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[Explicit]
08.09.2021, 04:58
Also wenn's einem ums Geld geht: FDP wählen mit Lindeleler. Daher werden hier auch manche nie zueinander finden.
Pflege mit schlechten Arbeitsbedingungen, die man eigentlich nur wenige Jahre aushalten kann....Glaubt ernsthaft das interessiert Lindeler? Ob die Pflegekraft 20 Leute zu versorgen hat? Augen auf bei der Berufswahl....macht doch was anderes. z.B. Immo-Makler in Sylt...oder Porscheverkäufer.

Der muss schauen nach dem schönen Porsche schauen oder fährt mit dem Boot auf den Mecklenburgschen Seeplatte oder ist vllt bei der Jagd. Auch wichtig.

https://www.auto-motor-und-sport.de/news/was-faehrt-fdp-bundesvorsitzender-christian-lindner/
"Das war mit 19 von meinem ersten selbst verdienten und versteuerten Geld – ein gebrauchter Boxster 2,5 in Schwarz." - ehrlich verdient mit seinem Gehalt aus dem gescheiterten Start-Up?
So macht man das.

In der 19. Legislaturperiode (Stand August 2020) erhielt er mindestens 424.500 Euro aus Nebentätigkeiten und gehört damit zu den Mitgliedern des Bundestags mit den höchsten Nebeneinkünften.

Schade, dass es in Deutschland offensichtlich immer noch als schlecht/böse angesehen wird, wenn jemand durch ehrliche Arbeit viel verdient. Und wenn er dann auch noch viel davon ausgibt, ist das offenbar noch schlimmer.

GENAU das, produktive Arbeit und Konsum, ist die Grundlage für ALLES was seitens der Politik für die Allgemeinheit ausgegeben wird. Da zählen irgendwelche Klimaschutzmaßnahmen von Frau Baerbock (mit teils sehr fraglichem Nutzen) genauso dazu wie unsere Schulen und Universitäten, Unterstützung für Arbeitslose und Arbeitsunfähige und letztlich direkt und indirekt auch die Löhne der Pflegekräfte.

Von daher kann man sich diese populistische Hetze nach dem Motto „Dieser reiche Sack verdient viel zu viel“ einfach schenken. Das habe ich in anderen Ländern in dieser Form auch noch nicht gesehen, so viel Missgunst erlebt man nur in Deutschland.

Matzexc1
08.09.2021, 06:03
@ bipoka
Es gehen jede menge Start-Ups Pleite, genauso wie Handwerker und andere Selbsständige.

https://rp-online.de/nrw/landespolitik/christian-lindner-und-die-wutrede-wie-war-das-mit-der-start-up-pleite_aid-21559825

Der grund für war das die Finanzierung nach Zusammenbruch der Dotcom Blase nicht mehr möglich war,
Lindner hatte den Mut etwas zu gründen. Was passt dir daran nicht?

Schau dir mal Robert Kiyosaki an der ging insgesamt 3xpleite bevor er reich wurde.

Kackbratze
08.09.2021, 07:17
Es ist halt Zeit für ein anderes System. Ein System für Alle, kein Risiko, dafür aber auch kein Fortschritt. Aber alle gleich, das ist doch viel schöner.
Wenn Alle das gleiche Ökoauto haben könnten, wenn es denn geliefert wird, ist keiner mehr neidisch.

Deutschland ist bereit!

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.
de Maistre

DrSkywalker
08.09.2021, 10:44
Kackbratze, lächel doch mal :)

bipoka
08.09.2021, 10:46
@ bipoka
Es gehen jede menge Start-Ups Pleite, genauso wie Handwerker und andere Selbsständige.

https://rp-online.de/nrw/landespolitik/christian-lindner-und-die-wutrede-wie-war-das-mit-der-start-up-pleite_aid-21559825

Der grund für war das die Finanzierung nach Zusammenbruch der Dotcom Blase nicht mehr möglich war,
Lindner hatte den Mut etwas zu gründen. Was passt dir daran nicht?

Schau dir mal Robert Kiyosaki an der ging insgesamt 3xpleite bevor er reich wurde.

Yo...und schön die Gehälter einstreichen...wenn's nicht das eigene Geld ist, sonder das der Kapitalgeber, macht das umsomehr Spaß.

Darum Augen auf bei der Berufswahl: Keine Pflege werden...oder MFA, verdient man zu schlecht

bipoka
08.09.2021, 10:50
;2209457']Schade, dass es in Deutschland offensichtlich immer noch als schlecht/böse angesehen wird, wenn jemand durch ehrliche Arbeit viel verdient. Und wenn er dann auch noch viel davon ausgibt, ist das offenbar noch schlimmer.

GENAU das, produktive Arbeit und Konsum, ist die Grundlage für ALLES was seitens der Politik für die Allgemeinheit ausgegeben wird. Da zählen irgendwelche Klimaschutzmaßnahmen von Frau Baerbock (mit teils sehr fraglichem Nutzen) genauso dazu wie unsere Schulen und Universitäten, Unterstützung für Arbeitslose und Arbeitsunfähige und letztlich direkt und indirekt auch die Löhne der Pflegekräfte.

Von daher kann man sich diese populistische Hetze nach dem Motto „Dieser reiche Sack verdient viel zu viel“ einfach schenken. Das habe ich in anderen Ländern in dieser Form auch noch nicht gesehen, so viel Missgunst erlebt man nur in Deutschland.

Best Joke ever. Dieses Lindeler Start-Up war von Grund auf ehrliche Arbeit. Total erfolgsversprechend. Da hat jmd. noch richtig hart geschuftet mit seinen beiden Händen, bis ganz spät in die Nacht, ganz bestimmt und sein eigenes Geld investiert.
Und die Nebentätigkeiten als Abgeordneter: Das ist extrem schweißtreibende Arbeit. Man was schuftet der Kerl.

Das kann doch auch die Pflege machen statt auf den Stationen mit Personalmangel zu arbeiten.

bipoka
08.09.2021, 10:59
Es ist halt Zeit für ein anderes System. Ein System für Alle, kein Risiko, dafür aber auch kein Fortschritt. Aber alle gleich, das ist doch viel schöner.
Wenn Alle das gleiche Ökoauto haben könnten, wenn es denn geliefert wird, ist keiner mehr neidisch.

Deutschland ist bereit!

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.
de Maistre

Yo, passt total zu Lindeler und seinem Start-Up.

>>Die Recherche der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kommt zu dem Ergebnis, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der zwei Millionen Euro als Gehälter an die drei Moomax-Geschäftsführer geflossen sein müsse. Eine detaillierte Antwort auf die Anfrage der Berliner Zeitung zu diesem Thema lehnte Lindner ab,<<


Was hat denn die FDP für g'schete Vorschläge fürs Gesundheitswesen? Alles privatisieren (wie immer)? Soll der Markt regeln?

Kackbratze
08.09.2021, 11:03
Kackbratze, lächel doch mal :)

Nein. Erst nach der Wahl, wenn ich bei Kerzenschein ins Bett gehe.

bipoka
08.09.2021, 11:08
Oder man verdient sein Geld nicht so ehrlich wie die FDPler. Einfach erben...das ist schweißtreibende schwere Arbeit und extrem innovativ, und auch ziemlich risikoreich. Hierdurch entsteht Fortschritt.

Matzexc1
08.09.2021, 11:22
Oder man verdient sein Geld nicht so ehrlich wie die FDPler. Einfach erben...das ist schweißtreibende schwere Arbeit und extrem innovativ, und auch ziemlich risikoreich. Hierdurch entsteht Fortschritt.

Wie grün bist du denn jetzt gerade vor Neid?
;-)

Was die Vorschläge für das Gesundheitswesen angeht:
Schau doch Mal selbst ins Parteiprogramm

[Explicit]
08.09.2021, 11:33
Best Joke ever. Dieses Lindeler Start-Up war von Grund auf ehrliche Arbeit. Total erfolgsversprechend. Da hat jmd. noch richtig hart geschuftet mit seinen beiden Händen, bis ganz spät in die Nacht, ganz bestimmt und sein eigenes Geld investiert.
Und die Nebentätigkeiten als Abgeordneter: Das ist extrem schweißtreibende Arbeit. Man was schuftet der Kerl.

Das kann doch auch die Pflege machen statt auf den Stationen mit Personalmangel zu arbeiten.

Diese Halbwahrheiten und persönlichen Angriffe auf Lindner sind echt ganz schön daneben.

Zunächst mal: er hatte mehrere Unternehmen, die teilweise durchaus erfolgreich waren. Das Geld für den Porsche, den er mit 19 gekauft hatte und der dir offenbar so ein großer dorn im auge ist, hatte er mit einer werbeagentur verdient, die er bereits als Schüler mit einem freund gegründet hatte. Was hast du eigentlich als Schüler so alles nebenher gearbeitet und an innovativen ideen umgesetzt?

Moomax ist pleite gegangen. So wie 9 von 10 deutschen Startups. Und? Die Idee war durchaus gut und vor allem ihrer Zeit weit voraus. Heute versuchen Großkonzerne wie Apple und Google soetwas umzusetzen. Lindner war leider einfach 20 Jahre zu früh.

Und ja, er hat dafür Risikokapital verbrannt. Wie viel er dort gearbeitet hat, kannst du wohl kaum beurteilen. Genauso wenig wie viel eigenes Geld er investiert hat. Das spielt aber auch überhaupt keine Rolle. Wenn sich jeder Startupgründer erst mal selbst bis zur Unterlippe privat verschulden müsste, dann wäre die deutsche Startupkultur noch mehr am Boden als sie das sowieso schon ist.

Einkommen steht zum Glück nicht in direkter Korrelation mit der Intensität körperlicher Arbeit. Dass Lindner weniger arbeitet als du und ich, glaube ich allerdings nicht. Und selbst wenn, dann ist Neid und Missgunst nicht die passende Reaktion darauf.

Und übrigens: gerade in der Pflege ist es möglich sich selbstständig zu machen, entweder freiberuflich allein oder mit Angestellten. Das ist

[Explicit]
08.09.2021, 11:34
… Kaum einer ist gezwungen auf Station mit Personalmangen zu arbeiten. Das Problem ist das gleiche wie bei uns Ärzten: so lange man es mit sich machen lässt, wird sich nichts ändern, egal unter welcher regierung.

bipoka
08.09.2021, 12:41
;2209499']… Kaum einer ist gezwungen auf Station mit Personalmangen zu arbeiten. Das Problem ist das gleiche wie bei uns Ärzten: so lange man es mit sich machen lässt, wird sich nichts ändern, egal unter welcher regierung.

Ja so einfach ist das. Augen auf bei der Berufswahl und ab in die Schwarzwaldklinik mit üppiger oder zumindest ausreichender Personalausstattung, findet sich an jeder Ecke; oder selbstständige Pflege: Heute hier, morgen dort.


;2209498'] Das Geld für den Porsche, den er mit 19 gekauft hatte und der dir offenbar so ein großer dorn im auge ist,

Nein, das ist mir egal. Es erinnerte mich einfach nur an dieses Video.
https://www.youtube.com/watch?v=JWs2xiyYY2U
Ein weiterer positiver Aspekt der FDP....KEIN Tempolimit auf den Autobahnen; es spricht absolut GARNIX dafür, vor allem keine Statistik :-)
Ich frage mich tatsächlich, wie der ADAC nun darauf kommt einem Tempolimit neutral gegenüberzustehen...wie können sie es wagen!


;2209498']Und selbst wenn, dann ist Neid und Missgunst nicht die passende Reaktion darauf.


Danke ich will keinen Porsche....zu wenig Sitze, zu teuer im Unterhalt, zu viel Verbrauch uvm.
Ich finde nur das Video amüsant.
https://www.youtube.com/watch?v=JWs2xiyYY2U
Allerdings könnten solche Videos Voruteile gegenüber Porschebesitzern schüren, wird ihnen egal sein. Darum seis drum
Ja und neoliberaler FDP Vorsitzender möchte ich auch nicht sein....Vielen Dank.

[Explicit]
08.09.2021, 13:17
Ja so einfach ist das. Augen auf bei der Berufswahl
So ist es.


und ab in die Schwarzwaldklinik mit üppiger oder zumindest ausreichender Personalausstattung, findet sich an jeder Ecke; oder selbstständige Pflege: Heute hier, morgen dort.

Man kann natürlich auch die Strategie fahren, sein ganzes Arbeitsleben in genau einem Provinzkrankenhaus mit miserablen Arbeitsbedingungen zu verbringen und zu hoffen, dass die Arbeitsbedingungen genau dort besser werden, wenn endlich der Sozialismus einkehrt. Und sich dabei immer schln einreden, man wäre eben nicht örtlich flexibel und die bösen Unternehmer und Politiker wären an allem Schuld. Oder man nimmt halt sein Leben selbst in die Hand.

Partyarthy
08.09.2021, 14:01
Augen auf bei der Berufswahl... Nach der Logik haben wir in ein paar Jahren keinen Pflegemangel sondern einfach keine Pflege mehr. Wenn die Azubis sagen: Ich bin doch nicht blöd und werde Pfleger bei den Arbeitsbedingungen.
Wir können nicht alle Ärzte/Akademiker werden. Wir brauchen als Gesellschaft auch andere Berufsgruppen. Und diese sollten gute Arbeitsbedingungen haben. Das hat noch lange nichts mit Kommunismus zu tun.
Wenn es den allermeisten Menschen in einem Land gut geht, dann profitieren davon auch Unternehmen. Zufriedene Mitarbeiter leisten auch mehr als unzufriedene, die kurz vor dem Burnout stehen.
Und ja, ich bin auch bereit etwas weniger zu verdienen, wenn dadurch z.B. die Pflege zwar nicht mehr verdient, aber der Personalschlüssel spürbar gebessert wird. Damit sie wirklich frei haben, wenn sie laut Plan frei haben und nicht nach Hause kommen und Angst haben, dass sie am Wochenende doch noch auf die Arbeit müssen. Dann bleiben die Leute auch länger in ihren Berufen und davon profitieren auch die Patienten.

Matzexc1
08.09.2021, 14:31
Wir verabschieden uns immer weiter von Thema Wahl.
@bipka hast du außer FDP und Reichenbashing noch was konstruktives?

[Explicit]
08.09.2021, 14:39
Augen auf bei der Berufswahl... Nach der Logik haben wir in ein paar Jahren keinen Pflegemangel sondern einfach keine Pflege mehr. Wenn die Azubis sagen: Ich bin doch nicht blöd und werde Pfleger bei den Arbeitsbedingungen.
Wir können nicht alle Ärzte/Akademiker werden. Wir brauchen als Gesellschaft auch andere Berufsgruppen. Und diese sollten gute Arbeitsbedingungen haben. Das hat noch lange nichts mit Kommunismus zu tun.
Wenn es den allermeisten Menschen in einem Land gut geht, dann profitieren davon auch Unternehmen. Zufriedene Mitarbeiter leisten auch mehr als unzufriedene, die kurz vor dem Burnout stehen.
Und ja, ich bin auch bereit etwas weniger zu verdienen, wenn dadurch z.B. die Pflege zwar nicht mehr verdient, aber der Personalschlüssel spürbar gebessert wird. Damit sie wirklich frei haben, wenn sie laut Plan frei haben und nicht nach Hause kommen und Angst haben, dass sie am Wochenende doch noch auf die Arbeit müssen. Dann bleiben die Leute auch länger in ihren Berufen und davon profitieren auch die Patienten.

Glaubst du irgendjemand hier ist gegen bessere Arbeitsbedingungen für die Pflege?

Denkst du wirklich, wenn sich die Pflege nicht mehr alles bieten lässt, dann gibt es eben keine Pflege mehr? Denkst du wirklich, dass die Pflege besser bezahlt wird, wenn du weniger verdienst oder mehr Steuern zahlst?

Es war nie das Problem, dass kein Geld vorhanden ist. Man braucht ja nur mal zu schauen, wie viel Geld für Anti-Corona-Maßnahmen einfach mal eben schnell mobilisiert werden konnte.

Das Problem wird weder dadurch gelöst, dass andere auf Gehalt verzichten, noch dadurch, dass Pfleger sich aufopfern und ständig spontan einspringen oder Überstunden machen.

Wieso sollte man das bitteschön als Pfleger tun? Aus Angst um den Job? (Guter Witz). Aus Altruismus? Vielleicht, ist aber insgesamt eher kontraproduktiv.

Was denkst du wohl wie schnell sich die Arbeitsbedingungen verbessern würden, wenn wirklich mal wegen Pflegemangel großflächig die Gesundheitsversorgung zusammenbrechen würde?

Man kann momentan nur dazu raten, nicht angestellt in der Pflege zu arbeiten. Man tut weder sich selbst, noch den anderen einen Gefallen, wenn man das kranke System aufrecht erhält.

Der Arbeitsmarkt ist gerade für Ausbildungsberufe so gut, dass ausnahmslos jeder, der fähig ist in der Pflege zu arbeiten, auch einen anderen Job finden kann.

Partyarthy
08.09.2021, 15:18
;2209520']Glaubst du irgendjemand hier ist gegen bessere Arbeitsbedingungen für die Pflege?

Denkst du wirklich...
Ob ich bereit wäre auf einen Teil meines Gehalts zu verzichten, war die Frage von Feuerblick.
Das mit der Pflege war nur ein Beispiel. Hier scheinen sich ja zwei Fronten gebildet zu haben; hier die "Der Markt regelt alles"-Fetischisten und dort die, die vermeintlich den Kommunismus einführen möchten, nur weil sie einen Regierungswechsel für nötig erachten. Ich wäre ja für einen Mittelweg.
Natürlich möchten hier alle, dass die Arbeitsbedingungen auch für andere Berufsgruppen besser werden, aber nicht alle sind bereit dafür etwas zu tun (z.B. Steuererhöhung hinzunehmen).

Und was die Wahl angeht: Ich habe keine Ahnung, bei wem ich mein Kreuz machen soll. Aber ich weiß, wer definitiv keine Chance bekommt: FDP/Union und selbstredend auch nicht die AFD.
Ich bin auch nicht zu 100% von den anderen Parteien oder deren Kandidat/in überzeugt. Es sind ja auch Berufspolitiker... Man kann nur wählen gehen und hoffen, dass sich einiges zum Besseren wendet (nicht unbedingt nur für mich, mir geht es soweit ganz gut). Aber eine Partei wählen, die seit 16 Jahren regiert und auf einmal aber alles anders und besser machen will (oder, noch schlimmer, eben nicht), das kann ich nicht machen.
Übrigens würde ich so auch über Rot/Grün denken, wenn die seit 16 Jahren an der Macht wären und es verbockt hätten.

Matzexc1
08.09.2021, 15:21
Im Gegensatz zu den meisten anderen habe ich mehrere Jahre in der Pflege gearbeitet und möchte jetzt mal eines sagen:

Der Gedankengang das ein Gehaltsverzicht bei uns Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen der Pflege auslöst, ist auf der gleichen Ebene wie eine Aortenklappenendokarditis nur mit Antibiotika zu therapieren ohne die Klappe rauszunehmen oder der Versuch die Rentenkasse durch Plünderung der versorgungswerke auf sichere Füße zu stellen.
Man löst nicht das Problem sondern verlängert es

Keiner der aktuellen Politiker hat wirklich ein Interesse etwas an der aktuellen Situation zu ändern. Über die gründe kann man nur spekulieren von "ist kein medienwirksames Thema" über "funktioniert doch" bis zu "pflegen kann doch jeder".
Vielleicht ist es auch einfach Unfähigkeit.

Wer also glaubt, das auch nur eine der Parteien wirklich was für die Pflege tun will sollte sich mal auf Wahnvorstellungen behandeln lassen

Woran hängt es meiner Meinung nach:
Äußere:
Politiker, Lobbyisten unter anderem die deutsche krankenhausgesellschaft, Verdi als Gewerkschaft(meiner Meinung nach die unfähigste Gewerkschaft für das gesundheitswesen)
DRG System(von einer Pflegekraft eingeführt),
Sendungen wie "Schwester Stefanie" und "bettys Diagnose" die eine völlig hirnrissige Botschaft vermitteln
Meinungen wie "Pflegen kann jeder""Bettpfannenputzer" "Pflege ist ein Frauenberuf" die anstatt bekämpft weiter in der Gesellschaft kursieren.

Ich habe häufig genug erlebt das Patienten gegenüber der Pflege sich wie sonstwas aufführten, bei Ärzten waren sie superfriedlich

Ärztinnen und Ärzte, unter anderem auf Chefebene, die nur zu gerne die Pflege im Stich lassen

Innere Faktoren
Uneinigkeit in der Pflege( wieso soll es den jungen besser gehen als mir, die XX konnte ich noch nie leiden also bin ich dagegen)
übermäßiger Altruismus( aber die Patienten)
fehlende Lobby
Die "Das haben wir immer so gemacht" Haltung


Ich kann wie (explicit) nur allen raten nicht in die Pflege zu gehen, meine Mutter war krankenschwester und hätte mir abgeraten wenn ich nur in der Pflege hätte arbeiten wollen.

Partyarthy
08.09.2021, 15:45
Der Gedankengang das ein Gehaltsverzicht bei uns Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen der Pflege auslöst, ist auf der gleichen Ebene wie eine Aortenklappenendokarditis nur mit Antibiotika zu therapieren ohne die Klappe rauszunehmen oder der Versuch die Rentenkasse durch Plünderung der versorgungswerke auf sichere Füße zu stellen.
Man löst nicht das Problem sondern verlängert es

Also, mir ist schon klar, dass das so nicht 1 zu 1 umzusetzen ist. Es geht hier nicht nur um die Pflege. Die Frage "würdest du auf einen Teil deines Gehalts verzichten, damit die Pflege mehr bekommt?" wurde von Feuerblick gestellt in der Absicht (unterstelle ich mal), dass der Gegenüber zurückrudert und sagt "naja, soooo wichtig ist mir das mit Pflege auch wieder nicht".

Niemand gibt gerne etwas von seinem Kuchen ab, erst recht nicht freiwillig. Unserem Berufsstand geht es doch vergleichsweise gut. Wir können alle von unserem Gehalt leben. Mehr geht immer. Wenn man das sicherstellen will, dann muss man die FDP/Union wählen, logisch. Die wollen die Besserverdiener steuerlich entlasten.
Und ja, es gibt keine Garantie, dass das Geld, was durch mehr Steuern eingenommen wird, gezielt mit Verstand dort eingesetzt wird, wo es gebraucht wird. Ich glaube aber auch nicht, dass sich durch Steuerentlastung der Wohlhabenden die teilweise prekären Verhältnisse der unteren Schicht bessern werden.