Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : !!!INITIATIVE GEGEN UNBEZAHLTES PJ !!!!
O._Graf.
09.11.2007, 09:09
....dass man nach dem Abi bestens lesen und schreiben kann, setze ich mal voraus... Je mehr man in Internet-Foren liest, desto häufiger kommen einem Zweifel daran, ob das tatsächlich so ist. :-))
alley_cat75
09.11.2007, 10:37
*schweißvonderstirnwisch* zum Glück kam das nicht von mir. Das gäbe wieder ein Geschrei an Deutschlands PC... Aber ernsthaft: ich würde aus online-Getippsel keine Rückschlüsse auf Orthographiekünste schließen. Manche haben es sicher eiliger als andere. :-))
Es erschreckt mich nur immer, wie schnell Ärzte ihre eigene PJ Zeit vergessen und ihre PJs dann genau als das einsetzen, was sie selber immer massiv am PJ kritisiert haben: Nämlich als billige Stationssklaven für nieder Tätigkeiten. Und weils so schön ist, springt da manchmal die Pflege gleich noch mit drauf :-keks
Soll keine Entschuldigung sein, aber so war's doch schon immer, auch bevor es das PJ gab. Der PJler wird vom Assis mies behandelt, der Assi/AiP vom OA, der OA vom Chef, der Chef von der Verwaltung, die Verwaltung vom Aufsichtsrat, ...der Minister vom Kanzler, der Kanzler vom Volk, das Volk von Gott, Gott von...
Außer sich zusammenzureißen und das auch durchzuhalten gibt es keine Lösung. Ich kenne genug Geschichten à la: "Als ich PJ war hab ich mir geschworen meine PJler behandle ich besser, aber am Ende hab ich sie doch nur Müllarbeit machen lassen..."
DrSkywalker
09.11.2007, 17:34
Soll keine Entschuldigung sein, aber so war's doch schon immer, auch bevor es das PJ gab. Der PJler wird vom Assis mies behandelt, der Assi/AiP vom OA, der OA vom Chef, der Chef von der Verwaltung, die Verwaltung vom Aufsichtsrat, ...der Minister vom Kanzler, der Kanzler vom Volk, das Volk von Gott, Gott von...
Außer sich zusammenzureißen und das auch durchzuhalten gibt es keine Lösung. Ich kenne genug Geschichten à la: "Als ich PJ war hab ich mir geschworen meine PJler behandle ich besser, aber am Ende hab ich sie doch nur Müllarbeit machen lassen..."
Es gäbe da noch die Möglichkeit zu versuchen es wenigstens selbst anders zu machen. Wahrscheinlich nicht immer einfach, aber besser als resignieren allemal.
Ich denke, der Nachwuchsmangel in den Lehrkrankenhäusern wird zu einem vermehrten Wettbewerb unter den Häusern führen, wobei sicherlich auch die Güte der Ausbildung eine Rolle spielen wird. Zumindest kann ich den Trend an meiner Uni erkennen und hoffe, dass möglichst viele mit ihren Füßen abstimmen, was sie wollen :-meinung
Ich denke, der Nachwuchsmangel in den Lehrkrankenhäusern wird zu einem vermehrten Wettbewerb unter den Häusern führen, wobei sicherlich auch die Güte der Ausbildung eine Rolle spielen wird. Zumindest kann ich den Trend an meiner Uni erkennen und hoffe, dass möglichst viele mit ihren Füßen abstimmen, was sie wollen :-meinung
Das ist doch genau Teil des Problems:
Es gibt keinen Wettbewerb. Im Zweifelsfall werden die Unikliniken sich ihre PJler schon ueber irgendwelche Fakultaetsbeschluesse schon holen! Und wenn ich hoere wie an manchen Unis Auslandstertiale eingeschraenkt werden, so dass genug dummes Vieh in Deutschland bleibt, dann koennte ich nur noch :-kotz. Die ganzen anderen unsinnigen Einschraenkungen waehrend des PJ fallen meist auch in diese Kategorie: kein PJ am Lehrkrankenhaus/Uniklinik an einer anderen Fakultaet, max. 2 Auslandstertiale, Mindestzeit auf einer einzigen Station etc etc. Alles unsinnige Schikanen die nur darauf hinauslaufen die Leute bei der Stange zu halten... Dann kann man sich als "Uniklinik" oder "Fakultaet" dann natuerlich halt auch auffuehren wie die letzte Sau...
An meiner Uni wurden PJ Plaetze sowieso zugeteilt. Da heisst es dann, dass sich die PJler gleichmaessig verteilen sollen, um eine gute "Ausbildung" zu gewaehrleisten.... :-winky
Ich finde es immer wieder erschreckend, was so aus anderen Häusern und Stationen auf meinem Tisch landet. :-oopss
Das stimmt, so mancher internistische Arztbrief strotzt vor Geschwafel, was man ohne Informationsverlust auf ein Drittel zusammenstreichen könnte.
Zugegebenermaßen ist aber der eine oder andere chirurgische Brief etwas sehr knapp ;-)
Oh Mann, ich glaub, da steht mir in der Inneren noch was bevor, da seh ich potentielle Reibungspunkte :-oopss
alley_cat75
10.11.2007, 11:21
Das ist doch genau Teil des Problems: Es gibt keinen Wettbewerb. ... An meiner Uni wurden PJ Plaetze sowieso zugeteilt. ...
Soweit ich das im Nachhinein überblicken kann, haben bei uns in Berlin alle ihr Wunsch-KH bekommen. Ich denke schon, dass es einen Wettbewerb unter den Kliniken gibt, immerhin sind die PJ-Bedingungen in Berlin/Brandenburg sehr unterschiedlich und die Studis zieht es vermehrt dorthin, wo gute Lehre gemacht wird. So manches Lehr-KH hat in Berlin keine PJler abbekommen und die Uni zog bisher diesbezüglich keine Konsequenzen à la Pflichteinsatz o. ä. Zu uns ins Haus kommen die PJler per Mundpropaganda, d. h. alle erzählen fast durchweg, dass sie jemanden kennen, dem es hier gut gefallen hat. Strafversetzungen in meine Klinik ist mir bisher noch nicht untergekommen. Das ist doch schon mal ein guter Anfang.
aha- ha- ha!
wie bitte was?!
"Soweit ich das im Nachhinein überblicken kann, haben bei uns in Berlin alle ihr Wunsch-KH bekommen" -hm , da würd ich ernsthaft überlegen, ob der tellerrand als ausblickstandort so geeignet ist...
die tauschtermine waren reichlich voll, leider waren sie auch nicht für alle erfolgreich, da die wunschplätze in nicht unikliniken schon alle voll waren.
und was die verteilung auf lehrkrankenhäuser und unikliniken betrifft: natürlich ist es der UNIklinik nicht weiter wichtig, ob die lehr krankenhäuser alle ausreichend besetzt sind. zumindest hier in berlin wird doch das los-system vorallem deswegen eingesetzt, weil man sich dann als CBF, CVK oder CCM die PJ-plätze so schön selber zuschaufeln kann. die uni ist doch nicht daran interessiert, ob all die lieben hiwis, die sie jedes semester ausgebildet hat auch schön gerecht an alle bedürftigen verteilt werden.
bestes beispiel die lehrkrankenhäuser vomm schlage helios (übrigens sogar in 2 tertiaren mein wunsch- KH nummer eins! - soviel zur erfüllung): sie standen bis zum abgabetermin ganz offiziell in der diesjährigen turnusliste. und nun? habe mich mal beim letzten tauschtag erdreistet zu fragen, was denn mit den plätzen dort sei, schließlich weiß ich von vielen, die dort hin wollten und von keinem, der einen platz dort bekam. antwort: "ja, nee. die haben wir von der liste gestrichen.."
was bitteschön soll ich dann als studentin von meiner heimatuni noch gutes denken?! :-kotz
Till1982
05.12.2007, 14:45
Absolut für Bezahlung! Oder, wenn das nicht geht, dann gute Lehre mit dem Geld, was die Häuser für uns bekommen (Denn rechnen wir mal: wir waren zuletzt 14 PJler, im Tertial kriegt das Haus 1600 Öcken für jeden soweit ich weiß, macht also 22 400 Euro im Tertial, dafür sollte man meinen, einen guten Lehrer 2 Stunden jeden Tag beschäftigen zu können...).
LasseReinböng
05.12.2007, 17:05
Das ist doch genau Teil des Problems:
Es gibt keinen Wettbewerb. Im Zweifelsfall werden die Unikliniken sich ihre PJler schon ueber irgendwelche Fakultaetsbeschluesse schon holen! Und wenn ich hoere wie an manchen Unis Auslandstertiale eingeschraenkt werden, so dass genug dummes Vieh in Deutschland bleibt, dann koennte ich nur noch :-kotz.
Es wäre einmal interessant zu erfahren, welche Uni wieviele Auslandstertiale erlaubt, vielleicht sollte ich mal einen Fred dazu starten ( und dann kurz vor'm PJ die Uni wechseln).
Die Uni Kiel z.B. liebt ihre Studenten so sehr, daß man nur ein Tertial im Ausland ableisten darf...laut Dekan ist selbst dies noch zu viel.
Die Ausbildung im PJ ist aber im Allgemeinen nicht schlecht bei uns, wenn man sich so umhört - mit den üblichen Ausnahmen ;-)
Trotzdem, 400 Euro/Monat ist nun wirklich nicht zu viel verlangt.
Es wäre einmal interessant zu erfahren, welche Uni wieviele Auslandstertiale erlaubt, vielleicht sollte ich mal einen Fred dazu starten ( und dann kurz vor'm PJ die Uni wechseln).
Die Uni Kiel z.B. liebt ihre Studenten so sehr, daß man nur ein Tertial im Ausland ableisten darf...laut Dekan ist selbst dies noch zu viel.
Die Ausbildung im PJ ist aber im Allgemeinen nicht schlecht bei uns, wenn man sich so umhört - mit den üblichen Ausnahmen ;-)
Trotzdem, 400 Euro/Monat ist nun wirklich nicht zu viel verlangt.
Ich dachte immer, das sei abhängig vom Bundesland?
Bei uns kann das gesamte PJ im Ausland verbracht werden, allerdings wird empfohlen, das letzte Tertial wegen des ganzen Papierkrams das Examen betreffend, zuhause abzuleisten.
LG,
Ally, noch im Ausland ;-)
Moorhühnchen
10.12.2007, 18:42
Hehe, ich habe heute meinen Vertrag als "geringfügig Beschäftigte" auf 400-Euro-Basis unterschrieben *protz* ;-) ... bin gespannt, wie das mit der Umsetzung in die Wirklichkeit klappt..................... :-oopss
alley_cat75
10.12.2007, 19:24
Glückwunsch. Dann hoffe ich, dass Du die Wochen nicht mit Scheine zählen verbringst, sondern ordentlich arbeitest. Gute Vorbereitung auf die reale Arbeitswelt. :-top
Flemingulus
10.12.2007, 19:31
Und ich hoffe mal, dass Du ab und zu auch Scheine zählen und auf die Arbeit pfeifen kannst. Die reale Arbeitswelt kommt früh genug. :-top
Moorhühnchen
10.12.2007, 20:06
Glückwunsch. Dann hoffe ich, dass Du die Wochen nicht mit Scheine zählen verbringst, sondern ordentlich arbeitest. Gute Vorbereitung auf die reale Arbeitswelt. :-top
4 der 20 Betten auf Station werden bis Ende der Woche "mir" sein.... Ich drück mir die Daumen - endlich mal wieder eine Aufgabe!!! :-))
alley_cat75
11.12.2007, 17:24
Das finde ich vernünftig, dass Du Dich unter Aufsicht um Deine eigenen Patienten kümmern darfst. Habe ich auch gemacht und praktiziere das mit meinen PJlern ebenfalls so. Das bringt ein wenig Routine in das nahende Berufsleben. :-dafür
Christoph_A
12.12.2007, 08:05
Is meineserachtens auch ein wichtiges Ziel für das PJ-selber bei "seinen" Patienten den gesamten Ablauf von Aufnahme bis Entlassung durchgemacht zu haben, da lernt man am meisten. Meine PJs haben auch immer ein Zimmer, sobald sie dazu in der Lage sind.
P.s.: Mittlerweile wird auch in Muc hinter den Türen immer mehr über ein PJ Taschengeld laut nachgedacht-ich sags ja, Redundanz zahlt ich aus :-top
peter schlönzke
12.12.2007, 14:45
Bei uns gab es eine " Aufwandsentschädigung" in den peripheren Häusern, die am weitesten entfernt waren :-)
Habe ich in Benzin angelegt ;-) also von Lohn konnte eigentlich keine Rede sein.
Da man aber zumeist den Nebenjob nicht mehr wie im Studium machen kann, finde ich eine Entlohnung wirklich sinnvoll!
:-dafür
Vielleicht fühlen sich die Pj'ler dann auch mehr eingebunden und verschwinden nicht ab mittags von der Station, wie viele meiner mit-PJs ( udnd as trotz guter Ausbildung, sofern Engagement vorhanden war)
derreferendar
17.01.2008, 15:54
Hallo ChristophA,
hab das leider erst heute gesehen:
Zitat aus einem anderen Thread:
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=607936&postcount=11
.. In der EU muß ein Medizinstudium länger als 5 Jahre dauern... Hab zwar keine Ahnung, ob das stimmt, und es interessiert mich auch nicht.
Falls es aber stimmt, ist klar, weshalb das PJ als Teil des Medizinstudiums gelten muss, im Gegensatz zu den Referendariaten, die erst nach dem erfolgreichen Abschluss eines Studiums begonnen werden können.
Damit hätten wir uns natürlich unsere Diskussion um den Abschluss des Medizinstudiums vor dem PJ (mit einem Universitätsgrad wie z. B. einem neu zu schaffenden schaffenden Dipl. Med. analog dem Dipl. Jur., Dipl. Theol. etc. ) und einer an das Studium anschließenden Berufseinstiegsphase analog den Referendariaten schenken können.
D.h., es wären EU-Rechts-Gründe, aus denen das PJ als Bestandteil des Medizinstudiums gelten muss und nicht wie die Referendariate als Berufstätigkeit (mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten eines Arbeitnehmers) gelten darf.
Gruß!
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