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bipoka
08.09.2021, 19:56
Mischung aus verletztem Narzissmus und sendungsbewußtem Mitteilungsbedürfnis bei gleichzeitiger Ahnungslosigkeit heraus

Ah eine Selbstbeschreibung des FDP-Mannes. So etwas wie Erkenntnis soll ja der erste Schritt zur Besserung sein.


Dann gibt's also ne Antwort der FDP Fraktion auf die Nöte der Pflege: Augen auf bei der Berufswahl. Immerhin ein Statement, sehr konstruktiv. Der Markt macht's.

Gut, dann lassen wir das so stehen.

Thomas24
08.09.2021, 19:58
Nein. Das ist schlicht wahrheitswidrig. Das ist dir auch absolut bewusst.
Trotzdem wirst du es selbstverständlich weiterhin ad nauseam behaupten.
Nur eben nicht unwidersprochen.
Anhänger, Wähler und Politiker einer demokratisch gewählten Partei - welche millionenfachen Wählerwillen repräsentiert - pauschal als Nazis zu diffamieren, mit dem Ziel ihnen dadurch die demokratische Teilhabe abzusprechen, ist dezidiert antidemokratisch.
Du disqualifizierst dich mit dieser Aussage für jeden politischen Diskurs.
Aber der dürfte ohnehin nicht in deinem Interesse liegen.

Nun man kann aber auch interessiert den Austritt mehrerer Politiker aus der AfD zur Kenntnis nehmen, die ausdrücklich durch die sinngemäß "negativ veränderte Mitgliederstruktur" begründet wurde.
Uwe Junge, seines Zeichens ex Fraktionsvorsitzender der AFD Rheinland -Pfalz sagte dazu beispielsweise:

"Der eigentliche Auslöser war dann letztlich das Verhalten des Bundesvorstands gegenüber dem Herrn Helferich in Nordrhein-Westfalen, der sich ja hier offen als NS-Sympathisant dargestellt hat und tatsächlich kein Parteiausschlussverfahren bekommen hat", sagte Junge im SWR. "Und gleichzeitig werde ich mit Parteiordnungsmaßnahmen überzogen."
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/uwe-junge-verlaesst-afd-100.html

Oder aber auch die Begründung von Herrn Matthias Joa aus Partei und Fraktion vor drei Tagen, da
"...für ihn „als Konservativen und Demokraten“ Grenzen in der politischen Arbeit überschritten worden seien...
Joa verwies unter anderem auf die östlichen Landesverbände der Partei, „die offensichtlich kein Problem mit tatsächlichen Rechtsradikalen haben und diese nicht nur dulden, sondern diese bewusst integrieren“. Er habe parteiintern „immer wieder für einen gemäßigten Kurs geworben, muss aber heute leider erkennen, dass weite Teile der Partei kaum noch zu differenziertem Denken in der Lage sind“.

Joa kritisierte in dem Brief mit Datum 3. September auch den eigenen Landesverband in Rheinland-Pfalz. „Im AfD-Landesvorstand haben wir mittlerweile Personen sitzen, die definitiv nichts in einer demokratischen Partei zu suchen haben.“ Namentlich nannte er den Bundestagsabgeordneten Sebastian Münzenmaier und den Parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Damian Lohr. Seinen Brief adressierte er auch an diese beiden AfD-Politiker."

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-abgeordneter-matthias-joa-verlaesst-partei-und-fraktion-17517557.html

Das sind durchaus beachtenswerte Vorgänge. Wenn man die Entwicklung der AFD seit dem Exit von Lucke beobachtet hat, ging es nach Petri und Weidel immer nur weiter nach rechts, während betont liberale und konservativere Strömungen aus den Gründerjahren innerparteilich an Bedeutung verloren haben, während der völkische Einfluss gewachsen ist.

Der Ehrenvorsitzende Gauland spricht nicht umsonst von der AfD als "gärigen Haufen" und das Herr Kalbitz mit einer Gruppe mitgereist, sei "in der auch Leute waren, die man nicht mit der Kneifzange anfassen wollte".... nun ja.
https://www.zdf.de/nachrichten/zdfspezial/videos/gauland-zu-landtagswahl-100.html


Ah eine Selbstbeschreibung unseres FDP-Mannes. So etwas wie Erkenntnis soll ja der erste Schritt zur Besserung sein.

Nimm dir doch einen Glückskeks :-D Attaboy!

bipoka
08.09.2021, 20:00
Aber bei Dir? Sorry, not sorry :-keks


Ebenso kein Interesse.
Ist schon schlimm, wenn die FDP Thesen mal hinterfragt oder kommentiert werden. Sehr störend. Kritik mag keiner, weder DDR-Machthaber, noch Pinochet uvm.
Auf Antworten deinerseits verzichte ich ebenso gerne. Danke.

Loreleye
08.09.2021, 20:13
Die Argumente bezüglich der Umwerteilung wurden bereits vor ca 100 Jahren von der kommunistischen Partei durchgeführt. Man soll den Reichen mehr wegnehmen (hier höhere Steuern), dann würde es den Armen besser gehen. Trotz Vollbeschäftigung, Engagement, vielen Bodenschätzen wurde in der UdSSR viel niedriger Lebensstandard in USSR gelebt. Arbeitslosengeld und andere soziale Sicherung ebenfalls nicht vorhanden. Man darf es nicht vergessen, dass der Wohlstand in diesem Land von der Wirtschaft, den Gründern, den Unternehmen finanziert wird. Mehr Staat, mehr Regulierung, weniger Marktwirtschaft, höhere Steuern und als Folge -weniger Geld für die sozialen Leistungen, für Krankenhäuser, für Pflege.

Flüchtlingspolitik:
Ist es gerecht nur diejenigen aufzunehmen, die genug Geld für die Schlepperbanden haben, übers Meer geschafft haben (und gleichzeitig die organisierte Kriminalität zu unterstützen)? Sind es richtige Auswahlkriterien? Wenn man richtig gerecht werden sollte und alle politisch Verfolgte/Arme etc aufnehmen möchte, wäre jedes Zimmer in diesem Land ein Mehrbettzimmer. Und ob es dann noch für jeden genug zu essen wäre?

Wäre es nicht sinnvoller, zu sagen, wir unterstützen die Schulen in den armen Ländern der Welt, übernehmen das Schulgeld, Schulmahlzeiten, wo immer es möglich ist. Leider sind die Ressourcen begrenzt und wäre es nicht mit dem Geld, welches hier für die Flüchtlinge ausgegeben wird, vor Ort mehr zu bewirken?
Leider sehe ich hier in der Nachbarschaft, dass die Flüchtlingsfamilien nicht mal schaffen, ihre Grundschulkinder pünktlich zur Schule zu bringen, sie kommen erst zur 2-3. Stunde, ist das ganze Geld dafür sinnvoll ausgegeben?

Wenn man einen Beruf hat, welcher hier gebraucht werden kann (IT, LKW Fahrer, Pflege), die Sprache kann (was mit den ganzen kostenlosen Online-Angeboten) echt nicht schwer ist, kann man doch auch legal einfach einwandern und arbeiten (s. Blue-Card o. ä.) Das Programmieren, IT kann man inzwischen kostenlos online erlernen und damit einreisen. Ansonsten hat man sehr seltsame Auswahlkriterien und anschließend Kriminalität/Integrationsprobleme.

bipoka
08.09.2021, 20:33
. Mehr Staat, mehr Regulierung, weniger Marktwirtschaft, höhere Steuern und als Folge -weniger Geld für die sozialen Leistungen, für Krankenhäuser, für Pflege.


Gerade wegen dem Staat, der Bildung, Infrastruktur, Rechtssicherhheit, Gesundheit, Verteidigung und vieles mehr anbietet, können doch Unternehmen so gut hier wirtschaften. Glaubst du die ziehen jetzt alle in ein Land mit niedriger Staatsquote um, wie Thomas fordert. z.B. Haiti hat nur 10% Staatsquote; sehr wenig...trotzdem nicht so beliebt bei den Investoren mit BigMoney und eine eher gemächlich floriernde Wirtschaft trotz niedriger Staatsquote. Wie kann das denn sein?
Mehr Staat=schlecht für die Wirtschaft ist einfach falsch, neoliberales Gewäsch.

Tja und die UdSSR soll hier natürlich KEIN Vorbild sein, ineffektive Planwirtschaft und Rechtsunsicherheit. Natürlich würde es manchen hier gefallen, dass man da keine kritischen Anmerkungen zu laut machen durfte.
Hast du schonmal nach Schweden geschaut, Dänemark, Norwegen? Sind jetzt auch keine 5% Spitzensteuerländer und trotzdem gibt es da Wirtschaft.

Evil
08.09.2021, 20:52
Nein. Das ist schlicht wahrheitswidrig. Das ist dir auch absolut bewusst.
Anhänger, Wähler und Politiker einer demokratisch gewählten Partei - welche millionenfachen Wählerwillen repräsentiert - pauschal als Nazis zu diffamieren, mit dem Ziel ihnen dadurch die demokratische Teilhabe abzusprechen, ist dezidiert antidemokratisch.
In diesem Fall nicht, da 1. rein statistisch bei ca. 80 Millionen Einwohnern in Deutschland sicherlich eine siebenstellige Menge an Nazis oder Nazi-Sympathisanten vorhanden ist, und 2. ein Großteil der Mitglieder in besagter Partei dezidiert antidemokratische Ziele verfolgt (was man im sehr ausführlichen und kleinteiligen Bericht des Verfassungsschutzes nachlesen kann).

Übrigens hat sich User [Explicit] eindeutig als Zweitaccount eines bereits gesperrten User identifizieren lassen und wurde deshalb gesperrt.

Loreleye
08.09.2021, 21:01
Dafür wird in Skandinavien das Geld sinnvoller ausgegeben. Bei uns sind die Schulen oft recht marode, die Bildungseinrichtungen wegen Corona lange geschlossen. In Schweden z.B. hat die Bildung einen viel höheren Stellenwert.
Welche Partei würde denn die skandinavischen Verhältnisse bei uns fördern?

Evil
08.09.2021, 21:26
Ts, schon wieder ein Zweitaccount.

John Silver
08.09.2021, 22:27
Nein. Das ist schlicht wahrheitswidrig. Das ist dir auch absolut bewusst.

Ui, das kleine demagogische Einmaleins ausgepackt? Zu mehr reicht halt nicht, wie bei den Nazis üblich. Was soll mir bewusst sein? Dass man kein Nazi sein muss, wenn man für eine Partei stimmt, in der in vorderen Reihen bekennende Nazis mit offenkundig antidemokratischer Gesinnung stehen? Klar, man muss dafür kein Nazi sein, denn auch unter Hitler waren nicht alle Nazis; die meisten waren kleine feige miese Mitläufer. Das dumme ist nur, dass Mitläufer der Nazis sich an den Verbrechen der Nazis beteiligen, wenn auch passiv; deshalb kann man jeden AfD-Wähler als (passiven) Nazi bezeichnen. Wenn man nach Scheisse stinkt, muss man nicht aus Scheisse sein; es reicht schon, durch einen Scheisshaufen zu latschen.


Trotzdem wirst du es selbstverständlich weiterhin ad nauseam behaupten.
Nur eben nicht unwidersprochen.
Anhänger, Wähler und Politiker einer demokratisch gewählten Partei - welche millionenfachen Wählerwillen repräsentiert - pauschal als Nazis zu diffamieren, mit dem Ziel ihnen dadurch die demokratische Teilhabe abzusprechen, ist dezidiert antidemokratisch.
Du disqualifizierst dich mit dieser Aussage für jeden politischen Diskurs.
Aber der dürfte ohnehin nicht in deinem Interesse liegen.

„Dezidiert“, „ad nauseam“, „Diskurs“… Merk Dir mal für die Zukunft: Man kann noch so viele klug klingende Worte verwenden, aber man kann damit keinen klugen Inhalt vortäuschen. Nur weil eine Partei den „Willen“ mehrerer Millionen Menschen repräsentiert, heißt es noch lange nicht, dass diese Partei keine Nazipartei sein kann; es heißt auch nicht, dass eine demokratisch gewählte Partei demokratische Grundsätze vertritt; und es heißt schon gar nicht, dass ich den Wählern dieser Partei eine „demokratische Teilhabe“, was auch immer diese dümmliche Worthülse bedeuten mag, abspreche. Ein Nazi darf bei einer demokratischen Wahl abstimmen; die Nazis, die das demokratische System im Grunde verachten, versuchen, dieses System zu entern und auszunutzen - das macht sie halt nicht zwangsläufig zu Demokraten, sie bleiben Nazis. Wenn man also im Rahmen einer demokratischen Wahl einen offenkundig undemokratischen Naziverein wählt, ist es zwar rechtlich in Ordnung; man manövriert sich aber selbst aus dem „demokratischen politischen Diskurs“ heraus, weil „der ohnehin nicht im [eigenen] Interesse liegen dürfte“.

Für die intellektuell Herausgeforderten folgt eine einfache Zusammenfassung: Wählt man, ganz gleich aus welchen Gründen, Nazis, macht man sich auch zum Nazi, und bekundet damit, dass man von einer Demokratie nicht viel hält, weil diese in der nazistischen Ideologie nun mal nicht enthalten ist und als ein minderwertiges und gescheitertes System gilt. Darf man machen, nur muss man halt auch die Konsequenzen aushalten, aber genau damit haben die Nazis ja die meisten Probleme. Ihr habt nicht mal die Eier in der Hose, um zu eurer Meinung zu stehen. Heult doch.

bipoka
08.09.2021, 22:43
Dafür wird in Skandinavien das Geld sinnvoller ausgegeben. Bei uns sind die Schulen oft recht marode, die Bildungseinrichtungen wegen Corona lange geschlossen. In Schweden z.B. hat die Bildung einen viel höheren Stellenwert.
Welche Partei würde denn die skandinavischen Verhältnisse bei uns fördern?

Ja nicht die altbekannte Tante CDU. Die haben wir jetzt seit 2005. Denk mal nach.
Natürlich geht man davon aus, dass Geld sinnvoll ausgegeben wird und nicht verschwendet. Ich würde jetzt auch niemand wählen, der bekanntermaßen Geld verschwendet.

Aber schau mal, selbst der achso wirtschaftliche Volkswagen-Konzern gibt Geld für Dieselmanipulationssoftware massenhaft aus (Ist das ernsthaft wirtschaftlich? Glaubten die ernsthaft, dass sowas niemals auffällt bei einem Massenprodukt?). Da wär's doch besser dies Geld anders zu investieren und technologisch jetzt weniger abgehängt zu sein von Tesla&Co.

Möglicherweise wollen die Leute einfach keine Veränderung. Es gibt garkeine Spaltung der Gesellschaft. Pflege mit schlechten Arbeitsbedingungen: Augen auf bei der Berufswahl, wie man hier mehrfach lesen durfte.
Dann wird's doch Lascho/Lindler werden.
:-winky

Lava
09.09.2021, 11:07
Möglicherweise wollen die Leute einfach keine Veränderung. Es gibt garkeine Spaltung der Gesellschaft. Pflege mit schlechten Arbeitsbedingungen: Augen auf bei der Berufswahl, wie man hier mehrfach lesen durfte.
Dann wird's doch Lascho/Lindler werden.
:-winky

Nö. Wenn man auf der richtigen Seiten sitzt, natürlich nicht. Ich verdien doch genug Geld! Wieso soll ich dann irgendwas verändern wollen?
Zu den Flüchtlingen: natürlich wäre es das Sinnvollste, Flucht erstmal zu verhindern durch Entwicklungshilfe. Das ist aber nicht so ganz einfach, wenn in den betreffenden Staaten Krieg, Korruption und Terror herrschen. In Afghanistan jetzt Schulen aufzubauen und für eine bessere Bildung zu sorgen, ist sicher gaaaaanz einfach. Und zum Thema "wer etwas kann, was gebraucht wird, kann ja legal einwandern". Ich schätze mal in Krisenländern ist es nicht so einfach, einen derartigen Ausbildungsstand zu erreichen. Da gibt es auch ganz andere Berufe aus hier. Aus Afrika werden nicht viele Heizungsinstallateure kommen. Ich kannte mal einen Assistenzarzt in der Neurochirurgie aus Ghana, der in seiner Abteilung immer etwas belächelt wurde ob seiner mangelhaften Qualitäten als Neurochirurg. Nachdem er seinen Facharzt gemacht hatte und zurück nach Ghana ging, ist er jetzt in dem Land der King schlechthin - einfach weil er der einzige überhaupt ist :-D
Also, irgendwas muss man schon tun. Zumal, wenn die Leute in Nussschalen vor unseren Küsten zu ertrinken drohen. Aber es müsste die gesamte EU gemeinsam etwas tun, und das passiert ja seit Jahren nicht. Spanien, Italien und Griechenland haben die Schnauze voll, der Osten hält die Füße still und in Deutschland dämmert es uns langsam, dass wir nicht alleine alle Flüchtlinge aufnehmen können.

Partyarthy
09.09.2021, 11:47
Fluchtursachen bekämpfen ist immer gut, nur leider nicht ganz so einfach wie Lava schrieb (Krieg, Terror etc.).
Anstatt das Geld für die Leute in anderen Ländern auszugeben, wäre es doch besser man würde es sinnvoll für Menschen ausgeben, die bereits in Deutschland sind. Seit 2015 sind so viele Kinder/Jugendliche zu uns gekommen, also Menschen, die hier dringend gebraucht werden. Wenn man ihnen gute (Aus)Bildung zukommen lässt, dann haben wir gute Fachkräfte gewonnen.
Lieber diesen Menschen Perspektiven geben, hier integrieren und nicht ausgrenzen, dann müssen auch nicht alle Angst vor ihrer Rente haben... Man kann natürlich auch hoffen, dass die Kriege woanders wieder enden und all diese Menschen aus Deutschland verschwinden, nur darf man sich nicht wundern, wenn hier demnächst wieder eine Parallelgesellschaft entsteht.

Thomas24
09.09.2021, 17:15
Nö. Wenn man auf der richtigen Seiten sitzt, natürlich nicht. Ich verdien doch genug Geld! Wieso soll ich dann irgendwas verändern wollen?

Hatten wir doch bereits besprochen: wenn du deinen Lohnabstand zu deinem pflegerischen Personal als zu groß- und auch durch deine Qualifikation und Verantwortung nicht gerechtfertigt- empfindest, hindert dich doch niemand, dein Einkommen zugunsten deiner Pflegekräfte zu verringern. Kannst du doch gerne tun, geh zu deiner Geschäftsführung. Ich denke zwar nicht, dass eine Oberärztin der Orthopädie in einem Krankenhaus nach (mindestens!) 11 Jahren der Aus- und Weiterbildung -darunter viele deiner besten Jahre- überbezahlt ist, aber wenn du das anders empfindest, ok:-nix. Du kannst auch ebenso gerne deine bisherigen eingezahlten Beiträge ins Versorgungswerk an die BfA abgeben. Auch das kannst du gerne tun. Ich habe aber Verständnis für alle Kolleginnen und Kollegen, die darauf keine so rechte Lust haben.


Zu den Flüchtlingen: natürlich wäre es das Sinnvollste, Flucht erstmal zu verhindern durch Entwicklungshilfe. Das ist aber nicht so ganz einfach, wenn in den betreffenden Staaten Krieg, Korruption und Terror herrschen.

Die ein oder andere Milliarde Entwicklungshilfe (lies "wir lösen unser schlechtes Gewissen, indem wir euch mit Geld zuwerfen"), hat den Weg zu den Großkopferten der unterstützten Länder gefunden. Der König von Swaziland beispielsweise fuhr gerne mit seinem Rolls Royce mit seinen Haupt- und Nebenfrauen durch sein Königreich und zum Shopppen ins nahe Südafrika, während seine Bevölkerung in die Röhre gucken durfte. Nicht nur der Wagen und die eingekauften Luxusgüter stammten aus dem Ausland, auch das dazu notwendige Kleingeld.

... Gelöschter Text.


Also, irgendwas muss man schon tun. Zumal, wenn die Leute in Nussschalen vor unseren Küsten zu ertrinken drohen. Aber es müsste die gesamte EU gemeinsam etwas tun, und das passiert ja seit Jahren nicht. Spanien, Italien und Griechenland haben die Schnauze voll, der Osten hält die Füße still und in Deutschland dämmert es uns langsam, dass wir nicht alleine alle Flüchtlinge aufnehmen können.

Das sehen Bundesländer wie Berlin, Bremen usw. anscheinend ganz anders, wenn Sie gegenüber dem Bund signalisieren, "wir haben Platz!". Was dabei gerne übersehen wird, dass die Kosten dann vom Bund übernommen werden, und nicht vom betroffenen Bundesland selbst... Auch in der Flüchtlingspolitik gilt, man kann gerne großzügig sein (mit dem Geld anderer Leute).

Wo ich mit Dir völlig übereinstimme: wir brauchen eine tragfähige Gesamteuropäische Lösung. Die Visegrad Vier lassen sich nicht ewig auf der Nase rumtanzen, ansonsten droht durchaus der POLEXIT. Dänemark macht es vor, wohin eine fehlgeleitete Aufnahmepolitik geführt hat. Die Sozialdemokratisch (!!!) geführte Regierung nimmt derzeit *gar keine* Flüchtlinge mehr auf.

bipoka
09.09.2021, 19:24
Nö. Wenn man auf der richtigen Seiten sitzt, natürlich nicht. Ich verdien doch genug Geld! Wieso soll ich dann irgendwas verändern wollen?


Das ist die typische Einstellung der Gelben, genauso wie Augen auf bei der Berufswahl, wenn es um bessere Arbeitsbedingungen für die Pflege geht.

Die Pflege braucht mehr medizinische Aufgaben und eine bessere Bezahlung sowie Unterstützung von Hilfskräften. Geld ist wahrlich genug da im Gesundheitswesen (= Staatsausgaben, so ganz freiwillig ist die Versichertenpflicht nicht), leider müsste man dann Umstruktuierungen vornehmen (z.B. Krankenkassen zusammenlegen)
Ich fände es unangebracht die Beiträge noch weiter zu erhöhen.

DrSkywalker
09.09.2021, 19:47
Also Thomas, die Geschichte des Rügener Kollegen sollte man hier nicht so breit treten in einem offenen forum, ich habe ihn in 3 Sekunden gefunden mit deinen Angaben. Ich finde das solltest du editieren.

Loreleye
09.09.2021, 19:48
Was ich bei den Grünen gut finde, ist die Förderung der Bio-Landwirtschaft, ansonsten schließt sich Bio und regional in meiner Region weitgehend aus, weil nur 4-5 % der Landwirtschaft betreiben Bio-Betriebe, auf dem hiesigen Markt gibt es keinen einzigen Biostand. Wir haben zwar einen Bio-Supermarkt, die meisten Produkte haben leider lange Wege hinter sich (und dadurch mit großen Emissionen verbunden).

Was wahrscheinlich nicht so sinnvoll ist - starke Förderung der Windkraft in den küstenfernen Regionen. Die Windräder, welche in unserer Gegend stehen, stehen meistens still, oder die Rotorblätter bewegen sich ganz langsam. Sie haben bereits jedoch in ihrer Herstellung viel Energie und CO2 gekostet, ob sie es in ihrem Leben wieder ausgleichen können, bevor die Anlage oder die einzelne Rotorblätter ausgetauscht werden müssen?

Zudem die Flüchtlingspolitik, so dass alle einreisen dürfen und die Straftäter nicht wieder abgeschoben werden dürfen. Leider fördert es indirekt auch das Unglück am Mittelmeer. Die Ressourcen sind leider begrenzt, man könnte mit dem Geld gezielte Programme organisieren können. Wie z. B. in Ba-Wü für traumatisierte Frauen und sie eben gezielt aus dem Herkunftsland holen.

Leider reicht es nicht, die bereits bei uns lebende Flüchtlinge zu fördern. Es muss auch Leistungsbereitschaft und Wille zu der Integration vorhanden sein. Leider sieht es bei unseren Nachbarn aus dem Flüchtlingshaus nicht danach aus. Die Kinder sind in der Klasse mit meiner Tochter und haben fast nie pünktlich zur Schule geschafft, sondern erst zur 2. - 3. Stunde. Obwohl es für sie in der Schule viel getan wurde, sie wurden auch während des Lockdowns unterrichtet. Die Eltern bevorzugen es jedoch auszuschlafen, weil das Neubauhaus und Kost sind nun mal auch so da, und man kann ruhig lange abends feiern.

Für den jungen Mann, für welchen meine Freunde einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel mit viel Mühe organisiert haben, war die Arbeit leider zu anstrengend, so dass er nach ein paar Wochen aufgegeben hat...

Man kann leider von unserer Seite nur sehr wenigen Leuten auf diesem Planeten wirklich helfen, dann wäre das Geld für das Schulgeld/Schuluniform u. a. in Thailand, Afrika viel besser investiert. Oder für den Aufbau von den Schulen in den Flüchtlingslagern in Jordanien, Ausbau der DAAD-Programme. Dann hätte man viel mehr Menschen, die auch selbst was für Ihre Zukunft machen wollen, eine Chance gegeben.

Lava
09.09.2021, 20:07
Hatten wir doch bereits besprochen: wenn du deinen Lohnabstand zu deinem pflegerischen Personal als zu groß- und auch durch deine Qualifikation und Verantwortung nicht gerechtfertigt- empfindest, hindert dich doch niemand, dein Einkommen zugunsten deiner Pflegekräfte zu verringern. Kannst du doch gerne tun, geh zu deiner Geschäftsführung.

Sehr witzig. Bringt ungefähr so viel wie wenn ich einen Baum pflanze gegen den Klimawandel. Nee nee, hier bin nicht ich gefragt, sondern die Politik.
Übrigens bin ich keine Oberärztin.

Thomas24
09.09.2021, 20:19
Also Thomas, die Geschichte des Rügener Kollegen sollte man hier nicht so breit treten in einem offenen forum, ich habe ihn in 3 Sekunden gefunden mit deinen Angaben. Ich finde das solltest du editieren.

Hast recht, lösche die Passage.

Edit: um es nochmal klar zu machen, ich verurteile die Entscheidung des Kollegen nicht im geringsten.
Es ist sein eigenes Leben und damit sein eigenes Recht zu entscheiden, wie er es leben möchte. Auch wenn sein ehemaliger klinischer Ausbilder Prof. G. wohl über die Entscheidung eben nicht in Afrika zu arbeiten, ähm, "recht unglücklich" gewesen sein soll.

Loreleye
09.09.2021, 20:27
Für die Pflege wäre auch ohne die Steuererhöhung das Geld da, wenn man es von den KK-Funktionären und Verwaltungen umverteilen würde. Nur welche Partei interessiert sich wirklich dafür? Da hätte man auch die E-Auto-Prämie verwenden können, ob ich ein Tesla oder E-Porsche für 50.000 - 100.000 kaufe oder für 55.000 - 105.000 macht auch nicht so viel Unterschied...

Thomas24
09.09.2021, 20:42
Sehr witzig. Bringt ungefähr so viel wie wenn ich einen Baum pflanze gegen den Klimawandel. Nee nee, hier bin nicht ich gefragt, sondern die Politik. Übrigens bin ich keine Oberärztin.

Auch bei Klinik - Fachärztinnen ist: "boah, die sind aber unverhältnismäßig gut bezahlt und haben ein schönes Leben- das steht denen eigentlich nicht zu, vor in Anbetracht ihrer Ausbildung und Verantwortung. Eigentlich sollten Sie nicht deutlich mehr verdienen, als die Pflege" nicht unbedingt mein allererster Gedanke. Ganz und gar nicht. Und auf die Idee, dass man ihre Gehälter zugunsten anderer Berufsgruppen kürzen sollte, käme ich erst recht nicht *gefaelltmirnicht*.

Übrigens bist du doch sehr persönlich gefragt. Wenn dich der Gehaltsunterschied zur Pflege persönlich stört (den ich persönlich in Anbetracht 1. deines Werdegangs, deiner Qualifikation und deiner Verantwortung eben sehr wohl gerechtfertigt finde, und 2. Dir und deiner Familie auch persönlich von Herzen auch gönne), musst du doch was persönlich unternehmen- und nicht erst mit dem Finger auf andere zeigen. Mit gutem Beispiel vorangehen. Putting your money, where your mouth is usw.
Natürlich wäre es -on Top- zu deinem persönlichen Engagement- eine Aufgabe für die Politik. Aber jeder, der von etwas anderen etwas fordert, muss doch erstmal die Bereitschaft beweisen, mit einem persönlichen Beispiel voran zu gehen. Leute, die von anderen Dinge einfordern, zu denen Sie persönlich nicht bereit wären, nun ja... davon haben wir ja bereits eine ganze Menge.

Z.B. Politiker, die einerseits Werbung für "eine gemeinsame Schule für alle!" machen- ihre eigenen Kinder aber natürlich nicht auf solche Gemeinschaftsschulen schicken. Der Parteichef der Linken sein und Solidarität einfordern, aber persönlich Porsche fahren.
"Fight Covid!" im Senate zu vertreten - und dann den eigenen US Bundesstaat unmaskiert in einer Gruppe mit einem Privatjet verlassen und sich gegenseitig im Flugzeug infizieren.

Ebenso verhält es sich mit der Bekämpfung des Klimawandels. Wenn das ein großes Thema ist für dich, was spricht dagegen, einen Baum (oder mehrere) zu pflanzen, Ecosia zu nutzen etc.
"You must be the change, that you wish to see in the world." Gandhi

Also: ruhig mit gutem Beispiel vorangehen, bevor es heißt "man (=jemand anders) müsste doch dieses oder jenes tun".
Vielleicht kannst du dich auch hiermit identifzieren: https://en.wikipedia.org/wiki/Effective_altruism
Eine hoch dotierte Karriere anstreben, damit man mehr Ressourcen erwirtschaftet, die man spenden kann.