PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 [23] 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65

wjsl
08.05.2012, 00:29
Eben weil Ehrgeiz eher eine Stärke ist, verstehe ich nicht, wie man das als Schwäche darstellen kann, beziehungsweise wie man auf die Idee kommt ein Chef würde nicht merken, dass man ihn damit indirekt für dumm verkauft. Jemand, der so was ernsthaft schreibt muss es also so fast für korrekt halten, alles andere wäre Wahnsinn.

Ihr habt Recht, zwei Tasten vorbeigeschlagen ist auch daneben; nur fürchte ich dass das, was ich eigentlich gemeint habe noch schlechter ankommen würde. Denn ein Freudscher Versprecher war es sicher nicht, leider. Schlagkraft ist ja gerade eines der Dinge, von denen ich eher gern mehr hätte.

Übrigens schön für euch, dass eure Bewerbungen so gut klingen; ich geh lieber auf Nummer sicher. Wenn man sich schon verbiegen muss, so wenigstens unter professioneller Anleitung, damit man sich wenigstens in die richtige Richtung biegt.

Dennoch dürftet ihr nicht ernsthaft glauben, dass ich das, was ich in irgendwelche Foren zum Zeitvertreib schreibe mit derselben Haltung vergleichbar ist, die ich bei einem professionellen Schreiben an den Tag lege. Bei DA und Publikationen hab ich ja auch einen etwas anderen Stil an den Tag gelegt; nur kann man das eben auch nicht immer, nur dann wenn es notwendig ist. Wüsste zumindest nicht, dass meine Einträge hier in irgendeiner Form benotet würden, auch wenn das manche vielleicht gern tun würden.

god0t
08.05.2012, 07:18
Wieso will man sich eigentlich verbiegen? Wird man so auf Dauer glücklich? Ich möchte schon 'nen Chef, der mich nimmt, weil er mich mag und nicht den Verbogenen. Und 'n bisschen dick auftischen und sich präsentieren, kann doch jeder, oder?

Nur von Feuerblicks Rat würde ich abraten:


Also Stärken rausstreichen und Schwächen notfalls geschickt verbergen... ;-)

Macht das nicht, denn sonst steht gar nichts mehr in der Bewerbung! :)

WackenDoc
08.05.2012, 13:24
Na, wenn du außer den von dir genannten Schwächen keine hast, dann sag das einfach so im Bewerbungsgespräch und wunder dich einfach nicht, dass es mit der Bewerbung nicht klappt.
Du verstehst offenbar den Hintergrund der einfachsten Fragen von Chefs/Personalentscheidern nicht. Und das noch nichtmal nachdem man es dir lang und breit erklärt hat.

Achso- mein damaliges Bewerbungsverfahren war ein 3-tägiges Assesmentcenter und das eigentliche Bewerbungsgespräch u.a. mit einem Psychologen schon ne etwas andere Hausnummer.

dreamchaser
08.05.2012, 19:56
Ihr habt Recht, zwei Tasten vorbeigeschlagen ist auch daneben; nur fürchte ich dass das, was ich eigentlich gemeint habe noch schlechter ankommen würde. Denn ein Freudscher Versprecher war es sicher nicht, leider. Schlagkraft ist ja gerade eines der Dinge, von denen ich eher gern mehr hätte.


Du meinst doch nicht wirklich Schlagkraft? Wohl eher Schlagfertigkeit, oder? Oder willst du im Kampfsport auftrumpfen?
Übrigens werden viele positive Dinge in übertriebenem Maße dann eben zu negativen Dingen: das gilt für Ehrgeiz wie für Perfektionismus...ich weiss nicht, was daran nicht zu verstehen ist.

wjsl
08.05.2012, 23:26
Ich glaube ihr habt mich nicht verstanden beziehungsweise den Beitrag nicht komplett gelesen; ich habe nie behauptet, dass die genannten tatsächlich auch meine Schwächen wären, und wer von euch ernsthaft glaubt, dass ich irgendwas in der Richtung tatsächlich in einem Bewerbungsschreiben oder -gespräch sagen würde sollte wohl eher sich selbst fragen, wie viel er denn überhaupt versteht.

Worauf ich hinauswollte ist, dass es wohl besser ist den Ball ein bisschen flacher zu halten, um noch glaubwürdig zu sein, und vor allem seinem Gegenüber nicht das Gefühl zu geben man würde lügen oder ihn für dumm verkaufen. Denn eigentlich glaube ich dass das das Schlimmste ist, dass der Chef das Gefühl hat, ein Anfänger wolle ihn für blöd verkaufen. Letzten Endes zählt nur das, was man mehr oder weniger direkt auch untermauern oder belegen kann.

Drei Versuche sind wirklich etwas wenig, vor allem vor dem Examen, um Schlüsse zu ziehen. Wohl neben der vielen Lernerei auch etwas zu halbherzig geschrieben; aber das Zeug, das ihr mir unterstellen wollt stand da definitiv nicht drin.

WackenDoc
09.05.2012, 14:59
Wo hast dich denn bisher beworben gehabt?

wjsl
09.05.2012, 22:14
Nur drei Unikliniken; seither war ich dennoch irgendwie am Zögern, weil mir alles nicht "perfekt" genug schien. Durch die Hilfe der Beraterin denke ich aber dass ich wieder einige wegschicken kann. Hab auch schon teilweise persönlich Kontakt aufgenommen, was ich beim ersten Mal nicht tat. Tipps sammeln hilft eben doch manchmal.

Wie man wohl unschwer erkennen kann bin ich zur Zeit aber einfach von diesem täglichen stundenlangen Lernen etwas durch den Wind; immerhin geht das schon das ganze Jahr so dahin; und wenn alle Bekannten mittlerweile fertig zu sein scheinen und man selbst noch bis Ende des Monats durchhalten muss ist das auch nicht schön.

Ansonsten habe ich heute noch einen Tipp bekommen(um zum Ausgangsthema der Diskussion zurückzukommen): Entscheidend sei es angeblich, dass scheinbar sehr offensive Fragen eher darauf abzielen, dass man ruhig bleibt, und weniger auf eine bestimmte oder besonders gute Antwort. Sagt zumindest ein Psychologe, der als Klinikberater tätig ist, vor allem auch im Bereich Personalführung und -management.

SynC
10.05.2012, 09:58
Und entscheidend ist es auch, sich nicht übermäßig verrückt zu machen bezüglich der Bewerbungsunterlagen und des Bewerbungsgespräches. Dadurch setzt man sich nur unter Druck und wird im Gespräch dann nicht mehr authentisch und entspannt rüberkommen. Der allergrößte Punkt bei der Bewerbung besteht leider nicht aus deinen Qualifikationen, sondern vielmehr darin, ob überhaupt eine Stelle frei ist!

Fr.Pelz
18.05.2012, 13:45
Oder auch mal ganz ohne Bewerbungsgespräch...
Bei mir war der Ablauf jetzt so: nach dem PJ-Tertial kurz (5min) mit Chef der Klinik geredet. Er hat mir hauptsächlich erzählt wie er die Weiterbildung gestaltet. Ich soll mich "so früh wie möglich" bewerben (war mein erstes Tertial)
Ich bewerbe mich nach der schriftlichen- >d.h. gebe die Unterlagen beim Chef ab, wir reden nochmal 5 min, (über was so passiert ist seit ich da war :-) )
2 Wochen später bekomm ich die Unterlagen von der Personalabteilung ->hab die Stelle, soll Vertrag unterschreiben (und mit diversem anderen Zeug) hinschicken.
Das wars. Null Bewerbungsgespräch!
Ich hätte noch ein paar Fragen gehabt, aber jetzt trau ich mich nicht mehr :-D
Oh Mann. So kanns also auch laufen.

Anne1970
18.05.2012, 14:43
@ Frau Pelz: ähnlich wars bei mir.. hab in jedem Tertial Stellen angeboten bekommen... habe mich dann für ein anderes Fach enschieden, in einer Abteilung, in der zunächst gar keine Stelle frei war... Das "Bewerbunsgespräch" bestand in einem freundlichen Telefonat beim CA, der dann um meine Unterlagen bat und mir per Email sein Interesse bekundete...Dann gabs noch ein kurzes direktes Gespräch und das wars im Grunde...

wjsl
20.05.2012, 00:08
Darf ich fragen, welches Fach das war, und wie groß in etwa das Haus gewesen ist?

Fr.Pelz
21.05.2012, 18:01
Bei mir? großes kommunales Haus, Chirurgie. :-)

wjsl
26.05.2012, 18:54
Habt ihr eigentlich die Fahrtkosten bezahlt bekommen? Nicht, dass ich das wollen oder brauchen würde; aber wenn jemand ungefragt erwähnt, dass das leider nicht übernommen werden könne, kann man darauf irgendwelche Rückschlüsse bzgl "zu viele Bewerber, wird wohl eher nix" ziehen?

Solara
26.05.2012, 21:38
Nein, meine Fahrtkosten wurden nicht erstattet, aber ich bin auch kein Maßstab ;-).

Mach dir doch keine Gedanken darüber, ob und was das jetzt heißen könnte, fahr da hin, mach Werbung für dich, behalte deine Schwächen für dich und kämpf um die Stelle.
Und überlege nicht jetzt schon, wo du gar nicht dort bist, ob das jetzt schon ein schlechtes Zeichen sein könnte.

Und dass, wenn dein gewünschtes Fach sowieso rar an Stellen ist, es viele Bewerber geben wird ist doch uninteressant - sieh den positiven Aspekt, du bist blutiger Anfänger, du bist billig zu haben, also: auf zum Gespräch!

wjsl
27.05.2012, 21:50
Du hast Recht; gut vorbereiten und an seiner Einstellung arbeiten, damit man positiv da reingeht ist wohl das einzig zielführende.

loxi
29.05.2012, 17:51
Habt ihr eigentlich die Fahrtkosten bezahlt bekommen? Nicht, dass ich das wollen oder brauchen würde; aber wenn jemand ungefragt erwähnt, dass das leider nicht übernommen werden könne, kann man darauf irgendwelche Rückschlüsse bzgl "zu viele Bewerber, wird wohl eher nix" ziehen?

Hab bei keinem einzigen Fahrtgeld bekommen, aber fast überall ein Jobangebot.

Ich würde es eher mal als Zeichen werten, dass die meisten Krankenhäuser nicht (mehr) mit Geld um sich schmeißen können. Selbst wenn Du der einzige Bewerber auf DIESE Stelle bist, überleg Mal, was ein durchschnittlich großes Haus im Jahr an Stellen ausschreibt, da kommen dann doch einige Bewerber und ein hübsches Sümmchen zusammen...

Lass Dir von der Sekretärin ne Bestätigung geben, dass Du da warst und schreib Dir die gefahrenen Kilometer auf bzw. heb das Zug/Flugticket/Taxiquittung etc auf; dann kannst Dus zumindest in der Steuererklärung angeben (unabhängig davon, ob Du dann ein Stellenangebot annimmst bzw überhaupt eines bekommst).

wjsl
29.05.2012, 17:59
Mir gings nicht darum, dass ich es erstattet haben wollte; hatte nur den Gedanken, dass es denen evtl nicht so ernst sein könnte. Wobei man sich natürlich immer gründlich darauf vorbereiten muss, unabhängig von den Chancen. Nur ist es halt ein paar Tage, nachdem die ganze Lernerei vorbei sein sollte etwas schwer, wieder nach Studien und Fachwissen im entsprechenden Gebiet, vor allem der entsprechenden Autoren, zu suchen und sich darauf auch noch zu konzentrieren. Gelingt mir momentan noch eher schlecht als recht, aber ein paar Tage habe ich ja noch Zeit.

Wo hast du dich denn beworben? Und nach welchen Kriterien hast du deine Entscheidung gefällt? Bist du zufrieden?
Danke auf jeden Fall nochmal für die Hinweise, klingt eigentlich ganz gut...

Thomas24
29.05.2012, 18:54
Mir gings nicht darum, dass ich es erstattet haben wollte; hatte nur den Gedanken, dass es denen evtl nicht so ernst sein könnte.

Wie bitte?! Nee, ne?


Wobei man sich natürlich immer gründlich darauf vorbereiten muss, unabhängig von den Chancen. Nur ist es halt ein paar Tage, nachdem die ganze Lernerei vorbei sein sollte etwas schwer, wieder nach Studien und Fachwissen im entsprechenden Gebiet, vor allem der entsprechenden Autoren, zu suchen und sich darauf auch noch zu konzentrieren. Gelingt mir momentan noch eher schlecht als recht, aber ein paar Tage habe ich ja noch Zeit.


???!!??

Solara
29.05.2012, 19:32
wjsl,

du musst ins Team passen, unabhängig von den Studien - mach dir doch nicht so einen Stress ...!!

Feuerblick
29.05.2012, 19:36
Wozu brauchst du für ein Bewerbungsgespräch Studien und/oder Fachwissen???