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abi07
31.08.2010, 14:15
Ich würde - wie einige meiner Vorredner - empfehlen, nicht zu früh anzufangen. Das lest ihr jetzt alle und denkt euch: "Ach, die spinnen doch, je früher, desto besser" - aber unterschätzt nicht das Problem, dass irgendwann die Luft raus sein wird. Und je früher ihr anfangt, desto früher wird das auch passieren.

Ich persönlich habe mit Beginn des Semesters angefangen zu lernen, so etwa Mitte bis Ende Oktober. Bei mir war die Reihenfolge Biochemie - Anatomie - Physiologie, weil ich noch eine Physioklausur Ende Januar und im Februar dann schon Mündliches hatte. Bis zum Mündlichen habe ich ausschließlich diese drei Fächer gelernt; Biochemie mit den ML-Skripten (stellenweise durch Thieme-KLB ergänzt), Anatomie mit kleinem Benninghoff und Physio mit dem Huppelsberg und unseren Praktikumsskripten. Gekreuzt habe ich teilweise ein bisschen, aber nur sehr wenig, Physio und Ana praktisch gar nicht. Die letzte Woche vor dem Mündlichen habe ich dann nur noch die Protokolle durchgemacht. Hat super geklappt.
Danach hatte ich zwei Wochen bis zum Schriftlichen, in denen ich insgesamt 6 Examina komplett gekreuzt habe (immer ein halbes zur Originalzeit von 9.00-13.00 Uhr) und mir nachmittags die Psycho- und Bio-ML-Skripte durchgelesen habe, außerdem von den großen Fächern nochmal "Das bringt Punkte". Die letzten beiden Tage vor dem Examen habe ich dann nur noch die Punktbringer nochmal gelesen und ein paar Notizen von immer wiederkehrenden Fehlern, die ich beim Kreuzen gemacht hatte. Auch das Schriftliche hat so ziemlich gut geklappt.
Man muss also für eine gute Note nicht wahnsinnig viel lernen und kreuzen, nur eben effektiv. Allerdings denke ich, dass der Sprung von 2 auf 1 doch ein sehr großer ist - wer aber mit einer 2 zufrieden wäre, braucht sich nicht zu Tode lernen.

Ach ja, vom Rausschreiben rate ich ab - habe das früher auch immer gemacht, aber es kostet einfach zu viel Zeit. Ganz, ganz wichtige Fakten, die immer wieder vorkommen oder irgendwelche Grafiken könnt ihr auf Zettel schreiben/malen und sie im Zimmer aufhängen...

nickl
31.08.2010, 17:25
eine Frage an alle Mitglieder:
Was würdet ihr mir empfehlen? Ich bin eine, die in Neuro Schwierigkeiten hat. Ich weiß einfach nicht, wie und mit was ich anfangen soll. Habe keinen roten Faden und deshalb fällt es mir super schwer, überhaupt damit anzufangen. habt ihr Tips bzw. könnt ihr mir Bücher bzw. Skripte empfehlen, die Neuro step by step angehen?

Ich habe es mit den Medi-Learn heften versucht. Hier habe ich aber das Gefühl, nicht richtig zu verstehen, sondern "nur" zu lernen. Andererseits, gibt es die dicken Lehrbücher, bei denen ich oft den Überblick verliere.

Wäre sehr dankbar für einige Hilfestellungen.:-nix

thx

So gings mir genauso. Trepel gelesen, nix kapiert, DR gelesen, wieder nix gecheckt, Medilearnhefte in ZNS sind meiner Meinung echt schlecht und kurz vor dem Physikum habe ich das Basics Neuroanatomie von Natalie Gargoz entdeckt. Dieses Buch ist absolut Porno!!! Ich verspreche dir, dass du nicht enttäuscht sein wirst (nein, ich kriege hier kein Geld dafür:-))) Das sind 130 knackige Seiten für 20 Euro (oder leihs dir am besten aus), die du schnell durchgelesen hast, wenn du die Nervenverläufe und den allgemeinen Teil am Anfang weglässt, sinds nur noch so 100 Seiten. Vor dem Physikum hab ichs mir zugelegt und an 2 Tagen gelesen und dann nochmal und die wichtigsten Sachen markiert. Das Buch macht echt Spaß zu lesen, die Fälle hinten sind auch ganz cool und zum ersten Mal hatte ich ein wirkliches grundlegendes Verständnis und ganz viele Aha-Effekte. Den Trepel finde ich auch ganz ok, aber nicht für den Einstieg (ich bin eine lahme Leserin und 400 Seiten sind dann halt echt viel). Eine Labertasche sag ich dir, iwelche Geschichten über Kinder im Eisladen etc.,, hat mich am Ende nur noch genervt...:-? Ich weiß nicht wie anspruchsvoll ZNS bei euch ist, aber die Basics hätten bei uns nicht gereicht, du könntest es aber mit Prometheus kombinieren oder halt Trepel.
Sag mir Bescheid wie du die Basics fandest, oki :D

nata-88
31.08.2010, 17:34
@nickl und cicely

erstmals danke für eure tipps.
die semesterklausur habe ich schon hinter mir. habe eher gefragt für physikum. aber eben auch für mich, weil ich es schon verstehen möchte, auch aber eben nicht "nur" zum richtig kreuzen.

mein Fehler war glaube ich, dass ich wirklich am anfang, ohne besuch von vorlesungen, mich mit dem trepel beschäftigt hatte.

aber von den basics habe ich wirklich, in den anderen fächern zumindestens, gutes gehört (glaube in neuro sind sie nicht so lange draußen!?).

ich werde es jetzt auf jeden fall mit diesen basics versuchen, und natürlich auch davon berichten, wie ich damit klar kam:-top
dann dachte ich mir, dass ich vielleicht die dr nehme, weil einerseits ist das schon sehr viel, aber andererseits sehr gut gegliedert und schöne tabellen.
mal gucken. berichten werde ich auf jeden fall.

nickl
31.08.2010, 17:39
Fürs Physikum reichen die Basics absoulut, man denkt da steht echt nicht viel drinne, aber ich sag dir, dieses Buch hats in sich, wenn du das alles verinnerlicht hast, dann wirst du zum Neurocrack hihi :)
DR fand ich nichts so gut in Neuro, wenn du unbedingt noch was dazunehmen willst (und dafür wird die Zeit wahrscheinlich eh zu knapp), dann nimm den kleinen Benninghoff, aber wie gesagt, ich habe echt viele Bücher in der Vorklinik gelesen, aber Basics fand ich mit Abstand das Beste, bin total angetan von diesem Buch und schmöcker Abends öfter darin rum und nein, ich bin keine Steberin:-)), das hat echt schon viel zu bedeuten, wenn ich abends noch ein Fachbuch in die Hand nehme...:-))

jahon_K
02.09.2010, 01:03
Hey Leute,

melde mich hiermit auch zu Wort, in der Hoffnung mit Gleichgesinnten die Physikums-Vorbereitung erträglicher zu gestalten.

Ich bin Gott sei Dank scheinfrei. Habe aber leider aus privaten Gründen jetzt am Physikum nicht teilnehmen können. Also habe ich ein Lernsemester und mache mir eben auch Gedanken, wie ich das Lernen am besten organisiere.
Möchte mich hier schon mal für die vielen Tipps derer bedanken, die die ganze Show schon hinter sich haben.

Finde den Einwand durchaus berechtigt, dass ein zu früher Beginn, zum Ende hin mit starken Motivationsproblemen einhergeht.
Aber dennoch habe ich mir vorgenommen im Oktober mit Physio anzufangen. Im November mache ich dann Biochemie und im Dezember Anatomie. Täglich etwa 6 Stunden. Möchte dann über Weihnachten und Neujahr 2 Wochen Pause machen und idealerweise verreisen um nochmal für den Endspurt voll zu tanken. Und dann gehts ab Januar richtig los.Anatomie dann intensiver, Physio dann aufgrund des dann hoffentlich vorhandenen Verständisses nur mit der SR und Biochemie dann noch mal wiederholen. Die kleinen Fächer irgendwie zwischendurch.
Mein grober Lernplan besteht also aus 2 Blöcken zu je 2,5 Monaten mit 2 Wochen Pause dazwischen.

Was haltet ihr davon? Nehme ich mir zuviel vor??? Plane ich zu naiv???

Jahon

Miss_Verständnis
02.09.2010, 07:30
@jahon- nein, ich finde dein Plan klingt gut. Du hast ja an Pausen gedacht. Was man bedenken sollte ist, dass Pläne meist nicht eingehalten werden und man für Vieles am Ende doch länger braucht als geplant. War bei mir ständig so.... :-party

Natsche
02.09.2010, 10:35
Hallo miteinander,

leider habe ich das Physikum nicht bestanden...was wahrscheinlich vor allen Dingen an meiner Angst lag.
Allerdings habe ich auch nur mit medi-learn, schwarzer Reihe und gelbe Reihe gelernt. Ich finde die medi-learn Skripte auch ziemlich gut. Und meiner Meinung nach kann man ein ziemlich gutes Physikum machen, wenn man den Inhalt dieser Skripte beherrscht. Auch dieses Physikum (Herbs 2010) wäre machbar gewesen...war ein nicht so schweres Physikum. Ich weiß auch auf welchen Seiten ich in den Medi-learn -Skripten nachschlagen muss, um die Antwort für eine Physikumsfrage zu finden.
Aber ich kann mir aber einfach nicht alles merken. Wie macht Ihr den das.?Einfach viel lesen...das bringt bei mir nicht so viel.. Ich vergesse es doch. Aber auswendiglernen alleine bringts auch nicht. Daher frage ich mich, ob das Überflieger sind, denen das gelingt durch viel und intensives Lesen kombiniert mit Kreuzen ein gutes Ergebnis zu erzielen. ...eine Überfliegerin bin ich nämlich nicht. Ich muss sehr viel lernen. Den Sachinhalt habe ich aber sehr wohl verstanden, weshalb ein medi-learn Kurs nicht in Frage kommt. Brauche ja niemand, der mir für teuer Geld des Stoff vorrattert. Ja und zu anderen Büchern greifen? Weiß nicht.. es wird ja auch von Profis empfohlen nicht mit zu viel Büchern zu lernen und ich finde die Medi-learn Skripte auch gut.
Ich habe jetzt nur noch 1 Versuch..und bin ziemlich verzweifelt, denn ich weiß, dass mein Hauptproblem ein Mangel an Selbstvertrauen ist. 3-4 Wochen vor der Prüfung beginne ich an mir zu zweifeln und ich finde nicht mehr raus...davor bin ich recht ruhig, lerne vernünftig mit Pausen, mache 3 x die Woch Sport und ernähre mich gesund...es geht mir in dieser Zeit auch gut, aber die letzen Wochen. Oh Gott, da kann man mit mir nix mehr anfangen.

Was meint Ihr denn? Vielen Dank, für jeden, der antwortet.

Pu2711
02.09.2010, 11:03
@ Jahon : vergiss aber Psycho nicht !!!!

Also bei mir ist es sehr ähnlich ! Habe auch vor Oktober anzufangen aber schwanke zwischen deiner Version und ner anderen nämlich ab Okt. jeweils 2 Wo pro Hauptfach nur mit Medilearn und kreuzen und extra Tage für ZNS und Histo.

Ziel ist dann die basics und "Muss des Wissens" zu können. Danach bin ich ne Woche im Urlaub. Danach würde ich mit intensivem Lernen anfangen - nur kurz über Feiertage pausieren und weiter durchziehen bis zum M1 wobei ich immer frei mache am Woe und abends wiederhole ! Der Grund warum ich Angst habe es so anzugehen wie du ist, dass ich glaube dass ein Monat pro Fach die Gefahr enthält dass man im letzten Monat vergisst was im ersten Fach war (nicht alles aber teils)...und deshalb dachte ich wäre eine Wechsel der Fächer im 2 Wo Ryhtmus sinnvoller ??!:-blush

Mein Sorge ist auch, dass ich Mündlich ne Wo nach Schriftlichem habe und daher schon vorher die Praktika lernen muss und das fleißende Sprechen was insgesamt mehr Zeit ergibt pro Fach !:-blush

Vielleicht hast du ja oder andere Anregungen ? vielleicht hast du recht und eine intensive Vorbereitung zuerst ist besser für den Endspurt ?:-blush

astir
03.09.2010, 10:11
ich fands gut früh anzufangen. wenn man doch mal einen tag nicht so motiviert ist, und sich nicht aufraffen kann, etwas zu tun, so kann man das ohne schlechtes gewissen auch tun. außerdem kann man so zwischendurch in den urlaub fahren oder mehrere tage nach hause. keine ahnung, auf jeden fall irgendetwas anderes.
ich würde auf gar keinen fall mit den dicken büchern fürs schriftliche lerne. vor allem nicht physio. ich kann mich an keine einzige physiofrage erinnern, die mehr als grundlagenverständnis geprüft hat. ich halb halt selber nicht mit den medi-learn skripten gelernt, kann dazu also nichts sagen. habe im ersten semester auch massenweise rausgeschrieben. letztlich nicht mehr als unglaublich viel verschwendete zeit. wenn ich was rausschreibe, nur als ersatz, weil ich in der bib nicht plötzlich anfangen kann, laut vor mich herzusprechen. auch fürs mündliche lese ich nur. ich mein, ich kann die sätze letztlich nicht auswenig lernen. sprechen hat aber immer schon ganz gut geklappt. darum sollte es auch nächste woche klappen. aber vielleicht ist das im nachhinein auch die falsche taktik.
ich finde es schwierig, allgemein gültige tipps zu geben. jeder hat seine eigene technik bzgl. lesen oder rausschreiben, etc. sicherlich hilft es auch, wenn man davon überzeugt, sein ziel auch zu erreichen. ich kann auch schlecht tipps geben, wie man für den dritten versuch lernen sollte. nur glaube ich, dass das verständnis vielleicht doch nicht sooooo ausgeprägt war. klar kann ich die nervosität verstehen, aber es waren wirklich nur wenige spezialfragen dabei. vielleicht hilft es dir, die themen doch vermehrt mit jemandem durchzusprechen, bei dem du weisst, das er das thema auch beherrscht. physio ist nach psycho denk ich das dankbarste fach, und es sollte mit grundlagen schon für 100 von 120 punkte erreichen. dann fehlen noch 90 von 200. aber vielleicht mach ich mir es damit auch zu einfach. hoffe auf jeden fall, dass du doch eine technik finden wirst, mit der es für dich reichen wird.

ps. in vorlesungen bin ich schon seit letztes jahr nicht mehr gegangen. fands nicht sooo sinnvoll, außerdem waren sie definitiv zu früh. nutzte die zeit lieber, morgens trainieren zu gehen, wenn die geräte im studio noch frei sind.

Natsche
03.09.2010, 10:59
@ astir

vielen Dank für Deinen Rat.

Einen Lernpartner hatte ich und wir haben auch gut miteinander arbeiten könne. Ich habe ja auch meine Fehler analysiert und festgestellt, dass ich mind 15 Punkte verschenkt habe. Insgesamt gab es nur ca. 20 Fragen, bei denen ich der Meinung war, dass ich diese nicht beantworten kann. Aber das ist ja auch egal, denn ich will ja nicht die volle Punktzahl. Der Rest war absolut machbar und mehr als fair. Das ist ja das was mich wurmt. Das Mündliche Physikum habe ich übrigens bestanden.
Zu den Büchern: Ich denke, ich bleibe bei meinen medi-learn Skripten, denn bis auf diese Spezialfragen, kann ich jede Antwort in den Skripten finden.

Ich denke, ich muss einen Weg finden, mehr an mich zu glauben, cool zu bleiben...Aber das scheint mehr schwerer zu sein als das Physikum zu bestehen. Denn in der reinen Lernphase habe ich immer gut gekreuzt, aber 4 Wochen vor Prüfung werde ich mehr und mehr zu einem gelähmten Karnickel.

Na ja. Vielen Dank jedenfalls.

natsche

nata-88
03.09.2010, 21:26
ich glaube auch, dass ich auch eher mit einem kurzlehrbuch physio lernen werde, wobei ich aber den sibernagl im regal habe und immer denke, dass ich auch unbedingt darin lesen müsste.
habe gehört, dass das von thieme und springer toll sein soll. vielleicht meldet sich einer, der Erfahrung mit den büchern hat?!


@astir
du hattest ja in deinem beitrag geschrieben, dass du für das spezialwissen, also von ca. 80-90% (am Ende der Lernphase) um die 4 bis 6 wochen gebraucht hast.
wie hast du dir eigentlich das "spezialwissen" angeeignet?
also ich weiß, welche fragen du bzw. man allgemein damit meint, aber woher weiß man denn dann, was man dann noch zusätzlich lernen/lesen muss.
Weil ich hatte eher das Gefühl, dass schonmal gestellte schwierige Fragen nicht noch einmal gestellt werden.

Ich hoffe man konnte verstehen, was ich mit meinem Beitrag meinte.
Würde mich erneut über Tips freuen.

andy252
03.09.2010, 22:10
das spezialwissen müsste die differenz zwischen kurzlehrbüchern und dicken lehrbüchern sein

abi07
04.09.2010, 09:06
Kurzlehrbuch Physio (Huppelsberg) von Thieme ist super - habe nur damit gelernt und kurz vor dem Mündlichen wichtige Abbildungen im kleinen Silbernagel angeschaut, weil mein mündlicher Prüfer auf Zeichnungen stand.

astir
04.09.2010, 16:26
ich bin sicher, dass man auch allein mit dem wissen der kurzlehrbücher mit absoluter sicherheit eine 1 bekommt. nur sind die details oft halt allein mit einem einzigen satz erwähnt, ohne besonders hervorgehoben zu werden. ich bin sicher, dass auch in kurzlehrbüchern irgendwo steht oder abgebildet ist, dass spektrin nicht mit der plasmamembran verbunden ist. dennoch haben es halt die meisten falsch gemacht, ähnlich mit der mikrotubulifrage bzgl. nexin. das steht auch in der schwarzen reihe. ich mein, niemand lernt jeden satz eines kurzlehrbuches auswendig. in den dicken büchern stehts halt ausführlicher, so dass man es mit höherer Wahrscheinlichkeit mitnimmt.
am ende ging es auch mir nur darum, irgendwie am tag mehr zu lernen als ich vergesse. darum sag ich nur lesen, lesen, lesen. wenn man die kurzlehrbücher kann, bekommt man eine 1. aber man muss sie halt wirklich können. man macht immer dumme fehler, bei denen man sagt, ja klar, hab ich doch gewusst. die einzige frage, bei der ich wirklich keine ahnung hatte, war die beckenmaßfrage. trotzdem habe ich 20 fehler gemacht.
aber macht euch nicht verrückt. das wichtigste ist immer noch spaß an der sache zu haben. ich hab mich jeden tag gefreut in die bib zu gehen, nicht wegen dem stoff, der zwar nicht langweilig, aber doch nicht sooo super spannend ist, sondern wegen den leuten und meinen freunden. allein der wille zur 1 hätte wohl kaum gereicht bei mir, mich so lange und audauernd hinzusetzen.

abi07
04.09.2010, 17:25
@astir: Fürs Mündliche gilt das auf jeden Fall - da kenne ich einige, die nur mit Kurzlehrbüchern eine 1 bekommen haben. Aber das ist prüferabhängig. Fürs Schriftliche ist es, denke ich, schon so, dass man die 1 wirklich wollen und darauf hinarbeiten muss - und wenn man das tut, ist man meistens nicht der Kurzlehrbuchtyp. Aber letztendlich ist die Note sowieso vollkommen wurscht - wenn ihr es trotzdem schaffen wollt, dann seid aber auch mit einer 2 zufrieden, denn gerade der Sprung von 2 auf 1 ist nicht gerade leicht zu schaffen und man braucht auch viel Glück dabei...

HosHa
08.09.2010, 09:48
nach dem physikum ist vor dem physikum...ich lese mich gerade locker wieder etwas ein und merke wie schon damals, dass die themen herz, atmung und kreislauf in den medi-learnskripten nicht soooo toll sind und etwas kurz gefasst sind....seht ihr das auch so ? habe jetzt die besagten kapitel im kurzlehrbuch physio von huppelsberg gelesen, aber auch nicht einen großen unterschied gemerkt...womit habt ihr diese ( wichtigen ) themen gelernt ?

nickl
08.09.2010, 14:16
@Hosha:
Ich habe die Medilearnskripte in Physio auch eher als Lückenhaft empfunden. Der Huppelsberg ist wirklich ein super gutes Buch, die Themen musst du aber oft lesen (ich habe die wichtigen Kapitel bestimmt so 20 mal gelesen in der gesamten Vorklinik:-blush, dafür konnte ich Physio dann auch super). Meine Vorangehensweise war Folgende:
1. Tag: Kapitel schnell lesen, dann nochmal, dieses mal etwas langsamer
2. Tag: Kapitel wieder lesen, dann kreuzen mit der schwarzen Reihe und bei jeder Antwort überlegen warum das jetzt falsch ist und jeden Kommentar lesen (ich weiß, einige meinen, dass man das nicht machen soll, aber das bringts wirklich), ich habe Stunden gebraucht um ein Kapitel zu kreuzen hihi:-))
3. Tag: besagtes Kapitel in der schwarzen Reihe lesen und dann wieder den Huppelsberg.

Die schwarze Reihe in Physio ist echt ein saugutes Buch, in Kombi mit dem Huppelberg habe ich dann später auf der Mediscriptcd sehr gut gekreuzt, weil die wirklich immer wieder das gleiche fragen.

Pu2711
08.09.2010, 20:34
@ Nickl : darf ich fragen wieviele Tage du dann gebraucht hast um Physio zu lernen wenn du pro Thema 3 Tage verwendet hast ?:-blush


und dann kommen ja auch noch die anderen Fächer !:-?

Wieviel Lernzeit hattest du ? :-blush schluck

nata-88
08.09.2010, 23:05
@ nickl
sorry, dass ich auch noch eine Frage an Dich habe, würde mich aber freuen, wenn du antwortest

wieviel prozent hast du denn somit im examen in physio gekreuzt?
weil deine methode scheint mir eigentlich sehr realistisch zu sein, weil wenn man physio, glaube ich zumindestens, einmal versteht, sollte es reichen, in der "heißen lernphase" dann "nur" noch den stoff zu überfliegen. schön wäre es deshalb zu wissen (wobei das bestimmt auch noch von jedem persönlich abhängt) wieviel % man im examen kreuzt.

Grüße

nickl
09.09.2010, 09:36
darf ich fragen wieviele Tage du dann gebraucht hast um Physio zu lernen wenn du pro Thema 3 Tage verwendet hast ?:-blush

Meine Methode klingt sehr zeitraubend, ist ist sie auch, aber dafür sehr effektiv (für mich jedenfalls):-)), da hast du auf jeden Fall recht. Der "Trick" ist aber, dass ich immer 3 Themen parallel gemacht habe, also jeden Tag war ein neues Thema dran, dann ein altes zum letzten Mal lesen und dann ein mittelneues kreuzen. Wichtig ist auch, dass man die Schwierigkeitsgrade kombiniert, also wenn ich an einem Tag Herz gelernt habe, dann habe ich natürlich nicht sofort mit Kreislauf angefangen (das ist im Huppi gleich danach), sondern das Kapitel übersprungen und geschaut, wann dann wieder ein "einfacheres" Kapitel (Blut, Aktionspotential, Gedächtnis, Hormone etc.) kommt oder ein schönes kurzes Kapitel (Geschmack, Altern etc.). Den Überblick behält man, wenn man sich im Inhaltsverzeichnis dann immer Häckchen macht, also habe ich darauf geachten, dass hinter jedem Thema dann 3 Häckchen waren. Wie gesagt, es dauert lange, aber ich bin halt der Lerntyp, der nicht gerne durcheinander lernt, sondern immer schön der Reihe nach, also hat es mir nichts ausgemacht einen ganzen Tag nur an Physio zu sitzen (im Gegensatz zu Anatomie). Ebenfalls habe ich nichts rausgeschrieben, weil wenn ich Texte oft genug lese, dann weiß ich wo genau was steht, wenn mir etwas gefehlt hat im Huppelsberg, habe ich einen Post-it mit einem Diagramm o.ä. reingeklebt, außerdem sind einige Sachen markiert (Sachen, die ich mir nicht merken konnte, die ich besonders wichtig fand, oder mal ein rotes Ausrufezeichen am Rand) und für jedes Kapitel habe ich einen Kleber am Rand, auf dem steht "Nerv", "Blut", "Herz", damit ich schnell auf das Kapitel zugreifen kann/konnte. Das hat aber den Nachteil, dass mir wahrscheinlich niemand den jemals wieder abkaufen wird.:-)) Vorteile liegen aber klar auf der Hand: wenn du das Buch bei hast, hast du alles bei, keine zusätzlichen Hefter oder Zettel, das ist praktisch, wenn man unterwegs ist:-)


Wieviel Lernzeit hattest du ?

So wirklich angefangen habe ich mit Physio lernen in den Ferien vom 3. auf das 4. Semester, weil ich einfach vorher nur die Praktika mehr oder wenig gut vorbereitet habe und ich kein Kpp mehr machen musste. Außerdem war das 3. Semester total überladen mit Anatomie und komplett BC, sodass ich Physio total vernachlässigt habe, dafür war ich dann in BC unschlagbar hehe;-). Ich habe mich aber nicht gequält, sondern das Pensum heruntergeschraubt mit 2 Themen pro Tag, jedoch auch nicht länger als 4 Stunden (bin um 9 an den Schreibtisch, war um 1 fertig, aber konsequent ohne Ablenkung und in die Luft starren:-))), was ich nicht geschafft habe, habe ich halt nicht geschafft, so einfach war das. Da die Ferien aber lang waren:-)), habe ich den Huppi mit meinem Lernsystem insgesamt 3 mal gelesen, die schwarze Reihe zweimal und die Fragen dort einmal durchgekreuzt oher das Gefühl zu haben, dass mir das viel zu viel ist, sondern schön locker. Dann fängt Physio auch echt an Spaß zu machen. Außerdem bin ich eine total lahme Leserin, dafür aber sehr erbsenzählerisch/akribisch veranlagt und was ich einmal verstanden habe, das bleibt in meinem Gedächtnis eingebrannt. Ich denke, dass es realistisch ist ohne gutes Vorwissen, den Huppelsberg und die SW wirklich sehr gut durchzuarbeiten in 4 Wochen ohne sich abhetzen zu müssen, der Huppi hat 20 Kapitel (davon verdienen manche es noch nicht mal so genannt zu werden, Geschmack 3 Seiten, Vegetatives NS auch nur ein paar Seiten). Mein Vorwissen war nach dem 3. Semester wirklich nicht gut, hatte ja immer nur von Praktikum zum Praktikum gelernt und die letzten 2 Male geschwänzt. Wichtig ist auch, dass man sich nicht permanent festbeißt an Details sondern kurz überlegt und dann weiterliest, das Verständnis wird kommen.Ihr werdet auch manche Sachen im Huppi als schlecht erklärt empfinden, die habe ich dann nicht gelesen, sondern das dann immer "ersetzt" mit den Texten die ich lieber mochte aus der SR oder Medilearnhefte.
Die Methode funktioniert für mich perfekt und ich habe die halbe Vorklinik damit verbracht sie zu finden, es kann aber gut sein, dass ihr sie auch abwandeln müsst. Und dadurch dass man nicht rausschreibt, spart man sich ja auch wieder einen Batzen Zeit.

Im 4. Semester hatten wir auch Physioseminar, sodass ich dann wieder die gleiche Methode angewandt habe, Kapitel lesen, laut vorsprechen, Diagramme zeichnen üben (wichtig!), und wenn noch Zeit blieb, die Fragen in der SR kreuzen (nur die, die ich dann in den Ferien falsch hatte, hatte ich mit Bleistift angekreutz).

In den Wochen vor dem Physikum, habe ich dann nochmal den Huppi gelesen, aber auch immer großzügig überflogen, wenn ich die Passagen schon teilweise auswendig konnte (dann nur meine markierten Sachen lesen oder Randnotizen) oder oder Themen die nicht schwer sind (z.B. "Die Zelle", 1. Kapitel:-))). Die Medilearndinger würde ich im Nachhinein nicht empfehlen in Physio bis auf Atmung (besonders geeignet als Einstieg ins Thema) und Sinnes-und Neurophysiologie (Rinne und Weber ist dort am besten erklärt, ist im Huppi nicht so gut wie ich finde, ich beziehe mich aber immer auf den blauen/alten Huppi, weiß nicht, ob das im neuen jetzt besser ist), die sind wirklich top, besonders Atmung ist sehr, sehr gut erklärt, besser als im Huppi. Je öfter man Physio liest, desto besser versteht man es, finde ich. Erst beim Physikumslernen hatte ich das Gefühl gehabt, es wirklich verstanden zu haben und anwenden zu können. Gekreuzt habe ich im Vergleich mit anderen in Physio wenig, da habe ich immer die letzten 4 Examina themenweise gekreuzt und hatte in der Statistik später einen Wert von ca. 87%, es waren alles neue Fragen für mich und währenddessen habe ich auch nicht im Buch geschmult oder so, aber meine Hassthemen (Verdauung, Immunsystem) haben mich immer ein wenig runtergerissen;-), ich war dafür in den "schweren" Themen (Herz, Kreislauf, Atmung) top. Aber das Schöne war, dass wenn ich es falsch hatte und dann den Kommentar gelesen habe, ich mir dachte "Ach ja, natürlich!!!Oh mann, bin ich doof" (sind halt manchmal etwas tricky die Fragen oder man liest nicht genau, es waren aber keine Fragen dabei wo ich mir dachte:-notify noch nie gehört, Ausnahme sind diese ganz speziellen Fragen nach iwelchen bekloppten Transportern in der Niere mit exotischen Namen, aber es muss ja auch etwas für die Einserkandidaten geben;-), mit sowas habe ich mich dann nicht aufgehalten) Bei Fragen, die ich falsch hatte oder wo ich den Kommentar als besonders gelungen empfunden habe, habe ich diese in Word reinkopiert und dann hatte ich am Ende eine Zusammenfassung von 10 Seiten, die ich öfter gelesen habe. Insgesamt habe ich für Physio 8 Tage verwendet vor dem Physikum. Ich halten nichts davon, in Physio 5000 Fragen zu kreuzen, weil wenn du Physio verstanden hast, weiß du sofort weißt was gemeint ist (nach dem Hamburgershift wird permanent! mehr oder weniger versteckt gefragt) oder du kannst es dir logisch herleiten. Außerdem hatte ich durch die Schwarze Reihe schon eine solide Kreuzbasis.

Wie gesagt, ja, es dauert lange, ein Kapitel von 10 Seiten im Huppelsberg kann manchmal den halben Tag dauern und iwie scheint es unendlich, aber je öfter man es liest, desto schneller hast du es durch und desto mehr kommt das Verständnis. Fürs Kreuzen mag diese Methode vielleicht schlechter sein, da ist es vielleicht wirklich sinnvoller 5000 Fragen zu kreuzen, aber mir war immer wichtig, dass ich die Dinge verstehe, da verzichte ich halt auf die exotischen 10%, dafür war ich dann im Mündlichen wirklich gut und der Prof war echt beeindruckt als ich ihm im genau erklären konnte, warum es in den Haarzellen nur einen elektrischen Gradienten gibt und keinen chemischen im Zusammenhang mit Nernst (die Auflösung findet ihr in der SR, auf der linken Seite mit der Zeichnung der Cochlea:-))) Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich dieses Fach sicher beherrsche und -so schmalzig es klingt- auch richtig davon etwas mitgenommen habe für die Klinik.