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DrSkywalker
06.09.2021, 11:38
Zwischen fundamentalen Christen und nazis gibt es sehr große Unterschiede. Auch zwischen der linken und der afd. Was willst du mit deinen befremdlichen Ausführungen den sagen explicit? Dass die afd ja gar nicht so schlimm ist?

bipoka
06.09.2021, 12:23
Offensichtlich gibt's hier AfD Sympathisanten. Sorry, die Partei geht garnicht, das haben selbst einige Stark Konservative (Ex) Mitglieder der AfD eingesehen, die sich in der CDU nicht mehr wohl gefühlt haben. Die AfD ist keine Alternative, wenn man Leute wie Bernd Höcke und Co duldet und feiert.

Da hat wohl jmd. den Schuss nicht gehört.

Matzexc1
06.09.2021, 12:29
Können wir etzt wieder zum Thema zurückkehren?

Hier wid gerade mehr über die AfD geredet als bei dieser Partei nötig ist

@ John Silver:
verstehe ich richtig das du jeden der kein Fan der Linken ist als latenten Nazi siehst?

Thomas24
06.09.2021, 12:39
@ John Silver:
verstehe ich richtig das du jeden der kein Fan der Linken ist als latenten Nazi siehst?

So hat er das weder formuliert und inhaltlich vermutlich auch nicht gemeint.

Lava
06.09.2021, 13:24
Die DDR gibt's seit 30 Jahren nicht mehr. Ich kenne jetzt die genau Struktut der Mitglieder nicht, aber ich würde mal behaupten, ein großer Teil davon hat mit der DDR nicht mehr so viel zu tun. Eine gute Freundin und ehemailige Klassenkameradin von mir ist Mitglied bei den Linken, war Gründungsmitglied von deren Jugendorganisation und ist aktuell Staatssekretärin in Berlin. Sie war Jahrgangsbeste bei uns und ich hatte schon immer große Achtung vor ihr. Allein schon deswegen kann ich keine schlechte Meinung von dieser Partei haben. Kapitalismus, Sozialismus, wasauchimmer... nichts davon wird je perfekt funktionieren, weil wir Menschen nicht perfekt sind. OK, ich drifte wieder in "Ideologien" ab. Aber für mich geht es darum. Ein System wählen, das ich für zukunftsfähig halte. Und der bisherige Weg hat für mich irgendwie ausgedient.

Nefazodon
06.09.2021, 16:19
.....

Thomas24
06.09.2021, 18:56
. OK, ich drifte wieder in "Ideologien" ab. Aber für mich geht es darum. Ein System wählen, das ich für zukunftsfähig halte. Und der bisherige Weg hat für mich irgendwie ausgedient.

Was meinst du denn genau damit?
Die parlamentarische Demokratie hat ausgedient?
Die soziale Marktwirtschaft hat ausgedient?
Der Interessenausgleich über Tarifautonomie freier Vertragspartner hat ausgedient?
Der Sozialstaat hat ausgedient?

Was genau stört dich denn?
Oder meinst du sowas wie:
Der bisherige Weg hat ausgedient = unzufrieden mit der Gesamtsituation.

bipoka
06.09.2021, 19:04
Können wir etzt wieder zum Thema zurückkehren?

Hier wid gerade mehr über die AfD geredet als bei dieser Partei nötig ist

@ John Silver:
verstehe ich richtig das du jeden der kein Fan der Linken ist als latenten Nazi siehst?

Also ich bin KEIN Fan der AfD, aber sie ist in den Parlamenten drin, wird gewählt, und was man tunlichst lassen sein sollte, ist sie totzuschweigen.

Lava
06.09.2021, 20:21
Was genau stört dich denn?
Oder meinst du sowas wie:
Der bisherige Weg hat ausgedient = unzufrieden mit der Gesamtsituation.

Mehr Regulation,
weniger freier Markt.

Thomas24
06.09.2021, 20:44
Mehr Regulation,
weniger freier Markt.

Bei einer Staatsquote von jetzt bereits über 50% (!!!) noch mehr staatliche Regulation haben zu wollen, ist mal ne steile Ansage. Aber ok.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161337/umfrage/staatsquote---gesamtausgaben-des-staates-in-relation-zum-bip/#:~:text=Die%20Staatsquote%20von%20Deutschland%20b etrug,Prozent%20bis%20rund%2049%20Prozent.

John Silver
06.09.2021, 21:15
@ John Silver:
verstehe ich richtig das du jeden der kein Fan der Linken ist als latenten Nazi siehst?

Echt jetzt?

Für die intellektuell Herausgeforderten: Wenn man nicht links wählt, ist man kein Nazi. Wenn man die AfD für das geringere Übel im Vergleich zu der Linken hält, ist man ein Nazi, womöglich gar nicht mehr latent.

Thomas24
06.09.2021, 21:32
Die DDR gibt's seit 30 Jahren nicht mehr. Ich kenne jetzt die genau Struktut der Mitglieder nicht, aber ich würde mal behaupten, ein großer Teil davon hat mit der DDR nicht mehr so viel zu tun.

Das ist bundeslandabhängig durchaus ein bunt gemischter Haufen. Der Landesverband NRW beispielsweise beinhaltet alle möglichen linken Strömungen inklusiver knallharter Marxisten (!) und Trotzkisten (!), die sogar noch die "Diktatur des Proletariats" haben wollen. In den östlichen Bundesländern hingegen gibt es durchaus ältere Semester, die der ehemaligen DDR hinterhertrauern (oder der zumindest gefühlt größeren "Solidarität untereinander" und der "sozialen Sicherheit", wo sich "der Staat gekümmert hat").
Unrechts- und Spitzelstaat DDR? Geschenkt. Wollen Teile der Bevölkerung nicht hören, geschweige denn aufgearbeitet wissen.
Die Wählerschaft im Westen hingegen ist überwiegend jünger, urbaner, vom Weltbild diffus feelgood- links, akademisch ausgebildet und Internet- affin.


Eine gute Freundin und ehemailige Klassenkameradin von mir ist Mitglied bei den Linken, war Gründungsmitglied von deren Jugendorganisation und ist aktuell Staatssekretärin in Berlin. Sie war Jahrgangsbeste bei uns und ich hatte schon immer große Achtung vor ihr. Allein schon deswegen kann ich keine schlechte Meinung von dieser Partei haben. Und wenn sich W. C. dann bei der FDP, SPD, CDU oder woanders engagiert hätte, dann hättest du von diesen Parteien keine schlechte Meinung gehabt? Weil, deine Freundin engagiert sich ja da, das können keine so üblen Gestalten sein?
Interessanter Ansatz.

Kackbratze
06.09.2021, 23:19
Mehr Regulation,
weniger freier Markt.

Wow. Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis.
Regulation kann man in so vielen Ländern beobachten (Venezuela, Cuba, Nordkorea, früher in der UdSSR und DDR), es hat sich dort nicht wirklich als Erfolgsmodell gezeigt, aber das ist kein Grund es nicht auch mal zu machen.
Wenn Clont nicht hilft, hilft mehr Clont.

Die aktuellen Errungenschaften mit weniger Hungersnot, geringerer Säuglingssterblichkeit, weniger Armut, besserer Gesundheitsversorgung weltweit sind nicht durch den Sozialismus oder Kommunismus entstanden.

Matzexc1
07.09.2021, 05:57
Echt jetzt?

Für die intellektuell Herausgeforderten: Wenn man nicht links wählt, ist man kein Nazi. Wenn man die AfD für das geringere Übel im Vergleich zu der Linken hält, ist man ein Nazi, womöglich gar nicht mehr latent.

Danke, mir war an der Klarstellung gelegen, ich finde es nur schade das du dieses Niveau für deine Antwort verwendest

Thomas24
07.09.2021, 06:15
Eine sehr wohlwollende Besprechung von ALB Auftritt im Ersten, bei der Sie sehr gut wegkommt (und die inneren Widersprüche in Ihren Aussagen und Forderungen Non chalant übergangen werden).

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-09/ard-wahlarena-annalena-baerbock-die-gruenen-klimakrise-bundestagswahl

"So wie sie an diesem Abend eigentlich immer am Besten ist, wenn sie hart angegangen wird. Dann duckt sie sich nicht weg, sondern bezieht klar Position. Da ist zum Beispiel der Herr aus der Braunkohleregion Lausitz, der sich wegen des von den Grünen geforderten früheren Kohleausstiegs nicht nur um die Arbeitsplätze in seiner Heimat sorgt, sondern generell auch um die Stromversorgung in Deutschland. Baerbock erklärt, wie die Grünen die Erneuerbaren Energien ausbauen wollen. "Es wird nicht zu flächendeckenden Versorgungengpässen kommen, das kann ich ihnen versprechen", legt sie sich fest. Der frühere Kohleausstieg sei nun mal unverzichtbar, wenn man die Klimaziele erreichen wolle.

Und sie nutzt die Gelegenheit auch, ihren Konkurrenten im Kampf um das Kanzleramt, Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU), eins mitzugeben. Zu sagen, man wolle 2040 klimaneutral sein, aber gleichzeitig an einem Kohleausstieg 2038 festzuhalten, das passe nun mal nicht zusammen."

Ist mal ne strammen Ansage. Ich hoffe, der Herr wird sich dereinst im Kerzenschein an das 2021 gegebene Versprechen erinnern, wenn die Familie zusammenrücken darf. "Papa, was hatten wir früher denn vor Kerzen?“ “Strom, mein Kind. Wir hatten früher auch nachts Strom". :D

"Ganz am Ende meldet sich denn auch noch ein Wirtschaftsprüfer zu Wort: "Ich höre den ganzen Abend nur, was sie alles ausgeben wollen. Ich frage Sie mal: wie wollen Sie das alles bezahlen? Das geht doch überhaupt nicht", sagt er. Baerbock verweist auf die von den Grünen geplante Vermögensteuer und die Vermeidung von Steuerbetrug, letzteres mache allein 50 Milliarden Euro im Jahr aus. Der Mann schüttelt den Kopf, überzeugt scheint er nicht. Doch erwidern kann er auch nichts mehr, denn da ist die Sendung vorbei."

Nur der zweifelnde Wirtschaftsprüfer hatte sich seine Frage "wer soll denn das ganze der-Staat-muss-sich-mehr-um-alles-kümmern denn bezahlen?" wirklich selbst beantworten können. Es ist wie immer: es lebt sich sehr generös, mit dem Geld anderer Leute...

In anderem Zusammenhang nennt man das "Bestechung". Aber der Wähler lässt sich seit Jahrzehnten halt gerne für Dumm verkaufen, wenn man ihn glauben lässt, das würde jemand anders bezahlen (Spoiler: ist am Ende aber nicht so).

Lava
07.09.2021, 07:51
Und wenn sich W. C. dann bei der FDP, SPD, CDU oder woanders engagiert hätte, dann hättest du von diesen Parteien keine schlechte Meinung gehabt? Weil, deine Freundin engagiert sich ja da, das können keine so üblen Gestalten sein?
Interessanter Ansatz.

Vielleicht, wer weiß. Aber so ist es ja nicht gekommen. Das Linksaffine hat sich seit der frühen Jugend entwickelt. Ging bei uns auch irgendwie nicht anders. Wenn man in einem Neubauviertel im Osten aufwächst, landet man irgendwie in der rechten Szene oder hasst sie wie die Pest und landet im Gegenteil. Was ich sagen wollte, ist, dass es Menschen gibt, die sich besser mit Politik und Wirtschaft auskennen als ich. Und es gibt neben den liberalen Wirtschaftstheorien eben auch andere, die vielleicht auch funktionieren würden, wenn man ihnen mal eine Chance gäbe.

Ich hab mal vor ein paar Jahren eine Doku über Marx gesehen. Da wurde auch die Frage gestellt, warum denn der Kapitalismus bisher noch nicht kollabiert sei, wie er vorhergesagt hatte. Die Antwort ist, dass er das längst schon getan hätte, wenn der Staat in gewissen Krisen nicht immer wieder rettend und regulierend eingegriffen hätte.

Nefazodon
07.09.2021, 09:52
Eine sehr wohlwollende Besprechung von ALB Auftritt im Ersten, bei der Sie sehr gut wegkommt (und die inneren Widersprüche in Ihren Aussagen und Forderungen Non chalant übergangen werden).

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-09/ard-wahlarena-annalena-baerbock-die-gruenen-klimakrise-bundestagswahl

"So wie sie an diesem Abend eigentlich immer am Besten ist, wenn sie hart angegangen wird. Dann duckt sie sich nicht weg, sondern bezieht klar Position. Da ist zum Beispiel der Herr aus der Braunkohleregion Lausitz, der sich wegen des von den Grünen geforderten früheren Kohleausstiegs nicht nur um die Arbeitsplätze in seiner Heimat sorgt, sondern generell auch um die Stromversorgung in Deutschland. Baerbock erklärt, wie die Grünen die Erneuerbaren Energien ausbauen wollen. "Es wird nicht zu flächendeckenden Versorgungengpässen kommen, das kann ich ihnen versprechen", legt sie sich fest. Der frühere Kohleausstieg sei nun mal unverzichtbar, wenn man die Klimaziele erreichen wolle.

Und sie nutzt die Gelegenheit auch, ihren Konkurrenten im Kampf um das Kanzleramt, Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU), eins mitzugeben. Zu sagen, man wolle 2040 klimaneutral sein, aber gleichzeitig an einem Kohleausstieg 2038 festzuhalten, das passe nun mal nicht zusammen."

Ist mal ne strammen Ansage. Ich hoffe, der Herr wird sich dereinst im Kerzenschein an das 2021 gegebene Versprechen erinnern, wenn die Familie zusammenrücken darf. "Papa, was hatten wir früher denn vor Kerzen?“ “Strom, mein Kind. Wir hatten früher auch nachts Strom". :D

"Ganz am Ende meldet sich denn auch noch ein Wirtschaftsprüfer zu Wort: "Ich höre den ganzen Abend nur, was sie alles ausgeben wollen. Ich frage Sie mal: wie wollen Sie das alles bezahlen? Das geht doch überhaupt nicht", sagt er. Baerbock verweist auf die von den Grünen geplante Vermögensteuer und die Vermeidung von Steuerbetrug, letzteres mache allein 50 Milliarden Euro im Jahr aus. Der Mann schüttelt den Kopf, überzeugt scheint er nicht. Doch erwidern kann er auch nichts mehr, denn da ist die Sendung vorbei."

Nur der zweifelnde Wirtschaftsprüfer hatte sich seine Frage "wer soll denn das ganze der-Staat-muss-sich-mehr-um-alles-kümmern denn bezahlen?" wirklich selbst beantworten können. Es ist wie immer: es lebt sich sehr generös, mit dem Geld anderer Leute...

In anderem Zusammenhang nennt man das "Bestechung". Aber der Wähler lässt sich seit Jahrzehnten halt gerne für Dumm verkaufen, wenn man ihn glauben lässt, das würde jemand anders bezahlen (Spoiler: ist am Ende aber nicht so).


Ich fand die Fragerunde sehr interessant.


Annalena Baerbock will also:

-mehr Pflege
-die 35 Stunden Woche für die Pflege
-mehr Polizei
-mehr ÖPNV
-mehr Geld für ökologische Landwirtschaft
-die Energiewende

Nur wie sie das alles bezahlen will hat sie nicht gesagt. Da war die Sendezeit dann leider zuende.

In einem Nebensatz ziemlich am Anfang hat sie aber die "Bürgerversicherung" erwähnt. Das kommt also auch....


Ich kann mir nicht helfen, aber mir schwant, dass die nächste Legislaturperiode sehr, sehr teuer wird.:-kotz:-keks

Lava
07.09.2021, 10:12
Alles mögliche versprechen ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll, macht doch nun wirklich jeder. :-keks

Feuerblick
07.09.2021, 10:37
Dann wäre es doch mal eine schöne Abwechslung, wenn jemand sagen würde, was er tun will UND wie er es finanzieren möchte. :-nix
Man wird ja nicht glaubhafter, nur weil man tut, was alle tun.

Nefazodon
07.09.2021, 10:49
Alles mögliche versprechen ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll, macht doch nun wirklich jeder. :-keks

Dass es jeder macht, macht die Sache nicht besser.


Dann wäre es doch mal eine schöne Abwechslung, wenn jemand sagen würde, was er tun will UND wie er es finanzieren möchte.
Man wird ja nicht glaubhafter, nur weil man tut, was alle tun.

Ja,schön wär`s.