit spannenden Firmenverflechtungen (Florian Schmidt), Schulen nicht saniert, Straßenbau nicht koordiniert, so dass mehrfach die gleiche Straße aufgerissen wird.
Über den 1. Mai reden wir mal nicht, die Event und Partyszene am Alex ist ja auch schon Folklore geworden.
Tagesspiegel, Welt, FAZ
@pelz Regenwald-schützen basiert auf Zahlen von 2003, da ist der 2014er wwf Bericht genauer.
Allerdings beantwortet das nicht meine Frage, warum dann das Soja aus Brasilien einen höheren Nährwert hat, wenn man es direkt zu Tofu umwandelt.
Nur weil das Soja dann nicht ins Tierfutter wandert, sondern direkt in das "frei von" - Tofu von Rewe wird es doch nicht weniger Anbauflächen geben. Oder wird dann plötzlich hochenergetisches Soja in Thüringen erfunden und angebaut, wenn wir kein Fleisch mehr essen?
Und den Vergleich, dass der Regenwald "wichtiger" ist, als der Wald vor Ort, weil da die Artenvielfalt besser ist und der Co2 Speicher angeblich besser. Sorry, das ist einfach nur peinlich und wieder die Unterteilung in "gut" und "nicht gut", aka "weniger schützenswert".
Mit solchen Thesen sorgt man dafür, dass der letzte Wechselwähler keinen Wechsel zu den Grünen macht. Ich würde mich, wenn ich überhaupt über die Grünen nachdenken würde, mich spätestens nach der steilen These verabschieden.
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