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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch



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LasseReinböng
02.05.2012, 13:05
Das würde ich nicht so reinschreiben, ich denke, das könnte ein Bumerang werden. (Es sei denn man will Unikarriere in der Herzchirurgie und mit 33 PD sein oder so.)

Gut, es klingt etwas devot und anbiedernd...aber wenn, dann wird man doch mit Arbeit zugebombt unabhängig davon, was man im Lebenslauf schreibt.

Oder was meinst du ?

Muriel
02.05.2012, 15:44
Die Wahrscheinlichkeit, dass man weniger Arbeit zugeteilt bekommt, weil man einfach mal sagt "Ich bin ganz motiviert, aber leider nicht so belastbar, habt Gnade" ist jedenfalls sehr gering ;-)

wjsl
03.05.2012, 22:55
Klingt realistisch. Was allerdings interessant wäre ist, wie verbindlich Aussagen bei Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgesprächen tatsächlich sind; oder ob nur das zählt, was im Vertrag steht. Offiziell(wie es dann inoffiziell mit Verlängerung und latentem Druck ist, ist natürlich wieder eine andere Sache; aber das lässt sich durch vorsichtige Äußerungen wohl auch nur bedingt vermeiden).

Was die Belastbarkeit angeht, denke ich muss man optimistisch sein; irgendwie kann man sich immer anpassen, und man wächst mit seinen Aufgaben. Zumindest ist die Chance dazu größer, wenn man daran glaubt...

WackenDoc
04.05.2012, 06:38
Wie immer gilt im Leben: Es zählt nur was im Vertrag steht. An mündliche Absprachen wird sich keiner erinnern.

Kackbratze
04.05.2012, 09:44
Mündliche Absprachen sind wie ein Pups im Wind....nicht den Fehler machen und daran glauben!

LasseReinböng
04.05.2012, 13:04
Die Wahrscheinlichkeit, dass man weniger Arbeit zugeteilt bekommt, weil man einfach mal sagt "Ich bin ganz motiviert, aber leider nicht so belastbar, habt Gnade" ist jedenfalls sehr gering ;-)

Letztlich ist es ja eh alles nur hohles Gefasel. Teamfähig, kollegial, engagiert, motiviert blablabla, sülzsülzsülz.... wie viele Kollegen sind in der Realität tatsächlich so ?

Fr.Pelz
04.05.2012, 13:26
na hoffentlich die meisten :-D

wjsl
04.05.2012, 23:22
Die Frage ist, ob man das tatsächlich sagen muss; letzten Endes wissen das die Chefs doch auch. Und wer will schon nachweisen, wie kollegial, engagiert und motiviert man ist?

Was du übrigens immer noch nicht gesagt hast: Hast du nach dem schon so oft geschilderten Gespräch die Stelle mittlerweile bekommen?

WackenDoc
05.05.2012, 09:47
Wenn der zukünftige Chef fragt, was die persönlichen Schwächen und Stärken sind, sollte man schon was sagen können.
Und du kannst eh nicht alle Antworten auswendig lernen- erstens weiss man nie so ganz genau, was die Chefs fragen und 2. fällt das eh auf.

Aber wenn du solche Probleme mit den Bewerbungen hast, warum machst du nicht mal nen Bewerbungstraining?

Fr.Pelz
05.05.2012, 12:44
Zu der berühmten "Stärke und Schwächen-Frage" meinte mein Vater (bei x Bewerbungsgesprächen dabei gewesen) es wäre mittlerweile sehr abgenudelt, wenn man als Schwäche "mein Ehrgeiz" sagt. Da wüsste jeder Personaler, der hat den billigen Bewerbungratgeber vom Grabbeltisch gelesen.
Außerdem gehe (vermutlich nicht so sehr in der konservativen Medizin, aber in anderen Branchen) der Trend zum "weniger verkleiden", soll heißen: beim Bewerbungsgespräch so authentisch wie es die guten Manieren zulassen, sein. Wenn man sich im Kostüm oder Anzug zu unwohl fühlt, kommt man auch schnell verklemmt rüber. Es sei daher gar nicht mehr so kritisch gesehen, wenn mann ein klein wenig lockerer gekleidet ist, dafür aber auch lockerer sich präsentieren kann. Schließlich will der Chef/Personalmensch ja wissen, ob man ins Team passt, und nicht ob man weiß welcher Sakko-Knopf aufgelassen wird... vielleicht kommt das ja auch mal in die Medizin.

LasseReinböng
05.05.2012, 15:32
Die Frage ist, ob man das tatsächlich sagen muss; letzten Endes wissen das die Chefs doch auch. Und wer will schon nachweisen, wie kollegial, engagiert und motiviert man ist?

Öhm, der Cheffe ?


Was du übrigens immer noch nicht gesagt hast: Hast du nach dem schon so oft geschilderten Gespräch die Stelle mittlerweile bekommen?


Hab noch keine Antwort. Gibt diverse Mitbewerber. Aber egal, einfach weiter Bewerbungen raussenden.

Da sagt man ja immer, in Innere gebe es Stellen wie Sand am Meer. Viele meiner Komillitonen haben 10-15 Bewerbungen verschickt, bis sie in der Inneren was hatten. Das ist jetzt nicht so dramatisch verglichen mit anderen Berufsgruppen, aber so wie es in den Medien dargestellt wird, ist es dann wohl auch nicht.

WackenDoc
05.05.2012, 17:41
Bei den Fragen nach Stärken und Schwächen geht es -glaub ich- nur drum zu sehen, in wie weit sich der Bewerber mal über sich selber Gedanken gemacht hat. Ein guter Chef wird da eh nochmal nachfragen und wer vorher ausschließlich im Sinne der sozialen Erwünschtheit geantwortet hat, sieht dann ziemlich schnell ziemlich alt aus.

denkstdu
05.05.2012, 19:49
Außerdem gehe (vermutlich nicht so sehr in der konservativen Medizin, aber in anderen Branchen) der Trend zum "weniger verkleiden", soll heißen: beim Bewerbungsgespräch so authentisch wie es die guten Manieren zulassen, sein. Wenn man sich im Kostüm oder Anzug zu unwohl fühlt, kommt man auch schnell verklemmt rüber. Es sei daher gar nicht mehr so kritisch gesehen, wenn mann ein klein wenig lockerer gekleidet ist, dafür aber auch lockerer sich präsentieren kann. Schließlich will der Chef/Personalmensch ja wissen, ob man ins Team passt, und nicht ob man weiß welcher Sakko-Knopf aufgelassen wird... vielleicht kommt das ja auch mal in die Medizin.

Ich war in dunkler Jeans und Bluse beim Gespräch. Und der Mehrzahl sogar noch mit Krücken und Orthese. Da wäre ein Anzug so und so fehl am Platz gewesen *g*.

@ Lasse sag mal in welchem Kreis Deutschland schreibste Bewerbungen. Wollte in die Innnere in peripheres Haus. Habe 5 Bewerbungen geschrieben, bei allen Vorstellungsgespräch gehabt und hätte können bei 3 davon fix anfangen können. Die anderen hätten ne Hospitation vorher noch gewollt.

wjsl
06.05.2012, 00:43
Eine Mitstudentin hat sage und schreibe schon 15 Bewerbungen geschrieben und noch nichts gefunden. So ist es nicht, dass ich keinen kenne, der nicht auch etwas desillusioniert von diesem so genannten "Ärztemangel" wäre. Da bin ich mit den drei (vermutlichen) Misserfolgen ja noch relativ harmlos dran. Wenn ich mir die im Nachhein ansehe waren die auch nicht gut gemacht. Aber ich gehe nächste Woche tatsächlich zu so einem Coaching, wo die alles nochmal durchschauen und Verbesserungsvorschläge machen. Und bis alle Bescheinigungen und Urkunden da sein werden, wird ja auch noch einige Zeit ins Land gehen.

Vermutlich hätte ich nicht schreiben sollen, wie motiviert man "ist", sondern als wie motiviert und kollegial man sich beschreibt. Das sind halt Standard-Schlagworte, die jeder behaupten kann und die vermutlich niemanden groß vom Hocker reissen.

Was ich nur nicht verstehe ist, warum jemand Ehrgeiz als Schwäche nennen sollte; eigentlich ist das doch eher eine Stärke. Schwächen wären vielmehr Trägheit, Zerstreutheit, Stursinn, fehlende Flexibilität, hohes Schlagbedürfnis, Streitsucht, Narzissmus, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Wenn man dabei ehrlich sein dürfte könnte man hier wohl tatsächlich richtig kreativ werden...bei Stärken wird es schon schwieriger, das klingt immer schnell nach Selbstlob, sprich unfreiwillig vermittelter "Schwäche".

Auch schwierig ist die Frage, was man anderen Bewerbern denn voraus hätte; woher soll man das denn wissen, wenn man die anderen gar nicht kennt?

Naja, erstmal noch parallel an die mündliche Prüfung denken, die ist ja die Voraussetzung für alles. Und da werden auch nicht alle Fragen unbedingt so leicht zu beantworten sein...

epeline
06.05.2012, 00:54
Was ich nur nicht verstehe ist, warum jemand Ehrgeiz als Schwäche nennen sollte; eigentlich ist das doch eher eine Stärke. Schwächen wären vielmehr Trägheit, Zerstreutheit, Stursinn, fehlende Flexibilität, hohes Schlagbedürfnis, Streitsucht, Narzissmus, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Wenn man dabei ehrlich sein dürfte könnte man hier wohl tatsächlich richtig kreativ werden...bei Stärken wird es schon schwieriger, das klingt immer schnell nach Selbstlob, sprich unfreiwillig vermittelter "Schwäche".

das ist doch nicht schwer zu verstehen....
das ist doch der trick bei der sache
stärken als vermeintliche schwächen darzustellen...
wer beschreibt isch denn bitte im bewerbungsgespräch als träge, streitsüchtig und unflexibel.... :-nix

WackenDoc
06.05.2012, 09:33
Ach herrje- so schwer kann das doch nicht sein- du hast dich jetzt für 3 Stellen a Unikliniken in nem Fach beworben, das gemeinhin als prestigeträchtig gilt und schiebst jetzt Streß, dass du keine Stelle findest? Merkste was?

Allerdings wundert mich nicht so ganz, dass du Schwierigkeiten hast, zu Bewerbungsgesprächen eingeladen zu werden, wenn deine Bewerbungen so aussehen, wie deine Beiträge hier. Allein der Beitrag mit den Schwächen spricht schon wieder Bände.

mainzer
06.05.2012, 21:41
das ist doch nicht schwer zu verstehen....
das ist doch der trick bei der sache
stärken als vermeintliche schwächen darzustellen...
wer beschreibt isch denn bitte im bewerbungsgespräch als träge, streitsüchtig und unflexibel.... :-nix

naja...
...hohes Schlagbedürfnis,.. würde ich in meiner bewerbung auch nicht anführen...kommt bestimmt nicht gut ;-):-D

Lava
07.05.2012, 07:55
In der Ortho ist ein Schlagbedürfnis vielleicht hilfreich :-))

mainzer
07.05.2012, 17:14
hehe...stimmt

Feuerblick
07.05.2012, 18:29
Bevor man sich irgendwelche Coachings antut, sollte man sich einfach mal die im Handel erhältlichen Bewerbungsratgeber für Akademiker besorgen. Wenn man sich nur andeutungsweise an deren Vorschläge hält, ist das kein Problem mehr mit der Bewerbung. Ist nämlich eigentlich gar nicht so schwer. Maxime: Die Bewerbung soll WERBUNG für dich sein. Also Stärken rausstreichen und Schwächen notfalls geschickt verbergen... ;-)