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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : !!!INITIATIVE GEGEN UNBEZAHLTES PJ !!!!



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Derma
29.04.2007, 08:03
Nachtrag:



*ein kostenloses Zimmer

*Verpflegungsgeld in Höhe von 140 Euro pro Monat

*ein Taschengeld in Höhe von 200 Euro pro MonatWenigstens das, was dieses Kh. bietet, sollten IMHO alle PJler bekommen.


Edit.:
Wenn man das kostenlose Zimmer mitrechnet, sind das deutlich mehr als die 400 Euro bei Helios.

trina1081
29.04.2007, 10:14
Bei uns bietet auch ein Lehrkrankenhaus 200€ Gehalt, kostenloses Essen und kostenloese Zimmer im Wohnheim, alternativ die Zugfahrkarte nach Magdeburg.
Leider würde ich bis dahin pro Richtung 1,5 Stunden brauchen, das ist mir zu lange. Und da wohnen geht aus persönlichen Gründen nicht.

tarumo
29.04.2007, 13:01
edit wg. hat sich erledigt...

Ehemaliger User 20130505
29.04.2007, 14:00
Und außerdem ist es ja nicht die Uni, sondern der Staat, der in den1980er Jahren das PJ eingeführt hat (es ging vorher auch ohne...Stimmt, aber dafür gab damals nach 5 1/2 Jahren Universitätsstudium noch zwei schlecht bezahlte Jahre als Medizinalassistent, bevor man die Approbation bekam.

Christoph_A
29.04.2007, 19:17
@ Funkel:
Du hast in Deiner dritten Famulatur schon Patienten entlassen-na, Gratulation, da warst ja auch nur mit 2 Beinen im Knast, da ein Famulant niemanden entlässt, zumindest nicht, solange noch ein paar vernünftige Assis das verhindern.
Was mein PJ angeht-ich hab versucht, mir soviel arztrelevantes rauszuziehen, wie ich konnte-und hab mich dem Stationskrempel ( verschlüsseln, Briefe schreiben, etc. ) verweigert. Das lernt ein Jungassis zügig und hat nix mit klinischer Studentenausbildung zu tun! Hat sich auch im Dritten ausgezahlt, jedenfalls wurde ich nicht unbedingt die Diagnose I47.1 gefragt, sondern, gottseidank, praxisrelevante Dinge.
Irgendwie kommst mir grade wie die Granaten auf meiner Uni vor, die immer alles top gemacht haben und schon, zumindest mit dem Mund, viel weiter als wir waren, nur, daß sie dann immer auch grandios geloost haben, wenns um die Wurst ging ( ohne, daß ich Dich jetzt als Looser bezeichnen möchte, meinte nur den Ablauf).
Ich mag es nicht, um mich zu wiederholen, daß Assis meinen, in PJlern unbezahlte Hilfsassis zu sehen-meine Studenten müssen nicht verschlüsseln und Briefe schreiben ( außer, sie wollen unbedingt ), ich will, daß sie Patienten aufnehmen, Zimmer selbstständig ( unter unserer Supervision ) betreuen und ärztlich relevante Dinge lernen ( dafür dürfen sie auch gern mal in die Funktion ). Und, wenns nach mir ginge, bekämen sie Geld. Das ist im System genug vorhanden, man müsste es nur endlich mal gut umverteilen!

KingLoui
29.04.2007, 19:21
@ChristophA

Kann ich bei dir PJ machen? :-top

Feuerblick
29.04.2007, 20:17
Christoph, solche PJler wie du sind sehr beliebt!! Dauernd jammern, wie sehr man sie ausbeutet, aber vorher nicht mal Willen zur Arbeit zeigen. So einen hatte ich als Kollegen im internistischen Tertial und wir ALLE (und damit meine ich nicht die Assis sondern uns PJs) haben diesen unfähigen Großkotz, der immer nur WOLLTE, aber der Arbeit aus dem Weg ging, gehasst wie sonst was... Aber dann auf Station als Assi kommen und keinen Brief schreiben können, weil "das hab ich im PJ nie gemacht".
Ich sag es nochmal: PJler in meiner Abteilung haben IMMER Aufnahmen machen dürfen, durften Patienten ansehen und KONNTEN auch bei der administrativen Arbeit helfen. Genau das ist PJ nämlich. Ich habe nie etwas anderes behauptet. ABER, wenn ich bis über beide Ohren in Arbeit stecke und der PJ hockt rum und macht sich nicht mal freundlicherweise nützlich, dann werde ich sauer. DAFÜR hat er dann auch kein Entgegenkommen von mir zu erwarten. Gegenseitige Hilfe... und schon wird alles gut.

Und was die Entlassungen angeht: Ich habe NICHT entschieden, dass die Patientin geht sondern mich um die Formalitäten gekümmert. Steht alles in meinem Posting weiter oben. Dass du das aber nicht richtig liest, habe ich ja vorher schon bemängelt.

Funkel, die absolut großkotzige PJ-Schinderin (ich hoffe, meine PJs lesen das hier - die sollen ja auch mal was zu lachen haben während der Vorbereitung auf die Mündliche)

KingLoui
29.04.2007, 21:28
Ich finde ma muss eben das gesunde Mittelmaß finden. Pjler die sich für alles zu schade sind, sind genauso daneben, wie Assistenzärzte die diese als Hilfskräfte missbrauchen ohne vernünftig auszubilden.

HorstHützel
29.04.2007, 22:00
Um mal von der Diskussion "faule PJs vs. ausnutzende Assis" wegzukommen:

Was haltet ihr denn als "Bezahlung" für angemessen ?
Ich halte ja 400 EUR, wie hier schon diskutiert, für angemessen, obwohl das
ein wenig von "400 EUR-Kraft" hat, also eher negativ besetzt.

Hier mal ein Beispiel aus Neuseeland (Quelle: Wikipedia). Ist dem deutschen PJ inkl altem 2. Stex wirklich frappierend ähnlich...bis auf die Bezahlung :-D :

"Final medical school exams (exit exams) are actually held at the end of year 5 which is different from most other countries where final exams are held near the very end of the medical degree. Final exams must be passed before the student is allowed to enter year 6.

The final year (Year 6) of medical school is known as the "Trainee Intern" year where a student is known as a "Trainee Intern" (commonly referred to in the hospitals as a "T.I."). Trainee interns repeat most rotations undertaken in years 4 and 5 but at a higher level of involvement and responsibility for patient care. Trainee interns receive a stipend grant from the New Zealand government. Currently this is $NZ 26,756/year (about $US 18,500). Trainee interns have responsibility under supervision for the care of about one third the patient workload of a junior doctor, however, all prescriptions and most other orders (e.g. radiology requests and charting of IV fluids) made by trainee interns must be countersigned by a registered doctor."

Dem muss man jedoch hinzufügen (siehe Zeitungsartikel unten), dass die jährlichen Studiengebühren (auch in Year 6), rund NZD 11,000 betragen. Nichtsdestotrotz bleiben rund NZD 15,000 übrig. Nicht wirklich viel (aber trotzdem weit mehr als 400 EUR/Monat), aber fair.

Das ist doch genau das, wozu ein PJ da sein sollte: das Heranführen an ärztliche Tätigkeit, Bereiche der Eigenverantwortlichkeit, aber das Ganze unter Aufsicht eines approbierten Arztes. UND man kriegt Geld dafür...klar, man arbeitet (+lernt) ja auch.

Hier noch ein Zeitungsartikel dazu, Zitat:

"From next year, 6th year medical students (Trainee Interns) will receive a
payment of $26,756, up from $16,756 (which had not been increased since
1994)."

http://www.scoop.co.nz/stories/GE0505/S00146.htm

HH

Ehemaliger User 20130505
29.04.2007, 22:53
Das wären unter Berücksichtigung der Kaufkraft des Euro in NZ etwa 630 Euro pro Monat.

Welche Ausgaben haben die NZ-PJs? Wie sind deren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu unseren?
---------
Umrechnungskurs: 1 NZD entspricht 0,54 €

Die Kaufkraft des Euro in NZ entspricht 0,93 € (laut Quelle (http://www.weltbericht.de/australien/neuseeland/ozeanien-neuseeland-kaufkraft.html) vom 20.4.2006)

jemand
29.04.2007, 23:32
Was mein PJ angeht-ich hab versucht, mir soviel arztrelevantes rauszuziehen, wie ich konnte-und hab mich dem Stationskrempel ( verschlüsseln, Briefe schreiben, etc. ) verweigert. Das lernt ein Jungassis zügig und hat nix mit klinischer Studentenausbildung zu tun! Hat sich auch im Dritten ausgezahlt, jedenfalls wurde ich nicht unbedingt die Diagnose I47.1 gefragt, sondern, gottseidank, praxisrelevante Dinge.

Genau meine Meinung!



ABER, wenn ich bis über beide Ohren in Arbeit stecke und der PJ hockt rum und macht sich nicht mal freundlicherweise nützlich, dann werde ich sauer. DAFÜR hat er dann auch kein Entgegenkommen von mir zu erwarten.

Ich glaube Du verwechselst da was. DU wirst dafür bezahlt, dass DU diese Arbeit verrichtest. Ausserdem (falls Du an der Uniklinik oder an einem Lehrkrankenhause bist) wirst DU dafür bezahlt, dass Du den PJ Studenten etwas beibringst. Das hat nichts mit Entgegenkommen zu tun... Und wenn "Deine" PJler nichts lernen wollen, dann lass sie doch einfach in Frieden :-nix. Ist das dein Problem?

Christoph_A
30.04.2007, 06:43
Vorsicht, Kollegin Funkel, jetzt wird das Eis sehr dünn.
Ich war, ob Dus glaubst oder nicht, ein sehr beliebter PJ gewesen, gerade weil ich meinen Assis die Arbeit gemacht habe, die aufhält-Blut abnehemn, aufnehmen, Viggos legen,etc. Ich bin nie in irgend eine Funktion gegangen, wenn die Hütte gebrannt hat, nur mal zuerst.
Ich will jetzt nicht über unsere Qualitäten als Stationsarzt reden, aber glaub mir, ich kann Briefe schreiben und das nicht zu knapp, das ist keine Kunst, dauert vielleicht zwei Wochen, dann kann ich das jedem Legastheniker beibringen. Genauso sieht das mit dem Verschlüsseln aus-was soll das bitte der PJ lernen? Nur, weil Du Dir zu faul bist, sowas selbst zu machen?
Nene, ich geb Dir recht,wenn mein PJ sich nen faulen lenz machen will, dann gibts Druck, keine Frage, aber für manche Arbeiten sollte man als Stationsarzt dann doch besser mal selbst zu den Tasten greifen.
Was das nicht verstehen Deines Posts angeht-soweit ich mich erinnere, hast Du großspurig geschrieben, daß Du in Deiner 3. Famulatur Patienten entlassen hast. Wenn Du damit das Zurückbringen der Telefonkarte zum Ausgang gemeint hast, dann muß ich mich natürlich entschuldigen, das darf der Famulant gern :-))

Ehemaliger User 20130505
30.04.2007, 06:55
Dem muss man jedoch hinzufügen (siehe Zeitungsartikel unten), dass die jährlichen Studiengebühren (auch in Year 6), rund NZD 11,000 betragen. Nichtsdestotrotz bleiben rund NZD 15,000 übrig. Nicht wirklich viel (aber trotzdem weit mehr als 400 EUR/Monat), aber fair.
Das wären unter Berücksichtigung der Kaufkraft des Euro in NZ etwa 630 Euro pro Monat.Andererseits...hmm... wenn die in NZ pro Jahr 11 000 NZD (entspricht etwa 6000 Euro, bzw. kaufkraftbereinigt etwa 5 500 Euro) Studiengebühren zahlen,
bekommt dieses Stipendium einen ganz anderen Stellenwert. :-nix

Die NZ-PJs hätten dann in vor ihrem PJ 30 000 Euro Studiengebühren bezahlt. Bei unseren PJs wären das bei 500 €/Semester nur 5 000 Euro Studiengebühren gewesen.

Feuerblick
30.04.2007, 07:49
@Christoph_A: *seufz* Wenn du meine Postings ausnahmsweise mal lesen würdest, statt dich aufzuregen, dann wäre dir der Passus aufgefallen, in dem ich erläutert habe, dass ich als Famulantin unter Supervision eines erfahrenen Assistenzarztes die Entlassungsuntersuchung und das Entlassungsgespräch bei Wöchnerinnen durchgeführt und entsprechende Briefe geschrieben habe. Die Entscheidung, OB diese Patientinnen entlassen werden, war vorher vom Stationsarzt gefällt worden. Zwischen schwarz und weiß ist immer noch grau.

Ob du ein beliebter PJ bist und ob und wann man Verschlüsseln und Briefe schreiben lernen sollte, mag im Ermessen der jeweils Betroffenen liegen, darüber habe ich keine Lust zu streiten. Und wenn du ansonsten doch hilfreich auf Station warst (was in deinem ersten Posting definitiv nach Verweigern von Hilfstätigkeiten wie Briefe schreiben, Blut abnehmen und Co klang), dann ist doch alles gut.

Zu allen anderen Dingen habe ich mich erschöpfend geäußert und daher werde ich mich aus dieser fruchtlosen Diskussion, in der keines meiner Postings anscheinend vollständig gelesen wird, zurückziehen. Meine Meinung zur Sache ist für interessierte Leser, die vorurteilsfrei lesen können und wollen, in diversen Statements zu finden. :-notify

Christoph_A
30.04.2007, 08:52
Erstens bin ich viel, aber kein PJ mehr, meine Liebe, zweitens, wenn Du Dich mißverständlich ausdrückst, kann ich nix dafür und drittens, wer mich angreift, den greif ich an, siehe frühere postings von mir, die Du dann offensichtlich nicht gelesen hast.
Für mich ist die Diskussion hier beendet. Wenn jemand aus Angst um etwas Konkurrenzkampf ( der bekanntlich immer das Geschäft belebt ) und Umverteilungskämpfe ums Geld seinen Studis nicht den Rücken stärkt, dann kann und will ich ihm ( oder hier besser ihr ) auch nicht helfen. Soviel jedoch zur Solidarität unter Ärzten....... :-keks
P.S.: Ja, ich habe keine Briefe geschrieben, und? Ist das eine Hilfstätigkeit, wohl kaum. Und daß ich kein Blut abgenommen hätte, das hast Du da rein interpretiert, ich hab Beispiele für sinnlose Tätigkeiten für einen PJ angeführt, da ist Blutabnehmen, das man später immer braucht, sicher nicht gemeint gewesen.

Feuerblick
30.04.2007, 09:01
1. Mir ist bekannt, dass du kein PJ bist - habe ich auch nie behauptet. So wie du würde ein PJ auch nicht auftreten. Über Näheres kann ich mich nciht auslassen, das würde dann ins Persönliche gehen.
2. Habe ich nie behauptet, dass Studenten im PJ kein Geld bekommen sollen und noch weniger, dass ich den darum Kämpfenden nicht den Rücken stärken würde. Schon gar nicht wegen eines vermeintlichen Konkurrenzkampfes, was hier dauernd unterstellt wird. Aber ich wiederhole mich...
3. Habe ich mich niemals mißverständlich ausgedrückt und sogar auf Nachfrage erläutert. Nur LESEN müsstest du halt mal..
4. Das "meine Liebe" möchte ich mir doch sehr verbitten! Ich wüsste nicht, dass wir uns so gut kennen (und bezweifle, dass es jemals so weit kommen wird).

*gähn* Wenn alle so toll sachlich argumentieren und dieses Hau-Ruck-Verfahren ohne Blick auf Gegebenheiten befürworten, wunderts wirklich, dass sich nichts bewegt?

astrophys
30.04.2007, 09:54
Wie sähe es eigentlich mit dem Studentenstatus und damit den zugehörigen Vergünstigungen aus, wenn das PJ bezahlt würde?

@Feuerblick: ich bin ja froh, dass ich nicht der einzige bin, der etwas Sachlichkeit vermissen lässt, aber ich vermute, dass beim Geld die Sachlichkeit auf der Strecke bleibt.

Christoph_A
30.04.2007, 10:21
Wie sieht der Studentenstatus von Jurareferendaren aus? Auch nicht anders, oder?
@Feuerblick: Natürlich hast Du Dich mißverständlich ausgedrückt, auch, wenn Du es jetzt nicht glaubst, ich bin durchaus des Lesens mächtig ;-)
P.S.: Erstens ist das kein Hau-Ruck Verfahren, zweitens ist diese Diskussion auch von Deiner Seite längst schon bar jeder Sachlichkeit und drittens-bis jetzt haste außer einem finanziellen Gegenargument und der Behauptung, daß die PJler dann stärker in die Pflicht genommen werden müssten ( warum das so sein sollte, entzieht sich wiederum meiner beschränkten, unsachlichen Logik ) auch nicht grad Wertvolles abgeliefert. Geh lieber mal vor Deiner Tür kehren, bevor Du anderen was unterstellst.

astrophys
30.04.2007, 10:26
Jurareferendare sind keine Studenten mehr, ebensowenig wie Lehrerreferendare.
Die Frage ist durchaus berechtigt, denn dann würde man z.b: aus der Famillienversicherung herausfallen.

Christoph_A
30.04.2007, 10:46
Achso, sind sie nicht? Und warum machen sie im Anschluß an das Referendariat ihr 2. Staatsexamen?