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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FAZ-Artikel: "Das Vertrauen der Ärzte in den Gesundheitsminister schwindet"



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Relaxometrie
09.07.2022, 13:27
Guck dir doch den Expertenrat an… Diejenigen, die Ahnung hatten, sind geflohen.
Wenn Du Drosten meinst: der ist aus dem Sachverständigenrat geflohen (und zu Recht...das sehe ich auch so). Beim Expertenrat ist er meines Wissen nach noch dabei.

Feuerblick
09.07.2022, 13:36
Entschuldige, mir fiel gerade das richtige Wort für das Gremium nicht ein.

Holthusen
09.07.2022, 18:31
Die Ex ist Epidemiologin, die an der Harvard studiert hat. Einfach mal das Interview anschauen.

Genauso wie Herr Lauterbach, der ebenfalls Professor für Epidemiologie ist und in Harvard war. Bemerkenswert, dass sie so lange mit ihm leben konnte, wie Amber Heard.
Die Dame sah schon im September 2020 das Ende der Coronapandemie und verglich es mit einer harmlosen Grippe. So schief kann man liegen.
https://www.watson.de/deutschland/coronavirus/368399206-karl-lauterbach-seine-ex-frau-verharmlost-coronavirus-im-tv-seine-reaktion


Irgendwo an ner Elite-Uni... Epidemiologie an der renommiertesten Uni der Welt ist das. Welchen Vorteil soll sie davon haben?


wie auch Georg W. Bush....Harvard Absolvent, absolute Elite....alles klar. Da ist mir Fernuni Hagen lieber.

Insgesamt wäre es sinnvoll ein Budget definitiv im Gesundheitswesen festzulegen und dann zu schauen, was man will und was nicht, um es einzuhalten. Das ist der einzige Weg um kosteneffizienter zu werden anstatt Beiträge zu erhöhen. Es gibt beispielsweise super viel individuelle Therapieansätze, die von der Krankenkasse durchgewunken werden. Ist auch ok bei komplexen Fällen, allerdings könnte sowas bei elektiven Maßnahmen z.B. durch ein Fachgremium, was auch die Interessen der Versicherten (also nicht zu hohe Kosten) , genehmigt werden.

Endoplasmatisches Reticulum
09.07.2022, 19:12
Diese Fachgremien sind in spätestens einem Jahr derart aufgeblasen und korrupt, dass sie mehr Kosten verschlingen würden als sie durch fragwürdige "Neins" gegenüber Therapiewünschen von Patienten vor dem Deckmantel der Solidargemeinschaft überhaupt einsparen könnten.

Letztlich lässt sich das Problem im Gesundheitswesen auf die Tragik der Allmende reduzieren. Die wird man nur los, wenn man die Allmende abschafft. Ob man das aber will, muss man halt gesellschaftlich diskutieren. Oben drauf kommt eine inzestuöse Vetternkaste selbsternannter Neoaristokraten, die über Strukturen entscheiden, an denen sie sich selbst bereichern. Auch da bessert sich nichts, wenn man den Verwaltungsapparat noch weiter aufbläst.

ehem-user-12-07-2022-0938
09.07.2022, 19:19
Wenn mich eins auf dieser Welt wirklich nicht die Bohne interessiert, dann das Eheleben von Captain Gammel.ahn

Relaxometrie
09.07.2022, 20:24
Dieses Lauterbach-Bashing ist meiner Meinung nach kontraproduktiv und lässt das Verständis dafür vermissen, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems eine komplexe Materie ist.
Dass die Institutionen und Sparten, die auferlegt bekommt, weniger Geld auszugeben, wortreich, nachhaltig und laut motzen, ist klar; das kann ich oft (manche Fälle sind natürlich berechtigt) nicht mehr wirklich ernst nehmen. Selbst wenn 100% der Bruttosozialproduktes in das Gesundheitssystem gesteckt werden würde, wären viele Leute, also sowohl Patienten, als auch Mitarbeiter des Gesundheitssystems, immer noch unzufrieden mit den Leistungen, die erbracht werden würden.
Und nicht immer und überall werden nur Leistungen gestrichen; siehe z.B. hier:
Bessere Finanzierung von Gynäkologie und Pädiatrie in Planung. (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/135798/Empfehlungen-fuer-bessere-Finanzierung-von-Paediatrie-und-Geburtshilfe-vorgelegt)
Wann das umgesetzt werden wird, ist natürlich unklar. Vielleicht werden die gute Idee und der fromme Wunsch auch wieder totgequatscht.

cartablanca
09.07.2022, 22:40
wie auch Georg W. Bush....Harvard Absolvent, absolute Elite....alles klar. Da ist mir Fernuni Hagen lieber.

Es macht einen Unterschied ob man über Beziehungen rein kommt oder über Stipendien. Spelsberg ist Leiterin des Tumorzentrums Aachen. Lauterbach hat nicht Epidemiologie studiert, sondern Public health.
Naja lassen wir das. Euch Nobelpreisträgern kann man intellektuell nicht das Wasser reichen. Ich zieh mich zurück und les weiter die Bunte. Dann bis zum nächsten Bürgerkr... äh Lockdown.

Holthusen
09.07.2022, 23:06
Es macht einen Unterschied ob man über Beziehungen rein kommt oder über Stipendien. Spelsberg ist Leiterin des Tumorzentrums Aachen. Lauterbach hat nicht Epidemiologie studiert, sondern Public health.
Naja lassen wir das. Euch Nobelpreisträgern kann man intellektuell nicht das Wasser reichen. Ich zieh mich zurück und les weiter die Bunte. Dann bis zum nächsten Bürgerkr... äh Lockdown.

Für mich ist es dieselbe Uni . Ob man durch den Haupteingang geht oder den Nebeneingang. :-nix

Karl Lauterbach hat ganz korrekt gesagt einen Master of Public Health (MPH) an der Harvard School of Public Health mit Schwerpunkten Epidemiologie und Health Policy and Management gemacht.

Uiuiui das Tumorzentrum in Aachen (wohlgemerkt der kleinen Klitschen, eingetragener Verein (für die Steuererklärung) mit den hohen Fallzahlen und vielen international beachteten Studien und der herausragenden Grundlagenforschung). Internationale Topleute aus der Provinz in diesem Zentrum, die man noch nicht so kennt. Eben ein echter Geheimtipp. Da wäre ich auch neidisch, wenn der Ex dauernd im Fernsehen ist und auch noch Minister wird.


Dieses Lauterbach-Bashing ist meiner Meinung nach kontraproduktiv und lässt das Verständis dafür vermissen, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems eine komplexe Materie ist.
Dass die Institutionen und Sparten, die auferlegt bekommt, weniger Geld auszugeben, wortreich, nachhaltig und laut motzen, ist klar; das kann ich oft (manche Fälle sind natürlich berechtigt) nicht mehr wirklich ernst nehmen. (.....)Bessere Finanzierung von Gynäkologie und Pädiatrie in Planung.[/URL]
Wann das umgesetzt werden wird, ist natürlich unklar. Vielleicht werden die gute Idee und der fromme Wunsch auch wieder totgequatscht.

Guter konstruktiver Beiträg. Pädiatrie wird in großen Kliniken quersubventioniert durch andere Bereich. Im ambulanten Bereich ist die Vergütung auch nicht so attraktiv. Warum? Weil die Lobbygruppen in den Fachgremien nicht so stark ist wie der von beispielsweise den Bildgebenden Verfahren, Ophthalmologen oder invasive Kardiologen, Orthopäden.
Würde man beispielsweise die Vergütung von Hüft-TEPs unattraktiver machen, so dass nur eine kleine Marge bleibt und der Orthopäde die OP durch diese "Unattraktivität" wirklich als allerletztes Mittel durchführt, wäre der Aufschrei riesig: Kann man nicht machen. Lebensqualität geht zurück, uns wird eine Lawine von Pflegebedürftigen Menschen im Rollstuhl zur Last fallen, das Krankenhaus wird schließen müssen. Man wird da ewig drüber diskutieren können, und die Leute, die etwas abgeben sollen, werden das nicht so einfach mit sich machen lassen.
Deshalb halte ich auch nix vom Bashing des Gesundheitsministers und finde den FAZ Artikel aus dem Wirtschaftsteil zumindest tendenziös.

Relaxometrie
09.07.2022, 23:55
Spelsberg ist Leiterin des Tumorzentrums Aachen.
Das wirkt, zumindest auf deren Homepage, nicht gerade hochwissenschaftlich. Außerdem ist die Homepage völlig veraltet. Nicht sehr vertrauenserweckend.

cartablanca
10.07.2022, 07:32
Für mich wirken eher ein Aufsichtsposten in den Rhönkliniken und Zahlungen von der Pharmaindustrie nicht gerade vertrauenserweckend.

Endoplasmatisches Reticulum
10.07.2022, 08:59
Naja, das ist aber auch gerade wieder so eine Mode - Kritik damit platt zu bügeln, sie wäre bloß Ausdruck von fehlendem gesundheitsökonomischem Verstand. Die Keule wurde im MB-Thread ja auch öfters geschwungen. Und siehe da: Was von manchen Mitforumisten noch herablassend mit der Anmerkung quittiert wurde, man habe wohl keinerlei Ahnung von der Finanzierung des Gesundheitswesens, sonst wüsste man dass der Topf einfach leer ist und würde keine absurden Forderungen stellen, ist in der jetzt startenden Tarifrunde auf einmal die Eingangsforderung vom MB.

Wer sich fürs Rumheulen irgendwie nie Ahnungslosigkeit vorwerfen lassen muss, ist die Pflege. Da tut sich zwar auch wenig, aber es tut sich was. Zu sehen z.B. an den Untergrenzen und am DRG-Ausschluss. Ansonsten wird da zumindest Verständnis für reale Probleme geheuchelt. Was tut sich denn spürbar für Ärzte an Krankenhäusern? Insbesondere nach den vergangenen bald 3 Jahren. Okay, es soll also etwas Geld in die Kinderheilkunde fließen. Um was wetten wir, dass nicht eine einzige Krankenhausabteilung dadurch auf die Idee kommen wird, eine zusätzliche Arztstelle zu schaffen? Wie das jetzt also auf Arztseite unterhalb der Krawattenebene großartiges "Vertrauen in den Gesundheitsminister" steigern soll, sehe ich so direkt erstmal nicht. Aber vielleicht täusche ich mich ja. Ich würde es mir wünschen und den Kollegen gönnen.

Aber ja, wir kaufen uns jetzt einfach alle Lauterbachs Gesundheitsökonomie-Lehrbuch, in dem er lt. Inhaltsverzeichnis nicht eine Seite geschrieben hat. Dann verstehen wir plötzlich alles viel besser und sind ruhig und glücklich, weil wir wissen: Besser geht's ja gar nicht.

Züschata
10.07.2022, 09:37
Dafür dass der Minister hier so hart kritisiert und mit pauschalen Zuschreibungen versehen wird, bleiben einige/quasi alle recht unkonkret mit ihrer Kritik. Dann führt doch bitte mal differenzierter aus, was ihr zu bemängeln habt. Bis auf ein paar alte Schlagworte (zB Rhön-Kliniken) kam da recht wenig. Wahrscheinlich ist es doch eher so, dass niemand so recht seine Arbeit beurteilen kann, schon gar nicht nach einem Dreivierteljahr. An der Kommunikation sollte er arbeiten, das ist klar.

Holthusen
10.07.2022, 11:06
Das wirkt, zumindest auf deren Homepage, nicht gerade hochwissenschaftlich. Außerdem ist die Homepage völlig veraltet. Nicht sehr vertrauenserweckend.

Das stimmt. Vllt kann man sich da eine Zweitmeinung holen? Aber dann bei denen???
Möglicherweise ist es bereits aufgelöst.


Für mich wirken eher ein Aufsichtsposten in den Rhönkliniken und Zahlungen von der Pharmaindustrie nicht gerade vertrauenserweckend.

Und warum will er dann eine Pharmabgabe und Rabatte? Bestimmt alles nur Täuschung. Wahrscheinlich hat er noch ein 2. Leben auf Sylt und in Monaco, wo er in Saus und Braus lebt mit Ferrari und Yacht satt Köln-Mülheim.
Nix gegen Spelsberg, aber man kann sie vergessen.


Naja, das ist aber auch gerade wieder so eine Mode - Kritik damit platt zu bügeln, sie wäre bloß Ausdruck von fehlendem gesundheitsökonomischem Verstand. Die Keule wurde im MB-Thread ja auch öfters geschwungen.(...)
Wer sich fürs Rumheulen irgendwie nie Ahnungslosigkeit vorwerfen lassen muss, ist die Pflege. Da tut sich zwar auch wenig, aber es tut sich was. Zu sehen z.B. an den Untergrenzen und am DRG-Ausschluss. Ansonsten wird da zumindest Verständnis für reale Probleme geheuchelt. Was tut sich denn spürbar für Ärzte an Krankenhäusern? (...) Wie das jetzt also auf Arztseite unterhalb der Krawattenebene großartiges "Vertrauen in den Gesundheitsminister" steigern soll, sehe ich so direkt erstmal nicht.


Also es gibt so ein paar Berufsgruppen in der Medizin, die bei der Attraktivität des Berufs "eher" unten stehen. Das ist zum einen die Pflege. Das ist in vielen Fällen kein attraktiver Job angesicht des Gehalts und der Arbeitsbedingungen (viele Kliniken). Da muss sich was tun, wie Personaluntergrenzen usw. Hier gibt's lautstark Proteste. Kann gut sein, dass das mehr und mehr attraktiver wird. Andererseits kenne ich auch Pfleger, die super zufrieden seit 20 Jahren auf Stationen arbeiten, wo interne Personaluntergrenzen eingehalten werden, die Pfleger mit der Bezahlung zufrieden sind.
Zum anderen nachrangige Krankenhausärzte. Also Assis in Innere, Chirurgie und Co. Da sehe ich wenig Verbesserungen. Hier gibt's den Marburger Bund, der Verbesserungen vor allem in den 00er Jahren eingeführt hat. Auch weil die nachrangigen Krankenhausärzte "auf dem heißen Stuhl" sitzen nach dem Motto: Ich mach den FA hier oder zur Not woanders fertig und dann kann ich mir aussuchen, was ich mache und habe attraktivere Arbeitsbedingungen so oder so. Immer wieder fällt hier der komplett asoziale und vorsintflutliche Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" . Hier wird es immer wieder Nachschub geben. Frische Absolventen aus dem In- und Ausland, die die Klinik und die Abläufe erlernen müssen. Die unattraktiven Arbeitsbedinungen in der Ausbildung findet man auch nicht in allen Fächern.
Ein großes Problem meiner Meinung nach ist, dass doch eine gewisse Anzahl an Kliniken bestehendes Arbeitsrecht (z.B. adäquates Dienstsystem für den tatsächlichen Arbeitsaufwand) nicht umsetzen. z.B. war in meiner alten Klinik im Jahr 2020 ein Dienstsystem eingeführt worden, was auf einer Belastungsanalyse aus dem Jahr 2009 beruhte. Also über 10 Jahre alt.

Christoph_A
10.07.2022, 15:50
Dafür dass der Minister hier so hart kritisiert und mit pauschalen Zuschreibungen versehen wird, bleiben einige/quasi alle recht unkonkret mit ihrer Kritik. Dann führt doch bitte mal differenzierter aus, was ihr zu bemängeln habt. Bis auf ein paar alte Schlagworte (zB Rhön-Kliniken) kam da recht wenig. Wahrscheinlich ist es doch eher so, dass niemand so recht seine Arbeit beurteilen kann, schon gar nicht nach einem Dreivierteljahr. An der Kommunikation sollte er arbeiten, das ist klar.

Nun, besonders lange suchen muß man ja eigentlich nicht, um Kritikpunkte am Covid Kalle zu finden.
Seine Mitarbeit an der Entwicklung des DRG Systems, das ja genau die von einigen hier zurecht herausgearbeiteten Fehlanreize bzgl. zu vieler Interventionen/Operationen und zu ungunsten konservativer Therapieansätze legt, reicht eigentlich um den Kollegen als unfähig zu diskreditieren. Dazu kommt sein massiv lobbygeprägter Kampf für eine Reduktion kleiner und mittlerer Häuser. Ironischerweise ging derselbe Typ dann zu Lockdownzeiten damit hausieren, wie gut eine diversifizierte Kliniklandschaft doch sei.
Seine Kritil am Ärztestreik 06 haben wir Älteren auch nicht vergessen, auch der Versuch, die Niedergelassenen mehr und mehr zu beschneiden und das aktive Eintreten für klinikgetragene MVZ (warum das wohl, siehe Lobbytätigkeiten) seien hier erwähnt.
In der Covidzeit dann zuerst das medienwirksame präsentieren immer neuer Albtraumszenarien, von denen natürlich kein einziges eingetreten ist, da der Herr irgendwelchen Modellierungen und nicht der Realität nachhängt, was ja auch verständlich ist, da ihm jedwede klinische Erfahrung fehlt. Jetzt immer noch der immer verzweifelter anmutende Versuch der Kreierung eines Bedrohungsszenarios, wenn eigentlich selbst hardcore Nullcovidverfechter wie Frau Brinkmann hier keine gröberen Gefahren mehr sehen (und das muß der Frau echt wehtun, so wie sie immer schlimmste Pandemieverläufe ausgemalt hatte). Gleichzeitig in Amt bei der Umsetzung von Covidregeln dann erstaunlich weich.
Das sind nur wenige von vielen Kritikpunkten am Gesundheitsminister, großen Epidemiologen und Mediziner Karl Lauterbach, die Liste liesse sich locker verlängern.
Untragbar als Mensch, Kollege und Minister, um es kurz zu machen.

Kackbratze
10.07.2022, 16:44
Man kann auch an Leitlinien mitarbeiten und Medikamente reinschreiben und empfehlen, bei denen keine Langzeitergebnisse vorliegen.
Aber sowas würde Karl weder als Leitlinienautor, noch als Gesundheitsminister machen.

Holthusen
10.07.2022, 16:53
Grundsätzlich kann man diese Meinung vertreten, allerdings liegen da einige Missverständnis vor. Vor dem DRG System hatten wir Krankenhaustagegeld und die Leute lagen möglichst lange im Haus für die Abrechnung. Das sind auch keine guten Anreize. Die bessere Verzahnung von Klinik und ambulanten Bereich ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Sicherlich wird das Klinik MVZ für Pathologie oder Radiologie kein Ersatz für den Hausarzt vor Ort. Warum soll man teure Großgeräte im Krankenhaus nur dem stationären Bereich vorbehalten. Das macht keinen Sinn. Kleine und mittlere Häuser sollten bei der Grundversorgung bleiben, sonst droht uns allen im Tumorzentrum Aachen vom Frau spelsberg versorgt zu werden. Das kann nicht der Hauptauftrag von kleineren und mittleren Häusern sein. Und wenn Regionen und Stadtteile mit Betten hoffnungslos überversorgt sind, muss doch eine mögliche Umwandlung eines Krankenhauses in ein MVZ oder Ärztehaus zumindest denkbar sein. In Deutschland war nie die Anzahl der Betten ein Problem, nein es ist das fehlende Pflegepersonal. Was bringen Betten ohne Personal?

Bei den Covid Vorraussagen lag er meist richtig und konnte seine Aussagen gut begründen, so war meine Einschätzung. Einige (Bild) Zeitungen haben ihm das Wort im Mund rumgedreht. Das war für uns alle eine schwere Zeit und wir können sie jetzt endlich hinter uns lassen. Spahn fand ich da eher weniger kompetent. An seiner Kommunikation sollte Lauterbach arbeiten, typisch für einen Wissenschaftler.

Untragbar als Mensch und Minister kann man auch Söder, Lindner, Dobrint, Scheuer oder Lamprecht deklarieren, angesichts einige ihrer "Leistungen" , Personalentscheidungen und dem "Umgang" miteinander.

Christoph_A
10.07.2022, 17:06
Grundsätzlich kann man diese Meinung vertreten, allerdings liegen da einige Missverständnis vor. Vor dem DRG System hatten wir Krankenhaustagegeld und die Leute lagen möglichst lange im Haus für die Abrechnung. Das sind auch keine guten Anreize. Die bessere Verzahnung von Klinik und ambulanten Bereich ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Sicherlich wird das Klinik MVZ für Pathologie oder Radiologie kein Ersatz für den Hausarzt vor Ort. Warum soll man teure Großgeräte im Krankenhaus nur dem stationären Bereich vorbehalten. Das macht keinen Sinn. Kleine und mittlere Häuser sollten bei der Grundversorgung bleiben, sonst droht uns allen im Tumorzentrum Aachen vom Frau spelsberg versorgt zu werden. Das kann nicht der Hauptauftrag von kleineren und mittleren Häusern sein. Und wenn Regionen und Stadtteile mit Betten hoffnungslos überversorgt sind, muss doch eine mögliche Umwandlung eines Krankenhauses in ein MVZ oder Ärztehaus zumindest denkbar sein. In Deutschland war nie die Anzahl der Betten ein Problem, nein es ist das fehlende Pflegepersonal. Was bringen Betten ohne Personal?

Bei den Covid Vorraussagen lag er meist richtig und konnte seine Aussagen gut begründen, so war meine Einschätzung. Einige (Bild) Zeitungen haben ihm das Wort im Mund rumgedreht. Das war für uns alle eine schwere Zeit und wir können sie jetzt endlich hinter uns lassen. Spahn fand ich da eher weniger kompetent. An seiner Kommunikation sollte Lauterbach arbeiten, typisch für einen Wissenschaftler.

Untragbar als Mensch und Minister kann man auch Söder, Lindner, Dobrint, Scheuer oder Lamprecht deklarieren, angesichts einige ihrer "Leistungen" , Personalentscheidungen und dem "Umgang" miteinander.

Kleine Frage, was macht eigtl die Versorgung des Prostata Ca? So, als klei e daCapo Frage...

Bonnerin
10.07.2022, 17:16
Jo. Aber Spahns Inkompetenz war allen und jedem klar. Lauterbach hat nur immer so getan, als sei er der kompetente Macher, weil er ja soviel ärztliche Berufserfahrung hat. Und muss dann feststellen, dass man als Lobbyist der 2. Reihe mit Klappe aufreißen ohne was dahinter weiter kommt als offiziell als Gesundheitsminister, wo man sich nicht mal mehr in Talkshows inszenieren kann...

Und dann sucht man halt das CIO ABCD auf, die joint-venture Onko-Versorgung der rheinischen Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf.

Die MVZs lösen das Problem ja auch nicht. Es will halt keiner mehr für die magere Entlohnung 24h Versorgung machen. Ein MVZ ist halt tagsüber besetzt und that's it. Da muss man eher mal hingehen und die ambulanten finanziellen Anreize erhöhen. Aber dass die Klinik (H**** z.B.) jetzt überall Sitze aufkaufen unter der Absegnung von den Krankenhauslobbyisten wie Lauterbach ist doch nur ekelhaft. Die behandeln schon in großen Teilen stationär Patient:innen und Mitarbeitende mies, dass man den Markt noch weiter schmilzt ist natürlich super.

Kackbratze
11.07.2022, 08:27
Bei den Covid Vorraussagen lag er meist richtig und konnte seine Aussagen gut begründen, so war meine Einschätzung.

Welche der vielen Wellen und Todesraten meinst Du jetzt genau? Am Ende waren die Berechnungen zum Glück neben der Realität.

Christoph_A
11.07.2022, 08:36
Aber fast hätte er recht gehabt, gefühlt also sicher, wirklich...und die Zahlen waren nur deshalb niedriger als angedacht, weil der brave Kalle so viel aufgeklärt und gewarnt hat, sonst wär das Ding aber mal sowas von durch die Decke, also echt....Und immer daran denken, die nächste Welle kommt bestimmt und dann wirds schröcklich mit der Killermutante.