Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundestagswahl 2021
So langsam erreichen wir das Niveau der „politischen“ Telegram-Gruppen…
Ich kann auch noch tiefer: Mit Lindner würde ich eher in die Kiste gehen, als ihn wählen.
Nein, ich leben ja in NRW und bin auch unglücklich mit Laschet und der CDU im Allgemeinen- (auch auf kommunaler Ebene bekommen die leider nichts hin. Es gibt hier im Ort einen wichtigen Touristenmagnet, der wegen Corona in Schwierigkeiten gekommen ist- da wird auch null geholfen. ) Und am allerentäuschendsten ist ja Fr. Gebauer, die völlig ohne Sinn und Verstand die Kinder noch in die Schule schicken wollte, als wegen der Inzidenzen die anderen Bundesländer schon längst die Reißleine gezogen hatten.
Ich kann auch noch tiefer: Mit Lindner würde ich eher in die Kiste gehen, als ihn wählen.
https://www.reddit.com/r/LindnerWichsvorlagen/top/?t=all
Bitte, gerne. Keine Ursache.
Das Wahlprogramm der CDU lässt ja auch die Frage nach der Finanzierung offen, bin gespannt, was dazu im Dokument steht, die vorab veröffentlichten Infos sehen ja hauptsächlich Entlastungen, eigentlich für alle, vor. Erreicht werden soll das mit „Effektivitätssteigerungen“, Ausgaben der Länder sollen „geprüft“ werden. Mein. Vorläufiges Fazit ist, dass es am Ende doch deutlich werden wird…
Kackbratze
21.06.2021, 14:11
Die CDU will den Wolf schießen lassen. Damit versuchen sie bei der Land Bevölkerung zu Punkten.
Thomas24
21.06.2021, 18:04
Hey zusammen, vielen Dank für die Diskussionsbeiträge.
Ich muss sagen, stellenweise recht erhellend zu sehen, wie andere Menschen denken und bei derselben Faktenlage zu einem komplett anderen Schluss gelangen. Finde ich mal ganz interessant und bereichernd.
Einige der Antworten waren aber auch erschreckend/ ernüchternd, und haben mir wieder einmal verdeutlich, wie weltfremd in Teilen der deutschen Mittelschicht an real existierende Probleme herangegangen wird (Annahme: wir setzen gute Arbeitnehmer- und Umweltstandards in den Herkunftsländern um, indem wir unsere eigene (!) Industrie verpflichten sich an ein Lieferkettengesetz zu halten.).
Nur, kurz zur Klarifizierung einiger Stichpunkte.
Das ist recht polemisch formuliert. Ich sage es mal so. wir können kaum von den aufstrebenden Nationen aka "Entwicklungsländern" erwarten, dass sie gefälligst keine Emissionen ausschütten. Wir müssen uns gefälligst "erstmal an die eigene Nase fassen".
32987
Der Großteil der energieintensiven Herstellungsprozesse ist von den Industrienationen weg, hin zu den Emerging Markets geshifted. Eine globale Veränderung der CO2 Bilanz ist ohne rasche Adaptation in den EM nicht denkbar.
32988
Jede Einsparung im Primärenergieverbrauch in den Industrienationen wurde überkompensiert durch mehr Energieverbrauch in den EM/Frontier Market. Der Energieverbrauch in "sub saharan Africa" zum Beispiel wächst derzeit in einer Geschwindigkeit, die mit Europa in der industriellen Revolution vergleichbar ist.
Die strukturellen Gründe, warum dies voraussichtlich aber nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit geschehen wird, haben wir ja bereits thematisiert (u.a. Mangel an finanziellen und sonstigen Ressourcen, Aspekte der Energiesicherheit im Rahmen der nationalen Sicherheit etc.).
Und weil diese logische und höfliche Reaktion nicht von jedem als selbstverständlich erachtet wird, darf man auch den ein oder anderen "zum wohle aller" dazu zwingen, sich gesellschaftsangepasst also sozial zu verhalten.
Sozial erwünschtes Verhalten im Sinne eines utilitaristischen Ziels innerhalb derselben Gesellschaft auf der Basis einer gemeinsamen kulturellen Herkunft, Sprache und Gebräuchen- erzwingen zu wollen, finde ich schon herausfordernd genug. Sei dir mal sicher, dass es über ein "gesellschaftsangepasst" soziales Verhalten bereits innerhalb Europas keinen Konsens gibt, allein schon deshalb nicht, weil es hierüber keine offene Debatte gegeben hat. Wenn du annimmst, dass wir -als wohlhabender Westen- anderen Nationen oder Weltregionen unsere Wert- und Moralvorstellungen aufzwingen können wirst, dann good Luck. Ich bin mir sicher, dass wird ein ganz tolles Erfolgsprojekt.
Eben, deswegen sind wir quasi gezwungen, mit gutem Beispiel voran zu gehen.
Mal angenommen, dass sich unsere optimistischsten Projektionen, wie diese hier
32989in den Industrienationen technisch, finanziell und regulatorisch tatsächlich umsetzen ließen (und das ist ein großes "wenn", weil statistisch die Transformation viermal so schnell voranschreiten müsste, wie in den letzten Jahrzehnten), dann frage ich mich: wo kommen denn das Know How, das Geld, die Baumaterialien und die Rohstoffe für eine ähnlich rasante Entwicklung in den EM her?
Für Kontext: der Aufbau einer Öl/ Erdgas- basierten Energieinfrastruktur hat in den US knapp hundert Jahre gedauert. Der oben skizzierte Biden Plan unterstellt, dass in ca. einem Drittel der Zeit eine ähnliche Infrastruktur auf Basis erneuerbarer Energieträger installiert werden kann- in den USA, der (noch) führenden Wirtschaftsmacht der Erde. Aber was ist mit China, Indonesien, Indien und co? Any Ideas? Die Genehmigung einer neuen Kupfermine allein dauert bereits 10 bis 15 Jahre...
Tja siehste und ich gehe davon aus, dass die den ein oder anderen Experten beschäftigen und es eben vielleicht doch manchmal ein klein bisschen besser wissen als du :-D
Stimmt, deren Track Record war aber bislang eher so lala.
32990 Fairerweise muss man natürlich zugeben, dass die Modellierung nicht einfach ist, weil viele externe Faktoren Einfluss nehmen, die man nicht gut abbilden kann (z.B. die politische und gesellschaftliche Akzeptanz).
Es gibt ja durchaus auch Stimmen, die meine Bedenken teilen.
https://www.faz.net/aktuell/wissen/sind-die-pariser-ziele-erreichbar-die-grenzen-der-plausibilitaet-17389741.html
"Die Gruppe hat die IPCC-Szenarien danach abgeklopft, inwieweit sie technisch, politisch und industriell in den kommenden Jahrzehnten zu verwirklichen sind. Fazit: Das Zeitfenster realisierbarer Klimaschutzoptionen schließt sich rasend schnell. Inzwischen sind es offenbar nur noch zwanzig Szenarien, die aber auch allesamt mindestens einen „herausfordernden Hebel“ enthalten. Mit anderen Worten: Das Risiko, die 1,5 Grad zu überschreiten, ist inzwischen sehr hoch. Aufforstung, Landnutzungsänderungen, die Reduzierung der Energienachfrage, der Umstieg auf fossilfreie Energiequellen, gezielte Maßnahmen zum Entzug von Kohlendioxid aus der Luft – all das sind einzelne, in unterschiedlichen Szenarien mehr oder weniger brauchbare „Hebel“ für den Klimaschutz."
Ich empfinde den Wahlkampf der Grünen sogar als ungerechtfertigt bescheiden. Warum zum Teufel stellen die sich nicht hin und erzählen, den Bürgern, dass durch eine Umlage gerade sozialschwache Bürger entlastet werden können?
Ok. :-oopss Müssen wir hierüber ernsthaft diskutieren? Oder ist Dir der Zusammenhang zwischen PPI und CPI klar?
Und ja, es ist allen klar, dass es Umweltschutz nicht zum Nulltarif gibt, WEIL wir halt bislang zu sehr auf Kosten der Ressourcen gelebt haben. Wenn man den für die Kinder bestimmten Einkauf vorzeitig aufgegessen hat, muss man leider den teuren Snack an der Tanke bezahlen, damit die nicht hungern. Das ist allen klar und es wäre ja unethisch, zu sagen, wir kriegen das alles gratis hin.
Von gratis war nie die Rede, aber wir reden hier von Investitionshöhen, die nicht nur in Deutschland schwindelerregende Höhen erreichen müssten. Da bliebe dann wenig Geld für so Nebensächlichkeiten, wie Finanzierung des Sozialstaates übrig etc., da hat User Kackbratz einfach recht. Die Wohlstandsverluste durch Benachteiligung unserer eigenen heimischen Industrie (Faktoren Energie und Arbeit) im Vergleich zur internationalen Konkurrenz mal ganz außen vor gelassen.
Ich bedauere, dass Herr Luschet, äh, Laschet, jetzt meint, programmatisch auf den Zug aufspringen zu müssen und im Wahlprogramm etwas von einem klimaneutralen Industriestandort 2045 faseln zu müssen. Höchst unseriös seinerseits auf der grünen "Wohlfühlwelle" mitschwimmen zu wollen, anstatt unangenehme Fakten zu präsentieren. Andererseits werden Sie wohl pragmatisch genug sein im Falle einer Regierungsbeteiligung ihr Wahlprogramm in einer Ablage verschwinden zu lassen ("Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern") und nicht tatsächlich die De- Industrialisierung Deutschlands forciert fortsetzen zu wollen.
Auch hier: Kompromisse. Und gesellschaftliches Umdenken. Vielleicht rückt das eigene EFH auch mal durch solche Maßnahmen aus dem Fokus der Begierde und man versucht sich wieder an anderen Formen des Wohnens, überlässt die Solaranlagen ein paar halbwegs sozial agierenden Wohnungsgenossenschaften und gewöhnt sich an den ÖPNV.
Ja, es ist fies, aber leider müssen auch die konservativsten der Gesellschaft einsehen, dass wir nicht mehr so weitermachen können wie bisher und schon gar nicht ins Deutschland der 60jahre zurückkehren können.
Konkretes Beispiel: einer Userin wie Lava (und andere im Forum), die sich für ihre Familie wirklich gerne ein EFH (mit Garten) wünschen würde, würdest du also nahelegen, sich bitte Gedanken über "andere Formen des Wohnens" zu machen? Gesellschaftliches Umdenken, Kompromisse und so?
schmerz2000
21.06.2021, 18:36
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/baerbock-kritisiert-kandidatenliste-der-saar-gruenen-17400417.html
loool, die haben ja echt die Regel dass Frauen auf Platz eins MÜSSEN!
Gibt es hier wirklich irgendjemand der sowas fair findet? Falls ja warum? Würde mich wirklich interessieren:-)
(Bei 30 Grün*innen Wähler*innen kann ich ja wohl eine Antwort erwarten?!)
Kackbratze
21.06.2021, 18:45
Was die Grünen in ihr Programm reinschreiben und intern umsetzen, kann Dir erstmal egal sein, ausser Du willst Vorsitzender bei den Grünen werden. Jeder wie er es mag, wenn im "Club der manischen Eremiten e.V." nur einarmige langhaarige Bulldoggen als Vorsitzende zugelassen sind, ist das so. Da kann man dann gegen klagen, wenn man in dem Verein ist, von aussen kann man das amüsiert beobachten.
Die Tatsache, dass andere Parteimitglieder eine "freie und geheime" Wahl wieder abändern wollen, macht mich mehr betroffen, weil das ein Grundverständnis von Demokratie ausdrückt, welches grundfalsch ist.
Wenn eine Mehrheit etwas gewählt hat, kann man da zwar Blumen vor die Füsse feuern und sich auf Twitter auskotzen bis die Galle kommt, aber solange kein Formfehler vorliegt, ist das Ergebnis zu akzeptieren. Ein "ich will das nicht, macht das so lange, bis mir das Ergebnis gefällt" kennt man aus totalitären Ländern. Da gibt es keine Wahlen, da beschweren "wir" als Deutschland uns regelmäßig drüber, machen es aber auf Partei- und Bundesland-Ebene genauso.
Splitter und Balken, ne?
Dr.Hackenbush
21.06.2021, 21:28
Ich bedauere, dass Herr Luschet, äh, Laschet, jetzt meint, programmatisch auf den Zug aufspringen zu müssen und im Wahlprogramm etwas von einem klimaneutralen Industriestandort 2045 faseln zu müssen. Höchst unseriös seinerseits auf der grünen "Wohlfühlwelle" mitschwimmen zu wollen
Das ist so wie damals als Günther Jauch mit "wer wird Millionär" zum Quotenhit
wurde und alle anderen Sender dann auch eine Quizshow ins Programm nahmen
(von denen die meisten wieder verschwunden sind)
Ich staune immer noch warum hier in Deutschland alle an einen erfolgreichen
Alleingang glauben. Wie war das vor 10 Jahren als ein Tsunami in Japan ein
Atomkraftwerk lahmlegte - Den kaum von den schwazgelben rückgängig gemachten
Atomausstieg machte man dann wieder rückgängig. Und nahm damit den Grünen
ihr wichtigstes Wahlkampfthema. Leben wir jetzt sicherer? Mitnichten, denn um
uns herum werkeln weiter fleißig Atomkraftwerke. In Belgien, in Frankreich und auch
in Tschechien. Wenn in Belgien Tihange in die Luft geht ist von Ente bis Seburiel alles
verstrahlt. Taktisch wäre es wohl klüger gewesen ein Belgisches AKW vom Netz zu nehmen
und denen Atomstrom aus Deutschland zu exportieren.
Flüchtlingskrise? Klar, die bewältigen wir deutschen doch auch im Alleingang. Die anderen
(EU-) Länder wollen ja nicht mitmachen. Die Polen nicht, die Dänen haben dichtgemacht,
die Östereicher haben fleißig durchgewunken und die Briten sind unter anderem genau deswegen
aus der EU raus - ein echtes Erfolgskonzept. Da muss man noch einen draufsetzen, oder?
Also Klimaneutralität - bis 2045. Vorher alles was fossil ist und Energie abgibt schön teuer
machen. Benzin, Heizöl, Erdgas ....
Wie handhabt das eigentlich der US Präsident der Herzen Joe Biden das? Ich hab mal gegoogelt,
eine Gallone (3,8l) kostet drüben 2,75$, also umgerechnet 70 Cent pro Liter. Hat der Biden
nicht zugesagt das die Amis ebenfalls in dreißig Jahren Klimaneutral sein wollen? Wie soll das
denn gehen. Von einer CO² Bepreisung hab ich noch nichts gehört. Und die (nicht isolierten)
Holzhäuser der Amerikaner werden sicher auch in den nächsten Jahrzehnten im Winter mit Gas
geheizt und im Sommer von einer Klimaanlage runtergekühlt.
DrSkywalker
21.06.2021, 21:43
Das CDU Programm in Zusammenfassung kann man hier nachlesen übrigens: ;-)
https://cdu-programm.de/
Dass in diesen Batterien giftige Schwermetalle sind wissen wir jetzt. Wo und von wem sie nicht so nachhaltig abgebaut werden, auch. Wie sie mal entsorgt werden sollen.....
Derzeit wird sich in Köln die Verantwortung zugeschoben, wer die E-Scooter aus dem Rhein fischen soll, die von einigen ich weiss nicht womit getrübten wohl hineingeworfen worden sind. Die giftigen Schwermetalle sickern langsam in den Rhein....
Diese E-Autos kann sich wohl der reiche Westen leisten.
Die Verbrenner, die hier dem TüV oder wem auch immer nicht standhalten, wandern nach Afrika, Asien, etc. wo sie noch Jahrzehnte lang weiterfahren, wen kümmerts.
Atomstrom ist böse und gefährlich, das wissen wir jetzt auch.
Aber sind denn die alternativen Energien in der Lage den derzeitigen Strombedarf zu decken und sollten sich diese E-Autos durchsetzen, wo soll da die Energie herkommen?
Umstrukturieren, von mir aus.
Wer sich das ansehen möchte, das Ruhrgebiet lädt ein. Da sind die Folgen heute noch sichtbar. Aber draufhauen ist einfacher.
Thomas: deine Anhänge kann man leider nicht öffnen. Danke für die Antworten.
Sozial erwünschtes Verhalten im Sinne eines utilitaristischen Ziels innerhalb derselben Gesellschaft auf der Basis einer gemeinsamen kulturellen Herkunft, Sprache und Gebräuchen- erzwingen zu wollen, finde ich schon herausfordernd genug. Sei dir mal sicher, dass es über ein "gesellschaftsangepasst" soziales Verhalten bereits innerhalb Europas keinen Konsens gibt, allein schon deshalb nicht, weil es hierüber keine offene Debatte gegeben hat. Wenn du annimmst, dass wir -als wohlhabender Westen- anderen Nationen oder Weltregionen unsere Wert- und Moralvorstellungen aufzwingen können wirst, dann good Luck. Ich bin mir sicher, dass wird ein ganz tolles Erfolgsprojekt.
Mir ist schon klar, dass ich nicht anderen Ländern etwas aufzwingen kann, her ging es doch primär um deutsche Politik, oder? Und meine Argumentation war, dass wir in Deutschland tatsächlich Maßnahmen ergreifen müssen, denn ohne dass wir selbst etwas tun, kann man erst recht keine Forderungen an andere Nationen stellen, weil die dann völlig zu Recht sagen würden "Was tut ihr denn?"
Mal angenommen, dass sich unsere optimistischsten Projektionen, wie diese hier
32985 in den Industrienationen technisch, finanziell und regulatorisch tatsächlich umsetzen ließen (und das ist ein großes "wenn", weil statistisch die Transformation viermal so schnell voranschreiten müsste, wie in den letzten Jahrzehnten), dann frage ich mich: wo kommen denn das Know How, das Geld, die Baumaterialien und die Rohstoffe für eine ähnlich rasante Entwicklung in den EM her?
Für Kontext: der Aufbau einer Öl/ Erdgas- basierten Energieinfrastruktur hat in den US knapp hundert Jahre gedauert. Der oben skizzierte Biden Plan unterstellt, dass in ca. einem Drittel der Zeit eine ähnliche Infrastruktur auf Basis erneuerbarer Energieträger installiert werden kann- in den USA, der (noch) führenden Wirtschaftsmacht der Erde. Aber was ist mit China, Indonesien, Indien und co? Any Ideas? Die Genehmigung einer neuen Kupfermine allein dauert bereits 10 bis 15 Jahre...
?
Ich weiß es nicht, aber sollen wir uns deswegen die Augen zu halten und sagen "klappt eh alles nicht, lass einfach mal gucken, wie warm es wird. Holland geht eh zuerst unter"? Wir haben es halt in den letzten Jahrzehnten verpeilt, effektive Maßnahmen zu ergreifen. Jetzt müssen wir eben tatsächlich viel in Forschung investieren, um Lösungen zu finden. Und bis dahin, wenigstens unsere Lebensweise ein bisschen anpassen und die Maßnahmen umsetzen, von denen wir wissen, das es zumindest etwas bringt. Und wenn es nur ein Bewusstsein für die einzelnen CO-abdrücke unserer Konsumentscheidungen ist....
Stimmt, deren Track Record war aber bislang eher so lala.
32986 Fairerweise muss man natürlich zugeben, dass die Modellierung nicht einfach ist, weil viele externe Faktoren Einfluss nehmen, die man nicht gut abbilden kann (z.B. die politische und gesellschaftliche Akzeptanz).
Es gibt ja durchaus auch Stimmen, die meine Bedenken teilen.
https://www.faz.net/aktuell/wissen/sind-die-pariser-ziele-erreichbar-die-grenzen-der-plausibilitaet-17389741.html
"Die Gruppe hat die IPCC-Szenarien danach abgeklopft, inwieweit sie technisch, politisch und industriell in den kommenden Jahrzehnten zu verwirklichen sind. Fazit: Das Zeitfenster realisierbarer Klimaschutzoptionen schließt sich rasend schnell. Inzwischen sind es offenbar nur noch zwanzig Szenarien, die aber auch allesamt mindestens einen „herausfordernden Hebel“ enthalten. Mit anderen Worten: Das Risiko, die 1,5 Grad zu überschreiten, ist inzwischen sehr hoch. Aufforstung, Landnutzungsänderungen, die Reduzierung der Energienachfrage, der Umstieg auf fossilfreie Energiequellen, gezielte Maßnahmen zum Entzug von Kohlendioxid aus der Luft – all das sind einzelne, in unterschiedlichen Szenarien mehr oder weniger brauchbare „Hebel“ für den Klimaschutz."
Genau in deinem Link steht ja auch sinngemäß, es ist machbar, aber der Preis ist hoch. Das Problem ist natürlich, dass wir nicht den Planeten aufteilen können, in eine Hälfte, auf der die Menschen den Preis bezahlen mit allen sozialen und wirtschaftlichen Einschränkungen und eine Hälfte, die die Hände in den Schoß legt, und hofft, dass die Klimaanlage in ihrer wohlverdienten arschlochfreien Zone durchhält.
Ok. :-oopss Müssen wir hierüber ernsthaft diskutieren? Oder ist Dir der Zusammenhang zwischen PPI und CPI klar?
Nö. Als Ärztin denk ich dann an Protonenpumpenhemmer, sorry. Aber das Herumwerfen mit Abkürzungen, wo sie nicht nötig sind ist übrigens der arrogante Diskussionsstil, den ich kritisiert habe. wenn man Beiträge über eine Seite verfasst, kann man vielleicht 2 Worte noch ausschreiben, außer man MÖCHTE die Diskussionsteilnehmer diskreditieren.
Von gratis war nie die Rede, aber wir reden hier von Investitionshöhen, die nicht nur in Deutschland schwindelerregende Höhen erreichen müssten. Da bliebe dann wenig Geld für so Nebensächlichkeiten, wie Finanzierung des Sozialstaates übrig etc., da hat User Kackbratz einfach recht. Die Wohlstandsverluste durch Benachteiligung unserer eigenen heimischen Industrie (Faktoren Energie und Arbeit) im Vergleich zur internationalen Konkurrenz mal ganz außen vor gelassen.
Ich bedauere, dass Herr Luschet, äh, Laschet, jetzt meint, programmatisch auf den Zug aufspringen zu müssen und im Wahlprogramm etwas von einem klimaneutralen Industriestandort 2045 faseln zu müssen. Höchst unseriös seinerseits auf der grünen "Wohlfühlwelle" mitschwimmen zu wollen, anstatt unangenehme Fakten zu präsentieren. Andererseits werden Sie wohl pragmatisch genug sein im Falle einer Regierungsbeteiligung ihr Wahlprogramm in einer Ablage verschwinden zu lassen ("Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern") und nicht tatsächlich die De- Industrialisierung Deutschlands forciert fortsetzen zu wollen.
Unangenehme Fakten präsentieren wäre ehrlich und wer kann das von der CDU verlangen? Und natürlich werden sie Deutschland nicht de-industrialisieren, da hängen doch so viele liebe Freunde in der Industrie.
Konkretes Beispiel: einer Userin wie Lava (und andere im Forum), die sich für ihre Familie wirklich gerne ein EFH (mit Garten) wünschen würde, würdest du also nahelegen, sich bitte Gedanken über "andere Formen des Wohnens" zu machen? Gesellschaftliches Umdenken, Kompromisse und so?
Ja, Gedanken kann man wohl von jedem verlangen. Ich habe mir auch lange Gedanken über einen Hauskauf gemacht, meine Kinder sollen auch in einem Garten spielen können. Tatsächlich haben meine persönlichen Gedanken zu dem Ergebnis geführt, ein Haus zu mieten. Damit sind wir ganz zufrieden, vor allem weil sich Lebensumstände ändern und man dann flexibel reagieren kann. Ich verlange natürlich nicht, dass jeder zu dem gleichen Schluss kommen muss und natürlich werde ich auch niemanden dafür kritisieren, der sich ein Haus kauft. schließlich hat er dann wenigstens die Chance, dieses energetisch auf den neuesten Stand zu bringen....
@schmerz2000 Ich finde dieses Frauenstatut der Grünen auch Quatsch. Aber wie hier ja schon angemerkt wurde, 100% des Parteiprogramms einer Partei werden wohl nie 100% deren Wähler gut finden. Auch da: Kompromisse.
Ich verstehe den feministischen Gedanken sehr gut, für mehr Frauen in Spitzenpositionen sorgen zu wollen, aber hauptsächliches Kriterium sollte immer die Kompetenz sein - und es sieht ja jetzt auch so aus, als ob der männliche Kandidat seinen Spitzenplatz auf der Liste behalten darf. Von daher, "kritisieren und prüfen" ist ja auch jedem erlaubt, auch Annalena Baerbock.
Dazu passend und sehr interessant: https://www.zeit.de/2021/25/anders-levermann-klimaforschung-klimakrise-oekowende-pik
Thomas24
22.06.2021, 17:14
Thomas: deine Anhänge kann man leider nicht öffnen. Danke für die Antworten.
Sorry, hab´s nochmal hochgeladen und hoffe, dass die Grafiken jetzt sichtbar sein sollten.
Mir ist schon klar, dass ich nicht anderen Ländern etwas aufzwingen kann, her ging es doch primär um deutsche Politik, oder? Und meine Argumentation war, dass wir in Deutschland tatsächlich Maßnahmen ergreifen müssen, denn ohne dass wir selbst etwas tun, kann man erst recht keine Forderungen an andere Nationen stellen, weil die dann völlig zu Recht sagen würden "Was tut ihr denn?"
Ich denke, wir reden hier auch teilweise aneinander vorbei. Erstens werden "wir", sondern -falls tatsächlich ein globaler Impact gefordert wird- konzertiert alle Industrienationen gemeinsam und zeitgleich vorgehen müssen (was ja allein schon an der Verfügbarkeit der dafür notwendigen Rohstoffe scheitern würde), sondern da jede CO2 Einsparung in den Industriestaaten bislang durch mehr CO2 Ausstoß woanders überkompensiert worden ist, wäre eine schnellere und durchgreifendere Adaptation auf erneuerbare Energien auch in den EM erforderlich. Das sprengt dann aber schon jegliche Grenze der Plausibilität in Sachen Finanzierbarkeit, Umbau der Energienetze, Transmissionskapazität, Menge der dafür benötigten Rohstoffe etc. in Entwicklungsländern. Deutschland hat -Stand Q 3 2020- ca. 20% der benötigten Transmissionskapazitäten aufgebaut, weitere 11% sind behördlich genehmigt. Und das nach einem massiven Push seitens der Politik, regulatorischen und Gesetzesänderungen etc. seit über 10 Jahren. Wie gesagt: der Aufbau einer Öl und Erdgasbasierten Energieinfrastruktur hat in den USA 100 Jahre gedauert, nur zum Kontext. Was du forderst bedeutet aber letztlich einen globalen (!!) Umbau der Energieinfrastruktur innerhalb von 30 Jahren- und zwar überall auf der Welt zeitgleich.
Andere Nationen könnten -selbst wenn Sie es wollten- sich aber nicht einfach, wie das "reiche Deutschland" leisten, ein immer instabiler werdendes und dabei teurer werdendes Netz aufzubauen und dabei gleichzeitig noch andere Dinge am laufen halten, selbst wenn Indien usw. das politisch wollten (was Sie im übrigen eben nicht wollen, denn die verfehlte Energiewende in Deutschland wird sehr aufmerksam beobachtet). Es gibt ein sehr deutliches Delta zwischen dem, was politisch verkündet wird und dem, was tatsächlich umgesetzt wird.
Ich weiß es nicht, aber sollen wir uns deswegen die Augen zu halten und sagen "klappt eh alles nicht, lass einfach mal gucken, wie warm es wird. Holland geht eh zuerst unter"? Wir haben es halt in den letzten Jahrzehnten verpeilt, effektive Maßnahmen zu ergreifen. Jetzt müssen wir eben tatsächlich viel in Forschung investieren, um Lösungen zu finden. Und bis dahin, wenigstens unsere Lebensweise ein bisschen anpassen und die Maßnahmen umsetzen, von denen wir wissen, das es zumindest etwas bringt. Und wenn es nur ein Bewusstsein für die einzelnen CO-abdrücke unserer Konsumentscheidungen ist....
Da befindest du dich in guter Gesellschaft. Auch die IEA geht in ihren optimistischen Zukunftsprojektionen von der massentauglichen Adaptation von "Technologien, die bislang noch nicht verfügbar sind, oder sich derzeit im Prototyp Stadium befinden" aus. Ihre Worte, nicht meine.
Genau in deinem Link steht ja auch sinngemäß, es ist machbar, aber der Preis ist hoch. Das Problem ist natürlich, dass wir nicht den Planeten aufteilen können, in eine Hälfte, auf der die Menschen den Preis bezahlen mit allen sozialen und wirtschaftlichen Einschränkungen und eine Hälfte, die die Hände in den Schoß legt, und hofft, dass die Klimaanlage in ihrer wohlverdienten arschlochfreien Zone durchhält.
Die Frage ist vielmehr: was ist ein "zu hoher" Preis für eine Gesellschaft? Was ist finanzierbar, machbar- aber auch verantwortbar? Natürlich können wir uns als Gesellschaft dazu entscheiden, dem Klimaschutz die absolute Priorität Nummer 1 zuzuordnen, dann fallen aber all die netten Kleinigkeiten, die wir sonst so haben möchten, eben runter (Rente, Gesundheit, Soziales, Bildung usw.)- gerade in einer Zeit, in der die demographische Entwicklung plus Coronafolgen unseren Sozialstaat zusätzlich erheblich beuteln werden.
Mal ganz abgesehen davon, was eine solche Politik für die Profite von den dir so verabscheuten Heuschreckenfirmen machen dürfte. Eine überall gleichzeitig stark anziehende Nachfrage nach begrenzt verfügbaren Rohstoffen wie Kobalt usw. um eine globale Elektrifizierung des Straßenverkehrs, der Energieinfrastruktur etc. anzukurbeln? Und zwar innerhalb von 30 Jahren? Da dürfte der ein oder andere afrikanische Diktator (und Wall Street Hedge Fund Boss) aber mächtig die Korken knallen lassen und sich bei allen Grünen und Umweltschützern bedanken- und ganze Landstriche mit Klimaanlagen überziehen.
Nö. Als Ärztin denk ich dann an Protonenpumpenhemmer, sorry. Aber das Herumwerfen mit Abkürzungen, wo sie nicht nötig sind ist übrigens der arrogante Diskussionsstil, den ich kritisiert habe. wenn man Beiträge über eine Seite verfasst, kann man vielleicht 2 Worte noch ausschreiben, außer man MÖCHTE die Diskussionsteilnehmer diskreditieren.
PPI = Producer Price Inflation.
CPI = Consumer Price Inflation.
Vereinfacht dargestellt werden weitere Preiserhöhungen des Faktors Energie (Energiewende, Dekarbonisierung, Elektrifizierung etc.), des Faktors Arbeit (höherer Mindestlohn etc.) und staatlicher Abgaben (CO 2 Abgabe etc.) dazu führen, dass Produktionskosten für Waren und Dienstleistungen teurer werden. Diese werden dann aber auf den Konsumenten umgelegt, so dass aus der Inflation auf der Ebene von Produzenten am Ende dann real fühlbare Inflation für den Konsumenten wird. Sprich: Energie wird teurer, dann wird der Transport von Waren und Dienstleistungen teurer. Verpackungsmittel werden teurer, Abgaben steigen etc. Ein Teufelskreis.
Ein einfaches Beispiel: Nahrungsmittel -wo der Faktor Energie den zweithöchsten Einfluss auf die Kosten hat (nach den Kosten für Düngemittel)- steigende Energiekosten plus unterbrochene Lieferketten durch COVID Bekämpfungsmaßnahmen etc. = eh voilá, da ist Sie. Inflation. Deine Annahme, dass eine weitere staatliche Umverteilungsprämie bzw. Energiegeld diese Effekte reduzieren/ auf null skalieren würde, finde ich gewagt.
32991
Hier die aktuellen CPI Projektionen der OECD. Du siehst, dass der Faktor "Energie" bereits jetzt im OECD Durchschnitt mit ca. 16% Verteuerung *im Vorjahresvergleich* geschätzt wird. Deutschland: ca 7% Verteuerung im Vorjahresvergleich- und das noch vor einer Verschärfung der Energiepolitik etc.
32992
Hier die Korrelation zwischen Anteil der erneuerbaren Energien (Wind, Solar) am nationalen Energiemix und den durchschnittlichen KWh Kosten. Du siehst, dass wir bereits jetzt führen.
Ich denke, dass wir eine noch weitere Verschärfung der Klimapolitik- Energiegeld hin oder her- zu einer noch schnelleren und deutlicheren Polarisierung der Gesellschaft führen würde (Europa), aber es würde vermutlich friedlich bleiben.
In den Staaten der 3 Welt führen rasch in kurzer Zeit ansteigende Nahrungsmittelpreise gerne zu politischen Unruhen und Bürgerkriegen (FAO Index über 210). Zuletzt im arabischen Frühling 2011 sehr deutlich gesehen, dessen Folgen ja auch uns 2015 auf die Füße gefallen sind. Was die Weltmarktpreise für Weizen, Soja, Mais, Rind etc. im Corona Jahr gemacht haben, kannst du dir ja denken. Was für den deutschen Mittelstand ärgerlich ist- ist eine Katastrophe für Teile der 3 Welt. Wir werden nächstes Jahr Hungersnöte sehen (aber das war seit letztem Jahr als Lockdown Folge bereits absehbar).
Unangenehme Fakten präsentieren wäre ehrlich und wer kann das von der CDU verlangen? Und natürlich werden sie Deutschland nicht de-industrialisieren, da hängen doch so viele liebe Freunde in der Industrie.
Na, nicht nur die Großkopferten Industriebosse sind Freunde der Industrie. Wir alle sind hoffentlich Freunde der Industrie.
Denn davon leben wir alle. Du. Ich. Deine Kinder. Wir alle. Das muss uns klar sein- ohne Maschinenbau, ohne Automobilindustrie, ohne chemische Industrie etc. gehen hier in Deutschland die Lichter aus, und es gibt keinen Sozialstaat mehr. Und wenn in Deutschland die Lichter ausgehen, bin ich gespannt, wie ruhig es in unseren Nachbarstaaten, die auf unsere Transferzahlungen angewiesen sind (teilweise mit Jugendarbeitslosigkeit von 50%), bleiben wird. Bei der CDU habe ich wenigstens die Hoffnung, dass Sie das Programm nach der Wahl sang- und klanglos im Schrank verstauben lassen würden und sich nicht wirklich daran machen, die fixe Idee "klimaneutraler Energiestandort 2045" umsetzen zu wollen.
Ja die FDP: wir sind alle Freunde der Großindustrie, wir freuen uns wenn der Arbeiter in der Pharma/Auto/Kleider usw-fabrik im Ausland extrem schlecht verdient und in prekären Bedingungen lebt, daran verdient es sich gut. Die Produkte sind konkurrenzlos billig. Irgendwoher muss ja der Gewinn kommen.
Ja die FDP: Wir wollen überall Wettbewerb&Markt, aber nur mit den passenden Monopolen und Zöllen unserer Klientel.
Mindestlohn? Teufelszeug, wir hätten soviel mehr Jobs ohne Mindestlohn und unser Gewinn wäre viel höher. Wir könnten mit dem Lohnniveau der ärmsten Länder der Welt mithalten.
Ja wir sind Freunde der Industrie: Ja wir subventionieren die deutsche Kohleindustrie oder den Agrarmarkt als FDP, weil da unsere Freunde sitzen und nicht im Ausland (wo man übrigens die Kohle uvm. billiger kaufen könnte); ja wir möchten auch den Atomstrom behalten, weil wir die Kosten für die ungeklärte Endlagerung und den Bau der Kraftweke nicht einrechnen und den Super GAU ausblenden.
Auch dieses Verbot von Zigarettenwerbung: Furchtbar. Gerade einkommensschwachen , bildungsfernen Menschen kann man so Zigaretten nahe bringen. Bei Alkohol geht es glücklicherweise noch. Und Zucker? denkt hier niemand dran. Lebensmittelampel: Unverschämte Gängelung!
Leute denkt doch mal an die Industrie...Auch diese ganzen Filteranlagen in Chemiewerken oder Kohlestromkraftwerken--> viel zu teuer und industriefeindlich, weg damit.
Katalysator und Feinstaubfilter für Autos--> weg damit, auch in schlechter Luft kann man leben, wer's nicht mag kann ja auf Land ziehen.
Wasser- und Strom, Abfall, Bahn und auch Autobahn, Krankenkassen und Schulen müssen endlich total privatisiert werden, damit man da ordentlich Gewinne erwirtschaften kann. Gerade beim Abwasser: einfach wieder alles in die Flüsse leiten: viel billiger. Eigentlich die ganze Kanalisation: früher ging es ohne und es war billiger, wer eine Kanalisation möchte soll privat dafür zahlen.
Müll: auf illegale Deponien, macht man super Gewinne mit wie in Italien; Bahn: unrentable Dorfstrecken schließen, das Netz total vernachlässigen, Lokführern den Lohn kürzen, Ticketpreise erhöhen, da kann man ordentlich Geld rausziehen.
Gesundheit: Beispiel USA, alles weitgehend privat und es funktioniert super, teuer&schlechte Versorgung. Perfekt.
Schulen: ja die müssen eh privat sein, denn reiche und arme Gesellschaftsklassen müssen stärker getrennt werden von Anfang an. Bildung darf nicht kostenlos sein. Wer arm ist, muss dumm bleiben.
Es lebe der Neoliberalismus.
achja Autoindustrie: also die Zukunft liegt bei Verbrennerautos... a.e. aber mit Schweröl. Das haben zahlreiche Konzerne wie AUDI, BMW und auch chinesische Hersteller erkannt. Hier stellt man bei den meisten ab 2025 auf alleinige Verbrenner um und beendet die Produktionslinien mit den alten Elektroautos. Der Katalysator und sonstige Filter kommen aus Kostengründen weg, das behindert die Industrie und gefährdet unsere Arbeitsplätze. Je dreckiger je besser. Hat man auch im autoritären China erkannt, da setzt man besonders auf Verbrenner. Aber gut China: Hiervor sollte man sich keine Sorge machen, die Unternehmen dort haben garkein Interesse Konkurrenzprodukte, die billiger&besser sind, herzustellen.
Und überhaupt. Warum auf neue Technologien von morgen setzen?
Lieber auf die Technologien von gestern setzen und die Arbeitsplätze bewahren. Irgendwann hat man dann ein schönes Museum und kann von Chinesen Eintritt verlangen.
Überhaupt Veränderungen: Einfach furchtbar, soviel Arbeit. Daher nutzt man in DE Kliniken/Praxen auch im Jahr 2021 hauptsächlich noch FAX und Nadeldrucker. Weil es so bequem ist und immer so war.
Das ist eigentlich auch die beste Begründung, um Veränderungen zu verhindern: Es war schon immer so. So haben sich moderne Therapien und Leitlinien in der Medizin entwickelt: Indem man alles so belassen hat, wie es immer war.
Kackbratze
23.06.2021, 20:53
Da die FDP aktuell in der Regierung ist, kann man denen das ja auch alles in die Schuhe schieben.
Ausserdem gibt deren Wahlprogramm deine Anschuldigungen nicht wirklich wieder, aber ein netter Text.
Das ist doch,was die FDP so predigt Tag ein Tag aus. Neoliberalismus, alles privatisieren, möglichst kaum Staat, keine Steuern, keine Leistungen vom Staat, möglichst wenig Gerechtigkeit und gleiche Chancen, alte reiche Säcke fördern,egal was sie sagen, Klientelpolitik. Und so hat sie auch in ihrer letzten Regierungszeiten gearbeitet.
"Bau die Straße selbst und nimm horrenden Wegezoll."
Zu schade, dass sie es wieder ins Parlament schafft, es war wirklich kein Verlust als sie rausgeflogen ist...immerhin viel Material für Fernseh-Satire.
Kackbratze
24.06.2021, 06:20
Dem entgegen stehen die Predigten der Linken, was man genauso als Satire verkaufen kann, wenn man das richtige Publikum hat.
Schreib doch bitte auch so einen Rant zu der PBC oder Volt. Hilft hier auch bei dem Thema nicht weiter, könnte aber als Brustlöser für Frust dienen.
Die Linken und auch Grüne sind zum Teil vollkommen unrealistisch und realitätsfern mit ihren Wünschen und Ideen.
Grüne haben ein paar Leute in der Provinz wie in BW, die im hier und jetzt leben.
Immerhin lehnt die Linke Auslandseinsätze der Bundeswehr ab, das muss man ihr zu Gute halten.
Die Linke will auch eine 30Stunden-Woche und 36 Urlaubstage... find ich super :-D
Aber ich fürchte, sie würden eh in allen Koalitionsverhandlungen scheitern- spätestens bei der Außenpolitik. Und so richtig scheinen sie ja selbst nicht zu wissen, ob sie regieren wollen. Henning-Wellsow hört sich bis jetzt wenig kämpferisch an, bzw. hat große Mühe, die Verwerfungen um Sahra Wagenknecht unter der Bettdecke zu halten. Ich verstehe Wagenknechts Argumentation zwar nach dem Motto "wir kümmern uns zuviel um Minderheiten und politische Korrektheit, aber zu wenig um wirklich soziale Missstände" - aber ich frage mich, warum man überhaupt beides gegeneinander ausspielen muss. Was die Minderheiten angeht, frage ich mich ja schon immer, warum Leute etwas GEGEN deren Schutz haben können. Wenn man andere Prioritäten hat, soll man sich halt um die kümmern und die Minderheiten einfach in Ruhe lassen bzw. deren Schutz jemand anderem überlassen. Und wenn die Linke sagt "wir wollen das Geld für soziale Absicherung ausgeben und nicht dafür, dass Dokumente gegendert werden, ist das ja auch eine akzeptable Meinung - aber warum Wagenknecht richtige Attacken gegen die "Lifestyle-Linke" fährt, ist mir ein Rätsel
Thomas24
24.06.2021, 19:54
Und wenn die Linke sagt "wir wollen das Geld für soziale Absicherung ausgeben und nicht dafür, dass Dokumente gegendert werden, ist das ja auch eine akzeptable Meinung - aber warum Wagenknecht richtige Attacken gegen die "Lifestyle-Linke" fährt, ist mir ein Rätsel
Vielleicht weil Fr. Wagenknecht verstanden hat, dass die Mehrzahl der potentiellen LINKEN Wähler derzeit andere Sorgen hat, als die Diskurse, die in diesem Milieu gerne geführt werden und sich nicht mehr von Menschen repräsentiert fühlen, die sich in ihrer akademischen Blase z.B. neue Personalpronomina für neue Geschlechtsidentitäten einfallen lassen ("e/ey, em/er, zhe/zher" https://uwm.edu/lgbtrc/support/gender-pronouns/ ), oder den "alten, weißen Mann" als universellen Chiffre für das Böse in der Welt verwenden wollen :-nix
Dieses Klientel, urban, jünger, akademischer Background, woke, wird schon von anderen Parteien bedient.
Das traditionelle LINKE Klientel, vor allem im Osten, hat ja andere Sorgen als die Befindlichkeiten von vermeintlich oder tatsächlich diskriminierten Minderheiten und fühlt sich vor den Kopf gestoßen.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.