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Dogs4Life
09.09.2021, 21:51
Ich verstehe gar nicht, warum die Pflege hier ständig mit der Ärzteschaft verglichen wird. Ist doch logisch, dass ein Beruf, der ein mind. doppelt so langes Studium, dann noch etliche weitere Jahre Weiterbildung (je nachdem, wie viel man erreichen will) erfordert und noch Delegationsverantwortung über den anderen Beruf hat, deutlich besser entlohnt wird.

Aber, wenn wir schon dabei sind und man sich heutzutage die Gehälter von Assistenten anschaut und diese dann auf die eigentliche Arbeitszeit runterrechnet, dann ist der Unterschied zur Pflege tatsächlich nicht mehr so groß. Besonders, wenn man berücksichtigt, in wie vielen Kliniken anscheinend weiterhin die Überstunden nicht aufgeschrieben werden.

Hier mal so der Standard Klinik Facharzt ohne Dienste (https://www.youtube.com/watch?v=SU1N9mx4jsM), der nach 7 Jahren in einer 50h Woche 3,9k netto mit nach Hause nimmt. Ein Freund von mir in der Pflege bringt in einer 38,5h Woche 2,7k netto nach 7 Jahren mit nach Hause. Dies übrigens angestellt (selbstständig oder über Zeitarbeitsfirmen wäre der Lohn deutlich höher) und summa summarum mit 3 Jahren weniger Ausbildung und ohne Promotion.
Wüsste jetzt nicht, was der Arzt überhaupt noch groß abgeben könnte.

Mukopolysaccharid
10.09.2021, 04:58
Spar dir die Mühe… manche hier sind schon so verdreht, die würden gleich dem Praktikanten Gehalt für alle zustimmen. Wie viele kostbare Lebensjahre und Zeit in die Ausbildung, Geld!, Tränen und schlaflose Nächte investiert wurden, und sie am Ende vor dem Richter stehen müssen, +ne Menge Versicherungen zahlen müssen für alle Fälle… ist doch egal. Das ist schließlich sozial gerecht.

Mukopolysaccharid
10.09.2021, 05:02
Ich verstehe gar nicht, warum die Pflege hier ständig mit der Ärzteschaft verglichen wird. Ist doch logisch, dass ein Beruf, der ein mind. doppelt so langes Studium, dann noch etliche weitere Jahre Weiterbildung (je nachdem, wie viel man erreichen will) erfordert und noch Delegationsverantwortung über den anderen Beruf hat, deutlich besser entlohnt wird.

Aber, wenn wir schon dabei sind und man sich heutzutage die Gehälter von Assistenten anschaut und diese dann auf die eigentliche Arbeitszeit runterrechnet, dann ist der Unterschied zur Pflege tatsächlich nicht mehr so groß. Besonders, wenn man berücksichtigt, in wie vielen Kliniken anscheinend weiterhin die Überstunden nicht aufgeschrieben werden.

Hier mal so der Standard Klinik Facharzt (https://www.youtube.com/watch?v=SU1N9mx4jsM), der nach 7 Jahren in einer 50h Woche 3,9k netto mit nach Hause nimmt. Ein Freund von mir in der Pflege bringt in einer 38,5h Woche 2,7k netto nach 7 Jahren mit nach Hause. Dies übrigens angestellt (selbstständig oder über Zeitarbeitsfirmen wäre der Lohn deutlich höher) und summa summarum mit 3 Jahren weniger Ausbildung und ohne Promotion.
Wüsste jetzt nicht, was der Arzt überhaupt noch groß abgeben könnte.

Im Gegensatz zu uns macht die Pflege auf sich aufmerksam.

Während ich kaum auf Toilette kann, hält die Pflege ungestört ihre morgendliche Kaffeepause und die Mittagspause ab. Und ja nicht stören. Hätte ich auch gerne

Lava
10.09.2021, 07:18
Pflege ist halt nicht gleich Pflege. In der Notaufnahme oder auf der Intensivstation sind das hochqualifizierte Kräfte, die gerne auch mal dem Arzt den *rsch retten. Und auch auf Station brauche ich gute Leute, die mir bescheid sagen, wenn mit einem Patienten was nicht stimmt, weil ich das nicht mitkriege, wenn ich bloß 5 Minuten Visite mache. Bin auch nachts froh, wenn eine Schwester da ist, die weiß wo's lang geht, wenn ich als Unfallchirurg wie der Ochs vorm Berg stehe, wenn ich mal wieder zu einem Bauchpatienten gerufen werde. Und auch was die Pflege an Menschlichkeit und Zuwendung den Patienten gibt, darf man nicht unterschätzen. Aber solche Sachen finden ja keinerlei Abbildung in der Vergütung.

@Muco: Tja, dann Augen auf bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Ich schaffe es meistens, mittags essen zu gehen und ich kann so viel Kaffee trinken, bis ich tachykard werde :-))

bipoka
10.09.2021, 08:40
@Muco: Tja, dann Augen auf bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Ich schaffe es meistens, mittags essen zu gehen und ich kann so viel Kaffee trinken, bis ich tachykard werde :-))

Dito, das sollte man auch im Krankenhaus irgendwann mal schaffen für sich durchzusetzen.


Im Gegensatz zu uns macht die Pflege auf sich aufmerksam.

Während ich kaum auf Toilette kann, hält die Pflege ungestört ihre morgendliche Kaffeepause und die Mittagspause ab. Und ja nicht stören. Hätte ich auch gerne

Das war ja die Idee einiger FDP Leute hier den FÄ im KH das Gehalt zunehmen und der Pflege zuzuschieben, sehr durchsichtig die Leute so gegeneinander auszuspielen. Es gibt Möglichkeiten im Gesundheitswesen umzuschichten (wär hätte es gedacht?). Ein Beispiel war die große Anzahl an KK (und entsprechenden gut dotierten Positionen, die es dann direkt mehrfach gibt), es gibt da noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die sicherlich deutlich besser sind als FÄ in Kliniken das Gehalt zu kürzen.
Du musst bei der Pflege bedenken: Das ist ein Dauerarbeitsplatz für die. Die haben nicht irgendwann ihre 5 Jahre um und können in eine Praxis gehen. Ich kann die Frustration bei der Pflege verstehen. Und dann zuhören: Augen auf bei der Berufswahl ist so ungefähr das allerletzte.



Hier mal so der Standard Klinik Facharzt (https://www.youtube.com/watch?v=SU1N9mx4jsM), der nach 7 Jahren in einer 50h Woche 3,9k netto mit nach Hause nimmt.

Hmmm, sorry. Das stimmt nicht so ganz. Mit Dienstzulagen und (ggfs. PKV) landet man da auch als Klinik-Facharzt woanders. Und selbst als Assi kriegt man mit Diensten+PKV mehr.

Matzexc1
10.09.2021, 10:54
Hier mal so der Standard Klinik Facharzt (https://www.youtube.com/watch?v=SU1N9mx4jsM), der nach 7 Jahren in einer 50h Woche 3,9k netto mit nach Hause nimmt. Ein Freund von mir in der Pflege bringt in einer 38,5h Woche 2,7k netto nach 7 Jahren mit nach Hause. Dies übrigens angestellt (selbstständig oder über Zeitarbeitsfirmen wäre der Lohn deutlich höher) und summa summarum mit 3 Jahren weniger Ausbildung und ohne Promotion.
Wüsste jetzt nicht, was der Arzt überhaupt noch groß abgeben könnte.

Welches Fach? Umfang der Arbeitsstelle? Dienste ja oder nein?

Ich hab im 2 WBJ schon Monate mit 4,2k netto erlebt

tragezwerg
10.09.2021, 11:01
Das ärztliche Gehalt ist so variabel, abhängig vom Dienstsystem etc. pp.. Ich hab als Assistenzärztin in Vollzeit netto von 2100 bis zu 5400€ verdient, letzteres allerdings unter maximalem Verzicht auf Freizeit.

Dogs4Life
10.09.2021, 11:17
Pflege ist halt nicht gleich Pflege. In der Notaufnahme oder auf der Intensivstation sind das hochqualifizierte Kräfte, die gerne auch mal dem Arzt den *rsch retten. Und auch auf Station brauche ich gute Leute, die mir bescheid sagen, wenn mit einem Patienten was nicht stimmt, weil ich das nicht mitkriege, wenn ich bloß 5 Minuten Visite mache. Bin auch nachts froh, wenn eine Schwester da ist, die weiß wo's lang geht, wenn ich als Unfallchirurg wie der Ochs vorm Berg stehe, wenn ich mal wieder zu einem Bauchpatienten gerufen werde. Und auch was die Pflege an Menschlichkeit und Zuwendung den Patienten gibt, darf man nicht unterschätzen. Aber solche Sachen finden ja keinerlei Abbildung in der Vergütung.

@Muco: Tja, dann Augen auf bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Ich schaffe es meistens, mittags essen zu gehen und ich kann so viel Kaffee trinken, bis ich tachykard werde :-))

Siehe nochmal meinen Post. Der pflegerische Kollege verdient nicht sehr viel weniger als der Facharzt. Klar, hat der Facharzt noch eine höhere Ceiling mit Oberarzt oder Chefarzt-Stelle, aber das involviert nochmal mehr Weiterbildung und Verantwortung. Auch kann er noch Dienste dazu machen, um sein Gehalt weiter zu steigern, aber das beinhaltet dann auch Freizeitverzicht. In dem Fall ist der verlinkte Arzt auch Kinderchirurg, dh eine Niederlassung ist nicht so leicht und er wird sehr wahrscheinlich sein Leben auch in der Klinik verbringen.

Mit pflegerischer Fachweiterbildung kommt man dann nochmal in eine höhere Entgeltgruppe. Wenn man dann noch honorarbasiert arbeitet, kommt man auf relativ gute Gehälter für einen Ausbildungsberuf.

https://youtu.be/l9CCQsJvLOs

Hier auch nochmal als Vergleich vom selben Channel die Krankenschwester, die mit 21 Jahren schon auf 3k netto in einer 38,5h Woche und somit auf den gleichen Stundenlohn wie der mehr als 10 Jahre ältere Facharzt in der Klinik kommt.

Und dann musst du am Ende immer berücksichtigen, dass es ein Ausbildungsberuf ist, der 3 Jahre dauert und den man mit anderen Ausbildungsberufen vergleichen muss. Klar hat der Beruf Verantwortung, aber das heißt nicht, dass man nun anfangen muss den Pflegern das Gehalt eines Oberarztes zu zahlen.



Hmmm, sorry. Das stimmt nicht so ganz. Mit Dienstzulagen und (ggfs. PKV) landet man da auch als Klinik-Facharzt woanders. Und selbst als Assi kriegt man mit Diensten+PKV mehr.

Hmmm, sorry. Das sollte doch so stimmen. Wie du sehen kannst, arbeitet er 50h die Woche. Ich nehme mal daher an, dass er keine Dienste macht, weshalb dieser Fall auch sehr viel besser mit der Pflege vergleichbar ist. Mit Diensten würde er sicherlich nicht auf 50h die Woche kommen.

Selbstverständlich kann ein Assi noch mehr mit Diensten rausholen, das ist dann aber auch mit deutlich höherer Arbeitsstundenbelastung verbunden.

PKV da mit einzubeziehen ist unsinnig.

Am Ende ist es imo einfach unsinnig das Gehalt von Pflegern mit Ärzten zu vergleichen.

Dogs4Life
10.09.2021, 11:24
Welches Fach? Umfang der Arbeitsstelle? Dienste ja oder nein?

Ich hab im 2 WBJ schon Monate mit 4,2k netto erlebt

Kinderchirurgie am Maximalversorger. Vollzeit. Laut dem Video ohne Dienste.

Du hast da dann auch sicherlich keine 50h Wochen gehabt 😅

Wie Tragezwerg schon sagt, sind die Gehälter mit Diensten sehr variabel, weshalb man, wenn man denn schon die Gehälter der zwei Berufsgruppen vergleichen will, dies imo zumindest ohne Dienste machen sollte.

Partyarthy
10.09.2021, 12:40
Und dann musst du am Ende immer berücksichtigen, dass es ein Ausbildungsberuf ist, der 3 Jahre dauert und den man mit anderen Ausbildungsberufen vergleichen muss. Klar hat der Beruf Verantwortung, aber das heißt nicht, dass man nun anfangen muss den Pflegern das Gehalt eines Oberarztes zu zahlen.







Ist das nicht normalerweise DER Grund bei den Ärzten nach noch mehr Gehalt zu schreien? :-oopss

Fr.Pelz
10.09.2021, 13:12
Zu der Pflegediskussion: ich denke auch, dass man das nicht vergleichen kann bzw. ist das Problem beim Pflegeberuf nicht wirklich die Vergütung (klar, mehr wäre immer schöner) sondern die Arbeitsbedingungen. Ich persönlich würde ja die Krise kriegen bei so häufigem kurzfristigem "Einspringen" wie ich es bisher in verschiedenen Kliniken mitbekommen habe. Wenn man ehrlich ist, ist das kein Einspringen mehr, sondern ein Live-Dienstplan. Dazu kommt extrem viel Verantwortung (die wenigsten frischexaminierten Schwestern fühlen sich doch wirklich fit und dürfen, wenns schlecht läuft sofort mit Azubis/Buftis/FSJlern/Stationshilfen allein arbeiten, denn "examiniert ist examiniert" und das muss reichen.) Dazu kommen dann weitere Belastungen wie frisch approbierte Ärzte ohne Ahnung, Honorarpfleger ohne Orts- oder spezielle Fachkenntnis oder extrem fest verwachsenen Strukturen in Teams...

Man sollte sich nicht auf die Versuchung einlassen, die Berufsgruppen miteinander zu vergleichen (vielleicht tun das auch eher die konservativen Ärzte, aus Sicht der schneidenden Fächer ist der Unterschied in den Tätigkeiten ja noch extremer).
Ich würde der Pflege eine wirklich starke Gewerkschaft wünschen, die sich eben nicht um Zehntelprozente Lohn streitet, sondern ähnlich wie die neuesten VKA-Regelungen zb Dienstplansicherheit vergütet (oder eben fehlende bestraft).

Zur Energiewende gibt es einen guten Artikel in der neuen Zeit (Paywall) (https://www.zeit.de/2021/37/stromversorgung-windenergie-erneuerbare-energie-atom-kohle/seite-3), in dem Chefs der großen Energieversorger darüber reden, wie schwer ihnen der ausbau erneuerbarer Energien gemacht wurde, vor allem auf Länderebene, wo z.T jede Kommune ihr eigenes Süppchen kocht, was z.B Genehmigungsverfahren angeht und diverse Behörden monatelang einfach nichts entscheiden. Das war vor der der GroKo deutlich besser, 2015 war noch ein Rekordjahr für den Windradbau.
Außerdem schätzen die Bosse die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts gegen Null, ein Brownout (Strommangel für Industrieanlagen) könne vorkommen, aber da machen sie sich keine großen sorgen, denn die Kohlekraftwerke würden halt doch länger am Netz bleiben, wenn es mit Ausbau (auch des Netzes) nicht voran geht. Dieser sei aber möglich mit anderer Politik.

Ergo: Eine andere grünere Politik als die jetzige ist dringend nötig. Allerdings ist das ja nach unabhängigen Berechnungen nicht mal mit dem Programm der Grünen möglich. Es gäbe da eine Kleinstpartei, die ein ausreichendes Programm vertritt, aber auch ein Gesamtprogramm in Petto hat (nicht nur wie die Piraten damals einen Punkt und das wars dann). https://www.oedp.de/programm/bundestagswahlprogramm-2021
Vielleicht kann man die wählen, wenn man in der Wahlurne weder Pest noch Cholera wählen will, aber eben auch nicht mit einer ungültigen stimme die AFD stärken will.

Lava
10.09.2021, 13:45
Ich glaube bei uns sitzt die ÖDP sogar im Kreistag und ist in der Regierungskoalition. Also völlig unbekannt sind sie nicht. Aber irgendwie auch ungeschickt, dass es zwei grüne Parteien gibt

Miss_H
10.09.2021, 14:44
Du kannst auch ebenso gerne deine bisherigen eingezahlten Beiträge ins Versorgungswerk an die BfA abgeben. Auch das kannst du gerne tun.

Ah ja, kann man das? Ich wüsste nicht wie das gehen soll. Man ist Pflichtmitglied im Versorgungswerk. Man kann sich davon nicht befreien lassen. Man kann doppelt zahlen ins Versorgungswerk UND DRV.
Ich persönlich finde das System scheiße. Ist Rosinenpickerei. Aber gut, ich bin auch freiwillig in der GKV. Hauptbeweggrund war, dass ich ein Solidarsystem gut finde. Ob ich am Ende mehr oder weniger zahle war mir egal.

MacAdder
10.09.2021, 15:34
In diesem Fall nicht, da 1. rein statistisch bei ca. 80 Millionen Einwohnern in Deutschland sicherlich eine siebenstellige Menge an Nazis oder Nazi-Sympathisanten vorhanden ist, und 2. ein Großteil der Mitglieder in besagter Partei dezidiert antidemokratische Ziele verfolgt (was man im sehr ausführlichen und kleinteiligen Bericht des Verfassungsschutzes nachlesen kann).

Übrigens hat sich User [Explicit] eindeutig als Zweitaccount eines bereits gesperrten User identifizieren lassen und wurde deshalb gesperrt.

Mir ist nicht an einer generellen Apologie der Afd gelegen.
Wie ich hier bereits mehrfach ausdrücklich betont habe, zähle ich weder zu ihren Wählern, noch bin ich sonst in irgendeiner Weise mit dieser oder einer anderen Partei assoziiert.
Momentan tendiere ich in Hinblick auf die anstehende Wahl am ehesten in Richtung FDP, im Sinne des geringsten Übels.

Wenn ich die von dir und Thomas vorgebrachten Argumente lese, gestehe ich ihnen erstmal eine prinzipielle Gültigkeit zu und befasse mich mit ihnen.

Vertreten bestimmte Politiker innerhalb der Afd indiskutable Positionen? Unbestreitbar, was allerdings keinen Pauschalverdacht begründen kann. Wie bei jeder anderen Partei auch, sagen wir mal gegenüber der ÖDP etwa…
Wenn allerdings der Presse zu entnehmen ist, dass der von dir ins Feld geführte Verfassungsschutzbericht in Teilen auf Recherchen der sog. „Antifa“ zurückgreift, so wird zumindest eine genauere Betrachtung erlaubt sein dürfen. Als sehr ausführlich und kleinteilig sind auch diese Recherchen durchaus bekannt.

Im Sinne einer halbwegs fairen politischen Debatte ging es mir hier um die etwas undifferenzierte Betrachtung von John Silver. Das mag übermäßig dialektisch erscheinen, eine Solidarisierung mit der Afd ist es aber ganz sicher nicht.
Du wirst bei deiner Einschätzung bezüglich dieser Partei bleiben und das begrüße ich ausdrücklich.
Irgendwie habe ich plötzlich das unerklärliche Bedürfnis darauf hinzuweisen, dass ich hier keinen weiteren Account betreibe oder in der Vergangenheit betrieben habe.

MacAdder
10.09.2021, 15:38
Ergo: Eine andere grünere Politik als die jetzige ist dringend nötig. Allerdings ist das ja nach unabhängigen Berechnungen nicht mal mit dem Programm der Grünen möglich. Es gäbe da eine Kleinstpartei, die ein ausreichendes Programm vertritt, aber auch ein Gesamtprogramm in Petto hat (nicht nur wie die Piraten damals einen Punkt und das wars dann). https://www.oedp.de/programm/bundestagswahlprogramm-2021
Vielleicht kann man die wählen, wenn man in der Wahlurne weder Pest noch Cholera wählen will, aber eben auch nicht mit einer ungültigen stimme die AFD stärken will.

Besten Dank für deine Wahlempfehlung Frau Pelz.
Kann es sein, dass die von dir empfohlene Partei kürzlich medial recht hohe Wellen schlug?
Der Fokus berichtete:

„Als „Militante Zelle" (Mieze) soll das Duo seit Dezember 2019 Dutzende Drohbriefe an Politiker in ganz Deutschland verschickt haben. Den Schreiben waren Platzpatronen, Streichhölzer, Grillanzünder oder Messer beigelegt – als warnende Zeichen, dass unter die „jetzige kapitalistische Polizeistaatspolitik endlich ein radikaler Schlussstrich gezogen wird“.“

„Das Pikante: Die beiden mutmaßlichen Extremisten mischten bislang in der Politik mit. Sowohl Martin E. als auch Nicole G. gehörten der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) in Baden-Württemberg an, Nicole G. saß sogar im Landesvorstand. Martin E. war darüber hinaus im Bezirksbeirat Bad Cannstatt aktiv – für die Fraktion Linke, Piraten, Tierschutzpartei und Bündnis Stuttgart Ökologisch Sozial (SÖS).*Mittlerweile wurden sie aus der ÖDP ausgeschlossen.“

„Die Drohungen gingen unter anderem an Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU), Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Auch die Präsidenten von Bundesverfassungs- und Bundesarbeitsgericht sowie des Bundesamts für Verfassungsschutz erhielten Post von „Mieze“. Manche Briefe enthielten die Ankündigung, dass man bei Feinden „nachts persönlich“ vorbeikommen werde, um „unseren Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen“.“

„Außerdem wird dem Paar vorgeworfen, Anfang August 2020 einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg begangen zu haben. Der an einem Seitenausgang deponierte Brandsatz bestand aus vier mit einem Benzin-Dieselgemisch gefüllten Plastikflaschen, die mit Klebeband zusammengebunden waren. Dazwischen steckte ein Stück Grillanzünder. „Eine erhebliche Brandwirkung wurde nur durch den glücklichen Umstand verhindert, dass der verwendete Brandsatz nicht so zündete, wie von den Tätern beabsichtigt“, so das Landeskriminalamt Baden-Württemberg.“

„Die Stuttgarter Staatsanwältin Melanie Rischke erklärte gegenüber FOCUS Online, dass bei den Verdächtigen zahlreiche Beweismittel sichergestellt wurden. „Die werten wir gerade aus.“ Die Vorwürfe gegen das Duo lauten: versuchte Nötigung, versuchte Brandstiftung und Verabredung zu einem Verbrechen der schweren Brandstiftung.“

Man könnte natürlich Haarspalterei betreiben und sich die Frage stellen, ob es reiner Zufall gewesen ist, dass sich die beiden ausgerechnet die ÖDP, respektive die Linke als politische Wirkungsstätten aussuchten.
Natürlich kann man hier aufgrund isolierter, personeller Verfehlungen keinen Pauschalverdacht gegen die ÖDP oder die Linke aussprechen.
So etwas wäre unredlich und du würdest es sicher auch nicht in Bezug auf andere Parteien tun.
Jedenfalls betrachte ich die ÖDP nicht wirklich als wählbare Option.
Trotzdem nochmals vielen Dank für deine Empfehlung.

Thomas24
10.09.2021, 17:06
Das war ja die Idee einiger FDP Leute hier den FÄ im KH das Gehalt zunehmen und der Pflege zuzuschieben, sehr durchsichtig die Leute so gegeneinander auszuspielen. Es gibt Möglichkeiten im Gesundheitswesen umzuschichten (wär hätte es gedacht?). Ein Beispiel war die große Anzahl an KK (und entsprechenden gut dotierten Positionen, die es dann direkt mehrfach gibt), es gibt da noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die sicherlich deutlich besser sind als FÄ in Kliniken das Gehalt zu kürzen.

Auch wenn es um dein Leseverständnis eher bescheiden bestellt ist, solltest du wenigstens versuchen, die Diskussionsstränge den richtigen Teilnehmern zuzuordnen. Weder Feuerblick, noch Lava stehen im Verdacht der FDP besonders nahe zu stehen :-D Bittedanke gern geschehen.

Thomas24
10.09.2021, 17:12
Ah ja, kann man das? Ich wüsste nicht wie das gehen soll. Man ist Pflichtmitglied im Versorgungswerk. Man kann sich davon nicht befreien lassen. Man kann doppelt zahlen ins Versorgungswerk UND DRV.
Ich persönlich finde das System scheiße. Ist Rosinenpickerei. Aber gut, ich bin auch freiwillig in der GKV. Hauptbeweggrund war, dass ich ein Solidarsystem gut finde. Ob ich am Ende mehr oder weniger zahle war mir egal.

Selbstverständlich kannst du das tun. Einfach bei Rot, Dunkelrot oder Grün dein Kreuzchen setzen, denn alle drei Parteien möchten die Versorgungswerke abschaffen. Ironie der Geschichte, dass man die Versorgungswerke ursprünglich geschaffen hat, da man es der breiten Bevölkerung nicht zumuten wollte, gegenüber "Medizinern und anderen" Berufsgruppen solidarisch zu sein und ihnen den Zutritt zur gesetzlichen Rente verweigert hat, so dass Sie Ihre eigenen Rentenversicherungssysteme aufbauen mussten. Jetzt dürfen diese wiederum "Solidarität" beweisen, und ihre eigene Vorsorge in ein zunehmend instabiles Schneeball- System einbringen. Funny, how things turn out. Mit exakt derselben Begründung "Solidarität" einmal eine Berufsgruppe von Leistungen auszuschließen und später dieselbe Berufsgruppe um ihre angesparte Beiträge enteignen zu wollen.

PS: bin übrigens ebenfalls freiwillig gesetzlich versichert, empfinde aber weder die Existenz der PKV, noch der Versorgungswerke als "Rosinenpickerei". Im Gegenteil, ich finde die Existenz von Alternativen für den Endkunden gut, im Sinne von "Wahlfreiheit".

Lava
10.09.2021, 17:55
Eigentlich echt schön zusammen gefasst :-))
https://www.youtube.com/watch?v=KGAdqh142ZM
https://www.youtube.com/watch?v=yZnfi9AoFSk
https://www.youtube.com/watch?v=8f3AgLhNOxU&t=10s

Kurze Geschichte der 6 Parteien im Bundestag.

Miss_H
10.09.2021, 19:47
PS: bin übrigens ebenfalls freiwillig gesetzlich versichert, empfinde aber weder die Existenz der PKV, noch der Versorgungswerke als "Rosinenpickerei". Im Gegenteil, ich finde die Existenz von Alternativen für den Endkunden gut, im Sinne von "Wahlfreiheit".

Entschuldige, aber schreib doch hier nicht so einen Quatsch!
Halten wir fest:
1. Aktuell gibt es die Versorgungswerke und es gibt nicht die Alternative in die DRV zu gehen ohne doppelt Beiträge zu zahlen.
2. Auch bei PKV und GKV gibt es keine Wahlfreiheit. Denn du brauchst ein bestimmtes Einkommen oder eine bestimmte Art der Beschäftigung um der PKV beizutreten.

Also schreibe keinen Unsinn! Und bitte mach dir die Mühe Beiträge zusammen zu fassen statt für alles einen speraten Beitrag zu erstellen.

Feuerblick
10.09.2021, 19:54
*räusper* Persönliche Angriffe könnt ihr bitte stecken lassen, sonst… ihr wisst schon!