Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum sagen alle, dass Ärzte wenig verdienen?
Ehemaliger User 05022011
25.11.2008, 19:42
Naja, wenn man halbwegs was auf dem Kasten hat, muss man sich über die Arbeitslosigkeit wohl keine Sorgen machen. :-meinung
wenn du dich da mal nicht irrst, es hat schon Leute getroffen, die sich dies in ihren schlimmsten Alpträumen nicht erträumt haben (z.B. hochqualifizierte Bänker vor ein paar Jahren - war immer eine krisensicheren Job hatten, bist die ersten Entlassungen kamen, dann ging es weiter mit in der IT - Brache - um nur ein paar Beispiele zu nennen )
Ehemaliger User 05022011
25.11.2008, 19:44
Es gibt halt bloß sicherere und weniger sichere Jobs, und der Arztberuf gehört zum Glück zu ersteren.
zur Zeit ja , aber es gab ja auch schon andere Zeiten, wo es eine Ärzteschwemme gab und viele keinen Job nach dem Studium fanden
Kackbratze
25.11.2008, 21:09
Ärzteschwämme
Die gibt es in Natur und Kunststoff, wobei echte Ärzteschwämme viel hautschonender sind.
Aber man sollte lieber auf Kunststoff zurückgreifen, da es nicht mehr genug frei lebende Ärzte gibt...
*sorryOT, aber musste einfach sein*
:-))
freestyler
25.11.2008, 21:38
Hmm, hab jetzt alle 66 SEiten durch. Viel neues gabs nicht zu lesen.
Bin jetzt auch seit einiger Zeit in der Chirurgie als Assi tätig.
Also alle , die hier mit ihren Tabellendaten umherwerfen, sollten auch bedenken, dass viele Häuser in östlichen Regionen lange nicht den allgemeinen Satz bezahlen, der ganz links oben in der Tabellenecke steht.
Ich musste bei meiner Einstellung auch kämpfen, damit ich beim Grundgehalt ne 3 vorne dran stehen habe. Hmm, na ja, viele sagen jetzt bestimmt, selbst Schuld, man kann ja in westlichere Gefilde umziehen.
Ich gehöre zu denen, die ihr Gehalt dann durch viele 24h Dienste aufbessern, häufig auch Wochenenddienste. Da wir in unserem Kreiskrankenhaus die höchste Dienststufe haben ist das für mich als junger Assi die einzige Möglichkeit noch nen guten Batzen draufzupacken. Da kommt dann zum Grundgehalt oftmals noch 50% Brutto dazu, jedoch steigt die Durchschnittswoche dann auch in Richtung 70-75h/Woche.
Und solange das Grundgehalt nicht als einzelnes lukrativ erscheint werde ich das auch so weitermachen. Wenn man erstmal sein Lebensstandard aufgebaut hat ist das nicht so einfach wieder Rückschritte zu machen. Hab zwar kein Porsche in meiner Garage, aber nen adäquates Auto. :-party
Mit jeder einzelnen Unterschrift, mit jeder Dokumentation, mit jeder Aufklärung die man täglich vollzieht übernimmt man ein Stück Verantwortung.
Und das summiert sich im Dienst. Die OPs nichtmal mitgezählt. Na ja, das wird man erst verstehen, wenn man den Beruf selbst ne Zeit lang macht. Also, an alle PJler, Studis oder die, die es mal werden wollen...erst den Mund aufreißen, wenns soweit ist.
Achso, ich mach meinen Job übrigens gerne, auch wenns ein wenig mehr Kohle sein könnte :-D
@Stuntman Mike und Khiri
Danke euch !!! :-winky
@Kackbratze
Hab mich gerade vor lachen fast weggeschmissen. :-)) :-D
rate mal
26.11.2008, 11:53
aber es gab ja auch schon andere Zeiten, wo es eine Ärzteschwemme gab und viele keinen Job nach dem Studium fandenDie haben schon einen Job gefunden. Nur nicht an deutschen Krankenhäusern.
BTW: Das sind die Leute, die heute die Fachärzte und Oberärzte wären, die an deutschen Krankenhäusern dringend gesucht werden.
Ehemaliger User 05022011
26.11.2008, 13:00
Die haben schon einen Job gefunden. Nur nicht an deutschen Krankenhäusern.
BTW: Das sind die Leute, die heute die Fachärzte und Oberärzte wären, die an deutschen Krankenhäusern dringend gesucht werden.
mit letzterem hast du sicher recht
rein interessehalber, wo haben die den einen Jon gefunden, sicher ja nicht in einer eigenen Praxis, denn Kassenzulassungen waren ja beschränkt
LasseReinböng
26.11.2008, 16:37
Naja, wenn man halbwegs was auf dem Kasten hat, muss man sich über die Arbeitslosigkeit wohl keine Sorgen machen. :-meinung
Angesichts der "-2" Semester sei Dir diese naive Sicht der Dinge noch verziehen :-D. Leider ist das in der Realität nicht so einfach.
LasseReinböng
26.11.2008, 16:44
mit letzterem hast du sicher recht
rein interessehalber, wo haben die den einen Jon gefunden, sicher ja nicht in einer eigenen Praxis, denn Kassenzulassungen waren ja beschränkt
Die mussten ja auch eine Weiterbildung beginnen, diese komplett in der Praxis...geht nicht, schon gar nicht in der eigenen.
Ehemaliger User 05022011
26.11.2008, 20:03
Die mussten ja auch eine Weiterbildung beginnen, diese komplett in der Praxis...geht nicht, schon gar nicht in der eigenen.
genau - also wo sind sie denn hingegangen ?
zur Krankenkasse oder in die Farmaindustrie arbeite, na das war sicher nicht, dass was man sich so vorstellt, wenn man zig Jahre Medizin studiert
LasseReinböng
26.11.2008, 21:04
Es kursieren Zahlen von ca. zwanzigtausend derzeit im Ausland tätigen deutschen Ärzten ( z.B.im Ärzteblatt öfters genannt). Damals (als es das AiP noch gab) sind sicherlich nicht wenige Frischabsolventen oder junge Assis weggegangen, denn der Ärztemangel im Ausland war da. Angesichts des AiP-Gehalts und schlechten Assi-Gehalts + Arbeitsbedingungen war es wohl egal, wohin man ging, es war fast überall besser als in D.
Ich wage zu bezweifeln, daß die ganzen Pharmakonzerne so einen großen Bedarf an Absolventen jemals hatten und auch heute haben, das wird doch eher in den Medien aufgebauscht.
alley_cat75
27.11.2008, 07:37
Es kursieren Zahlen von ca. zwanzigtausend derzeit im Ausland tätigen deutschen Ärzten (z. B. im Ärzteblatt öfters genannt).
Keine wirklich beängstigende Zahl. Bei derzeit 450.000 praktizierenden Medizinern in D sind das 4,5%. Wesentlich besser als die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern.
rate mal
27.11.2008, 08:27
. Bei derzeit 450.000 praktizierenden Medizinern in D.... . Darunter ist aber ein ziemlich hoher Anteil an Senioren, wogegen die, die damals ins Ausland gegangen sind, zu den Absolventenjahrgängen gehören, die heute junge Fachärzte sind bzw. wären.
Statt dem Nachwuchs den Weg ins Ausland oder andere Branchen nahezulegen, hätte man damals auch den AiP und die 32er-"Schichten" abschaffen und die dafür benötigten neuen Stellen schaffen können.
Aber dann hätten einige Kollegen auf das Zubrot durch die 32er verzichten müssen..........
Ich finde es ehrlich gesagt nicht so beängstigend, dass ein Assistenzarzt so wenig verdient, weil man ja zum OA oder CA aufsteigen kann.
Das Schlimme ist meiner Meinung nach, dass OA auch nicht gerade viel verdient und CA immer weniger.
DrSkywalker
27.11.2008, 10:38
Ich finde es ehrlich gesagt nicht so beängstigend, dass ein Assistenzarzt so wenig verdient, weil man ja zum OA oder CA aufsteigen kann.
Das Schlimme ist meiner Meinung nach, dass OA auch nicht gerade viel verdient und CA immer weniger.
Deswegen ist es ganz klar hier: Wenn überhaupt noch was passieren soll hier, muss man sich gegen den Unterdrücker stellen und man muss parteisch sein und nicht hier...Und deswegen mache ich jetzt hier diesen Tisch ma kaputt!
http://www.youtube.com/watch?v=sa0rpCgVLs4 (0:47)
roger rekless
27.11.2008, 10:58
Keine wirklich beängstigende Zahl. Bei derzeit 450.000 praktizierenden Medizinern in D sind das 4,5%. Wesentlich besser als die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern.
450k? Da sind doch garantiert auch die mit nicht-ärztlicher Arbeit und pensionierte Ärzte drin, oder nicht? Ich hab immer so ne Zahl von ca. 300k aktuell praktizierenden Ärzten im Kopf gehabt.
habichnicht
27.11.2008, 12:01
450k? Da sind doch garantiert auch die mit nicht-ärztlicher Arbeit und pensionierte Ärzte drin, oder nicht? Ich hab immer so ne Zahl von ca. 300k aktuell praktizierenden Ärzten im Kopf gehabt. Da hat alley cat einiges verwechselt. Es sind auch insgesamt keine 450 000, sondern nur 415 000 bei den Kammern registriert und von denen sind ca. 315 000 ärztlich tätig. Der Rest ist entweder gar nicht berufstätig (Pensionäre, Frauen in der Familienphase, .....) oder nicht ärztlich tätig (z. B. in anderen Branchen oder als Mitarbeiterin an der Rezeption in der Praxis des Ehemannes, oder ...... , )
Zum Thema "Ärzteschwemme" gibt es übrigens einen höchst lesenswerten Artikel aus dem Jahr 1996:
http://www.baek.de/downloads/1996Kurz.pdf
Ehemaliger User 05022011
27.11.2008, 13:06
Ich finde es ehrlich gesagt nicht so beängstigend, dass ein Assistenzarzt so wenig verdient, weil man ja zum OA oder CA aufsteigen kann.
Das Schlimme ist meiner Meinung nach, dass OA auch nicht gerade viel verdient und CA immer weniger.
peng - und nun kann die ganze Diskussion hier von vorne losgehen meinst du wohl?
Ehemaliger User 05022011
27.11.2008, 13:12
Zum Thema "Ärzteschwemme" gibt es übrigens einen höchst lesenswerten Artikel aus dem Jahr 1996:
also ehrlich gesagt , diese vielen Seiten überfordert mich gerade dann doch ein bißchen oder anders: sooooo genau wollt ich es nun eigentlich gerade mal es gar nicht wissen - aber trotzdem DAnke!
freestyler
27.11.2008, 16:09
Ich finde es ehrlich gesagt nicht so beängstigend, dass ein Assistenzarzt so wenig verdient, weil man ja zum OA oder CA aufsteigen kann.
Das Schlimme ist meiner Meinung nach, dass OA auch nicht gerade viel verdient und CA immer weniger.
oh Gott, wo du nimmst du deine Weisheiten denn her?
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