Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : !!!INITIATIVE GEGEN UNBEZAHLTES PJ !!!!
HorstHützel
03.05.2007, 20:55
Wieso ganz ohne? PJler sind Studenten und haben daher Anspruch auf BaföG oder Unterhalt von den Eltern.
Richtig. Nächste Woche verklag' ich meinen Papi. Soll gefälligst 500 EUR/Monat rüberwachsen lassen, weil er ja soviel Geld verdient (fährt immerhin Golf!).
Müssen wir jetzt echt eine BaföG-Diskussion hier starten ? Bitte, bitte nicht. Die habe ich schon leidlich real mit der "netten Dame vom Amt" führen müssen.
HH
KingLoui
03.05.2007, 21:04
Ich hab mich bezüglich der Konstruktivität meines Postings mal an Dir orientiert. :-D
Aber offenbar hast HHs Posting nicht gelesen, der sagte, dass er nicht von Luft und Liebe leben kann, was man nunmal nicht muss.
Leider scheinst du nicht zu merken, dass deine Posts hier qualitativ, eher in den unteren Chargen rangieren. Jaja, ich weiss, du hast dir dabei nur ein Beispiel an mir genommen. So haben wir im Kindergarten übrigens auch immer argumentiert :-D
astrophys
03.05.2007, 21:13
So haben wir im Kindergarten übrigens auch immer argumentiert
Na dann kennst du dich ja bestens damit aus. :-))
DocOliver
03.05.2007, 21:52
Ja, leider ohne den Thread oder das Anliegen der meisten verstanden zu haben! ...
Oh, mein Lieber, sie hat Dein Anliegen bestimmt verstanden. Nur steht sie (im Gegensatz zu Dir und Deinesgleichen) mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität. Dass das bei Dir leider (noch) nicht so ist, sieht man an Deinen letzten Beiträgen. :-dagegen Forderungen, die man stellt, sollten schon irgendwie realisierbar sein, meinst Du nicht auch?!
So long, fellows...
docmacher
04.05.2007, 15:43
Mir ist aufgefallen, daß einige hier eine ziemlich große Klappe haben. Da das ja bestimmt nicht an der Anonymität im Forum liegen wird, könnte ich mir vorstellen, daß die Betreffenden große Lust hätten, in einem Zeitungsinterview eine breitere Öffentlichkeit an Ihren Ansichten teilhaben zu lassen. Natürlich müßten dann Name und Klinik genannt werden, eine Voraussetzung, die die meisten Ärsche bisher leider unverzüglich auf Grundeis gehen ließ. :-)
KingLoui
04.05.2007, 16:46
Oh, mein Lieber, sie hat Dein Anliegen bestimmt verstanden. Nur steht sie (im Gegensatz zu Dir und Deinesgleichen) mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität. Dass das bei Dir leider (noch) nicht so ist, sieht man an Deinen letzten Beiträgen. :-dagegen Forderungen, die man stellt, sollten schon irgendwie realisierbar sein, meinst Du nicht auch?!
1. Ich bin nicht im entferntesten dein "Lieber"!
2. "Dir und Deinesgleichen" ist eine ziemlich unverschämte Formulierung
3. Was genau soll nicht realisierbar sein? Ich persönlich finde, wer nicht einsieht, dass PJler nach 5 Jahren Studium, nicht wenigstens aufwandsentschädigend bezahlt werden sollten, steht nicht auf dem Boden der Realität.
P.S. Wer gibt Dir überhaupt das Recht, zu beurteilen wie fest ich auf dem Boden stehe?
OT:
Oh, mein Lieber,...
1. Ich bin nicht im entferntesten dein "Lieber"!
...
Och, lass' ihn doch. Er hat doch sonst niemanden ... :-)) .
Ich persönlich halte den Doc sowieso eher für jemanden aus der Troll-Ecke. Die Positionen, die er hier zum besten gibt, gehen dermaßen an der Wirklichkeit vorbei, daß man sie allenfalls einem Schüler oder Vorkliniker zutrauen würde. Ich kenne keinen einzigen "ranghöheren" Kollegen, der sich gegen ein bezahltes PJ ausspricht. Schon alleine aus ganz altruistischen Gründen, nämlich der Gewinnung von Nachwuchs. Auch die Ansicht, eine der führenden Volkswirtschaften der Welt könne einer gerade mal vierstelligen Anzahl von angehenden Ärzten noch nicht mal ein "Gehalt" auf Zivi-oder Hartz IV Niveau gewährleisten, bedarf eigentlich keines weiteren Kommentars.
Was anderes wäre es natürlich, wenn die PJ´ler persönlich dem Stationsarzt vom Gehalt abgezogen würden (wozu es dann auch wieder einer gewissen Portion..na ja...bedürfte). Hier in der Gegend wurde übrigens tatsächlich so verfahren. Von den Kollegen wurde jeweils (mit Einverständnis, aber als Arzt läßt man ja alles mit sich machen) 20% einbehalten und so der dringend notwenige neue Kollege finanziert. Auch eine Art. Das ganze übrigens nicht vom BAT weg, sondern von einem ohnehin niedrigen "Haustarif". Wie gesagt, auch ein Grundgehalt hat keine Grenze nach unten...
DocOliver
12.05.2007, 12:32
... Was anderes wäre es natürlich, wenn die PJ´ler persönlich dem Stationsarzt vom Gehalt abgezogen würden (wozu es dann auch wieder einer gewissen Portion..na ja...bedürfte). Hier in der Gegend wurde übrigens tatsächlich so verfahren.
Bei uns hier so in der Gegend haben wir auf diese Art zwei neue Assis bezahlen können - durch freiwilligen Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld. Ich wüsste aber wirklich keinen Kollegen, der das für einen PJler tun würde. Schon allein aufgrund der Einstellung, die die meisten mitbringen.
Ansonsten scheinen Euch allen ja irgendwie die Argumente ausgegangen zu sein. :-nix Also alles wie gehabt. Warum eigentlich auch nicht.
Grüße vom Troll, dem erstaunlich lange Beachtung geschenkt wurde.
Hallo, habe hier einen Teil der e-mail angefügt, die ich vom Hartmannbund erhalten habe. Es wird am 13.06.2007 von 11:00 bis 14:00 eine bundesweite Protestaktion gegen das unbezahlte PJ geben. Ich hoffe, dass sich so viele Leute wie möglich, auch Ärzte und Vorkliniker beteiligen werden. Hallo Flowrocka, wie ist denn die Protestaktion gestern gelaufen? Berichte doch mal. :-)
alley_cat75
18.06.2007, 17:08
Na was wohl: NICHTS. Daher steht hier auch nicht mehr. :-))
Christoph_A
19.06.2007, 12:50
Tja, so langs Ärzte gibt, die sich noch drüber freuen, daß Protest im Sand verläuft und triefend vor Idealismus durch die Gegend trotten, ist dem System hier eh nicht zu helfen-280 km/h gegen die Wand, sag ich nur...
Relaxometrie
19.06.2007, 16:04
280 km/h gegen die Wand, sag ich nur...
Schön wär's, wenn das System ENDLICH vor die Wand fahren würde.
Aber die Phase der Agonie des deutschen kranken Gesundheitssystem ist langandauernd!!!
Schon zu Studienbeginn haben mir einige Ärzte gesagt, daß das System zusammengebrochen sein wird, wenn ich fertig bin.
Jetzt bin ich mit dem Studium durch, und das System lebt immer noch :-nix :-nix :-nix
alley_cat75
19.06.2007, 16:20
... wohl weil das System funktioniert und das garantiert noch einige Jahrzehnte. *inmeinekristallkugelguck* Genauso wenig wie es die ideale Staatsform gibt, gibt es auch nicht das perfekte Gesundheitssystem. :-meinung Es wird immer an vielen Ecken kränkeln. Selbstverständlich ist das kein Grund, alle Missstände kritiklos hinzunehmen, man sollte die Dinge jedoch nicht schlimmer machen, als sie tatsächlich sind.
Christoph_A
19.06.2007, 17:27
Das System funktioniert-wo denn? Ohne die hunderttausenden unbezahlter Überstunden, den falschen Ehrgeiz einiger Leute und Horden akademischer Duckmäuser ohne Arsch in der Hose wäre es schon lange tot-und auch so stirbt es, allerdings langsam, da geb ich euch recht.
Aber die Anfänge sind klar zu erkennen, zumal der Unmut wächst und auch durch das Reförmelchen letztes Jahr weiter wachsen wird-die Defizite vieler kleiner Häuser gehen durch die Decke, in vielen Gegenden herrscht extremer Facharztmangel, vernünftige Fortbildung scheitert am Willen der dazu Befähigten-oh ja, das System funktioniert und wie, aber hallo!
astrophys
19.06.2007, 18:05
...in vielen Gegenden herrscht extremer Facharztmangel...
Und das, obwohl die Facharztdichte je Einwohner in keinem anderen Land grösser ist als in Deutschland.
alley_cat75
19.06.2007, 18:19
Das System funktioniert deutlich besser als in anderen europäischen Ländern - Lieblingsbeispiel England. Wobei ich das super finde, dass Ärzte dort so gut bezahlt werden. :-top Wen interessieren schon die Patienten, die monatelang auf einen OP- oder Facharzttermin warten und ab 65 keine Dialyse mehr bekommen. Spitzensystem!
Christoph_A
20.06.2007, 06:43
Und dann schau mal, wo wir hinsteuern und Du wirst feststellen-es geht, für OP-Termine etc. leider wirklich in Richtung England.......ne MRT für nen Nicht Privaten, naja, in 4 Wochen gehts dann. Ne elektive Hüfte-naja, in 4-6 Wochen-achso, sie sind privat, na , dann kommen sie in drei Tagen mal vorbei.......
P.S.: An den geneigten Nichtmediziner: Die Facharztdichte ist noch hoch-allerdings ist die demographische Entwicklung da stark regredient-und die Dicht ist sehr ortsabhängig. Hier bei uns unten gibts natürlich wesentlich mehr als in den strukturschwachen Gebieten im Osten oder in der Mitte Deutschlands.
und ab 65 keine Dialyse mehr bekommen. Spitzensystem!
Informiere Dich bitte besser vorher genau, bevor Du Halbwahrheiten populistisch unter das Volk wirfst....
Es ist noch keinem britischen Staatsbürger eine medizinisch notwendige Dialyse verwehrt worden...
Hypnos
alley_cat75
21.06.2007, 21:00
Es ist noch keinem britischen Staatsbürger eine medizinisch notwendige Dialyse verwehrt worden...
Erklärst Du mir dann bitte, was genau eine medizinisch nicht notwendige Dialyse ist? Ich habe in einem englischen Dialysezentrum gearbeitet und meine Beispiele sind alles andere als populistisch. Das ist Faktenwissen, wird aber gern von Leuten wie Dir bestritten. :-???
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