Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Vegetarier-Thread :-)
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Relaxometrie
03.03.2013, 19:52
Lysozym muß wohl inzwischen auch deklariert werden, weil Menschen mit Hühnereiweißallergie darauf reagieren können. Das kannte ich anders, nämlich so, daß es nicht deklariert werden muß.
Was mich als Knofi-Nichtmögerin ärgert, ist die Kennzeichnung "Gewürze". Bisher habe ich zwar die Erfahrung gemacht, daß Knofi -wenn vorhanden- immer extra deklariert wird. Aber trotzdem finde ich die Bezeichnung "Gewürze" schlecht gewählt, weil sie eigentlich nichts aussagt.
Dinge, die weniger als 2% der Gesamtmenge ausmachen und nicht entsprechend zu kennzeichende Allergene sind, müssen nicht deklariert werden, das trifft eben auch auf Gewürze zu.
Relaxometrie
03.03.2013, 20:12
Dinge, die weniger als 2% der Gesamtmenge ausmachen und nicht entsprechend zu kennzeichende Allergene sind, müssen nicht deklariert werden
Das finde ich nicht besonders sinnvoll, ist aber nunmal so. Zutaten, die bewusst in das Produkt gegeben werden, sollten doch problemlos deklariert werden können. Es ist klar, daß nicht jeder im Produktionsprozeß irgendwie mal vorhandene Hilfsstoff, der im Endprodukt nicht mehr (oder vermeintlich nicht mehr) vorhanden ist, deklariert werden soll. Aber was ist das Geheimnis an "Gewürz"? Wenn ich selbst koche und Gäste fragen, was für Zutaten ich verwendet habe, sage ich das so genau, wie möglich. Die Verschleierungstaktik mancher Lebensmittelproduzenten finde ich erstaunlich und führt meist dazu, daß ich das Produkt nicht kaufe. Aber ich weiß schon......wenn man alles 100% richtig machen wollte, dürfte man gar nicht mehr essen. Nur verstehe ich nicht, warum ein paar offensichtliche Schwachstellen nicht einfach im Interesse des Verbrauchers verbessert werden.
Aber was ist das Geheimnis an "Gewürz"?
Ich könnte mir vorstellen, dass gerade bei Gewürzen und Aromen das Rezept "geheim" bleiben soll (s.Coca-Cola :-)))
Mangokind
04.03.2013, 20:53
Es ging bei der Deklarationsanmerkung auch nicht um möglicherweise allergieauslösende Mengen sondern lediglich um die Unterscheidung zw. pflanzlich und tierisch. Wobei ich mit Produkten die mehr als zehn Inhaltsstoffe enthalten nicht viel zu tun habe und ich davon ausgehe, dass Menschen die sich ,,ausgewogen'' ( ;) ) ernähren das auch vermeiden?
Ich will nicht sarkastisch als Ernährungsversteher bezeichnet werden, ich will nur die Aufmerksamkeit für eine Ernährungsweise erregen, die das Potenzial hat die Volkskrankheiten zu vermindern. Und selbst in Standartlehrbüchern findet man immer wieder ,,Risikofaktoren:...rotes Fleisch...,möglicherweise präventiv wirkend: Gemüse, Obst, grüner Tee etc....''. Darauf sollte nur mehr aufgebaut werden. Ich verstehe nicht warum sich die meisten Mediziner so schwer mit der Ernährung tun.
Und die China Study ist auch ein zusammengesetztes Projekt, das auch mehreren Teilstudien bestand. Zudem verweist Campell in seinem Buch mehrfach auf ähnliche Studien. Um eine einzige Studie handelt es sich also keinesfalls.
Bist du nicht fündig geworden beim PubMed suchen? Versuch es nochmal.
In der Praxis erlebe ich schon bei Vegetariern häufig Mangelzustände.
Rein interessehalber: welche Mängel findest du bzw. auf welche untersuchst Du? Danke!
LG
Ally
Sagen wir mal so: die Mehrzahl der Patienten mit B12- oder Eisenmangel ernährt sich fleischarm oder vegetarisch. Routinemäßig untersuche ich das nicht, das würde mein Budget sprengen.
Figueira
14.03.2013, 22:45
Ich ernähre mich seit einem Jahr vegan. Vor 4 Wochen Check beim Hausarzt: Hb 13,7 g/dl. Vit. B12 supplementiere ich. Kriegen die sogenannten Nutztiere außerdem auch künstlich zugeführt und sowohl B12, als auch Eisenmangel kommt auch bei Omnivoren häufig vor. Otto Normalverbraucher weiß nicht, was er alles so zu sich nehmen muss, um gesund zu bleiben. Da sind Veggies klar im Informationsvorteil.
Warum vegan?
Alles andere tötet Bäume, Tiere und Menschen, daher nicht unterstützenswert. Generell sind Tiere nicht dazu da, um sie zu quälen, zu töten, zu essen.
Wie ist es zum Veganismus gekommen?
Habe schon seit Jahren mit dem Vegetariertum geliebäugelt. Als ich vor gut einem Jahr meinen Freund kennengelernt habe, der zu dem Zeitpunkt schon sechs Jahre Vegetarier war, hab ich den Sprung endlich gewagt. Dann hat es ca. 2-3 Wochen gedauert, bis ich soviel Info zu dem Thema durchgewälzt hatte, dass mir klar wurde: Wenn du konsequent sein willst, werde vegan. Gesagt, getan.
Schwer fällt es mir nicht, auch der (zugegebenermaßen erwartete) Verzicht, ist nicht eingetreten. Ich koche seitdem abwechslungsreicher und nutze mehr Lebensmittel als vorher.
Gibt es sonst noch Veganer hier? :rock:
Figueira
14.03.2013, 22:50
Eine Ernährung, die Substitution erfordert, kann eigentlich nicht empfehlenswert sein, oder? Ausgewogen ist das jedenfalls nicht.
Jod wird auch substituiert...
Figueira
14.03.2013, 22:59
Ich lebe seit vielen Jahren vegan, kann mich nicht mehr an die Zeit erinnern wo ich Fleisch aß (als Kind). Für mich fühlt es sich ganz natürlich an, eine gesunde Lebensweise/Ernährung zu empfehlen.
Ich treffe aber immer wieder auf voreingenommene Studenten/Ärzte/Krankenschwestern, die absolut keinen Durchblick in der Ernährung haben, Patienten aber von dem einen oder anderem abraten. Und die natürlich auch nicht auf dem aktuellen Stand der Forschungsergebnisse sind.
Was denkt ihr?
Ich denke, dass ich dir absolut zustimme! Ich arbeite ja in der Pflege und bin da schon auf sehr viel Verwunderung, manchmal auch Fassungslosigkeit und seltener echtes Interesse gestoßen. Von Unwissen mal ganz zu schweigen. Schade! Dabei bin ich persönlich auch der Meinung, dass vegane Ernährung bei vielen Erkrankungen einen Versuch wert ist.
Absolute Arrhythmie
14.03.2013, 23:31
Warum vegan?
Alles andere tötet Bäume, Tiere und Menschen, daher nicht unterstützenswert. Generell sind Tiere nicht dazu da, um sie zu quälen, zu töten, zu essen.
Eins vorweg:
Ich habe nichts gegen deine vegane Lebensweise! Nur dein Argument finde ich bigott.
Schreibst du auf Papier? Fährst du Auto? Trägst du Kleidung aus Leder? Trägst du Kleidung, die von Kindern oder Zwangsarbeitern hergestellt wurde?
Die Liste lässt sich unendlich erweitern. Mag sein, dass ich dich missverstehe, aber dein Posting liest sich für mich ein wenig vorwurfsvoll gegenüber sog. "Omnivoren". Die töten Tiere, fällen Bäume, du hingegen hast ein reines Gewissen. Dieses Gewissen wird sich bei genauerer Betrachtung leider nicht halten lassen :D
debelloak
15.03.2013, 08:37
Also ich ernähre mich aufgrund einer Krankheit vegetarisch, weil Fleisch nicht gut verdaut von mir wird (ich möchte mich dazu nicht näher äußern). Durch diese Ernährung sind mir die Haare büschelweise ausgefallen. Ich habe nun einen Mangel an Vitamin D,B12 und Folsäure. Es wurde mir von mehreren Ärzten mitgeteilt, dass dies am fehlenden Fleisch liegt.
Also ich kann jedem Vegetarier/ Veganer raten, dass er sich auf Mängel untersuchen lässt.
Ich supplementiere täglich diese Vitamine, wobei ich Vitamin B12 einmal im Monat gespritzt bekomme.
LG
Figueira
15.03.2013, 20:47
Schreibst du auf Papier? Fährst du Auto? Trägst du Kleidung aus Leder? Trägst du Kleidung, die von Kindern oder Zwangsarbeitern hergestellt wurde?
Absolut perfekt zu leben und niemandem auf noch so indirekte Weise Schaden zuzufügen, ist leider nicht möglich. Da stimme ich dir zu. Beim Veganismus geht es nicht um Perfektion, sondern darum, zu tun, was man kann und das eigene Handeln zu reflektieren.
Ich kaufe selbstverständlich weder Leder, noch irgendetwas mit Wolle, Daunen oder gar Pelz. Die anderen Punkte sind leider nicht immer zu vermeiden. Jedoch gehe ich nicht ziellos bei H&M shoppen, sondern kaufe mir lieber ein hochwertiges Teil (von dem ich dann auch länger was habe - schont auf lange Sicht sogar den Geldbeutel).
Es war auch nicht meine Absicht, mich als etwas "Besseres" darzustellen. Ich bin nur ziemlich happy, diesen Schritt gemacht zu haben und über die Erfahrung, dass es eigentlich ganz leicht ist, wenn man erst mal mitten drin ist. Das glaubt uns Veganern nur niemand, deshalb kommt das oft falsch rüber. Es geht bei der Sache nicht um mich. Je mehr Menschen sich Gedanken über ihr Konsumverhalten machen, desto besser.
Mangokind
20.03.2013, 18:19
Endlich Figueira, danke!
Dachte mittlerweile, dass sich Empathie und Medizin ausschließen.
Kleiner Tipp an alle Skeptiker:
Die schwedischen Zeitungen sind grade voll von Fleischskandalen und Co., die Rezepteseiten werden immer grüner und Ärzte schreiben Artikel in großen Tageszeitungen um die Nachteile des Fleischkonsums und die Vorteile einer vegetarisch/veganen Kost.
Die allgemeine Akzeptanz/Verstädnis kommt.
Absolute Arrhythmie
20.03.2013, 18:20
Nicht nur die schwedischen Zeitungen -.-
Angesichts der Lage ernähre ich mich allerdings in letzter Zeit auch - ich nenns mal ganz salopp so - "tierärmer". Also greife öfter zu Sojaprodukten. Die Sojamilch von Alpro und die Joghurts finde ich zB ultralecker :)
soja schokopudding von alpro..!!!!!!!!!!
Mein Brotaufstrich momentan...SENF!! In allen Varianten. Derzeit französischer Senf mit Knofi und Petersilie. Alles andere hängt mir ausm Hals raus. :-))
Relaxometrie
20.03.2013, 22:17
Diese Sojajoghurts und Sojapuddinge von Alpro sind total verzuckert. Ich habe beides auch eine zeitlang gegessen. Bis ich mal auf den Zuckergehalt geguckt habe :eek:
Leider sind auch Produkte mit Bio-Image öfters mal mies.
Colourful
21.03.2013, 06:43
Na ja, gezuckertere Joghurts, egal ob Bio, Soja oder nicht sind immer total verzuckert - das geht, meine Meinung, gar nicht.
Aber Sojanaturjoghurt mit Apfel oder Banane? Das ist doch auch lecker!
Absolute Arrhythmie
21.03.2013, 08:28
Na ja, gezuckertere Joghurts, egal ob Bio, Soja oder nicht sind immer total verzuckert - das geht, meine Meinung, gar nicht.
Aber Sojanaturjoghurt mit Apfel oder Banane? Das ist doch auch lecker!
Da stimme ich dir absolut zu :) Ist eh überall Zucker drin, ob jetzt Bio, Soja oder Kuhmilch aus Massentierhaltung. Am liebsten mag ich aber eh Naturjoghurt mit Honig, Obst und Haferflocken :) (Jaja, Honig, Obst u. Haferflocken sind AUCH Zucker, ich weiß -.-)
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