Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
Ha, die Frage stelle ich mir auch grad. Vor allem, da die erste (bisher noch einzige) Bewerbung wenigstens zu einem Haus war, dass ich mal von innen gesehen habe, wo ich also auch ein wenig was vernünftiges im Anschreiben wursteln konnte. Die übrigen, noch anstehenden, werden jedoch so ziemlich alles Initiativbewerbungen mit einer Basis von "ich schau mir mal die Internetseite an" - wie soll ich denn da für jedes Haus was völlig verschiedenes schreiben 8{
LasseReinböng
23.03.2012, 11:06
Hab die Anschreiben nur minimal verändert, um sie auf die jeweilige Stelle zurechtzuschneiden. Mit der Zeit sind mir dann auch inhaltliche und stilistische Dinge aufgefallen, die ich dann bei Folgebewerbungen nachgebessert habe. Meine erste Bewerbung bei meiner Traumstelle war wirklich ziemlich suboptimal, retrospektiv betrachtet. Hat auch nicht geklappt. ;-)
Wenn man mehrfach dasselbe schreibt, dürften die aber eigentlich nichts davon merken; oder zumindest halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass alle Chefs in Deutschland die Anschreiben ihrer Bewerber untereinander besprechen. Deshalb der Gedanke, lieber eins möglichst gut hinzukriegen und dann keine Risiken mehr einzugehen. Genauere Begründungen werden dann wohl sowieso erst im Vorstellungsgespräch abgefragt. Und wenn man sich an mehreren Orten bewirbt wird man irgendwo schon eine Einladung bekommen, hoffe ich zumindest.
Wie auch immer...wollte mich nur absichern, dass es gar nicht so ungewöhnlich und "verwerflich" ist, erstmal nur ein Anschreiben aufzusetzen...
Ich habe meine Bewerbung in Abschnitte aufgeteilt:
(1) Warum genau dieses Haus, (2) Wer bin ich, (3) Wieso gerade dieses Fachgebiet, (4) Doktorarbeit / möglicher Stellenantritt.
Habe dann immer (1) geändert und (2)-(4) belassen.
So habe ich mir das auch in etwa gedacht, da sich prinzipiell ja nichts Grundlegendes ändert. Die Frage ist nur, ob ein Chef das copy paste merken würde; aber das ist wohl tatsächlich unwahrscheinlich, sofern es nicht gerade in derselben Stadt sein sollte. Bleibt halt immer ein komisches Gefühl dabei. Vermutlich ist das am Anfang aber auch normal.
Blauer Engel
25.03.2012, 03:15
Also den Absatz "Warum gerade in diesem Hause", der ja in jede Bewerbung hineingehört, den würde und habe ich immer geändert.
Ja, das versteht sich ja von selbst. Die Frage ist, ob man auch Sachen wie "Das Fachgebiet gefällt mir so gut, weil..." jedes Mal umformulieren soll. Wahrscheinlich eher nicht..
WackenDoc
25.03.2012, 10:49
Warum sollte man das tun? Die jeweiligen Chefs werden sich sicher nicht darüber austauschen und die Motivation für das Fachgebiet ändert sich bei gleichem Fach ja nicht.
Das Problem ist, dass "warum ausgerechnet dieses Haus" die Frage war, die ich nie so wirklich beantworten konnte. Ich weiß welches Fach und dass es möglichst Uni sein soll; und da schreibe ich eben jede an, die annähernd in Frage käme, vor allem solche, die ausschreiben oder Initiativbewerbungen auf ihrer Homepage anregen. Halte auch nichts davon, als Anfänger gleich so dick aufzutragen von wegen "genau dieses Forschungsprojekt ist das was ich immer machen wollte und was anderes käme nie in Frage". Werde jetzt einfach mal sehen was auf die ersten passiert und sofern die Reaktion negativ sein sollte werde ich nochmal was ändern, bevor ich mich an den restlichen Orten bewerbe.
Aber danke für die Tipps!
Das Problem ist, dass "warum ausgerechnet dieses Haus" die Frage war, die ich nie so wirklich beantworten konnte. Ich weiß welches Fach und dass es möglichst Uni sein soll; und da schreibe ich eben jede an, die annähernd in Frage käme, vor allem solche, die ausschreiben oder Initiativbewerbungen auf ihrer Homepage anregen. Halte auch nichts davon, als Anfänger gleich so dick aufzutragen von wegen "genau dieses Forschungsprojekt ist das was ich immer machen wollte und was anderes käme nie in Frage". Werde jetzt einfach mal sehen was auf die ersten passiert und sofern die Reaktion negativ sein sollte werde ich nochmal was ändern, bevor ich mich an den restlichen Orten bewerbe.
Aber danke für die Tipps!
Entschuldige, aber dann gib Dir doch ein wenig Mühe. Wenn Du Dich an der Uni bewirbst, dann natürlich, weil Du auf Wissenschaft und Maximalversorgung stehst. Gib den Namen des Chefs bei Pubmed ein. Dich fasziniert doch sicherlich die Anzahl seiner Publikationen, weil Du darin für Dich eine gute Möglichkeit siehst zu lernen. Außerdem wolltest Dich doch in anderen Städten bewerben, oder? Also reicht der Ruf über die Stadtgrenzen hinaus! Und und und..
Ich habe ich bemüht, das ganze sogar mit jemandem besprochen, der selbst Leute einstellt(allerdings kein Mediziner). Er meinte es sei gut geschrieben. Vielleicht stammt das schlechte Gefühl auch daher, dass ich noch kein Examen habe; da bleibt das Gefühl, dass das Wichtigste fehlt. Und dann eben auch ein schlechtes Gefühl. Werde mit den restlichen zumindest warten bis ich das Ergebnis der Schriftlichen habe.
antonia123
04.04.2012, 06:21
das examen interessiert doch niemanden.. ich hab sämtliche bewerbungen vor meinem examen geschrieben und auch alle gespräche vor meinem examen gehabt. das hat keinen gestört und es wurde auch im nachhinein nie nach der note gefragt
*Mal kurz hier die Nase reinsteck* Eine Frage: gibt es zu Kliniken etwas gleichwertiges wie ein PJ-Ranking oder Famulaturranking, wo man z. B. etwas über Fluktuationen und Arbeitsbedingungen an einer Klinik erfährt? Habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch und möchte mich gern informieren :-)
Mondschein
15.04.2012, 19:48
Hi,
glaube, es ist schwierig, wirklich gute Infos zu erhalten! Im Internet wüsste ich kein wirklich gutes und ausführliches Portal... Es gibt z.T. Weiterbildungsumfragen von den Ärztekammern, aber die sind auch nicht SO aussagekräftig (in Bayern war grad eine, aber da muss man sich auch einloggen, um die Ergebnisse anzusehen). Ansonsten könntest du aber auch beim Bewerbungsgespräch fragen, ob du mal mit Assistenten sprechen könntest. Das ist teilweise sogar üblich...
Viel Erfolg!
dreamchaser
15.04.2012, 21:12
Bzw. wenn ein Gespräch mit Assistenten nicht gewünscht wird oder nicht stattfinden kann (warum auch immer) dann lieber anderes Haus wählen.
Kackbratze
15.04.2012, 21:32
Bzw. hier im Forum fragen, ob jemand das Haus kennt.
Ich hab jetzt mal ein komisches Anliegen.
Was fragt man selbst am besten im Bewerbungsgespräch?
Ich hab schon (total zwanglos und kurz) mit meinem Chef gesprochen und der meint er nimmt mich, die Personalabteilung muss aber noch zustimmen. Ich geh mal davon aus, dass ich mich denen auch vorstellen soll. Jetzt überlege ich während ich auf den Termin für das "richtige Bewerbungsgespräch" warte, was ich alles fragen möchte und wollte ein bisschen sammeln.
(nicht nach Wichtigkeit geordnet)
z.b Für wieviele Jahre bekomm ich einen Vertrag? Auf welcher Station fang ich an? Wieviele Dienste macht man durchschnittlich im Monat? Werden Überstunden eher per Zahlung oder per Freiteitausgleich beglichen? (Kann man sowas fragen?)
Was fällt euch noch so ein?
Hab ein bisschen Angst wenn es ums Finanzielle geht, weil ich da so gar keine Ahnung hab. Es gibt es doch den Tarifvertrag- gibt es außerhalb davon noch etwas was geklärt werden muss?
Danke schonmal für Tipps!
Ich würde noch nach Fortbildungen fragen (kommt eh gut, weil zeigt Weiterbildungs-Wille): Wie viele Fortbildungstage hast du? Werden F. finanziell unterstützt? Wie schaut es mit Kongressen aus, wenn du selber ein Poster hast?
LasseReinböng
25.04.2012, 12:04
Was ist eigentlich von der Kontaktaufnahme mit Assistentensprechern vor der Bewerbung zu halten ?
Kann man sich da wirklich eine ehrliche Auskunft über die Klinik erhoffen ?
Was ist eigentlich von der Kontaktaufnahme mit Assistentensprechern vor der Bewerbung zu halten ?
Viel.
Kann man sich da wirklich eine ehrliche Auskunft über die Klinik erhoffen?
Durchaus.
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