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Wenn deine Meinung/ Weltbild allerdings bereits feststeht, macht es aus meiner Sicht wenig Sinn, in eine längere Diskussion einzusteigen.
Hat nicht jeder ein Weltbild und eine politische Richtung von der man wenig bis gar nicht abweicht?
Thomas24
29.08.2021, 22:48
Hat nicht jeder ein Weltbild und eine politische Richtung von der man wenig bis gar nicht abweicht?
Klar, bis zu einem gewissen Maße, leben wir ja jeder in seiner eigenen "Filter Bubble", insofern hat ein Ross Beaty zu einem Teil auch recht, wenn er behauptet: "we are all Bubble- onians" (pun intended). Jeder lebt in seiner Wahrnehmungs Bubble, und -wie in der Babylonischen Sprachverwirrung- sprechen diese Bubbles im Diskurs teilweise noch nicht mal mehr dieselbe Sprache untereinander- oder meinen völlig andere Dinge. Ich halte es aber wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben, oder zumindest zu versuchen, den Standpunkt des anderen nachzuvollziehen- auch wenn man persönlich anderer Meinung ist.
Und ansonsten halte ich stimme ich Keynes ausnahmsweise zu: ändern sich die Fakten, ändert sich meine Meinung.
Und das sag ich als Anhänger von Hayek und Mises :-))
Anhänger von Hayek :-))
Hayek besuchte 1977 Chile, wo er unter anderem mit dem freundlichen Herrscher Pinochet persönlich sprach, dessen Regime er daraufhin in verschiedenen Artikeln zu verteidigen suchte – wider besseres Wissen. Pinochets Chile wurde u.a. durch die von Hayek inspirierten Chicago Boys geprägt. Und tada: ein wohlhabendes Land, mit gewisser Ungleichheit. Sogar das Wasser ist dort nahezu vollständig privat.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-06/chile-neoliberalismus-armutsgrenze-wirtschaft-reichtum/seite-2
In meiner Jugend war ich auch mal Anhänger von Hayek, der Mont Pèlerin Society, der FDP und Gegner von Keynes und sozialistischen Ideen. Daaaannnn kam aber das Arbeitsleben im KH und es hat sich seit Famulaturen und PJ ins Gegenteil verkehrt mit den bescheidenen Arbeitsbedingungen ebendort. Das hat wirklich geprägt. Inzwischen bin ich eher pragmatisch und kein Anhänger mehr von links oder rechts. Ehrlich gesagt ist Chile eher abschreckend für mich als Beispiel für des Neoliberalismus...no, gracias. Etwas zu viel des Guten.
Nun aber mal alle Butter bei de Fische: Letzendlich müssten doch die meisten für CDU+FDP sein oder? Ich meine nur so bleiben uns P-Patienten und so manches Privileg GANZ sicher erhalten.
Ist nun auch kein Geheimnis, was Apotheker und Ärzte meist wählen, wobei es schon länger einen aufsteigenden grünen Ast und gerade in Norddeutschland und einigen Großstädten auch SPD- Anhänger gibt.
Wenn ich ehrlich bin, glaube ich auch nicht, dass sich weder mit Rot-Grün-Gelb oder Jamaika viel im Gesundheitswesen und der Vergütung ändert. Rot-Grün-Rot halte ich total für unrealistisch.
Passt auf am Ende wird es Schwarz-Gelb; Laschet wird irgendwie jetzt auf die Überholspur kommen oder? Er hat's ja auch in NRW geschafft.
"Und wo vergraben wir eigentlich den Atommüll?"
Die neu entwickelten Reaktormodelle produzieren entweder deutlich weniger oder verwenden ihren eigenen Müll wieder als Brennstoff, so dass keine anfällt.
Diese technische Weiterentwicklung ist an Deutschland vorbeigegangen, da wir die Weltspitze der Kernenergieforschung bereitwillig anderen Ländern überlassen haben.
Wenn man veraltete Technik weiter betreibt, bleibt man natürlich auf den Resten der alten Technik (Atommüll) und der alten Denkweise hängen.
Achso, nee das funktioniert nicht. Ja hier gab's die Diskussionen mit dem schnellen Brüter in Kalkar, schade, dass er nicht gekommen ist, blöde Ideologie usw. Aber schaut's an der französische Superphenix
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Creys-Malville
ist ein einziger Pannenreaktor. Und in den USA oder Rußland funktioniert das ganze ebenso nicht. Das Ding wurde seit 1976 (!!!) erprobt und ist gescheitert. Frankreich baut solche Dinger auch nicht. Übrigens haben auch die Franzosen Probleme mit dem Bau moderner Atomkraftwerke à la Berliner Flughafen. Beneidenswert ist ihr niedriger Strompreis (ca. 50% weniger als hier). Insgesamt bin ich für den Ausbau erneuerbarer Energien, finde das EEG Umlagensystem in seiner jetzigen Form wenig attraktiv und verbesserungswürdig.
Kackbratze
31.08.2021, 00:26
China baut gerade seinen ersten Thorium-Reaktor, verschiedene Reaktor-Techniken befinden sich in der Forschung und im Bau.
Ich bin kein radikaler Verfechter irgendeiner Technik, ich bin gegen die konsequente Ablehnung und damit dem späteren Mangel an Alternativen.
Hoechst hat als erstes gentechnisch hergestelltes Insulin entwickelt, "Gentechnik ist böse", Hoechst danach politisch motiviert abgewickelt, diese Technik wird jetzt erfolgreich im Ausland angewendet.
Das ist meine persönliche Abneigung gegen ideologisch bedingte Ablehnung von Alternativen.
Achso, nee das funktioniert nicht. Ja hier gab's die Diskussionen mit dem schnellen Brüter in Kalkar, schade, dass er nicht gekommen ist, blöde Ideologie usw.
Der schnelle Brüter in Kalkar steht nicht zur Debatte, im Gegenteil, schnelle Brüter erzeugen im Gegensatz zu den konventionellen Leichtwasser-Reaktoren waffenfähiges Plutonium, und das will hier kaum jemand.
Interessant war der THTR in Hamm-Uentrop, der auch noch nicht ausgereift war (das haben Forschungsreaktoren so an sich), und dann unter relativ fadenscheinigen Gründen unter Federführung der Grünen stillgelegt wurde.
Der schnelle Brüter in Kalkar steht nicht zur Debatte, im Gegenteil, schnelle Brüter erzeugen im Gegensatz zu den konventionellen Leichtwasser-Reaktoren waffenfähiges Plutonium, und das will hier kaum jemand.
Interessant war der THTR in Hamm-Uentrop, der auch noch nicht ausgereift war (das haben Forschungsreaktoren so an sich), und dann unter relativ fadenscheinigen Gründen unter Federführung der Grünen stillgelegt wurde.
Naja, in Frankreich, USA, Russland hat man's auch nicht geschafft mit den neuen Reaktoren. Grundsätzlich ist's immer gut zu forschen, aber hier hamma uns gut was gespart. Grundsätzlich ist die Technologie auch sehr teuer, wenn man Bau, Endlager, Abbau und Sicherheitsmaßnahmen einberechnet. Das Betreiben ist ne prima Geldquelle; das restliche Drumherum nicht.
Ich weiß, passt mal wieder nicht zum Thema, aber Atomkraft scheint jetzt auch nicht so die Rettung zu sein :
https://www.youtube.com/watch?v=7SZGGnrXb1M
Was ist denn die Rettung?
Ökostrom wird auf absehbare Zeit nicht allein in der Lage sein, den Strombedarf zu decken.
Kohle und Gas setzen CO2 frei.
Atomstrom birgt Sicherheitsrisiken und ungelöste Entsorgungsprobleme.
Fusionsreaktoren wie der Tokamak stehen dann in 50 Jahren zur Verfügung.
Energiesparmaßnahmen oder gar Verbot von bestimmten Verbrauchsformen (Klimaanlagen) wird keine Bevölkerung ausreichend mittragen, weder in den Industrieländern noch in den Schwellen- oder Entwicklungsländern.
Tja, und jetzt? Ein Kompromiss/Mischung aus allen Formen der Energieerzeugung? Was ist das kleinste Übel?
Kackbratze
31.08.2021, 13:34
Der aktuelle Stand mit teurem Atomstrom aus dem Ausland in "Schwächephasen" , regelmäßigen Abachaltungen von Aluminiumhütten mit Millionen-Abfindungen für den Ausfall und dem gleichzeitigem Beweis, dass die Versorgung in Deutschland nicht gesichert ist (andere Industrien schauen sich das sehr genau an) ist gerade ausreichend für den Wähler, dass es ihn nicht interessiert.
Hauptsache im "eigenen Land" dreht sich ein Rad (mit Mindestabstand zum eigenen Haus im Grünen), auf dem Dach surren die chinesischen Solarpanels, sofern sie nicht brennen oder die Sonne nicht scheint und man fühlt sich einfach gut, weil der Strom ja aus der Steckdose kommt und dass das Alles teurer wird, macht ja nix, man hat ja genug zum Leben.
Da ist es egal, in welches Wahlprogramm man schaut, bei den grossen 3 gibt es keine Konzepte für eine Sicherung oder eine relevante Preissenkung. Weiter so mit mal mehr Sicherheit im Hinterkopf, dann ist es eben unökologisch, oder eben mit weniger Sicherheit, aber mehr Klimaschutz. Aber alles ohne Konzept für die langfristige Sicherung der Stromversorgung, wenn jetzt auch parallel alles per Akku versorgt werden soll.
Die aktuelle Regierung (2 von 3) arbeitet noch mit Zahlen aus den 80ern, wieviel Strom Deutschland in Zukunft braucht und bei den Grünen habe ich auch noch keine Zahlen gesehen, die auf der Zukunft basieren, wenn alles geladen werden soll. Einzig das Paper aus Freiburg ("das Netz ist der Speicher" - Kurzzusammenfassung Frau B.) plant eine Zukunft des Stromnetzes, die mir aber nicht gefällt, weil das Licht nur dann angeht, wenn es dem Netz gefällt, nicht wenn es dunkel in meinem Haus ist.
Thomas24
31.08.2021, 16:42
Nun aber mal alle Butter bei de Fische: Letzendlich müssten doch die meisten für CDU+FDP sein oder? Ich meine nur so bleiben uns P-Patienten und so manches Privileg GANZ sicher erhalten.
Ist nun auch kein Geheimnis, was Apotheker und Ärzte meist wählen, wobei es schon länger einen aufsteigenden grünen Ast und gerade in Norddeutschland und einigen Großstädten auch SPD- Anhänger gibt.
Wenn ich ehrlich bin, glaube ich auch nicht, dass sich weder mit Rot-Grün-Gelb oder Jamaika viel im Gesundheitswesen und der Vergütung ändert. Rot-Grün-Rot halte ich total für unrealistisch.
Passt auf am Ende wird es Schwarz-Gelb; Laschet wird irgendwie jetzt auf die Überholspur kommen oder? Er hat's ja auch in NRW geschafft.
Du musst auch schon die magischen Worte sagen, sonst wird das nichts mit den geforderten Butter bei den Fischen.
Jetzt alle gemeinsam: "DE- Systemprofiteure!" :-)) Außerdem fehlt neben dem Verweis auf die vermeintlichen Privilegien von Ärzten und Apothekern der übliche Verweis auf die "unterdurchschnittliche Versorgungsqualität des Prostata- ca unter außer Achtlassung aller Leitlinien". So viel Zeit muss doch sein.
Der aktuelle Stand mit teurem Atomstrom aus dem Ausland in "Schwächephasen" , regelmäßigen Abachaltungen von Aluminiumhütten mit Millionen-Abfindungen für den Ausfall und dem gleichzeitigem Beweis, dass die Versorgung in Deutschland nicht gesichert ist (andere Industrien schauen sich das sehr genau an) ist gerade ausreichend für den Wähler, dass es ihn nicht interessiert.
Fasst es sehr schön zusammen. Nennen wir doch ruhig auch ein paar Zahlen: Im Falle von Strommangel ist bereits heute vorgesehen, dass Industriebetriebe ihre Produktion optimalerweise freiwillig – gegen Entschädigung – zeitweise herunterfahren. Dabei geht das Wirtschaftsministerium von einem Potenzial von 16 Gigawatt aus, das bis 2030 vollständig erschlossen sein soll (klitzekleines Problem: das Umweltbundesamt selbst kommt nur auf ein Potenzial von sechs Gigawatt).
Zweites klitzekleines Problem: Die Bundesregierung glaubt, ca. 4,5 Gigawatt "Netzersatzanlagen" zu haben, um Schwankungen des Stromnetzes ausgleichen zu können. Im aktuellen Marktstammdatenregister sind allerdings nur ...9,4 Megawatt... ausgewiesen, also nur 0,2 Prozent des angenommenen Ausgleichspotentials. Quellen: siehe Links unten. (Einmal das Sondergutachten des Bundesrechnungshofes und einmal die Zusammenfassung in der Presse).
Hauptsache im "eigenen Land" dreht sich ein Rad (mit Mindestabstand zum eigenen Haus im Grünen), auf dem Dach surren die chinesischen Solarpanels, sofern sie nicht brennen oder die Sonne nicht scheint und man fühlt sich einfach gut, weil der Strom ja aus der Steckdose kommt und dass das Alles teurer wird, macht ja nix, man hat ja genug zum Leben.
Auch hier: ruhig mal ein paar Zahlen nennen, sonst denken wieder alle, das denkst du Dir nur aus- oder "das kann ja alles gar nicht sein im Land in dem wir gut und gerne leben- Tm". Verbraucherpreisinflation 3,8% (zum Kontext: höchster Stand seit über 20 Jahren), Energiepreisinflation 11,6%. https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html
Und das noch vor den Vorschlägen der Grünen die CO2 Preisverteuerung pro Tonne zu beschleunigen. Derzeitiger CO2 Preis pro Tonne 25 Euro. Bislang geplanter Anstieg auf 55 Euro/ Tonne bis 2025. Vorschlag Grüne: Verteuerung auf 60 Euro/ Tonne, und zwar nicht bis 2025 wie bislang geplant, sondern schon bis 2023. Ist aber alles gar nicht so schlimm für den Endverbraucher, denn über das Energiegeld ginge die Belastung ja an den Bürger zurück...
Da ist es egal, in welches Wahlprogramm man schaut, bei den grossen 3 gibt es keine Konzepte für eine Sicherung oder eine relevante Preissenkung. Weiter so mit mal mehr Sicherheit im Hinterkopf, dann ist es eben unökologisch, oder eben mit weniger Sicherheit, aber mehr Klimaschutz. Aber alles ohne Konzept für die langfristige Sicherung der Stromversorgung, wenn jetzt auch parallel alles per Akku versorgt werden soll.
Die aktuelle Regierung (2 von 3) arbeitet noch mit Zahlen aus den 80ern, wieviel Strom Deutschland in Zukunft braucht und bei den Grünen habe ich auch noch keine Zahlen gesehen, die auf der Zukunft basieren, wenn alles geladen werden soll. Einzig das Paper aus Freiburg ("das Netz ist der Speicher" - Kurzzusammenfassung Frau B.) plant eine Zukunft des Stromnetzes, die mir aber nicht gefällt, weil das Licht nur dann angeht, wenn es dem Netz gefällt, nicht wenn es dunkel in meinem Haus ist.
Tja, das ist leider völlig richtig. Fairerweise kann man dieses Versäumnis aber nicht den Grünen ankreiden, sondern den bisherigen Regierungsparteien. Nur: die Vorschläge der Grünen würden die bestehende fragile Situation ohne Ausgleichsmaßnahmen natürlich verschlechtern und das Netz nur noch instabiler machen. Es sei denn man glaubt tatsächlich "das Netz ist der Speicher" :D
Der Bundesrechnungshof hat beispielsweise einen Sonderbericht zur Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiewende publiziert. https://www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffentlichungen/produkte/sonderberichte/2021/bund-steuert-energiewende-weiterhin-unzureichend
Da stehen unschöne Sachen drin, wie "Das BMWi geht von teils zu optimistischen und teils unplausiblen Annahmen zur Sicherheit der Stromversorgung aus. Es muss deshalb sein Monitoring der Versorgungssicherheit vervollständigen. Außerdem hat das BMWi immer noch nicht festgelegt, was es unter einer preisgünstigen Stromversorgung versteht. Die Strompreise für private Haushalte sowie kleine und mittlere Gewerbe- und Industriekunden liegen in Deutschland europaweit an der Spitze. Einen Großteil des Strompreises machen staatlich geregelte Bestandteile aus, insbesondere die EEG-Umlage und die Netzentgelte. Der Bundesrechnungshof empfiehlt, diese Strompreis-Bestandteile grundlegend zur reformieren..."
Der Artikel hier: https://www.welt.de/wirtschaft/article229449033/Energieversorgung-Bundesrechnungshof-warnt-vor-
Stromluecke.html?icid=search.product.onsitesearch fasst einige Kernpunkte des Sondergutachtens zusammen.
Schaut hier grad jemand die Diskussionsrunde aufm ZDF?
Ich finde, es ist mal eine etwas andere runde als sonst, aber bei manchen Aussagen kann ich nur mit dem kopf schütteln... Die mutter, die gerade zugeschaltet ist, arbeitet als Zahnarzthelferein, pendelt 40km einfach und verdient ihrer Meinung nach zu wenig. Warum sucht sie sich nicht einfach einen Job, der näher am Wohnort liegt?! Jede, wirklich jede zahnarztpraxis, die ich kenne, (und bei anderen Arztpraxen wird es wohl ähnlich sein) sucht händeringend Helferinnen, da könnte man wirklich für sich ein passendes und gutes Angebot finden... Aber im Fernsehen rumjammern geht wohl einfacher :-keule
Tja nun, wenn HErr Laschet nicht den Ausbau der Erneuerbaren aktiv gebremst hätte, wären die Prognosen für die Erneuerbaren eventuell besser gewesen. Aber der Welt-Artikel bzw den BEricht des Bundesrechnungshofs, den du da zitierst, baut auch nur mit Wahrscheinlichkeiten. Zum Beispiel dieser Punkt: " Auch sei es riskant, dass die Bundesregierung ihre Wind- und Solarstromprognose aus den „historischen meteorologischen Bedingungen der Jahre 2009 bis 2013“ ableite. Es sei „nicht sachgerecht, dass diese Simulation kein Jahr mit schwachen Energieerträgen aus Wind und Sonne abbildet“, kritisiert der Bundesrechnungshof." Und wie wir alle wissen, stiegen danach aber zb die durchschnittlichen Sonnenscheinstunden https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/langzeitvergleich-deutlich-mehr-sonnenstunden-in-deutschland/
Es ist ja auch Aufgabe des Bundesrechnungshof, auf Schwachstellen in den Kalkulationen der Ministerien hinzuweisen und das ist ja auch völlig in Ordnung und so kann man ggf nachbessern - ABER niemand kann in die Zukunft sehen, wir MÜSSEN gewisse Risiken eingehen (ja auch, dass man mal kurzzeitig eben keinen Strom in der Steckdose hat oder dass sogar, auwei auwei mal die ein oder andere Industrienanlage runtergefahren werden muss wegen akutem Strommangel) denn das Risiko des Klimawandels ist halt einfach größer. Einiger der von der Flutkatastrophe betroffenen Haushalte haben immer noch keinen Strom. Sorry, aber da hab ich lieber ne chinesische Solaranlage auf dem Dach oder eben mal kurz keinen Strom als dass mein Haus wegschwimmt UND ich dann monatelang trotzdem keinen Strom habe. Es ist klar, dass sich was ändern muss. Wir hatten bislang gemütliche Versorgungssicherheit, die Wirtschaft brummte, aber das ging halt nur auf Kosten der Ressourcen und jetzt haben wir den Salat. Dann gehts halt nicht so weiter. Da kann man jetzt trotzig "buhuhu aber die Wirtschaft" weinen oder halt mal die Wirtschaft in Richtung Energiewende lenken.
In dem Video von Lava sagt Hr. Lesch ja ganz gut "Risiko ist eine Zukunft, die nicht eintreffen soll" und wir wollen alle nicht, dasss der Klimawandel eintritt, also gehen wir lieber die Risiken einer etwas unsicheren Energieversorgung und einer etwas schlechteren Wirtschaftsleistung ein.
Kackbratze
31.08.2021, 21:44
Es gibt kein zweites Stromnetz für Krankenhäuser oder andere wichtige Strukturen.
Du sitzt im Dunkeln, das stört Dich nicht.
Mich auch nicht.
Aber vielleicht einen Intensivmediziner, oder vielleicht mich auch, wenn ich im OP bei Kerzenschein arbeiten darf.
Oder sollen die Notstromaggregate dann länger laufen? Bei einem Blackout ist das Netz nicht sofort wieder komplett online, das braucht auch Zeit zum Neustart.
Die Flutkatastrophe in Ahrweiler ist auf einen schlechten Katastrophenschutz UND wohnen im Risikogebiet zurückzuführen. Da wird eine höhere Co2 Abgabe oder ein abgeschaltes Kohlekraftwerk auch nix dran ändern, wenn man im Überflutungsgebiet wohnt.
Thomas24
31.08.2021, 21:45
Du hast deine Ängste schon geäußert, dass die Wirtschaft den Bach runtergeht. Ich habe meine Ängste geäußert, dass es mit dem Planeten den Bach runtergeht. Wenn ich es ganz einfach haben würde wollen, könnte ich sagen: du willst reich sterben, ich arm leben. (Oder zumindest unsere Nachkommen).
Du zeichnest da eine ganz schöne Dystopie. Wenn ich dich richtig verstehe, befinden wir uns nach deiner Auffassung in einer Art "planetarem Notstandszenario". Einem Notstand, der so verheerend ist, dass er das Potential der besitzt das Überleben der Menschheit in der jetzigen Form in Frage zu stellen. Nicht nur das: dieser Notstand ist so drängend- quasi unmittelbar bevorstehend- dass jede weitere Verzögerung zu radikalem Handeln zu unvorhersehbaren Konsequenzen für die Zukunft des Planten (und somit mittelbar für seine Bewohner) bedeuten würde. Du schreibst sogar dezidiert, du hast Angst um dein Leben, bzw. um das Leben deiner Nachkommen.
Lassen wir uns einmal auf deine Prämisse wohlwollend ein und würden annehmen, dass die Annahmen alle zutreffend seien. Was wäre zu tun? Wenn man deinen Gedanken konsequent zu Ende denkt, so müssten wir nicht nur ein global koordiniertes Handeln in Richtung eines gemeinsamen Ziels (Abwendung einer unmittelbar bevorstehenden weltweiten Klimakatastrophe) sehen, sondern im Zuge dessen konsequenterweise auch über das Ende von Nationalstaaten als solche nachdenken. Überlegung: eine derart große Herausforderung für die Menschheit, die ihr Überleben in Frage stellt, kann nicht effektiv durch die begrenzten Ressourcen kleiner Nationalstaaten, sondern nur durch eine koordinierte Anstrengung der gesamten Menschheit bekämpft werden. Also jenseits der Strukturen von Nationalstaaten, vielleicht in Form einer übergeordneten Weltregierung in welcher Art auch immer. Denken wir in der Größenordnung des Manhattan Projects oder der Mondlandung- nur um den Faktor 10.000 größer.
Spinnt man den Gedanken noch weiter, müssten darüber hinaus alle Bedenken gegen die herrschende Agenda, anders lautenden Meinungen, geschweige denn "kontraproduktive Maßnahmen" konsequent unterbunden werden. Denn im Grunde genommen wären alle Menschen, Staaten, Unternehmen, die sich nicht einer konsequenten Klimafreundlichen Politik (was auch immer das konkret bedeuten sollte, die konkrete Ausgestaltung dieses inhaltsleeren Begriffs unterläge dann den Bürokraten der Regierung) unterwerfen wollen, nicht "Feinde des Gemeinwohls? Nein, mehr noch: sogar "Feinde der gesamten Menschheit". Also müsste man abweichende Meinungen nicht nur aktiv unterdrücken, sondern zusätzlich alle privaten und geschäftlichen Vorgänge auf ihre "Klimafreundlichkeit" untersuchen- und zur Not positiv oder negativ sanktionieren (banales Beispiel: Fleisch essen- doof. In den Urlaub fliegen noch doofer. Sollte beides negativ sanktioniert werden- oder konsequenterweise: komplett verboten).
Neben den Nationalstaaten müssten wir also auch die individuelle Handlungsfreiheit loswerden, und -seien wir konsequent- auch das Prinzip der freien Meinungsäußerung. Denn mit einem ultimativ hohen Gut, wie das Überleben der Menschheit sichern zu wollen, würden alle Eingriffe in individuelle Grundrechte, in die politische und wirtschaftliche Handlungsfreiheit nicht nur gerechtfertigt, sie wären auch ja ethisch geboten.
Treten wir einen Schritt von diesem Gedankenspiel zurück und betrachten einmal, was wir dann erreicht hätten?
Genau. Eine Diktatur. Und der Weg dahin war gepflastert mit guten Absichten.
kartoffelbrei
01.09.2021, 06:04
Das klingt ja fast so, als sollte man versuchen den Klimawandel zu bekämpfen, BEVOR die Bedrohung so akut wird, dass nur noch eine weltweite Diktatur die Lösung ist...
Feuerblick
01.09.2021, 06:10
Wie jetzt? Bekämpfen einer Sache, bevor sie sich richtig negativ auswirkt? Gewagte Strategie und gerade Medizinern ja völlig fremd. :-))
Kackbratze
01.09.2021, 06:21
Wenn die Präventionsmassnahme den Organismus killt, den es schützen soll.
Lassen wir die Diktatur weg, wenn der Wirtschaftsstandort Deutschland seine Industrien verliert und das technische Knowhow im Bereich Hochenergieindustrie (Aluminum, Halbleiter, Chemie) abwandert, welche Unternehmen sorgen dann für Beschäftigung, so dass genug Steuerzahler da sind, die neben den gestiegenen Steuern und Abgaben auch die gestiegenen Lebenshaltungskosten stemmen?
Das Dienstleistungsgewerbe wird mit Geld finanziert, dass woanders in den Kreislauf gebracht wurde.
Die Co2 Zertifikate für die Industrie haben einen neuen Höchststand erreicht, das Stromnetz ist volatil, die Kaufkraft der Bürger sinkt von Monat zu Monat.
Wie soll das Zukunftssicher werden, wenn der Wandel zu 0-Emissionen noch mehr Geld kostet?
Ach Thomas. Macht es dir eigentlich Spaß, so etwas an den Haaren herbeizuziehen? Schon das mit den Nationalstaaten ist doch Quatsch, das will niemand, nicht mal Sarah Wagenknecht :-D Und den Rest mit der weltweiten Diktatur ist ein lustiges Hirngespinst, den man gut und gerne als "Anti-Grünen-Propaganda" werten darf. Vielleicht solltest du mal etwas anderes als die "Welt" lesen, um weniger Alpträume zu haben.
Alternativ kann man zb wie jetzt schon geplant, die wirtschaftliche Zusammenarbeit an klimafreundliches Produzieren knüpfen. Wirtschaftliche anreize statt Diktatur, ganz FDP-like. ("Klimaclub")
Kackbratze- die CDU hat in den letzten Jahren 100000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien ABgebaut. Da wurden Steuerzahler vernichtet UND Technologieentwicklung verhindert. Wenn man das zb rückgängig macht, kann man ja vielleicht ein klein bisschen weniger von der Aluminiumindustrie erwarten?
Fusionsreaktoren wie der Tokamak stehen dann in 50 Jahren zur Verfügung.
Oder auch garnicht.
Trotzdem bleibe ich dabei: die CDU+FDP werden die Wahl doch noch gewinnen. Reines Bauchgefühl. Und ich glaube, das wäre auch das beste so für das Land.
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