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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Vegetarier-Thread :-)



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Fr.Pelz
18.12.2015, 11:21
https://vebu.de/attachments/Labliste.pdf Eine Aufstewllung der Käsesorten nach verwendetem Lab.

roxolana
18.12.2015, 22:23
Wow Roxolana- der Film ist verdammt gut und ziemlich krass. Man müsste wirklich vegan leben. Vielleicht kann man aber einen Anfang, wenigstens einen Anfang machen, wenn man selber keine Milch- und Eiprodukte mehr kauft ohne liebevollen Gastgebern selbstgebackenen Kuchen abschlagen zu müssen.


Das klingt doch nach einem sehr guten Anfang. Mahi Klosterhalfen von der Albert-Schweitzer-Stiftung, die ich ganz toll finde, hat dazu mal einen Artikel veröffentlicht:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/kolumne-wie-vegan-lebst-du

Im Endeffekt muss jeder selbst eine bewusste Entscheidung treffen, wie weit er gehen will. Ich bin eine Weile die "zuhause-vegan-auswärts-vegetarisch"-Schiene gefahren und habe sie dann verlassen, weil ich damit immer unzufriedener wurde. Ein veganer Freund von mir isst ab und zu sogar auswärts Fleisch und scheint kein großes Problem damit zu haben. Solange man sich der Konsequenzen seines Handelns bewusst ist und damit leben kann, ist doch alles in Margarine. ;)

altalena
19.12.2015, 08:58
Wie handhabt ihr das denn Weihnachten?
Seid ihr irgendwo eingeladen und esst dann mal Fleisch? Oder lasst ihr das Fleisch weg?
Oder kocht ihr selber? Wenn ja, was? Ich bin gespannt.

roxolana
20.12.2015, 13:37
Wir feiern bei uns zuhause und alle Gäste bringen was mit. Es gibt ein Buffet - was von uns gestellt wird ist vegan und die anderen bringen mit worauf sie Lust haben.

Fr.Pelz
21.12.2015, 11:29
Wir feiern bei meiner Schwester und die musste letztes Jahr eine Lammkeule besorgen, dieses Jahr muss sie was Vegetarisches kochen (Die anderen Gäste sind entweder selbst Vegetarier oder haben kein Problem, vegetarisch zu essen. Nur für ihren Mann muss sie irgendein Filet besorgen). Die anderen Feiertage kochen wir selbst.

Annekii- übrigens vielen Dank für die Empfehlung von Valess- die Schnitzel sind echt sehr lecker! Die Hackbällchen sind auch ok.
Leider ja nicht vegan. Mal sehen, wie ich das demnächst hinkriege. Mein Mann hat sich jetzt mal für seinen Kaffee Sojamilch gekauft, bin gespannt ob Sohni die auch trinkt.

Hatte gestern eine kurze Unterhaltung mit einer Krankenschwester, die Vegetarismus doof findet. Habe sie mit ein paar Zahlen aus Cowspiracy konfrontiert, am Ende war ihr letztes Argument "Ich sags mal so, es gibt auch ne Nahrungskette!"
:-))

Naja, sonst red ich lieber nicht drüber, bekomme eh nur mitleidige Blicke von Kollegen.

roxolana
21.12.2015, 12:30
Mein Mann hat sich jetzt mal für seinen Kaffee Sojamilch gekauft, bin gespannt ob Sohni die auch trinkt.

Zum Thema Pflanzenmilch (gilt aber im Prinzip für alle veganen Produkte): Man muss sich durchprobieren. Mein Mann hat ewig lange keine gescheite Pflanzenmilch für seinen Kaffee gefunden. Die meisten Sojamilche (was fürn komischer Plural) haben bei ihm im Kaffee geflockt und waren ihm auch zu süß. Jetzt hat er aber eine gefunden, die ihm gut schmeckt und nicht flockt: Alpro ganze Bohne ungesüßt. Ein Kommilitone von mir schwört hingegen auf Mandelmilch.


Hatte gestern eine kurze Unterhaltung mit einer Krankenschwester, die Vegetarismus doof findet. Habe sie mit ein paar Zahlen aus Cowspiracy konfrontiert, am Ende war ihr letztes Argument "Ich sags mal so, es gibt auch ne Nahrungskette!"
:-))

Naja, sonst red ich lieber nicht drüber, bekomme eh nur mitleidige Blicke von Kollegen.

Diskussionen mit Kollegen verlaufen hier in der Regel auch unbefriedigend... Wobei ich neulich ein ganz gutes Gespräch mit ner Kollegin hatte, welches damit anfing, dass sie meinte, sie würde Veganismus blöd finden. Worauf ich erwiderte, dass mir das auch so ging bevor ich selbst Veganerin wurde. :D Daraufhin machte sie dann große Augen und fragte warum um Himmels willen ich das dann gemacht hätte. Und nachdem ich meine Beweggründe erläutert hatte, meinte sie, ich hätte sie fast vom Veganismus überzeugt. Vielleicht wollte sie aber auch einfach nichts mehr von Umweltzerstörung, geschredderten Küken und getöteten Kälbchen hören und die Diskussion schnell beenden...

Absolute Arrhythmie
21.12.2015, 15:04
Ich diskutiere grundsätzlich nicht mit anderen Leuten über meine Ernährung.
Ich bin ja jetzt schon gut ein Jahr "außer Haus-Vegetarier", das ist wirklich kein Problem, seitdem ich das mache essen die meisten meiner Freunde auch fleischfrei in der Mensa, schmeckt ja da eh nicht sooo gut.
Zu hause mag ich aber nach wie vor nicht auf (Bio-)Fleisch und (Bio-)Milchprodukte verzichten.
Von Prinzip her wäre für mich auch eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise vorstellbar,aber gemeinsames Essen mit meinem Freund, der quasi kein Gemüse mag, wäre dann extrem eingeschränkt. Also bleibe ich beim aktuellen Konzept.

Miss
21.12.2015, 16:38
Ich diskutiere mit anderen Leuten auch nur noch auf deren ausdrücklichen Wunsch über meine Ernährung. Das muss jeder selbst wissen. Poste aber gern Beiträge zum Thema, was viele wahrscheinlich anstrengend finden, aber sie können es ja auch ignorieren ��
Bei der Feuerwehr werden wir auch nicht mehr so gemobbt, und es wird meistens auch etwas Käse besorgt oder was mit Fisch gemacht (den esse ich v.a. auswärts mal). Zu Festtagen gibt's meistens was für alle, entweder was Alternatives für mich oder bei Raclette kann sich ja jeder das brutzeln, was er mag.
Mittlerweile ist ja Veganismus en vogue, was zumindest den Vorteil hat, das es insgesamt für alle einfacher wird, sich fleischlos zu ernähren. Mag auch gern mal vegan essen und kochen, die Lebensmittel sind ja mittlerweile problemlos zu bekommen und dank der größeren Menge an Interessenten auch erschwinglicher.

Ich finde Rücksichtsnahme schön. Wenn Freunde mit Allergien oder Veganer zu Besuch kommen, gibt es selbstverständlich auch was für sie. Früher gab ich noch mal Fleisch für Freunde gekauft, mittlerweile sollen sie es aber bei Bedarf mitbringen ;-)

annekii
21.12.2015, 21:46
@Fr. Pelz: ich war das nicht mit Valess. Die habe ich schon ewig nicht mehr gekauft, weil sie eben nicht vegan sind.

@Altalena: Wir machen an Heiligabend Raclette. Es werden auch fleischige Sachen für die Fleischesser mitgebracht. Der Rest ist vegetarisch oder vegan. Für den Veganer gibt es Hefeflocken/Mandelmus für drüber.

Fr.Pelz
22.12.2015, 12:45
Oh sorry annekii!

-Julchen-
22.12.2015, 13:13
Ich diskutiere grundsätzlich nicht mit anderen Leuten über meine Ernährung.
Ich bin ja jetzt schon gut ein Jahr "außer Haus-Vegetarier", das ist wirklich kein Problem, seitdem ich das mache essen die meisten meiner Freunde auch fleischfrei in der Mensa, schmeckt ja da eh nicht sooo gut.
Zu hause mag ich aber nach wie vor nicht auf (Bio-)Fleisch und (Bio-)Milchprodukte verzichten.
Von Prinzip her wäre für mich auch eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise vorstellbar,aber gemeinsames Essen mit meinem Freund, der quasi kein Gemüse mag, wäre dann extrem eingeschränkt. Also bleibe ich beim aktuellen Konzept.


Ah, das ist ja witzig. Du bist die Erste, die das auch so macht! Ich esse eben nur dann Fleisch, wenn ich weiß, wo es herkommt bzw. aus der Region ist. Das läuft quasi auf zuhause raus. Komischerweise muss ich aber auch darüber oft mit Leuten diskutieren, ob ich denn jetzt Vegetarier sei oder warum ichs wenn dann nicht "richtig" mache. Vegan könnte ich nicht, dazu ist mir meine Flakes mit Milch zu lieb ;) Wobei ich da auch ab und zu Sojamilch nehm, aber das schmeckt eben nicht wie echte Milch...

Fr.Pelz
22.12.2015, 13:19
Hm. Ich musste jetzt doch noch mit meiner Schwester diskutieren, eigentlich hatte sie das Weihnachtsmenü wohl schon fertig geplant und es ging ihr noch um die Soße. Für sich+Mann kauft sie nämlich Fleisch und wollte aus dem Bratensatz eine Soße für alle machen. Sie meint wenn ich aus ökologischen Gründen kein Fleisch esse, müsse es ja kein Problem sein, diese zu essen, da ja nicht extra für mich Fleisch gekauft würde und es ökologisch sogar noch schlechter wäre, nochmal extra eine vegetarische Soße herzustellen.
Dabei hat sie wohl recht. Trotzdem will ich das (im Gegensatz zu meinem vegetarischen Bruder) nicht essen.

roxolana
22.12.2015, 13:59
Wusstest du etwa nicht, dass vegetarische Soßen Hauptverursacher vom Klimawandel sind? ;) Ich meine, der CO2-Fußabdruck von so ner Tomate ist schon gewaltig, ne.

Salzi19
22.12.2015, 15:04
Naja, ob riesen soja-monokulturen jetzt für die Umwelt sooo viel besser sind *wegduck* ;-)

roxolana
22.12.2015, 15:33
Sicher nicht. Das genveränderte, in Monokultur wachsende Soja wird übrigens zu über 80% an Tiere verfüttert, die dann ihrerseits als Fleisch, Käse oder Eier auf dem Teller landen. "Der hohe Fleischkonsum in Deutschland trägt maßgeblich zu den hohen Soja-Importen bei." (http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/genmanipuliertes-soja/) Das heißt im Umkehrschluss, dass Fleischesser auch deutlich mehr Soja "einkaufen" als Vegetarier und Veganer, da du ja für die Produktion von 1 kg Fleisch ein Vielfaches an Soja brauchst als für 1 kg Tofu. Also wenn du was gegen die vielen Soja-Monokulturen unternehmen willst, dann weißt du jetzt, was zu tun ist. ;-)

Salzi19
22.12.2015, 15:52
Ich weiß, was ich tue ;-)
Soll doch jeder so essen wie er es mag und ihm schmeckt :-) ich mag es nur nicht, wenn jede Diskussion über das Thema gleich in die "ich als Vegetarier bin ein besserer Mensch als ihr Fleischesser" Richtung abdriftet, das ist hier ja nicht der Fall. :-)

roxolana
22.12.2015, 16:07
Naja, die Diskussion fing ja damit an, dass das Kochen einer vegetarischen Soße als ökologisches Übel dargestellt wurde, in diesem Fall von einer Fleischesserin. Ich bekomme übrigens öfter solche Kommentare zu hören à la "Soja ist ja auch böse und zerstört den Regenwald usw. usw.". Da finde ich es schon wichtig, diejenigen, die das Soja-Thema als Argument gegen Vegetarismus aufbringen, davon zu unterrichten, dass sich auf ihrem Teller mehr Soja befindet als auf meinem. Welche Konsequenzen du dann daraus ziehen willst ist natürlich dir selbst überlassen. Das hat auch nichts mit guten oder schlechten Menschen zu tun, sondern damit, dass viele auch einfach nicht wissen, was Fleischkonsum so anrichtet. Nur wenn man alle Informationen kennt, kann man eine bewusste Entscheidung treffen. Ich wäre wahrscheinlich schon viel früher Vegetarier geworden, wenn ich besser informiert gewesen wäre.

Colourful
22.12.2015, 17:06
Oh, schön wie diplomatisch du bist, roxolana, ich habe genau dieses Sojaargument auch schon oft gehört. Und mich nervt diese Uninformiertheit total an. Ich esse zwar Fleisch, war aber lange Vegetarierin, hab (leider) erst in der Schwangerschaft wieder mit dem Fleisch essen begonnen, weil ich so eine üble Eisenmangelanämie hatte und ich einfach keinen Nerv hatte mich mit anderen Alternativen zu beschäftigen. Seitdem gibt es hier wieder Bio-Fleisch.

Miss_H
22.12.2015, 19:15
Also ich fühle mich nicht uniformiert. Aber ich habe noch nie auch nur ein Propaganda-Video geschaut. Ich weiß, dass Küken geschreddert werden. Ich weiß das sowohl die Milchkühe als auch "Fleischtiere" viel Soja essen. Ich kann aber trotzdem nicht auf tierische Produkte verzichten. Wenn ich Geld verdiene, dann gibt es regionale Produkte von Produzenten die ich kenne.

Solara
22.12.2015, 23:24
Kurze Rückfrage:
Die Pelzsche Schwester geht doch eher auf den Punkt ein, dass es unökonomisch wäre, für die Vegetarier eine eigene, neue Soße zuzubereiten. Nix mit Soja und Co. - oder?
Es geht doch nix über ein Raclette, da macht jeder was er will ;-)