Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
PrinzessinAmygdala
22.11.2021, 22:50
Oh gut, dass das Thema Kleidung hier schon angesprochen wurde. Über die mache ich mir nämlich auch Gedanken. Ich habe diese Woche ein Vorstellungsgespräch gekoppelt mit einer Hospitation.
Habt ihr sonst noch was mit zum Vorstellungsgespräch genommen? Früher im alten Job habe gerne einen Ordner mit den Originalunterlagen etc. mitgenommen, falls jemand noch was sehen wollte.
roxolana
23.11.2021, 09:44
Also von mir wollte im Bewerbungsgespräch noch nie jemand irgendwelche Unterlagen sehen.
Das möchte eigentlich nur für Personalabteilung später sehen. Wenn überhaupt.
Allgemein würde ich sagen "business casual". Kleider finde ich eher unpassend, weil man doch häufig einen Kittel anzieht (würde ich mitnehmen). Ansonsten keine blue Jeans. Schlichtes bis schickes Oberteil. Blazer oder so überwerfen. Schuhe entweder schick oder saubere Sneaker.
Ich habe einfach mein Outfit vom M3 getragen.
Also von mir wollte im Bewerbungsgespräch noch nie jemand irgendwelche Unterlagen sehen.
Von mir auch nicht :-)) Die würde ich mal schön zuhause lassen.
Kann jemand vielleicht ein paar Erfahrungen aus Vorstellungsgesprächen im Managementbereich bzw. für Jobs in der Industrie berichten?
Melina93
06.01.2022, 21:05
Hatte vor ein paar Tagen ein Vorstellungsgespräch in einem grossen Haus hier in der Schweiz. Fand es eigentlich ok, wenn auch die Frau (Leitende Ärztin)mich mit ihren stahlblauen Augen fast durchstochen hat. Ich mag das gar nicht wenn man ununterbrochen angeschaut wird, aber das scheint hier in der Schweiz irgendwie üblich.
Grundsätzlich frage ich mich, ob ich am Ende zu wenige Fragen gestellt habe. Ich habe zur internen Weiterbildung, Rotation und Dienste Fragen gestellt. Es kam dann immer "Und was wollen sie noch wissen?" Aber da hatten die beiden schon viel zu allem erzählt und mir fiel nichts mehr ein.
Sie haben mich noch gefragt was bisher mein spannendster Fall war und da hat sie dann ziemlich viel Fachliches von mir wissen wollen. Weis nicht, ob es an meiner eher geringen Erfahrung liegt (habe bisher nur ein Jahr Berufserfahrung). Aber ja, konnte ihr da nicht so viel sagen, zumal es noch nicht mal klar ist, was besagte Patientin wirklich hat. War rückblickend auch kein gut gewähltes Beispiel meinerseits.
Am Ende meinten sie noch ich solle es mir durch den Kopf gehen lassen und wenn es passt mich melden. Sollte es vo Ihrer Seite dann auch passen, dann dürfte ich hospitieren und es würde anschließend ein zweites Gespräch geben.
Ist das üblich das so gesagt zu bekommen? Fand es irgendwie komisch. Aber inzwischen denke ich ich muss mich einfach an die Schweizer Vorstellungsgespräch gewöhnen. Die grossen Häuser hier in Zürich werden ja förmlich überrannt mit Bewerbungen.
Endoplasmatisches Reticulum
07.01.2022, 09:20
.....
Das klingt ja alles ziehmlich unangenehm. Ich habe bisher in mehreren Jahren eher wenige Bewerbungen geschrieben, vielleicht um die 10, bei den meisten kam dann auch ein Vorstellungsgespräch zustande, was bis auf eine Ausnahme angenehm war und in fast Fällen dann auch zu einer Zusagen geführt hatte. War aber auch keine Uniklinik dabei, das wird sicher einen Unterschied machen.
Endoplasmatisches Reticulum
07.01.2022, 11:48
.....
Wow, sowas habe ich ja noch nie gehört. War das in Deutschland? Chirurgie nehme ich an?
Leucovorin
15.01.2022, 14:49
Wow, sowas habe ich ja noch nie gehört. War das in Deutschland? Chirurgie nehme ich an?
Wo sonst? Es fehlt nur noch, dass der Chefarzt seinen Sitz in der Frühbesprechung mit Handtuch reserviert wie im Hotel auf Malle. So nach den Erzählungen überdurchschnittlich viele Leute mit großen Ego = Chirurgie.
Pampelmuse
17.01.2022, 11:39
Ich kann solche Erfahrungen aus Bewerbungsgesprächen auch bestätigen. Auch Chirurgie, das Fach der Narzissten.
Wenn man für ein Bewerbungsgespräch an einer sehr renommierten Uniklinik eingeladen wird, aber das mit einer Hospitation angeboten wird: versaut man da sich selber schon die Chancen wenn man nur zum Gespräch hingeht? (derzeit Probezeit/unmöglich 1 Tag frei zu bekommen)
Nulllinie
19.05.2022, 20:59
Ich würd´s ehrlich kommunizieren, aber gleichzeitig erneut dein Interesse an der Stelle bekunden.
Kennst du vielleicht jemand aus der Abteilung oder der Klinik, der dir verraten kann wie viel Wert die Abteilung auf eine Hospitation legt?
querfeldein
20.05.2022, 10:19
Vielleicht kannst du die Hospitation an einem anderen Tag machen? (Im Zweifelsfall Z.n. Nachtdienst...)
Heute hat mir die Sekretärin gesagt keine Chance auf Stelle ohne Hospitation :) Und nach Nachtdienst schwierig da man ja auch dorthin fahren muss und schon sehr früh anwesend sein muss. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach würde ich jetzt sagen. Mal schauen…
Nulllinie
20.05.2022, 17:56
Oha... klare Ansage :/
Mich würde ja ehrlicherweise interessieren, welche Uniklinik sowas treibt...
Naja, ist ja im Prinzip für beide Seiten sinnvoll. Einen Job anzunehmen ohne zumindest einen Tag hospitiert zu haben ist IMHO echt keine gute Idee.
Nulllinie
20.05.2022, 18:00
Das stimmt, aber manchmal kann´s halt doch schwierig sein, frei zu bekommen. Und das direkt als Knock-Out-Kriterium anzusehen ist schon spannend...
Es reduziert halt deutlich die Wahrscheinlichkeit, dass Neuanfänger dann schnell wieder weg sind. Insofern aus meiner Sicht ein sinnvolles Kriterium.
Irgendeine Möglichkeit, für einen Tag frei zu bekommen, wird haruni sicher finden.
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