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Famulatur an der West Virginia University

Neurologie und Neurochirurgie in den USA

André Schäfer

 

1. Formalitäten

Bereits im Januar 1999 bemühte ich mich um einen Famulaturplatz für die im Sommer geplante USA-Famulatur. Ich habe Glück gehabt, denn die Doktormutter meiner Freundin hatte zufällig eine email-Adresse des Neurologie-Professors, Prof. Gutmann parat. Sie hat mir beim Lebenslauf und dem Anschreiben geholfen. Auf jeden Fall braucht man Referenzen (bekommt man in der Regel vom Doktorvater), ein Dean’s Letter (Bescheinigung vom Dekan),  ein Lebenslauf mit Schreibmaschine o. Computer geschieben (einschließlich anständigem Bild) und ein Anschreiben. Dies kann man mittlerweile ohne schlechtes Gewissen per email verschicken. Ich habe alle meine Dokumente eingescannt, und die email dann direkt an Doktor Gutmann (Hazel Ruby McQuain Professor of Neurology) geschickt, Adresse s.u. Am nächsten Morgen hatte ich die Zusage.

Diese Famulatur hatte etwas Besonderes, sie fand direkt an der Medical School der West Virginia University statt und war mit den dortigen Rotations verknüpft, d.h. ich mußte auch immatrikuliet werden. Die amerikanischen Studenten rotieren ab ihrem dritten Jahr in allen Abteilungen und besuchen dazu Vorlesungen und Seminare und schreiben nach Abschluß des Blockunterrichts ihre Tests. So war das Anmeldeprozedere etwas schwieriger, um an den Rotations teilnehmen zu können. Dazu kam im Mai ein gewalter Zettelhaufen auf mich zu, im einzelnen musste man folgendes ausfüllen:

1. Immunization Record for visiting students, d.h. Rubeola Titer, Rubella Titer, Varicella Titer, MMR-Booster Datum, PPD-Test, dT Booster-Datum, Polio Booster-Datum, Hepatitis B (Daten aller drei Impfungen) und BCG Vaccine (falls nötig) mußten eingetragen werden.

2. Health Evaluation, Daten über frühere oder aktuelle Krankheiten, Allergien u. alle Kinderkrankheiten.

3. Ein Statement meiner Bank, oder die meiner Eltern, daß sie meinen Aufenthalt finanzieren können.

4. Ein Insurance Requirement – Formblatt, daß ich die Haftpflichtversicherung für die Universität bezahle, das sind 100 $ pro Monat.

Alle diese Unterlagen mußten dann zurückgeschickt werden, dafür bekam man dann das vorläufig wichtigste Dokument zugeschickt, das sogenannte I-20. Dieses I-20 muß zusammen mit einer Geldüberweisung (etwa 60 DM), einem ausgefülltem Formular (kann man auf der Homepage der amerikanischen Botschaft runterladen) und einer Erklärung wiederum über den finanziellen Status und einer Erklärung, daß man das Land nach der Famulatur wieder verläßt, zur Amerikanischen Botschaft geschickt werden. Dann bekommt man nach etwa 3-4 Wochen sein F1-Visum, das man braucht, um in den USA studieren zu können.

Man sollte sich rechtzeitig um das I-20 kümmern; sind alle Unterlage erst einmal im Konsulat gibt es überhaupt kein Eingreifen mehr, auch keine Informationen über den Bearbeitungsstatus !!! Ich hätte beinahe nicht fliegen können, da das I-20 bei mir so spät kam.
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