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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum sagen alle, dass Ärzte wenig verdienen?



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Antracis
12.12.2008, 18:25
@rate mal: erstmal lesen was der vordermann so schreibt. 2tens machts eben keinen unterschied obs schicht oder bereitschaftsdienste sind. wie du ja selber sagst werden leute halt auch nachts krank. also was zum geier willst du von mir? soll ich raten? hast einen gegen kopp bekommen? richtig? danke. rest bezieht sich nich auf mich, ist aber in toto richtig. nur einzelne ärzte hier für den bockmist der traifverhandlungen verantwortlich zu machen ist, wie jedem deutschen schuld am 3. weltkrieg zu geben. wenn du so kollektivschuld magst, bitte.

@anthracis: ja und glaubst du im schichtmodell kannst du immer 7:30-17h arbeiten? so ein blödsinn. nochmal zum mitschreiben für dich: fang erstmal an zu arbeiten. am besten nich nur an einem haus. dann kannste mitreden.

Lern erst mal gutes Benehmen, dann diskutiere ich vielleicht weiter mit Dir. ;-)

rate mal
12.12.2008, 18:47
2tens machts eben keinen unterschied obs schicht oder bereitschaftsdienste sind.Das bestätigt meine Vermutung, dass Dir der Unterschied zwischen Dienstplanmodellen mit Bereitschaftsdiensten und Dienstplänen nach einen Schichtdienstmodell nicht bekannt zu sein scheint.

Falls Du jedoch den Unterschied zwischen einem nächtlichen Bereitschaftsdienst und einer Nachtschicht sehr wohl kennen solltest und mit Deinen Beiträgen sagen wolltest, Eure nächtlichen Bereitschaftsdienste ließen sich faktisch von einer Nachtschicht nicht unterscheiden, hieße das, dass bei Euch permanent gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen würde.


wie gesagt, einfach mal an die mhh zu den uschis gehen. das bildet in dem thema hier ungemein.Ein Blick in das Arbeitszeitgesetz und die Tarifverträge könnte bei diesem Thema auch ganz nützlich sein.

Ich empfehle da vor allem, sich mal mit der Definition des Begriffs Bereitschaftsdienst und den Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit überhaupt Bereitschaftsdienste angeordnet werden dürfen, und wann nach Schichtdienstmodellen gearbeitet werden muss, zu beschäftigen.

p.s.:


nur einzelne ärzte hier für den bockmist der traifverhandlungen verantwortlich zu machen ist, wie jedem deutschen schuld am 3. weltkrieg zu geben. Hab' ich da was verpasst? Wann war denn der dritte Weltkrieg? :-))

Skalpella
13.12.2008, 11:39
Die viel beschworenen Uchis an der MHH(ich glaube, auch die anderen Chirurgen, da bin ich aber nicht sicher) haben ausgehandelt, dass sie für 60 Wochenstunden (anstatt der normalen 42?) im Grundgehalt entlöhnt werden nach dem bestehenden Tarif für Hochschulen.
Wenn man jetzt noch davon ausgeht, dass der junge Unfallchirurg keine eigene Wohnung hat,(wozu auch, er ist ja ohnehin nie zuhause und wenn er wirklich mal frei haben sollte, kann er auch bei Freunden auf der Couch pennen) hat er schon ein gutes Einkommen, zumindest Brutto. Na ja, Zeit zum Ausgeben hat er aber nicht...
;-)

rate mal
13.12.2008, 12:33
Die viel beschworenen Uchis an der MHH(ich glaube, auch die anderen Chirurgen, da bin ich aber nicht sicher) haben ausgehandelt, dass sie für 60 Wochenstunden (anstatt der normalen 42?) im Grundgehalt entlöhnt werden nach dem bestehenden Tarif für Hochschulen.

Aus Hannover kam schon 2002 der Vorschlag eines Arbeitszeitmodells "48+12" und die Forderung, alle Hintertürchen des Arbeitszeitgesetzes zu nutzen, was dann 2006 beim Abschluss der Tarifverträge auch geschehen ist.


Trotz aller Hintertürchen dürfen Dienstplanmodelle mit Bereitschaftsdiensten aber nur angewandt werden, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. (Siehe Tarifverträge). Andernfalls müsste eigentlich nach Schichdienstmodellen gearbeitet werden. Aber wo kein Kläger, da kein Richter.....

Der Käpt'n
14.12.2008, 15:07
@anthracis: hahaha. als gäbs da noch was zu diskutieren. nochmal für dich zum mitschreiben: diskutieren lohnt nur, wenn die sachelage nicht eindeutig ist. so long, my friend.

@rate mal: du zitierst immer selektiv. ich habe gesagt das es für die frage in betrachtung keinen unterschied macht. aber denk du ma watte gerne willst. oder erklär mir wie du in einem der modelle ohne arzt nach 17h auskommst. denn das ist die frage um die es ging und das ist die frage für dich ich es egal befand.

dein kommentar zur mhh ist sinnfrei, ebenso sinnfrei ist es über metaphern zu diskutieren.

@media: jopp, so isses. die augenringe der mannschaft da kommen nich von ungefär :) ich könnt hier auch durchschnittsarbeitszeiten aus meiner zeit da nennen...aber das würde ja die spannung rausnehmen ^^

schönen 3. advent :)

qwert
14.12.2008, 15:50
Selbst als PJ hat man nur marginal Einblick in die Dienstbelastung, geschweige denn in die Überstunden! (bei uns hat der PJ um 16:30 Schluss, wir nicht).

Grundsätzlich hast du recht, daß die meisten hier von Dingen erzählen von denen sie keine Ahnung haben. Ich jedoch habe als PJ zusammen mit den Assis Schluß und zwar nämlich 16.30 Uhr. Und nein, die bleiben nicht heimlich oder gehen heimlich zurück, wir fahren zusammen mit der gleichen S-Bahn. Und ich sehe die Lohnzettel und meine, die können sich nicht beschweren (was hier auch niemand macht). Und ich bin an einem Lehrkrankenhaus in einem Ballungsgebiet. Meinen Komilitonen an anderen Berliner Häusern geht es nicht schlechter. Schlimm ist doch eigentlich die Inkohärenz der Arbeitsbedingungen in deutschen Kliniken. Ausbeutung als Arzt ist jedoch kein Muß mehr Selbst Schuld wer sich anderes heute noch zumutet. Ich werde es jedenfalls nicht tun und mir meine Stelle mit Bedacht wählen.

Der Käpt'n
15.12.2008, 01:49
im prinzip hast du recht, nur so einfach ist es nicht. die arbeitsbelastung einer stelle ist nunmal leider nicht der einzige faktor, der bedacht seien will.

alley_cat75
15.12.2008, 08:28
Dass man als Arzt nicht pünktlich nach Hause kommt bzw. den Tag mit mehr Schufterei als der Durchschnittsangestellte verbringt, weiß man doch schon im 1. Semester. Ich denke, man hatte lange genug Zeit, sich zu überlegen, ob man wirklich Arzt sein möchte - mit allen Tücken. Bei uns im Haus werden Überstunden, sofern sie anfallen, bezahlt und/oder in Freizeit ausgeglichen, einfach weil wir uns einig sind und der Chef weiß, wenn es anders wäre, könnte er sich neue Assistenten suchen. Darüberhinaus wandert z. B. Geld für Studien in meine eigene Tasche und nicht in die des Chefs. :-)) Kurz: ich persönlich bin der Meinung, niemand mehr muss sich dank Ärztemangel mehr eine derartige Ausbeutung antun, wie es hier viele Schreiben. Wenn das Geld nicht stimmt und das Arbeitspensum ebenfalls nicht, muss man gehen. :-meinung Ich bringe mein Auto doch auch nicht in eine Werkstatt, wo mir statt des Auspuffs die Räder gewechselt werden. :-nix

Antracis
20.12.2008, 17:28
Wenn das Geld nicht stimmt und das Arbeitspensum ebenfalls nicht, muss man gehen. :-meinung Ich bringe mein Auto doch auch nicht in eine Werkstatt, wo mir statt des Auspuffs die Räder gewechselt werden. :-nix

Nur ist es manchmal einfacher, in der Nähe eine neue Werkstatt zu finden, als eine freie Stelle. ;-)

Du kennst doch selbst die Situation in Berlin. Ich hab jetzt direkt und indirekt beispielsweise die Arbeitsbelastungen und Weiterbildungsbedingungen in einigen Abteilungen eines nicht näher zu benennenden Klinikkonzerns mitbekommen, und frage mich auch, warum sich das die Leute antun. Allerdings ist es nicht eben leicht, in Berlin Alternativen zu finden, weil doch in vielen Kliniken die CAs eine ganze Reihe von qualifizierten Bewerbern in der Hinterhand haben. Das Umland bietet durchaus Alternativen, aber 4 Stunden am Tag pendeln ist für jemanden, der ggf. Familie hat oder anderweitig standortgebunden ist, nicht wirklich leicht.

Damit wir uns nicht mißverstehen: Ich bin prinzipiell dafür, dass man die Konsequenzen zieht, denn nur so kann Druck erzeugt werden, etwas zu ändern. Allerdings habe ich das Gefühl, gewisse Leute auf Arbeitgeberseite begreifen den Änderungsbedarf zu langsam. Oder realistischer betrachtet: Sie haben schlicht nicht genug Geld, Änderungen zu realisieren.

Gruß
Anti

alley_cat75
21.12.2008, 12:31
Allerdings ist es nicht eben leicht, in Berlin Alternativen zu finden, ...

Was den frischen Absolventen betrifft, hast Du diesbezüglich Recht. Nach 2 Jahren Berufserfahrung ist das eine ganz andere Kiste. Einfach mal ins Deutsche Ärzteblatt schauen und staunen, wieviele Berliner Kliniken händeringend Leute suchen.



Das Umland bietet durchaus Alternativen, aber 4 Stunden am Tag pendeln ist für jemanden, der ggf. Familie hat oder anderweitig standortgebunden ist, nicht wirklich leicht.

4 Stunden? Pendelst Du zu Fuß? :-)) 4 Stunden ist kein Umland mehr. In 2 Stunden bin ich in HH. In 30 Min ab Stadtmitte erreichst Du mit Auto einige kleine Häuser im Speckgürtel - ideal um erste Berufserfahrungen zu sammeln, ohne ausgebeutet zu werden.

Antracis
21.12.2008, 18:50
Was den frischen Absolventen betrifft, hast Du diesbezüglich Recht. Nach 2 Jahren Berufserfahrung ist das eine ganz andere Kiste. Einfach mal ins Deutsche Ärzteblatt schauen und staunen, wieviele Berliner Kliniken händeringend Leute suchen.

D'accord. Deshalb habe ich auch in den betreffenden Häusern meist nur Assis < 2 Wbj. oder Fachärzte gesehen. ;-)







4 Stunden? Pendelst Du zu Fuß? :-))

Nee, aber nach HH reichen 2 Stunden nicht. Weiß ich ziemlich genau, weil meine Frau die Strecke (wöchentlich) pendelt. 1:40 bis Hbf, aber bis Altona beispielsweise schon 2 h reine Fahrzeit. Dazu kommen in Berlin nochmal Anfahrt zum Bhf und in HH fahrt zur Arbeit... plus die Sicherheitsreserve, die so eine doch längere Reise halt verlangt. Aber es gibt in der Tat sogar Leute, die das täglich durchstehen...

Mit dem Speckgürtel gebe ich Dir recht. Allerdings muß man auch da berücksichtigen, dass der Verkehr gerade abends nach Berlin rein zäh sein kann und dann ist man schnell am Tag drei Stunden unterwegs...allerdings immer noch besser, als sich wie den letzten Deppen veralbern zu lassen.

Gruß
Anti

alley_cat75
22.12.2008, 07:13
Nee, aber nach HH reichen 2 Stunden nicht. Weiß ich ziemlich genau, ...

Mein Mann kommt aus HH und ich bin jahrelang ebenfalls gependelt - mir reichten zwei Stunden, allerdings mit dem Auto. :-))


Allerdings muß man auch da berücksichtigen, dass der Verkehr gerade abends nach Berlin rein zäh sein kann.

Ich arbeite im Speckgürtel und fahre an allen anderen, die von der Arbeit heim kehren, vorbei. Zäh ist da nur die Haftung meiner klobigen Winterreifen.

birko
22.12.2008, 09:44
Ich arbeite im Speckgürtel und fahre an allen anderen, die von der Arbeit heim kehren, vorbei. Zäh ist da nur die Haftung meiner klobigen Winterreifen.

Du bist wie immer etwas ganz Besonderes! :-meinung

alley_cat75
22.12.2008, 10:57
Grundsätzlich hast Du mit dieser Aussage recht. Dass ich aber damit meine, dass der Großteil der Berufstätigen nach Feierabend aus der Stadt rausfährt, während ich in die Stadt reinfahre, ist Dir aber schon klar, oder? Das nennt man antizyklisches Verkehrsaufkommen.

roger rekless
22.12.2008, 11:41
Grundsätzlich hast Du mit dieser Aussage recht. Dass ich aber damit meine, dass der Großteil der Berufstätigen nach Feierabend aus der Stadt rausfährt, während ich in die Stadt reinfahre, ist Dir aber schon klar, oder? Das nennt man antizyklisches Verkehrsaufkommen.

Dann wäre "entgegen" evt. das unmissverständlichere Adverb :-stud

DrSkywalker
22.12.2008, 13:35
Oh Gott, wie ekelhaft es hier mittlerweile zu geht. Kann es sein, dass jeder Thread, in dem Alley mit von der Partie ist, so endet? Ich komme nur noch selten hier vorbei, aber für folgende Feststellung reicht schon ein Besuch pro Monat: Alley nervt unendlich!

birko
22.12.2008, 15:14
Feststellung reicht schon ein Besuch pro Monat: Alley nervt unendlich!

Nein, das kann man so nicht sagen. Auch wenn oft ihre Äußerungen ziemlich polemisch und reißerisch sind, so sind sie doch produktiv und interessant. :-meinung


Dass ich aber damit meine, dass der Großteil der Berufstätigen nach Feierabend aus der Stadt rausfährt, während ich in die Stadt reinfahre, ist Dir aber schon klar, oder? Das nennt man antizyklisches Verkehrsaufkommen.


Ne, war mir nicht klar. Jetzt ist es mir aber klar :-party

Harry78
22.12.2008, 21:53
...typisch ehemalige Krankenschwester.....

Ehemaliger User 05022011
22.12.2008, 22:03
Nein, das kann man so nicht sagen. Auch wenn oft ihre Äußerungen ziemlich polemisch und reißerisch sind, so sind sie doch produktiv und interessant. :-meinung




:-dafür

an ihren Beiträgen sollten sich andere ein Beispiel nehmen, die offene, direkte Art von ihr ist immer wieder schön zu lesen

Harry78
22.12.2008, 23:11
Ich finds interessant, wie hier (sorry wenn bösartig klingt) Blinde über die Farbe des Mondes diskutieren.
Sucht euch euren Arbeitsplatz, wenn ihr fertig seid und wenn ihr schon hier über die Zukunft und die Dienstbelastung diskutieren wollt, dann hört euch die Tatsachen von denjenigen an, die das schon machen und gebt dann eure Meinung dazu kund.
Diese "mein Papa kennt wen, der hat 4x im Monat Urlaub" und "ich weiss, dass es KHs gibt, da gibt es ganz schlimme Dienste" hilft keinem weiter und sorgt höchstens dafür, dass diverse "Schei$$hausparolen" nie aussterben.

Selbst als PJ hat man nur marginal Einblick in die Dienstbelastung, geschweige denn in die Überstunden! (bei uns hat der PJ um 16:30 Schluss, wir nicht)

Deswegen würde ich manchen hier empfehlen, denn Ball etwas flacher zu halten und vielleicht kurz zu überprüfen, ob gewisse Thesen überhaupt haltbar sind...
:-meinung



...also ich hab keine Dienste und will auch keine.