Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragensammlung - Bewerbungsgespräch
Rettungshase
28.02.2017, 14:19
@ Meini: Du sollst ja auch zeigen, dass du dich aufs wichtigste beschränken kannst. Dass du die Streitschlichtergruppe im Kindergarten angeführt hast, juckt keinen mehr.
Da ich die Bewerbungen gerade hinter mir habe (okay, ich hab exakt eine geschrieben^^), hier ein paar Gedanken, die sich bei mir ausgezahlt haben (und von einem befreundeten Personaler abgesegnet wurden):
- Investiere in ein richtig gutes Bewerbungsfoto und mach dir Gedanken, wie du rüberkommen willst (freundlich, kompetent und selbstbewusst ist immer eine gute Kombi). Das gute Foto gibt es nicht zwangsläufig beim Fotografen um die Ecke; das heißt aber auch nicht, dass man kein gutes Bild unter 180€ bekommt.
- Mach dir Gedanken ums Design von Anschreiben und Lebenslauf. Hier kann man ggf. positiv hervorstechen. Falls du LaTeX beherrschst: super! Wenn nicht, schau, wie du aus Word etwas herausholen kannst (passt ja auch zu dem, was Chrissi geschrieben hatte, wenn gern überflogen wird)
- Aus dem Anschreiben sollte ersichtlich werden, wie du an den Punkt gekommen bist, an dem du jetzt bist und wieso das gut war. Daraus kannst du dann auch Beispiele für gute Charaktereigenschaften, die dich für die Stelle besonders geeignet machen, ziehen.
"Blaaaa, über mein Engagement im Jugendrotkreuz kam ich in Berührung mit Medizin, daraus entstand eine Leidenschaft, die sich während meines Auslandsaufenthalts im Senegal, in dem ich zu medizinischer Entwicklungshilfe wesentlich beitrug, noch weiter festigte. Im Ausland konnte ich meine Fähigkeiten, flexibel diverse Belastungen zu meistern und gemeinsam im Team ein Ziel zu erreichen, perfektionieren." (in schön^^)
Es klingt immer etwas abgedroschen, aber wenn du schreibst: "Abi, dann Studium, dann PJ, jetzt fertig." liest sich das sehr wie ein leidenschaftsloser 0815-Lebenslauf.
Worüber du dir Gedanken machen kannst, ist ob du mit reinnimmst, dass du (wenn im Dezember Examen ist und du ggf. noch verreisen möchtest) ab einem bestimmten Datum gern zur Verfügung stehst. Eine Freundin hat das nicht getan und hatte dann gleich im Januar anfangen müssen, was ihr nicht so recht war.
WackenDoc
28.02.2017, 14:31
Ich hab mich an den Vorlagen, die so im Netz kursieren, entlanggehangelt.
Hat mich etwas Nerven gekostet, die Sätze auf den Punkt zu bringen.
Wertvoll waren so Tipps wie "auf keinen Fall schreiben "hiermit bewerbe ich mich.."".
Das Ganze war erfolgreich.
Bewerbungsgespräch war voll in Ordnung. Hatte aber den Luxus dass es nur 2 Bewerber auf 1-2 Stellen gab und mein zukünftiger Vorgesetzter wohl schon aufgrund des Info-Telefonats wollte.
Das Gespräch war strukturiert mit vorgegebenen Fragen (öffentlicher Dienst, Chancengleichheit, Objektivierbarkeit). Waren Fragen zum zukünftigen Aufgabengebiet (Antwort "Wie ich im Telefonat mit xy erfahren habe...."), aber auch ne Frage zu meinem Führungsstil, was mich an meinem bisherigen Werdegang für die Stelle qualifiziert und dann noch gut die Hälfte der Fragen Fachfragen. War aber nicht schlimm, dass ich da einiges nicht von wusste- habe es wohl ganz gut umschifft.
Feuerblick
28.02.2017, 14:36
Och... als Arzt kannst du auch mit "hiermit bewerbe ich mich" erfolgreich sein ;-)
WackenDoc
28.02.2017, 14:40
Wahrscheinlich eine Frage von Angebot und Nachfrage.
So habe ich das tatsächlich auch noch damals in der Schule gelernt.
Spricht aber ja auch nichts dagegen, einen schönen Eingangssatz zu basteln.
So fancy wie in anderen Sparten muss es aber bei uns wohl in der Regel nicht sein.
Wahrscheinlich hätte ich auch schreiben können "Sie suchen einen Arzt, ich bin Arzt- lösen sie ihr Personalproblem, indem Sie mich einstellen"
Feuerblick
28.02.2017, 14:46
Wahrscheinlich würde das in den meisten Fällen auch noch klappen. Zumindest würde der Chefarzt wissen wollen, wer da so rotzfrech auftritt. :-))
Pampelmuse
02.03.2017, 09:38
Sagt mal, gibt man heutzutage seine Hobbies noch an im CV oder nicht? :-blush
Ich hatte sie bisher nicht angegeben- obwohl ich nix zu Verbergen habe- und nun meinte eine Freundin, die müssten unbedingt rein!
WackenDoc
02.03.2017, 10:21
Man gibt sie wohl nur an, sofern sie eine Bedeutung für die Stelle haben und ob das vom Seitenlayout passt. Und man sollte den zukünftigen Arbeitgeber nicht mit "Meine Hobbys sind Lesen, Kino und Sport" langweilen.
Soziales Engagement/Ehrenamt kann man auch mit angeben.
Ein Beispiel: Bewirbst du dich in einer internistischen Abteilung die auch Tropenmedizin mit abdeckt, kann die Begeisterung für Fernreisen ein Pluspunkt sein.
Es sollte aber nicht so rüberkommen, dass deine Hobbys einen höheren Stellenwert haben, als deine Arbeit.
Feuerblick
02.03.2017, 11:24
Die Angaben von Hobbies jenseits von "Lesen und Musik hören" kann durchaus mal einen netten Gesprächseinstieg ergeben. Soweit meine Erfahrungen - ich gebe meine Hobbies in der Regel an. Es sei denn, es ist kein Platz mehr.
Pampelmuse
03.03.2017, 09:57
Danke Euch für die schnellen Antworten!
Gestern erstes Vorstellungsgespräch an einer Uni für ein internistischen Fach.
Der Chef kam 30 Minuten zu spät, der Personaloberarzt war püntklich da. Sie haben mich dann reingeholt. Der Chef meinte schon, dass er nur kurz zeit hätte und gleich wieder weg muss, der Rest würde dann der PersonalOA machen.
Um was ging es?
- Beschreiben Sie kurz um was es in Ihrer Doktorarbeit geht.
- Wir hätten gerne von unseren Bewerbern, dass die Doktorarbeit fertig beim Dekanat eingereicht ist, wenn die Bewerber hier anfangen. (Ich dachte mir, ja ähm, also wenn es nach mir geht wäre die Arbeit schon seit 1,5 Jahren fertig....man kann ja aber schlecht sagen, dass der Betreuer und der Doktorvater nicht weitermachen die ja aus der gleichen Arbeitsgruppen kommen wie der Personalnoberarzt).
- Warum ich so schlechte Noten hätte und dass sie meine Bewerbung mit den Noten gar nicht berücksichtigt hätten, würden sie mich nicht schon aus Famulatur, PJ und Doktorarbeit kennen (Physikum schriftlich 4, mündlich 2, 2. Staatsexamen schritlich 3, mündlich steht noch bevor). Ja ich weiß, ist nicht wirklich gut aber kann man einen Arzt nur anhand von Noten beurteilen?!
- Auf andere Dinge Dinge aus dem Lebenslauf, Kongressteilnahmen mit Vorträgen, Veröffentlichungen etc. wurde gar nicht eingegangen.
- Es soll mir bewusst sein, dass an der Uni erwartet wird, dss man jedes Wochenende und auch im Urlaub an der Wissenschaft und Forschung arbeiten muss. Wenn ich dazu nicht bereit bin, wäre ich an der Uni falsch.
Der Chef ist dann wieder gegangen und der PersonalOA hat mir dann noch Dinge zu Rotationen und der Ausbildung erklärt.
Ich habe mich dann gar nicht mehr getraut meine Fragen zu stellen zu Fortbildungen, Dienste etc. weil ich die Stelle, so wie es sich anhörte eh nicht bekommen würde.
Der Chef meinte dann noch, dass sie momentan eh keine Stelle frei haben aber dass siich diesbzeüglich was tut, da mein Doktorvater ja weg geht und ev. Leute mitnimmt ( mich würde er auch mitnehmen) und damit Stellen frei werden. Es gäbe aber auch noch andere Bewerber (mit besseren Noten)...
Sie wussten, dass ich mich auch für die Klinik beworben habe wo mein Doktorvater hingehen wird und mir kam es so vor, als würden sie mich dorthin "abschieben" wollen.
Insgesamt ein komisches erstes Vorstellungsgespräch, da ich mir mehr erhofft habe, aus dem Grund weil ich dort schon seit 3 Jahren ein und aus gehen.
WackenDoc
23.03.2017, 09:34
Nomm das Angebot des Doktorvaters an.
Ein Bewebungsgespräch ist ja auch eine beidseitige Geschichte. Wenn sich ein AG mir gegenüber so benehmen würde, würde ich meine Arbeitskaft dann doch einem anderen Unternehmen zur Verfügung stellen.
Feuerblick
23.03.2017, 10:01
Bei DIESEM Arbeitgeber mit diesem arroganten Selbstverständnis würde ich im Leben nicht anfangen wollen!!! Wenn die meinen, sie könnten es sich leisten, so aufzutreten, dann wären sie bei mir an der falschen Adresse. Sklaverei ist abgeschafft und auch ein Berufsanfänger mit nicht ganz so dollen Noten muss sich nicht unter Wert verkaufen!
][truba][
23.03.2017, 16:39
Sorry, aber wenn du da anfängst, biste nicht "ganz dicht" (meine es nicht böse aber da kann man doch nicht arbeiten wollen?). Geh doch lieber mit deinem Doktorvater mit, wenn der da einen ordentlichen Eindruck macht!
Ein BWLer würde das als ganz harmloses normales Bewerbungsgespräch einstufen :-))
PillePalli
24.03.2017, 15:29
Oh Gott, da würde ich auch niemals arbeiten! Sogar dann nicht, wenn ich jetzt rein theoretisch Bock auf soviel Mehrarbeit und Forschung hätte. Ein freundlicher Umgang ist für mich selbstverständlich, egal ob man sich auf eine Stelle als Assistent oder Chef bewirbt. Wie soll das erst beim arbeiten werden. So behandelt zu werden muss sich keiner bieten lassen und bei der rosigen Lage auf dem Arbeitsplatz erst recht nicht!
PillePalli
24.03.2017, 17:39
Ein BWLer würde das als ganz harmloses normales Bewerbungsgespräch einstufen :-))
Hm na ja ich habe im Freundeskreis mehrere ( ziemlich erfolgreiche) BWLer und die haben zwar schon andere Gespräche, verhandeln da ja auch über Gehalt und der Arbeitgeber über Pflichten und so. Aber was ich von denen gehört habe ging das Gespräch immer von beiden Seiten aus und man hat versucht die Leute für den Betrieb zu gewinnen und Ihnen schmackhaft zu machen, was der Betrieb bietet. Also so von einer Seite fordernd finde ich in keinem Beruf normal ;)
PillePalli
24.03.2017, 18:16
Bzw besser gesagt klar kann sich nicht jeder wie wir die Stellen vergleichsweise leicht aussuchen, aber selbst bei einer Stelle als Putzfrau mit 100 Bewerbern wäre so ein Auftreten unangebracht. Für so jemanden würde ich schon aus Prinzip nicht arbeiten wollen
PillePalli
24.03.2017, 18:39
sorry übrigens, dass ich hier gleich mehrere Beiträge geschrieben habe, kann mir jemand sagen wie man seine eigenen Beiträge bearbeiten kann??
hab das schon bei anderen gesehen, aber finde die Funktion nicht??
Feuerblick
24.03.2017, 18:41
Dazu musst du erst eine gewisse Beitragszahl haben ;-)
PillePalli
24.03.2017, 18:44
Achso ok! :D Danke!
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