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Elvira93
25.08.2015, 23:00
so war das bei mir auf dem Schlachthof auch. Ich kenne hier ja auch die Landwirte und die wissen alle ganz genau, dass sie dorthin keine kranken Tiere liefern können. Da zahlen die dann die Tötung und Entsorgung und kriegen zum Teil noch ne Anzeige.
das ist auf jeden Fall mal sinnvoll. Das schreckt ja offensichtlich auch ab ;)
Nickel1992
26.08.2015, 14:33
das ist auf jeden Fall mal sinnvoll. Das schreckt ja offensichtlich auch ab ;)
ja muss es jawohl auch, man muss doch keine kranken Tiere zur Schlachtung schicken -.-
RockHolly
26.08.2015, 16:29
ja muss es jawohl auch, man muss doch keine kranken Tiere zur Schlachtung schicken -.-
Naive Frage: was passiert dann eigentlich mit den kranken Tieren?
Einmal muß man differenzieren zwischen frisch verletzten und kranken Tieren. Frisch verletzte Tiere können auf dem Hof selber (nicht auf dem Schlachthof) noch Notgeschlachtet werden, dafür füllt der TA dann einen Schlachtschein aus.
Die Tiere, die auf dem Schlachthof geschossen werden, und die nicht in den Verzehr dürfen weil sie eben erkrankt waren, werden genauso entsorgt hinterher wie Tiere die eingeschläfert wurden.
Einmal muß man differenzieren zwischen frisch verletzten und kranken Tieren. Frisch verletzte Tiere können auf dem Hof selber (nicht auf dem Schlachthof) noch Notgeschlachtet werden, dafür füllt der TA dann einen Schlachtschein aus.
Die Tiere, die auf dem Schlachthof geschossen werden, und die nicht in den Verzehr dürfen weil sie eben erkrankt waren, werden genauso entsorgt hinterher wie Tiere die eingeschläfert wurden.
der kleine Unterschied ist: für die Notschlachtung gibts noch ein bisschen Geld. Für die Entsorgung am Schlachthof zahlt der Besitzer.
Allerdings muss es wirklich eine frische Verletzung, i.d.R. ein Bruch, sein...
der kleine Unterschied ist: für die Notschlachtung gibts noch ein bisschen Geld. Für die Entsorgung am Schlachthof zahlt der Besitzer.
Allerdings muss es wirklich eine frische Verletzung, i.d.R. ein Bruch, sein...
aber das versuchen doch sicher einige so hinzudrehen oder nicht?
Nickel1992
31.08.2015, 16:53
aber das versuchen doch sicher einige so hinzudrehen oder nicht?
das wird jawohl hoffentlich irgendwer kontrollieren??
das wird jawohl hoffentlich irgendwer kontrollieren??
ja, das wird vom Vetamt kontrolliert. Aber natürlich versuchen einige Landwirte einem kranke statt verunfallte Tiere unterzujubeln. Daher immer unbedingt Fieber messen ;)
Elvira93
02.09.2015, 13:51
ja, das wird vom Vetamt kontrolliert. Aber natürlich versuchen einige Landwirte einem kranke statt verunfallte Tiere unterzujubeln. Daher immer unbedingt Fieber messen ;)
tja... da gehts halt auch um Geld. Was passiert denn, wenn das Vetamt im Nachhinein "nein" sagt?
das wird jawohl hoffentlich irgendwer kontrollieren??
Das sollten auch die TÄ des Landwirts kontrollieren. Bei uns bekommen nur Tiere nen Schlachtschein, die keine Infektion haben. Aber auch das muß natürlich nicht überall so der Fall sein...
KalleTheDog
03.09.2015, 01:39
Das beamtete Veterinär wird vom Schlachthof bezahlt. War neulich erst in einer Infoveranstaltung zu dem Thema. Da erzählte die Tierschutzbeauftragte uns "Wenn Sie schon immer mal Kontakt zu ihrem Minister oder Kultusministerium haben wollten, dann versuchen sie mal Tierschutz in der kommerziellen Nutztierhaltung durchzusetzen!"
RockHolly
03.09.2015, 10:34
Das finde ich verdammt traurig.
Da war jetzt auch ein Beispiel zu einem Tierpark. Da herrschten echt schlimme Zustände und trotz mehrmaliger Anzeige, hat das Veterinäramt erst nach Monaten eingegriffen (eingreifen können?). Und das finde ich echt sehr bescheiden.
Das sollten auch die TÄ des Landwirts kontrollieren. Bei uns bekommen nur Tiere nen Schlachtschein, die keine Infektion haben. Aber auch das muß natürlich nicht überall so der Fall sein...
da, wo ich Praktikum gemacht hab, war das auch so. Aber das Vetamt hat manchmal auch Gründe abgelehnt, die ich in Ordnung fand. Dann geht das Tier in die Tonne. Ich glaub Hüftluxation war son nicht akzeptierter Grund...
da, wo ich Praktikum gemacht hab, war das auch so. Aber das Vetamt hat manchmal auch Gründe abgelehnt, die ich in Ordnung fand. Dann geht das Tier in die Tonne. Ich glaub Hüftluxation war son nicht akzeptierter Grund...
aber damit dürfen die doch auch nicht transportiert werden oder??
aber damit dürfen die doch auch nicht transportiert werden oder??
ne, die sind dann so weit ich weiß nicht transportfähig... Keine Ahnung, warum die nicht zur Notschlachtung geeignet waren.
Elvira93
10.09.2015, 21:37
Das finde ich verdammt traurig.
Da war jetzt auch ein Beispiel zu einem Tierpark. Da herrschten echt schlimme Zustände und trotz mehrmaliger Anzeige, hat das Veterinäramt erst nach Monaten eingegriffen (eingreifen können?). Und das finde ich echt sehr bescheiden.
Kann auch nicht verstehen, warum die so lange brauchen... haben die so viel zu tun? ?
Kann auch nicht verstehen, warum die so lange brauchen... haben die so viel zu tun? ?
im amt haben die doch immer "viel zu tun" :-p
Naja, also auf dem Amt auf dem ich war, hatten die schon gut zu tun. Es gab zwei Amtstierärztin. Eine für Tierschutz, eine für Tierseuchen. Die Lebensmittelrechtlichen Geschichten haben sie sich geteilt.
Es liegt nicht an der Arbeitsmoral der Leute sondern am Bürokraten-Wahn. Zunächst wird ein Aktenvermerk geschrieben, ein Bericht erstellt, ein Anordnungsbescheid mit einer eingeräumten Frist. (für die Ausformulierung und Verschicken der Anordnungen gibt es verwaltungstechnische Angestellte.) Nach Ablauf der Frist erfolgt eine Nachkontrolle. Wenn die Betroffenen Einspruch erheben, kann sich so ein Verfahren über Jahre ziehen…. *gefaelltmirnicht*
Die Besuche, die Berichte, die Nachkontrollen, die gesetzlichen Grundlagen mit Paragraphen, die Richtlinien für Tierhaltungen (und da fehlt es an allen Ecken und Enden!!!) müssen die Amtsvets selbst abarbeiten. Neben dem Stapel von Meldungen, Tierseuchenvergehen und wöchentlich wiederkehrenden Schlachthofbesuchen.
Die Mädels dort haben hart gearbeitet und ne Menge Überstunden gerissen. Bei dem Gehalt kann man das auch erwarten. :-)
In meinen vier Wochen Praktikum wurden wir einmal mit einer Mistgabel vom Hof gejagt worden und einmal bedroht worden bis zu dem Punkt an dem wir erwähnten, dass die Polizei auf dem Weg sei (War sie auch, glücklicherweise!)
SO viel dazu.. als kleiner Auszug aus dem Alltag der "guten" Amtsvets.
Naja, also auf dem Amt auf dem ich war, hatten die schon gut zu tun. Es gab zwei Amtstierärztin. Eine für Tierschutz, eine für Tierseuchen. Die Lebensmittelrechtlichen Geschichten haben sie sich geteilt.
Es liegt nicht an der Arbeitsmoral der Leute sondern am Bürokraten-Wahn. Zunächst wird ein Aktenvermerk geschrieben, ein Bericht erstellt, ein Anordnungsbescheid mit einer eingeräumten Frist. (für die Ausformulierung und Verschicken der Anordnungen gibt es verwaltungstechnische Angestellte.) Nach Ablauf der Frist erfolgt eine Nachkontrolle. Wenn die Betroffenen Einspruch erheben, kann sich so ein Verfahren über Jahre ziehen…. *gefaelltmirnicht*
Die Besuche, die Berichte, die Nachkontrollen, die gesetzlichen Grundlagen mit Paragraphen, die Richtlinien für Tierhaltungen (und da fehlt es an allen Ecken und Enden!!!) müssen die Amtsvets selbst abarbeiten. Neben dem Stapel von Meldungen, Tierseuchenvergehen und wöchentlich wiederkehrenden Schlachthofbesuchen.
Die Mädels dort haben hart gearbeitet und ne Menge Überstunden gerissen. Bei dem Gehalt kann man das auch erwarten. :-)
In meinen vier Wochen Praktikum wurden wir einmal mit einer Mistgabel vom Hof gejagt worden und einmal bedroht worden bis zu dem Punkt an dem wir erwähnten, dass die Polizei auf dem Weg sei (War sie auch, glücklicherweise!)
SO viel dazu.. als kleiner Auszug aus dem Alltag der "guten" Amtsvets.
jepp, so ähnlich wars bei mir auch. Die hatten schon echt gut zu tun...
MareikeW
12.09.2015, 12:10
Ich habe auch immer nur gehört, dass die sich den Hintern platt sitzen. Wie kann es denn dann sein, dass zig Fälle ewig nicht nachgegangen wird? *wütend*
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