Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FAZ-Artikel: "Das Vertrauen der Ärzte in den Gesundheitsminister schwindet"
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Holthusen
08.09.2022, 22:07
Wer hatte den Verdienst in Frage gestellt?
Da sind auch gewisse Grenzen zwischen ordentlichen Verdienst und reine Geldmacherei/30 Silberlinge für die man seine Seele verkauft.
Christoph_A
08.09.2022, 22:46
Wirklich? Denke, die meisten FA hier machen ihr Geld schon integer und solide. Schwarze Schafe gibts überall, aber das ist schon eine Minderheit. Pauschalunterstellungen der Geldmacherei helfen da nicht.
P.s.: Je mehr, desto besser trifft im niedergelassenen Sektor nicht zu. Wenn ich zu viele Patienten therapiere oder zu viele Stunden an Untersuchungen angehäuft habe, werde ich in Regress genommen vom Zentralkommitee, äh,der KVB.
Holthusen
09.09.2022, 11:49
Wenn ich zu viele Patienten therapiere oder zu viele Stunden an Untersuchungen angehäuft habe, werde ich in Regress genommen vom Zentralkommitee, äh,der KVB.
P-Patienten? Da etwa auch? Ich denke darüber kommt hier das meiste Geld rein.
Die KVB ist doch dein verlängerter Arm...muss man sich nix vormachen. Ich denke auch, dass die meisten Niedergelassenen sich (hoffentlich) nicht so verhalten wie die ehrenwerte Geschäftsführung hier
Ja schwarze Schafe gibt' überall und einfältige P-Patienten auch. Ist ja glücklicherweise bald vorbei.
Ein Job mit viel Gehalt und wenig zu tun, gibt es schlimmeres.
Christoph_A
10.09.2022, 12:18
Mag bei Dir so sein, bei mir kommt das meiste über den Durchsatz der Kassenpatienten rein, P Patienten sind das Dessert, nicht der Hauptgang. Die KVB ist viel, aber nicht mein verlängerter Arm, warum sollte das so sein? Ansonsten viel Spaß im neuen Klinik MVZ mit dem coolen BWL Geschäftsführer, der Dir dann Deine Tagesvorgaben übermittelt.
Holthusen
10.09.2022, 17:18
Tja ein lukratives Geschäftsmodell, ich würde sagen mind. 30 % eher mehr sind privat. Alles über Connections.
Die Kassenärztliche Vereinigung hat natürlich Interesse dran, die Interessen der Kassenärzte (bist du doch oder?) durchzusetzen und nicht die Interessen der Versicherten, der Krankenkassen oder der Pharmaindustrie.
Nichts gegen Herrn Gassen, aber seriös..naja. Ich glaube ein Internist wäre besser als KV Chef.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/10/25/weitere-vorwuerfe-gegen-aerztechef-gassen
Ich werde da doch nicht Chefarzt. Und selbst wenn ist das in meinem Fach nicht so schwierig finanzielle Vorgaben einzuhalten.
Wie bereits gesagt, betreiben die meisten Kollegen das Fach nicht mit dem Ziel das Maximum rauszuholen, sondern ein Kompromiss zwischen Medizinisch und menschlich sinnvoll und wirtschaftlich sinnvoll zu finden. An meinem jetzigen Arbeitsort wird vor allem "gewinnbringend" (steht sogar so in der Werbung) gearbeitet. Wie bereits gesagt ist die Einrichtung dafür auch bekannt. Da gibt es ja Kontrollstellen in der ÄK, deren Aufgabe es ist sowas zu kontrollieren und die die Einrichtung sicher im Auge haben. Ich hätte jedoch nie gedacht, dass mit so wenig Arbeit in der Medizin soviel Geld verdient werden kann.
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