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Chriman
10.08.2021, 08:27
Dass es Wetterphänomene gibt die Menschenleben kosten ist unbestritten, auch dass menschliches Verhalten zu einer Häufung dieser Phänomene beiträgt.
Allerdings fällt aus meiner Sicht schon auf, dass es in den Jahren mit medial besser verwertbaren Krisen (Euro, Flüchtlinge, CoVid...) scheinbar weniger brennt, flutet oder dürrt (gibt es dieses Wort?)...
Außerdem können lokal zu verantwortende Versäumnisse super auf Naturereignisse abgewälzt werden. ala "Da klopft wohl der Klimawandel an die Tür" - möglicherweise ja. Aber sicher wurde es versäumt in Brandschutz zu investieren, Brandrodung zu verhindern oder ein suffizientes Flutwarnsystem zu etablieren und zu nutzen etc..
Nur diese Wahrheit würde weh tun - dann doch lieber betroffen in die Kamera schauen und Klimawandel sagen...

DrSkywalker
10.08.2021, 09:28
Dass es Wetterphänomene gibt die Menschenleben kosten ist unbestritten, auch dass menschliches Verhalten zu einer Häufung dieser Phänomene beiträgt.
Allerdings fällt aus meiner Sicht schon auf, dass es in den Jahren mit medial besser verwertbaren Krisen (Euro, Flüchtlinge, CoVid...) scheinbar weniger brennt, flutet oder dürrt (gibt es dieses Wort?)...
Außerdem können lokal zu verantwortende Versäumnisse super auf Naturereignisse abgewälzt werden. ala "Da klopft wohl der Klimawandel an die Tür" - möglicherweise ja. Aber sicher wurde es versäumt in Brandschutz zu investieren, Brandrodung zu verhindern oder ein suffizientes Flutwarnsystem zu etablieren und zu nutzen etc..
Nur diese Wahrheit würde weh tun - dann doch lieber betroffen in die Kamera schauen und Klimawandel sagen...

Wetterphänomene? Du meinst den Menschengemachten Klimawandel, dann darfst du ihn auch so benennen.

Der Rest deines Posts ist korrekt, allerdings übst du Medienkritik, die ich gerne teile. Das ändert aber nichts an den Fakten. Der Klimawandel muss jetzt angegangen werden, nicht irgendwann mit irgendwelchen "neuen Technologien" oder "grünem Wasserstoff" (beides inhaltsleere FDP - Floskeln).

Ich denke es ist gut, dass die Medien viel darüber berichten, aufklärungsarbeit ist da noch sehr viel notwendig.

Matzexc1
10.08.2021, 09:41
Wetterphänomene? Du meinst den Menschengemachten Klimawandel, dann darfst du ihn auch so benennen.

https://www.nzz.ch/international/deutschland/klimawandel-hochwasser-deutschland-ld.1636734

Bei aller Höflichkeit, mir fehlen Daten die belegen das seit Beginn der Industrialisierung solche Ereignisse häufiger auftreten als davor. Das Magdalenenhochwasser mit Tausenden Toten enstammte auch aus Starkregen und war 1342, 1480 gab es das gleiche.

Wenn du Quellen hast würde ich mich sehr freuen.

DrSkywalker
10.08.2021, 10:32
https://www.nzz.ch/international/deutschland/klimawandel-hochwasser-deutschland-ld.1636734

Bei aller Höflichkeit, mir fehlen Daten die belegen das seit Beginn der Industrialisierung solche Ereignisse häufiger auftreten als davor. Das Magdalenenhochwasser mit Tausenden Toten enstammte auch aus Starkregen und war 1342, 1480 gab es das gleiche.

Wenn du Quellen hast würde ich mich sehr freuen.

Interessante Fragestellung. Quellen müsste ich jetzt suchen, gerade keine Zeit dafür.

Aber: Was genau bezeckst du mit der Frage? Willst du den Klimawandel und/oder dessen Folgen ernsthaft in frage stellen oder Leugnen? So fasse ich deinen Einwurf nämlich auf.

Gibt es keine gloabale Erwärmung? Kein Schmelzen der Pole? Kein Anstieg der Meeresspiegel? Keine Abschwächung des Golfstroms? Keine drohende Unbewohnbarkeit der Äquatorregion und damit drohenden Klima-FLüchtlingsströme?

Matzexc1
10.08.2021, 11:07
Interessante Fragestellung. Quellen müsste ich jetzt suchen, gerade keine Zeit dafür.

Aber: Was genau bezeckst du mit der Frage? Willst du den Klimawandel und/oder dessen Folgen ernsthaft in frage stellen oder Leugnen? So fasse ich deinen Einwurf nämlich auf.

Gibt es keine gloabale Erwärmung? Kein Schmelzen der Pole? Kein Anstieg der Meeresspiegel? Keine Abschwächung des Golfstroms? Keine drohende Unbewohnbarkeit der Äquatorregion und damit drohenden Klima-FLüchtlingsströme?

Zu deinem letzten Absatz:
1-4 ja die gibt es, 5....dazu möchte ich Quellen sehen, der Punkt ist mir nicht sonderlich nachvollziehbar.
Aber hier ein interessanter Artikel der FR https://www.fr.de/wissen/sahara-ergruent-zumindest-bisschen-13551679.html

Klimabedingte Wanderungen gab es auch vorher: https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-beeinflusste-europaeische-geschichte/

Ich darf hierzu vorschlagen die kleine Eiszeit vom 15-19jH in Betracht zu ziehen, in der der Golfstrom auch schwächer war.

Was bezwecke ich: Ich persönlich finde die Aussagen zu Klimawandel und den Folgen zu absolutistisch und frage mich ob wir alles an Klimaveränderung auf den Menschen schieben können und möchte diesen Punkt in die Diskussion einbringen.
Ich bemängele auch die Reaktionen aus diesem Klimawandel und die Deutschland-rettet die-Welt Haltung, die gerade im gut verdienenden Milieu beheimatet ist. Anstatt die effizientesten Masssnahmen zu fördern scheint man hier auf ein gutes Gewissen und eine gute Presse zu setzen.

Für mich ist die drängendere Fragestellung: Wie reagieren wir auf eine natürliche, wahrscheinlich durch Menschen verstärkte Veränderung im Klima?

Ich bleibe auch dabei das mir die historischen Daten fehlen die eine Häufung von Extremen Wetterereignissen seit der Industrialisierung aufzeigen.

Chriman
10.08.2021, 11:38
Ursprünglich wurde in dieser Diskussion lediglich festgestellt, dass es eine medial ziemlich unausgewogene Berichterstattung bzgl. Klimaphänomen und deren Folgen gibt.
Und noch ursprünglicher wurde mal in diesem Thread gefragt wen man 2021 wählen kann. Und da es aus meiner Sicht auch andere, mindestens genauso dringend zu lösende Probleme gibt wie den Klimawandel (Bündnisse in der Außenpolitik, China, tragbare Sozialversicherungssysteme, gesellschaftliche Resilienz ) sollten diese nicht gänzlich aus dem Fokus verschwinden.
Diese Baustellen können und müssen wir selbst angehen und fixen, ist aber nicht sexy - auch nicht für die Regierungsparteien.
Da dienen klimapolitische Themen meiner Meinung nach teilweise als Eskapismus.

Evil
10.08.2021, 11:55
Was bezwecke ich: Ich persönlich finde die Aussagen zu Klimawandel und den Folgen zu absolutistisch und frage mich ob wir alles an Klimaveränderung auf den Menschen schieben können und möchte diesen Punkt in die Diskussion einbringen.
Ich bemängele auch die Reaktionen aus diesem Klimawandel und die Deutschland-rettet die-Welt Haltung, die gerade im gut verdienenden Milieu beheimatet ist. Anstatt die effizientesten Masssnahmen zu fördern scheint man hier auf ein gutes Gewissen und eine gute Presse zu setzen.

Für mich ist die drängendere Fragestellung: Wie reagieren wir auf eine natürliche, wahrscheinlich durch Menschen verstärkte Veränderung im Klima?
Das ist eine sinnvolle und vor allem konstruktive Fragestellung und letztendlich auch der Knackpunkt: welche Maßnahmen sind wirklich effektiv, die Erderwärmung, die definitiv nicht in unserem Interesse liegt, wenigstens zu vermindern?
Die Elektromobilität auf der Straße überzeugt mich im Gegensatz zu der auf der Schiene nicht wirklich, Hauruck-Maßnahmen wie der zu schnelle Ausstieg aus der Kernenergie können mittelfristig gegenteilige Effekte haben, deswegen sollte man schon nachdenken: gut gemeint ist nicht gut gemacht.

Aber dies:

Die Propagandamaschinerie läuft auf Hochturen.!
verläßt von vorneherein die Sachebene und stellt keine Diskussionsgrundlage dar, sondern lediglich eine (weitere) Provokation einer Userin mit übertriebenem Geltungsbedürfnis.

Matzexc1
10.08.2021, 12:39
Ich finde auch das wir jetzt, wie Chriman anmerkte, uns jetzt wieder dem ursprünglichen Thema zuwenden sollten. Ich stimme auch zu das wir auch noch andere Baustellen haben.
Vor allem welche die uns in den nächsten 10 Jahren auf die Füße fallen

Kackbratze
10.08.2021, 19:43
Wem haben die Beschlüsse von heute genutzt? Wahlpolitisch gesehen? Wer wird davon mehr Wähler bekommen?

epeline
10.08.2021, 20:05
Ich muss auch sagen, dass ich die Beschlüsse absolut nicht nachvollziehen kann.

Evil
10.08.2021, 20:56
Durchwurschteln wie gehabt :-kotz:-nix

Chriman
11.08.2021, 13:19
Wie schätzt ihr das plötzliche Erstarken der SPD in den Umfragewerten ein?
Scheinbar profitiert die Kampagne der SPD von der Person Scholz und seinem Amtsbonus. Und natürlich von der Schwäche der anderen Kanditaten.
Man stelle sich vor, dass die SPD am Wahltag doch noch mehr Stimmen gewinnt als die Grünen und es dann eine realistische Möglichkeit für eine Ampel unter roter Führung gäbe... klingt für mich interessant.

Für die Union wäre eine Legislaturperiode auf der Oppositionsbank sicher gut.

Feuerblick
11.08.2021, 15:52
Ich denke, das ist einfach der Tatsache geschuldet, dass die Mitkandidaten sich in den letzten Wochen mal so gar nicht mit Ruhm bekleckert haben und der einzige, der einfach die Fettnäpfe nicht mit Kopfsprung genommen hat, Herr Scholz war.
Mal sehen, wie sich das dann bei der Wahl auswirkt.

Matzexc1
11.08.2021, 15:55
Nicht nur für die, auch die SPD wäre schon längst überfällig.
Mein Problem bei beiden ist das Spitzenpersonal, wobei Borjans und Esken mir noch etwas unsympathischer sind.

Über Nomenklatura-Söhnchen Kühnert lass ich mich jetzt nicht aus.

Ich frage mich nur dabei wie wichtig es der FDP wäre in die Regierung zu gehen, weil ohne 3.Partei geht es nicht.

Vielleicht gibt es auch Rot,Grün,Schwarz? Neben RRG fände ich das nicht sonderlich gut

Lava
11.08.2021, 23:08
Evil, was überzeugt dich denn nicht an der E-Mobilität? Bzw. fällt dir eine bessere Alternative ein?

Chriman
12.08.2021, 06:41
Vielleicht gibt es auch Rot,Grün,Schwarz? Neben RRG fände ich das nicht sonderlich gut

Rot,Grün,Schwarz - mit der SPD als Juniorpartner? Ich denke das wäre der Todesstoß für die SPD bei den nächsten Wahlen...
RRG wäre auch mein Albtraum, ist aber kein wahrscheinliches Szenario. Da die Linke bald nur noch aus westdeutsch sozialisierten Fundis besteht, ist da weder Regierungsabsicht noch - Koalitionsfähigkeit vorhanden. Man müsste ja erstmal aus der NATO austreten bevor man über Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern redet...:-peng Und dann ist da auch noch die 5% Hürde...

Insgesamt ist das Thema möglicher Koalitionen ein spannendes Feld. Zumal dieses Mal ziemlich sicher drei Koalitionspartner von Nöten sein werden

Thomas24
12.08.2021, 08:25
Evil, was überzeugt dich denn nicht an der E-Mobilität? Bzw. fällt dir eine bessere Alternative ein?

Schätze mal, dass Evil die offenkundigen Lücken, Fehlannahmen/Halbwahrheiten und sonstigen Probleme in der "E Mobilität ist die Lösung!" Erzählung aufgefallen sind, die zu einem "Hm, wait a second...- E- Mobilität wird uns medial aber ganz anders verkauft!" Moment geführt haben.

Lava
12.08.2021, 08:35
Das reicht mir jetzt als Erklärung nicht. Wie soll man denn den CO2 Ausstoß mit Verbrennern verringern?

Thomas24
12.08.2021, 08:53
Das reicht mir jetzt als Erklärung nicht. Wie soll man denn den CO2 Ausstoß mit Verbrennern verringern?

Na, wenn man konsequent sein wurde: drastische Einschränkung des Individualverkehrs, plus weitere Verbesserung der Abgasaufarbeitung, massiver Aufbau von Sharing Angeboten und ÖPNV. Aber global - nicht bloss national. Einschränkung des Transport - und Flugverkehrs als flankierende Maßnahmen. Mit allen Konsequenzen für Lieferketten und Lebensstandard usw. Davon ist aber nie die Rede.

Feuerblick
12.08.2021, 09:06
Das Problem an der E-Mobilität ist doch:
1. Die Dinger brauchen Akkus. Die Akkus halten aber nur ein paar Jahre und sind dann teurer Sondermüll, der sich bisher nicht ausreichend recyceln lässt. Wohin damit? Zu den Brennstäben in irgendwelche tiefen Bergwerke packen?
2. Die Dinger brauchen Akkus. Die Akkus sind aus Rohstoffen, die 1. nicht gerade weit verbreitet sind, 2. aus Ländern stammen, die alles, aber nicht den Raubbau an ihrer Umwelt gebrauchen können und die 3. unter mehr als zweifelhaften Bedingungen abgebaut werden. Kurz: Unsere „CO2-Freiheit“ geht auf Kosten der Umwelt und der Menschen in ärmeren Ländern.
3. Die Dinger brauchen Strom. Um halbwegs CO2-neutral fahren zu können und auch sonst nur erneuerbare, grüne Energien zu verwenden, müsste erst einmal die Stromgewinnung entsprechend verändert werden. Von der Kapazität der Netze reden wir noch nicht, aber die ist dann das nächste Problem.
4. E-Mobilität ist teuer. Ja, sicher, es ist super, wenn die reichen Nationen schon mal anfangen, CO2-neutraler zu werden. Aber es ist kein Modell, dass die Länder übernehmen können, bei denen es für die meisten Menschen bestenfalls zu einer stinkenden, rostigen Kapperkarre reicht.

E-Mobilität liest sich nur deshalb so wunderbar sauber, weil niemand an das Drum und Dran denkt. Qualmt nicht, muss sauber sein.

Ich bin da definitiv bei Thomas ´Ideen. Sich nur und ausschließlich auf E-Mobilität zu fokussieren, ohne einen Plan zu haben, wie man die umweltfreundlich einsetzen kann, ist einfach zu kurz gedacht und fällt uns dann in 15 Jahren fürchterlich auf die Füße. Reine politische Augenwischerei.
Stattdessen sollte man sich Alternativen überlegen, weiter an Abgasaufarbeitung und neuen Treibstoffen/Motoren forschen (statt die Kohle nur in E-Mobilität zu stecken), den ÖPNV auf- und den Flugverkehr abbauen und dafür sorgen, dass eben nicht Lebensmittel und Waren aus aller Herren Länder eingeflogen werden sondern gerade Lebensmittel erst einmal und ausschließlich regional angebaut und verkauft werden. Usw…