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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Vegetarier-Thread :-)



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McBeal
12.02.2011, 17:35
Bei mir ist es so, dass ich einfach meine, dass für mich nach Möglichkeit kein Tier sterben soll. In Deutschland haben wir einfach das Glück so viele Lebensmittel im Überangebot zu haben, dass man gut auf Fleisch verzichten kann. Ich kann mich gut so ernähren und trotzdem gesund bleiben. Bei Eiern, die ich so kaufe, achte ich auch auf die Haltung. Wenn ich woanders was esse, geht das mit der Eierherkunft natürlich nicht, vegetarisch ist hierzulande aber eigentlich immer möglich. Als ich noch Fleisch gegessen habe, habe ich auch auf die Herkunft geachtet bzw. meine Mutter hat das getan.
Bei Obst und Gemüse kaufe ich auch gern mal Bio, aber auch normales. Ist für mich noch was anderes, ob der Anbau vielleicht durch Monokultur nicht so gut ist oder ob ein Tier sein Leben lässt. Wo ich aber drauf achte, ist Fair Trade, z.B. bei Kaffee und O-Saft.

LG
Ally

EDIT nach Lindas Beitrag: inzwischen achte ich auch bei Kosmetika drauf, dass sie nicht an Tieren getestet wurden. Bin z.B. bei den meisten Dingen zum Body Shop gewechselt

Meuli
12.02.2011, 17:39
Aber: Ich würde (obwohl Besitzerin zweier Katzen) durchaus mal Katzen-/Hundefleisch probieren, finde Pferdefleisch lecker, esse gerne Kaninchen oder Wild, mag Lamm und könnte auch mit Meerschweinchen probehalber etwas anfangen.

OK, du wirst also nimmer eingeladen ;-) :-))


Was ich nicht leiden kann, ist der teilweise missionarisch wirkende Eifer manch eines Vegetariers, der versucht, einen während des Verzehrs eines leckeren Bratens nebenher zum Fleischverzicht zu bekehren. Da werd ich giftig...

:-meinung
Ist mir zwar glaub ich noch nie passiert, aber wehe wenn ... :-))

Cosma
12.02.2011, 17:40
Ja, das WARUM hatte ich weggelassen, weil es eben dann wieder so eine Endlosdiskussion werden könnte ...

auf der anderen Seite ist das natürlich schon die zentrale Frage !

Also das WARUM bei mir:

- Weil ich die Tiere selbst nicht töten könnte, vorallem die Kälber und Lämmer, die ich so verspeiste nicht ... alle anderen wahrscheinlich auch nicht.
Und das finde ich falsch ... dieses Konsumieren ohne Bezug zur Realität ... es sind nunmal tote Tiere.

Ich will diese Welt nicht irgendwann verlassen und für soundsoviele tote Tiere verantwortlich sein.

....by the way: Forelle hab ich neulich gefangen, gekillt und (mit Genuß und einem stillen Danke) gegessen. SO ist es für mich o.k. (wenn auch sicher für die Forelle nicht, aber das mach ich ja auch nur 2-3 Mal im Jahr)

- Weil ich ohnehin so viel konsumiere und einen Bereich haben möchte, wo ich bewusst einen Verzicht leiste



Und: ja, Gemüse und Obst und Brot gibts hier auch fast ausschliesslich Bio, mal liebsten aus dem Abo ... oder auch mal von Aldi.

Lava
12.02.2011, 17:44
- Weil ich die Tiere selbst nicht töten könnte, vorallem die Kälber und Lämmer, die ich so verspeiste nicht ... alle anderen wahrscheinlich auch nicht.
Und das finde ich falsch ... dieses Konsumieren ohne Bezug zur Realität ... es sind nunmal tote Tiere.

Wir sind halt heutzutage in der glücklichen Lage, das nicht mehr machen zu müssen. Menschen töten aber seit Anbeginn der Tage Tiere und ich bin mir sicher, dass JEDER Mensch, bis auf wenige Aufnahmen, das könnte mit der richtigen "Erziehung". Nur, weil wir halt jetzt unsere Tiere nicht mehr selber töten müssen (wie sollte das auch gehen? Lebende Tiere im Supermarkt kaufen und zuhause schlachten?), ist es doch verrückt zu sagen, dass wir sie dann auch nicht essen dürfen! Du bestellst sicher auch keine Felder, sondern kaufst ein fertiges Brot beim Bäcker, oder? Für mich ist das mit Fleisch nicht anders.

Feuerblick
12.02.2011, 18:09
@Meuli: Keine Sorge, meine Meeris sind alle an Altersschwäche gestorben und liegen friedlich begraben in unserem Garten.

Okay, ich bin ein Dorfkind und da die Großeltern einer Freundin Landwirtschaft hatten, habe ich zumindest als Kind mal gesehen, wie Tiere getötet werden, die später auf dem Teller landen. Ich glaube auch, dass ich es tun könnte, wenn es sein müsste... Aber für mich ist eben ein Unterschied zwischen Haus- und Nutztier.

Die.kleine.helene
12.02.2011, 19:04
Als urspruengliche Singapurerin habe ich etwas zu erlaeutern. Kokosfett wird man nie wieder los. Deshalb benutzen wir immer Dosenmilch, das schmeckt genauso. Oder echt aehnlich. Und Sahne kommt dem wohl auch schon sehr nahe, nur kann man auch das Fett besser loswerden als Kokosfett.

saipro
12.02.2011, 19:12
Okay, ich bin ein Dorfkind und da die Großeltern einer Freundin Landwirtschaft hatten, habe ich zumindest als Kind mal gesehen, wie Tiere getötet werden, die später auf dem Teller landen. Ich glaube auch, dass ich es tun könnte, wenn es sein müsste... Aber für mich ist eben ein Unterschied zwischen Haus- und Nutztier.

Ich habe auch Bauernhoferfahrung und habe gesehen wie Kühe geboren wurden und auch wie sie gestorben sind, daher kann ich mir es vorstellen, sofern man mir es zeigen würde, eine Kuh zu schlachten.
Ich bin persönlich der Meinung, dass ich zuviel Fleisch esse und aus Gründen des Klimaschutzes und gegen die Massentierhaltung auch weniger essen sollte bzw. eher auf Bioprodukte mich besinnen sollte. Ein völliger Verzicht auf Fleisch käme aber für mich nicht in Frage. Auf der einen Seite schmeckt es mir einfach, auf der anderen Seite ist der Mensch auch ein Lebewesen, welches mit Fleisch aufgewachsen ist.
Mit Vegetariern habe ich kein Problem, allerdings stelle ich oft fest, dass die meisten, die sich so bezeichnen gar keine sind. Fisch steht doch sehr oft noch auf deren Speiseplan.

Rettungsmausi
12.02.2011, 19:15
für mich ist die Frage hier schwierig zu beantworten...
ich esse fast kein Fleisch, aber das nicht aus Überzeugung, sondern weil es mir einfach net schmeckt. Ok, manche Tiere wie Pferd aus echter Überzeugung nicht...
Seit ich denken kann mag ich kein Fleisch, ich hätte schon als Kind immer nur Kartoffel mit Gemüse und Soße gegessen^^
Aber ich esse Eier und Milchprodukte, von daher find ich es vom gesundheitlichen Aspekt her problemlos.

Relaxometrie
12.02.2011, 19:46
Wer A (= gegen Massentierhaltung) sagt, müsste doch eigentlich auch B sagen, oder? :-nix
Das ist eine Argumentation, die ich nie begreifen werde.
Wenn man sich um nichts kümmert und keinen moralischen Standards folgt, wird einem kaum mal vorgehalten, daß man etwas bestimmtes lassen/machen soll.
Wenn man aber für sich entschieden hat, mal an einer kleinen Stelle anzusetzen und für eine Verbesserung einzutreten, kommen sofort die Hinweise darauf, daß man jetzt auch "B sagen muß".
Beispielsweise ist es mir mal aufgefallen, daß man sich für ein Flugreise mehr rechtfertigen muß, wenn man auch gerne Fahrrad fährt und den ökologischen Aspekt dabei auch im Hinterkopf hat, als wenn man jeden Meter mit dem Auto zurücklegt. Bei letzterem Verhalten scheint es dann auch leichter akzeptiert zu werden, daß man zusätzlich zum übertriebenen KFZ-Gebrauch auch noch Flugreisen unternimmt.
Genauso sehe ich das auch beim Essen: ich habe mich gegen die Massentierhaltung entschieden. Deswegen gibt es noch genug andere Dinge, die ich nicht 100%ig ökologisch korrekt betreibe. Irgendwann wird man nämlich auch lebensunfähig, wenn man immer alles allen und jedem recht machen möchte. Meine Konsequenz daraus ist aber nicht, daß ich völlig unüberlegt lebe, sondern mir einzelen Aspekte heraussuche, die ich verbessern kann.


Ich denke es steht dem Menschen auch zu, Tiere und Pflanzen zu "nutzen" und auch zu essen.
Das sehe ich auch so.
Aber ich habe den Anspruch, daß die Tiere artgerecht gehalten und nach bestmöglichen Methoden geschlachtet werden. Wenn das der Fall ist, habe ich kein Problem damit, Tiere und deren Produkte zu konsumieren.


Kokosfett wird man nie wieder los.
Was meinst Du mit "loswerden"?

Cosma
13.02.2011, 12:15
Das kann ich aber jetzt mal sowas von Unterschreiben :-)

Seitdem ich kein Fleisch mehr esse wird von allen AKRIBISCH drauf geguckt, daß ich das auch ja nicht mehr tue !

Bei jedem zweiten Fleischgericht sagt Schwiegermuttern "ah, das DARFST Du ja jetzt leider nicht" usw.

Und auch sonst werde ich ständig auf irgendeine scheinbare Inkonsequenz hingewiesen ala: Du fährst ja auch Auto, Du hast ja ein Ledersofa , Deine Katze bekommt auch Fleisch -----:-music

Mich nervt das bissi, weil ich meinen Ansatz eher lobens- als kritikwürdig finde und ich ja letztlich auch noch ein Mensch bin und diesen Anspruch an umfassenden Perfektionismus gar nicht habe.


Zu den Nutz- und Haustieren kann ich nur sagen, daß ich es auch ein bisschen schizophren finde da überhaupt zu unterscheiden.
Neurowissenschaftlich weiß man heute, daß Nutztiere in vielen Bereichen genauso intelligent wie Haustiere sind, Ängste kennen, Nähe suchen etc.

Von daher finde ich es unlogisch Hasen zu essen, Kaninchen nicht, Kälbchen schon aber Fohlen keineswegs.

Feuerblick
13.02.2011, 12:22
Nun... ich unterscheide Nutztiere und Haustiere insofern, dass ich MEINE beiden Katzen nicht essen würde, aber nicht grundsätzlich ein Problem mit dem Verzehr von Katzenfleisch hätte... Verstehst du, was ich damit meine? Ich bin übrigens nie davon ausgegangen, dass die "Degradierung" zum Nutztier auch nur im Entferntesten etwas mit Intelligenz oder Gefühlen zu tun haben könnte...
Ich finde es insgesamt nicht notwendig, Vegetarier darauf hinzuweisen, dass sie kein Fleisch essen DÜRFEN. Das darf jeder schön selbst entscheiden. Und wenn ein Vegetarier eines Abends beschliesst, dass die Frikadellen auf dem kalten Buffett so lecker aussehen, dass er sie probieren muss, ist mir das auch recht... Mich interessiert in der Regel nicht, was sich auf dem Teller der anderen befindet.

Hippietyp
13.02.2011, 12:24
Vegan seit 4 Jahren. Tiere sind mir dabei relativ schnuppe - angesichts des Welthungers halte ich die Veredelung eines Haufens pflanzlicher Kalorien in einige Schweinelendchen für nicht besonders rational. Denn wie wir sicher alle aus dem Biologieunterricht wissen, werden nur ca. 10% des Nährwerts an die nächste Konsumentenstufe weitergegeben.

Trianna
13.02.2011, 12:27
Ich glaube Diskussionen über das Warum sind immer sehr schwierig, da es ein äußerst subjektives Thema ist.

Ich zum Bsp. liebe Fleisch auch sehr (sehr sehr) und habe zum Bsp. mit Hühnern am wenigsten Probleme weil ich Hühner nicht mag.

Ich könnte aber, aufgrund meines Daseins als Reiterin, nie Pferd essen. Ist dieses Denken konsequent? Nein natürlich nicht.

Man sollte einfach so essen, wie man sich wohlfühlt, aber zum Bsp. darauf achten woher es kommt (und das allgemein, nicht nur bei Fleisch).

Niemand muss A oder B oder sonst was sagen, wichtig ist, dass er/sie hinter dem steht was er macht.

So sehe ich das...

Ach ja, nur Missionieren sollte man nie, egal in welche Richtung. Aber das machen die Leute allgemein gerne..

Colourful
13.02.2011, 12:30
Vegan seit 4 Jahren. Tiere sind mir dabei relativ schnuppe - angesichts des Welthungers halte ich die Veredelung eines Haufens pflanzlicher Kalorien in einige Schweinelendchen für nicht besonders rational. Denn wie wir sicher alle aus dem Biologieunterricht wissen, werden nur ca. 10% des Nährwerts an die nächste Konsumentenstufe weitergegeben.

Ja, um es mal so auszudrücken: Das Essen von Tieren ist aus diesem Grund nicht logisch. :-angel

Cosma
13.02.2011, 12:32
[QUOTE=Trianna;996702]Ich glaube Diskussionen über das Warum sind immer sehr schwierig, da es ein äußerst subjektives Thema ist.

Angesicht des Welthungers (wie Hippityp das ganz prägnant mal eben auf den Punkt gebraucht hat), Klimawandels und Tierleides IST es aber leider kein subjektives Thema.

Für mich zumindest nicht mehr.

Relaxometrie
13.02.2011, 12:33
angesichts des Welthungers halte ich die Veredelung eines Haufens pflanzlicher Kalorien in einige Schweinelendchen für nicht besonders rational.
Richtig! Diese Aspekt ist auch wichtig. Wobei ich nicht der Illusion unterliege, den Welthunger durch veganes Leben komplett beseitigen zu können. Aber zumindest sollte ein Staat darauf achten, in etwa nur so viel Tiere zu züchten, wie mit den eigenen Ressourcen (also produzierbaren Futtermitteln) bewältigt werden kann.
Aber massenhaft Soja- und Maisimport zu betreiben, um die Kühe erstens nicht artgerecht (sollte ja eigentlich mit Gras geschehen) zu füttern, und zweitens mit der durch nicht artgerechte Fütterung provozierten Methan- und CO2-Bildung auch noch Klimaveränderungen hervorzurufen, halte ich auch für bekloppt.
Und es ist nicht einzusehen, daß wir unsere perverse Massentierhaltung nur deswegen vollziehen können, weil diese Tiere Mais/Soja zu fressen bekommen, welches in anderen Ländern angebaut wird, dort aber für die menschliche Versorgung viel dringender gebraucht wird!

Die.kleine.helene
13.02.2011, 12:38
Hey Relaxometrie,

mit "loswerden" meine ich, dass es sich so ansetzt, dass man, egal wie viel Sport man macht, das nicht wieder abtrainieren kann.


die.kleine.helene

Trianna
13.02.2011, 12:52
*lach*

Hm, ich glaube, DAS ist keine besondere Eigenschaft von Kokosfett


@ Cosma

Für mich bleibt es dennoch subjektiv, da ich zum Bsp. ausschließlich Biofleisch kaufe und mich damit wohlfühle. Aber auch hier würde ich unter Hippietyps These fallen, das (^^) beißt sich in meinen Augen aber einfach mit der für mich wichtigen Aufnahme von tierischem Fleisch..

Relaxometrie
13.02.2011, 12:54
mit "loswerden" meine ich, dass es sich so ansetzt, dass man, egal wie viel Sport man macht, das nicht wieder abtrainieren kann.
Naja.....das halte ich gelinde gesagt für völlig falsch. Wie bei allen Lebensmitteln, ist wohl die Menge, die man ißt, dafür verantwortlich, wenn man zunimmt. Bei Fetten ist bzgl. des gesundheitlichen Aspekts natürlich noch zu beachten, ob sie nur aus gesättigten, oder aus einfach-/mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. Aber die generelle Meinung "Kokosfett macht dick" halte ich für eine urban legend.
Des weiteren verwende ich beim Kochen mit "Kokosmilch aus der Dose" eh nur den Milchanteil, der natürlich auch Fette enthält. Aber das abgesetzte Fett schmeiße ich eh weg, da ich damit nichts anzufangen weiß.

ehemalige Userin 24092013
13.02.2011, 13:11
Ich mag Fleisch und könnte mir auch garnicht vorstellen ohne Fleisch zu überleben. Soll heissen: einmal pro Woche gönne ich mir sicher Fleisch vom Metzger.
Ansonsten halte ich es mit den Essangewohnheiten anderer fast wie das Blicke, mir ist es Wurscht oder Grünkohl, was die Leute so auf ihren Tellern haben.
Wenn ich z.B. jemand mit einem veganen Ernährungsverhalten zu mir einlade, dann pass ich mich an, koch was aus der Richtung und probiers halt selbst aus.
Missionieren geht garnet....womit ich allerdings ein ganz gewaltiges Probloem hab, das sind so Pseudovegis.

Also die Sorte Menschen, die strikt behaupten, sie ernähren sich vorwiegend vegetarisch und essen kein Schwein (am Stück), kein Huhn (am Stück) kein Rindersteak (*yamyam*), bestehen aber drauf, dass man ihnen dann alternativ zum eigentlich gekochten Gericht (Bsp: Rinderbraten) entweder eine Bratwurtst macht oder eine Rindsrouloade (ohne Speck) oder rohe Mettwurst.
Auch wenns vom Thema abweicht: so krüsche Menschen sind mir sehr suspekt und ich hab auch net grad Lust diese Sorte zum Essen einzuladen, noch mit denen in einem restaurant essen zu gehen - so gemäkel geh mir tierisch auf die Nüsse.